Freunde von mir sind nur knapp und durch einen glücklichen Zufall vom Attentat in Magdeburg verschont geblieben.
Freunde von mir waren am Tag zuvor zu Besuch auf diesem Weihnachtsmarkt, hatten noch von dessen Schönheit Bilder gepostet und waren natürlich auch heilfroh, dass sie von diesem schrecklichen Anschlag nichts mitbekommen haben. Es tut mir leid um die Stadt Magdeburg, mit der mich auch ein paar glückliche Stunden verbinden.
auch von mir an alle ein frohes Fest und einen guten Rutsch in ein hoffentlich gesundes 2025
Paul hat zu Recht das Wort "gesund" benutzt. Ältere betrifft es häufiger, aber es kann auch plötzlich Jüngere betreffen.
Mein Sohn kämpft in diesen Tagen um sein Leben wegen einer durch Streptokokken
ausgelösten Sepsis. Er liegt schon 13 Tage im Koma...
Das tut mir sehr leid zu lesen Bruno, zumal du ja erst vor kurzem von einem Schicksalsschlag getroffen wurdest. Ich wünsche dir von Herzen, dass sich dein Sohn doch davon erholt. Ich weiß aber seit kurzem sehr genau, was für eine große Gefahr das ist.
Um dir vielleicht etwas Hoffnung zu geben, will ich kleine Geschichte erzählen, was ich ursprünglich nicht vorhatte.
Tatsächlich habe ich frohe Weihnachten erlebt - wenn auch auf eine ganz andere Art als ursprünglich geplant. Eigentlich wollten wir ab Ende November eine Kreuzfahrt auf dem Nil von Assuan bis Kairo unternehmen und dann entspant Weihnachten feiern.
Tatsächlich hatte meine Frau Anfang Oktober rätselhafte Beschwerden (Einzelheiten gehen zu weit hier), kam am 16. Oktober per Notaufnahme in die Klinik. Dort wurde festgestellt, dass ihr Herz stark mit Streptokokken befallen und die Mitralklappe zerstört war. Eine Sepsis drohte, auf jeden Fall war trotz dieser bedrohlichen Situation eine große Brust-OP erforderlich. Zuvor hatte sie nie Herzprobleme.
Im Herzzentrum Bernau wurde die Klappe eingesetzt. Leider war der weitere Verlauf zunächst für sie und mich extrem frustrierend. Ich habe es selbst über Stunden am Display auf der Intensivstation (5 Tage lang sie dort) miterlebt, wie ihr Puls zwischen 140 und über 170 raste. Noch schlimmer war aber, dass er zwischendurch auf 0 ging. Ohne die angeschlossenen Maschinen wäre sie jetzt tot.
Daher wurde ihr noch ein doppelter Herzschrittmacher eingesetzt. Erst damit wendete sich (wenn auch nur sehr langsam) das Blatt. Zusammen war sie 9 Wochen im Krankenhaus.
Es ist für uns daher schon fast ein kleines Weihnachtswunder, dass sie vor ein paar Tage eine Reha in Wandlitz beginnen konnte, und ich die Feiertage dort mit ihr verbringen durfte. Heute kam ich erst zurück. Auch Silvester will ich wieder hin.
Sicher hat ihr auch ihr Glaube geholfen, denn sie ist ein eifriges Mitglied der philippinischen Gemeinde in Berlin. Ab und zu beteilige ich mich auch, obwohl ich seit langem kein Mitglied einer Kirche mehr bin.