Tascam FR-AV2: 32 bit float und timecode

  • Das neue Tascam FR-AV2 hat timecode und 32bit float Aufzeichnung. Ein interessantes Teil! Ist inzwischen im Handel verfügbar.


    https://www.tascam.eu/de/fr-av2


    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Ist ein tolles Teil. Die Timecode Synchronisierung hört sich interessant an. Und man kann bestehende Mikrofone nutzen, mit Phantomspannung versorgen. Auch die Mithörfunktion über Airpods ist hochinteressant - und eine gute Lösung zum Mithören, wenn die Kamera am Gimbal genutzt wird, und das Tascam im Gimbal befestigt ist.


    Die vielen Funktionen wie Tiefenfilter, Kompressor, Limiter und Noise Gate für die Eingänge - beeindruckend zwar, aber vielleicht auch ablenkend?


    Was mir lediglich fehlt sind XLR out zur Kamera. Denn nicht alle Kameras haben einen mini-Klinken Eingang. Und ich etwa will in der Kamera unbedingt ein Tonsignal haben, schon für die Synchronisierung über waveform (nicht jede Software unterstützt die Synchronisierung über timecode).


    Und natürlich ersetzt das Teil keine möglichst ortsnahe Mikrofonierung. Ich frage mich gerade, ob das DJI mic2 da nicht besser meine Bedürfnisse abdeckt?

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Und es ist ein 2-Kanal Gerät. Ich etwa hätte aber gerne 3-4 Kanäle. Schon wieder so ein Extra-Wunsch! 😂


    Aber man muss wohl realistisch bleiben.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Ich frage mich gerade, ob das DJI mic2 da nicht besser meine Bedürfnisse abdeckt?


    Nun, es sind ja zwei völlig unterschiedliche Geräte, für unterschiedliche Aufgaben.

    Hier solltest Du überlegen, was Dir (im Moment) mehr nutzt.



    Das DJI ist halt eine Funkstrecke für eine kabellose Aufnahme über die eigenen Mikrofone.

    Die Aufnahme im Sender ist nur ein zusetzliches - aber sehr hilfreiches - zusätzliches Feature.

    Letztlich bedarf es aber eines Anschlusses an eine Kamera, oder einem anderen Aufnahmegerät.


    Die verbauten Mikrofone begrenzen den Einsatzbereich dieses Gerätes eigentlich auf den absoluten Nahbereich, also in der Regel die Sprachaufnahme bei einem Interview.

    Für die Aufnahme z.B. von Umgebungsgeräuschen ist diese Art Gerät eher nicht geeignet.




    Das Tascam FR ist hingegen ein reines Aufnahmegerät, am ehesten vielleicht vergleichbar mit einem Tonbandgerät.

    Gegenüber den Audiorecordern der Tascam DR-Serie, oder ähnlichen anderer Hersteller, wie der Zoom H-Serie, verfügt es eben über keine eigenen Mikrofone, sondern benötigt immer die kabelgebundene Einspeisung aus einem Mikrofon, Instrument, Mischpult, oder Verstärker.


    Dafür ist aber halt der Einsatzbereich wesentlich breiter, da Du ja eben alle möglichen Geräte oder Kombinationen anschließen kannst. Allerdings halt eben immer über ein Kabel.


    Den Einsatz auf einem Gimbal halte ich eher für unsinnig.

    Allein schon wegen der nötigen Kabelverbindungen (z.B. zu am Galgen hängenden Mikrofonen). Das stört doch nur.

    Und extrer Mics, an Kamera oder Gimal, kannst Du auch lieber gleich in die Cam einspeisen, wozu da noch in den Recorder?



    Der Vorteil von Audiorecordern (mit oder ohne eigenen Mikrofonen) besteht ja eben darin, dass diese völlig separat irgendwo an geeigneter Stelle betrieben werden können, und unabhängig von dem in der Cam aufgenommen Audio zusätzliche Kanäle zur Verfügung stellt.

    Deshalb würde es aus meiner Sicht auch absolut keinen Sinn machen aus dem Tascam heraus in die Cam zu gehen.

    Zumal wenn diese dann eben nur 2 Audio-Kanäle aufzeichnen kann.


    Dafür ist dann ja ggf. auch die Synchronisation über TC gedacht, die beim Tascam offenbar sehr vielseitig ausgeführt ist.

    Gundsätzlich haben aber eigentlich alle besseren Audio-Geräte eine solche Funktion, und können ggf. auch als Geber arbeiten.



    Für mich und meine Arbeitsweise ist ein guter Audio-Recorder fast unverzichtbar.


    In der Cam nehme ich eher die Umgebung (z.B. mit dem Rode Stereo Video Mic Pro) auf.

    Bei Interviews kommt dann mein Zoom H5 mit einem Richtmic zum Einsatz. Beides steht in dem Fall in der Nähe des Interviewten, also nicht bei der Cam.

    Oder ich nehme völlig unabhängig zum Videe über die eingebauten Mics des H5 einfach einige Minuten "Umgebung" auf, um diese dann Hintergund einzumischen. Auch hier braucht der Recorder nicht an der Cam zu sein.


    Natürlich kann ich die Aufnahme auf dem Recorder dann auch nicht überwachen (es sei denn es gäbe eine 2. Person dafür).

    Aber einerseits ist das auch nicht nötig, wenn man zuvor gut ausgepegelt hat (das Tascam mit 32-float wäre da von Vorteil), und außerdem hat man auch so schon genug zu tun.



    Auf eine 2,4 GHz Funkstrecke verzichte ich hingegen schon seit einiger Zeit, ohne diese allzu schmerzlich zu vermissen. Auch wenn ich mir vermutlich schon irgenwann mal wieder eine Funkstrecke leisten werde, so hat das im Moment für mich keine Prio.


    Aber da musst Du halt Deinen Workfolw und Deine Prioritäten abwegen, wenn es um die Entscheidung einer Anschaffung geht.



    Die vielen Funktionen wie Tiefenfilter, Kompressor, Limiter und Noise Gate für die Eingänge - beeindruckend zwar, aber vielleicht auch ablenkend?

    Ablenkend weniger, da Du sie ja eigentlich vor der Aufnahme nur einschalten und ggf. aussteuern musst.


    Aber in dem Video wird ja - mit meiner Meinung übereinstimmen - auch schon gesagt, dass dies eher Funktionen sind, die bei eine Liveübertragung interessant sind.


    Bei der Erstellung einer Aufnahme, die dann noch nachbearbeitet werden soll, bringt das eher wenig. Im Gegenteil, was du da schon in die Aufnahme einrechnest, bekommst Du hinterher nicht, oder nur sehr schwer wieder raus. Also ist es besser, das in der Nachbearbeitung zu machen.


    Gruß

    Peter




    Nachtrag:



    Und es ist ein 2-Kanal Gerät. Ich etwa hätte aber gerne 3-4 Kanäle. Schon wieder so ein Extra-Wunsch!

    Im Video wird m.E. gesagt, dass Du mehrere von den Tascams miteinander syncen kannst.

    Dann würdest Du halt eine entsprechende Anzahl Geräte benötigen, wärst aber flexibler, als bei einem 6-Spur-Gerät, wie dem Zoom H6.

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  • Und natürlich ersetzt das Teil keine möglichst ortsnahe Mikrofonierung. Ich frage mich gerade, ob das DJI mic2 da nicht besser meine Bedürfnisse abdeckt?

    Ich sag mal so: Haben ist immer besser als brauchen!



    Der Tascam-Recorder schaut gut aus, schön finde ich die Abhörmöglichkeit via Blutooth. Preislich in der Mittelklasse und bestimmt eine Option für alle welche mit zwei Kanälen auskommen und keine integrierten Mikrofone benötigen.



    Generell finde ich externe Audiorecorder bei vielen Anwendungen sinnvoll, bspw. bei Konzertaufnahmen. Ich selbst nutze da schon lange solche Recorder, früher einen ziemlich großen Marantz-Profirecorder (hat noch auf Compactflash aufgezeichnet), inzwischen einen entweder Tascam DR-07 für kleine Setups mit den geräteinternen Mikrofonen oder einen Zoom H6N PRO für größere Setups mit mehreren XLR-Mikrofonen.



    Ist halt eine Frage des Aufwandes und der Umstände, einen externen Audiorecorder mit Mikrofonen muss man erst mal aufstellen können, Leitungen legen dürfen usw. – das geht nicht immer. Zusätzlich muss man sich ggfs. als Einzelkämpfer um ein weiteres Gerät kümmern.



    Bei Hochzeiten habe ich gerne Funkmikrofone verwendet, bspw. eines am Traualtar im Blumenschmuck versteckt welches das Ja-Wort dann sauber übertragen hat, ein zweites ggfs. dort wo der Pfarrer seine Predigt hält. Der Rest kam dann über das Mikrofon an der Kamera – diese muss dann halt mehrere Tonspuren aufzeichnen können…



    Oder man kombiniert Funkmikros mit so einem Recorder, dieser wird irgendwo in die Ecke gestellt. Oder man nimmt auf die Sender auf und nutzt den Empfänger nur um eine Tonspur als Referenz zum synchroniseren zu bekommen, auf den zweiten Kanal ein Mikro an der Kamera. Wobei man sich im Klaren sein muss das Funkmikrofone oftmals nicht an die Klangqualität hochwertiger Mikrofone herankommen (was aber bei Sprachaufnahmen nicht unbedingt relevant ist).

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  • Ich habe mit dem Tascam DR-40 den Urgroßvater dieses Gerätes. Und nutze den beim Filmen eher wenig. Fallweise bei Konzertaufnahmen. Also von der Seite - kein Bedarf bei mir nach noch einem Audiorekorder.


    Der Bedarf nach guten Funkmikrofonen - bei mir sehe ich den deutlich höher. Sind eine gute Ergänzung zur Mikrofonierung mit guten Zoomkeulen auf der Kamera. Weil man oft doch zu weit weg ist, zu viele Störgeräusche mit der Zoomkeule alleine rein bekommt.

    Natürlich sind das zwei verschiedene Geräte, das ist natürlich klar. Meine persönliche Priorität ist klar. Aber interessant, was man heute für eine hochwertige Technik bekommt.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Ich habe mit dem Tascam DR-40 den Urgroßvater dieses Gerätes. Und nutze den beim Filmen eher wenig. Fallweise bei Konzertaufnahmen. Also von der Seite - kein Bedarf bei mir nach noch einem Audiorekorder.


    Funkmikrofone sind deutlich praktischer und flexibler einsetzbar, das stimmt allerdings. Und damit die vermutlich bessere Anschaffung....

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  • Das ist vermutlich auch für mich so richtig. Einfach, weil man

    - für Interviewsituationen gut gerüstet ist (1 oder 2 Teilnehmer)

    - entweder anstecken kann, oder die Teile am Tischstellt

    - 2 zusätzliche Tonspuren bekommt, zusätzlich eber zur Kamera. Immerhin hat man dann 4 Spuren, bei alten Kameras wie der FS7 oder EVA1. Oder auch bei den Blackmagic Pockets 6K Pro

    - die Funkmikrofone auch mit iphones und Androide-Phones betreiben kann. Das geht erstaunlich gut (und mittels Bluetooth bekommt man dann auch noch über AirPods eine nette Audiokontrolle


    Für mich hätte das Tascam primär den Vorteil, direkt von anderen Mikrofonen als 32bit float aufzeichnen zu können. Jetzt ist das aber kein soo ein riesiger Vorteil - immerhin haben auch in den letzten Jahren die Audioaufnahmen gut funktioniert.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Hallo,

    Die vielen Funktionen wie Tiefenfilter, Kompressor, Limiter und Noise Gate für die Eingänge - beeindruckend zwar, aber vielleicht auch ablenkend?

    Nee, halte ich nicht für ablenkend. Man nutzt die Funktionen oder halt auch nicht.

    Ablenkend weniger, da Du sie ja eigentlich vor der Aufnahme nur einschalten und ggf. aussteuern musst.

    Genau so ist es. Klar, man sollte sich vor der Aufnahme bewusst dafür oder dagegen entscheiden. -Während der Aufnahme ist nicht unbedingt sinnvoll, höchstens ein wenig nachregeln.

    Aber in dem Video wird ja - mit meiner Meinung übereinstimmen - auch schon gesagt, dass dies eher Funktionen sind, die bei eine Liveübertragung interessant sind.

    Sehe ich nicht zwingend so. Für LIVE bringt esauf jeden Fall was. Aber auch bei einer Aufzeichnung kann das durchaus sinnvoll sein. Warum? -Siehe unten.

    Bei der Erstellung einer Aufnahme, die dann noch nachbearbeitet werden soll, bringt das eher wenig. Im Gegenteil, was du da schon in die Aufnahme einrechnest, bekommst Du hinterher nicht, oder nur sehr schwer wieder raus. Also ist es besser, das in der Nachbearbeitung zu machen.

    Das sehe ich eben nicht so.

    • Tiefenfilter: da kann man ganz geschickt den Trittschall einer knarrenden Holzbühne eleminieren. -Muss man dann schon nicht mehr in der Nachbearbeitung tun. Bei Stimmen braucht man eh keine Bassorgien, ist vom hören her mit der Zeit anstrengend.
    • Kompressor: nicht übertrieben eingesetzt kann dieser für eine gleichmäßigere Lautstärke eines Sprechers sorgen. -Erspart ebenfalls Nacharbeit
    • Noise Gate: Kann zusätzlich leise Nebengeräusche die nicht nur im Tiefenbereich auftreten in Momenten wo gerade kein Nutztsignal anliegt rausfiltern. Das kann ein Grundrauschen einer alten Anlage sein, ein Lüfter eines Scheinwerfers, Leises Murmeln im Publikum. Kann gut eingestellt ebenfalls Nachbearbeitung ersparen.
    • Limiter: Kann halt bedingt verhindern das Dein Signal völlig übersteuert. Wobei dem halt grenzen gesetzt sind.

    Klar, das Gegenargument ist: Wenn man das Tonsignal eh nachbearbeiten möchte kann man auch gleich den Rest in der Nachbearbeitung erledigen. Aber wenn diese Funktionen vorhanden sind würde ich die nicht prinzipiell ablehnen. ;)

    Grüßle,
    Steve

  • Die Frage ist halt immer, woher man im Vorhinein weiß, welche Filter gut wären.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Die Frage ist halt immer, woher man im Vorhinein weiß, welche Filter gut wären.

    Klar, ist nicht immer easy. Da hilft nur vorher Testen, sofern das möglich ist. Vom Ton Live-abmischen und vom Streaming her kann ich aber sagen das man mit der Zeit ein gefühl dafür bekommt.
    Aber deshalb kann man die Funktionen ja auch abschalten wenn man sie nicht möchte.

  • Die Frage ist halt immer, woher man im Vorhinein weiß, welche Filter gut wären.

    Genau das meinte ich mit meiner Aussage.


    Natürlich hat Steve recht, dass man mit den richtigen Filtern in der Aufnahme sich dann auch Nacharbeit sparen kann.

    Aber es kann halt auch nach hinten losgehen.

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  • Vom Ton Live-abmischen und vom Streaming her kann ich aber sagen das man mit der Zeit ein gefühl dafür bekommt.


    Die richtige Wahl von Filtern und auch der Mikrofonierung kommt mit der wachsenden Erfahrung.


    Trotzdem schadet ein bisschen „theoretisches“ (Grund-)Wissen natürlich nicht.


    Wer komplett neu einsteigt und keine Erfahrung mitbringt der sollte ggfs. nicht sofort mit „heißen“ (Auftrags-)Projekten beginnen bei welchen ein (optimaler) Erfolg sichergestellt sein muss, sondern lieber einige „Übungsprojekte“ einplanen bei denen Fehler kein Weltuntergang sind.


    Ideal ist es natürlich, wenn man jemanden der sich auskennt über die Schulter schauen und ggfs. assistieren kann. Ich hatte das Glück in jungen Jahren so eine Möglichkeit zu haben, auch wenn das jetzt mehrere Jahrzehnte her ist und die Technik sich massiv weiterentwickelt hat – die Grundlagen sind gleich geblieben, basieren diese doch oftmals auf reiner Physik.


    Trotzdem passieren Fehler – mein größter „Bock“ vor inzwischen über 30 Jahren passiert – war ein völlig verbrummter Ton einer Pressekonferenz in der Tagesschau. Damals als Kamerassistent für den Ton zuständig ist mir entgangen das eine XLR-Leitung defekt war und ich haben den Brumm beim kontrollieren vor der Aufzeichnung nicht bemerkt. Sowas ist peinlich, seitdem achte ich auf sowas und habe auch immer einen Seitenschneider dabei – defekte Leitungen werden „gekappt“ damit niemand diese einfach ohne Reparatur weiter verwendet….

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  • ich möchte in diesem Zusammenhang "Filter ja oder nein bei der Aufnahme" an den in diesem Forum bereits vorgestellten Effekt "OpenVINO" erinnern.

    Sprache zu isolieren funktioniert m.e. wunderbar, weil nicht, wie bisher, das Störsignal und/oder Störgeräusch definiert werden muss, sondern die Sprache als einzig gewünschtes Signal angegeben wird und damit übrigbleibt.

    Soweit mir bekannt ist dieser Filter bisher nur in audacity verwendbar, dafür aber free of charge.

  • Wie so oft gilt: beim Kauf heute ist das Tascam toll. Braucht man es aber nicht, weil vorhandenes Equipment da ist - dann wird man die Vorteile genauer abwägen. Eigentlich trivial.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Effekt "OpenVINO"

    Ja, es gibt inzwischen eine Reihe solcher auf KI basierte Effekte, auch in anderen Audio-Programmen (meist aber halt nicht kostenlos).


    Und es ist auch wirklich erstaunlich, was diese leisten. Trotzdem gehört schon auch noch etwas Übung mit den Einstellungen und „hinhören“ dazu. Denn es werden auch immer noch Frequenzanteile herausgefiltert, die eigentlich benötigt werden.

    Da braucht es etwas Fingerspitzengefühl, wie weit man gehen kann.

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  • Hallo,

    Wer komplett neu einsteigt und keine Erfahrung mitbringt der sollte ggfs. nicht sofort mit „heißen“ (Auftrags-)Projekten beginnen bei welchen ein (optimaler) Erfolg sichergestellt sein muss, sondern lieber einige „Übungsprojekte“ einplanen bei denen Fehler kein Weltuntergang sind.

    Das sehe ich genauso. Das arbeiten mit Filtern muss man üben und erlernen. Es ist auch mit jedem Gerät ein wenig anders. Und dann kommt es noch darauf an wie gut das Gerät ausgestatt ist. Hat das Gerät z.B. ein Display und zeigt die Wirkung der Effekte grafisch an tut man sich ebenfalls wesentlich leichter wie wenn man blind an einem Regler dreht.

    Trotzdem passieren Fehler – mein größter „Bock“ vor inzwischen über 30 Jahren passiert – war ein völlig verbrummter Ton einer Pressekonferenz in der Tagesschau. Damals als Kamerassistent für den Ton zuständig ist mir entgangen das eine XLR-Leitung defekt war und ich haben den Brumm beim kontrollieren vor der Aufzeichnung nicht bemerkt. Sowas ist peinlich, seitdem achte ich auf sowas und habe auch immer einen Seitenschneider dabei – defekte Leitungen werden „gekappt“ damit niemand diese einfach ohne Reparatur weiter verwendet….

    Tja, das passiert leider trotz allem. Aus diesen Fehlern kann man nur lernen.
    Wir hatten vor einer Weile auch so einen Fall. Ein Mikrokanal hatte bei der ersten Probe mal einen kurzen Aussetzer den wir nicht Identifizieren konnten weil es danach problemlos funktionierte. -Bis es beim ersten Song des Gottesdienstes massive Aussetzer erzeugte. Glücklicherweise war nach dem Song ein Moderationsblock. In dieser Zeit habe ich kurzerhand ein anderes Mikro mit anderem Kabel auf einen anderen Kanal eingesteckt, dem Sänger das Mikro in die Hand gedrückt und die Einstellungen am Mischpult auf den neuen Kanal kopiert. -Im nächsten Song war das Problem verschwunden. :jubilie:

    Das geht halt mitten in einem Interview oder einem Song nicht, ma muss die Lücke finden und schnell reagieren.

    Grüßle,
    Steve