Frohe Festtage 2024

  • Freunde von mir sind nur knapp und durch einen glücklichen Zufall vom Attentat in Magdeburg verschont geblieben.

    Freunde von mir waren am Tag zuvor zu Besuch auf diesem Weihnachtsmarkt, hatten noch von dessen Schönheit Bilder gepostet und waren natürlich auch heilfroh, dass sie von diesem schrecklichen Anschlag nichts mitbekommen haben. Es tut mir leid um die Stadt Magdeburg, mit der mich auch ein paar glückliche Stunden verbinden.


    auch von mir an alle ein frohes Fest und einen guten Rutsch in ein hoffentlich gesundes 2025

    Paul hat zu Recht das Wort "gesund" benutzt. Ältere betrifft es häufiger, aber es kann auch plötzlich Jüngere betreffen.


    Mein Sohn kämpft in diesen Tagen um sein Leben wegen einer durch Streptokokken
    ausgelösten Sepsis. Er liegt schon 13 Tage im Koma...

    Das tut mir sehr leid zu lesen Bruno, zumal du ja erst vor kurzem von einem Schicksalsschlag getroffen wurdest. Ich wünsche dir von Herzen, dass sich dein Sohn doch davon erholt. Ich weiß aber seit kurzem sehr genau, was für eine große Gefahr das ist.


    Um dir vielleicht etwas Hoffnung zu geben, will ich kleine Geschichte erzählen, was ich ursprünglich nicht vorhatte.


    Tatsächlich habe ich frohe Weihnachten erlebt - wenn auch auf eine ganz andere Art als ursprünglich geplant. Eigentlich wollten wir ab Ende November eine Kreuzfahrt auf dem Nil von Assuan bis Kairo unternehmen und dann entspant Weihnachten feiern.


    Tatsächlich hatte meine Frau Anfang Oktober rätselhafte Beschwerden (Einzelheiten gehen zu weit hier), kam am 16. Oktober per Notaufnahme in die Klinik. Dort wurde festgestellt, dass ihr Herz stark mit Streptokokken befallen und die Mitralklappe zerstört war. Eine Sepsis drohte, auf jeden Fall war trotz dieser bedrohlichen Situation eine große Brust-OP erforderlich. Zuvor hatte sie nie Herzprobleme.


    Im Herzzentrum Bernau wurde die Klappe eingesetzt. Leider war der weitere Verlauf zunächst für sie und mich extrem frustrierend. Ich habe es selbst über Stunden am Display auf der Intensivstation (5 Tage lang sie dort) miterlebt, wie ihr Puls zwischen 140 und über 170 raste. Noch schlimmer war aber, dass er zwischendurch auf 0 ging. Ohne die angeschlossenen Maschinen wäre sie jetzt tot.


    Daher wurde ihr noch ein doppelter Herzschrittmacher eingesetzt. Erst damit wendete sich (wenn auch nur sehr langsam) das Blatt. Zusammen war sie 9 Wochen im Krankenhaus.


    Es ist für uns daher schon fast ein kleines Weihnachtswunder, dass sie vor ein paar Tage eine Reha in Wandlitz beginnen konnte, und ich die Feiertage dort mit ihr verbringen durfte. Heute kam ich erst zurück. Auch Silvester will ich wieder hin.


    Sicher hat ihr auch ihr Glaube geholfen, denn sie ist ein eifriges Mitglied der philippinischen Gemeinde in Berlin. Ab und zu beteilige ich mich auch, obwohl ich seit langem kein Mitglied einer Kirche mehr bin.

  • Um dir vielleicht etwas Hoffnung zu geben, will ich kleine Geschichte erzählen, was ich ursprünglich nicht vorhatte.

    Eine "Weihnachtsgeschichte" habe ich eben ebenfalls durchlebt.
    Am 23. ist mein Sohn mit Intensivtramsport nach Regensburg verlegt worden.
    Die Würzburger Kliniken haben meinen Sohn aufgegeben.
    Noch in der Nacht zum Hl. Abend ist er operiert worden. Gestern war ich
    mit Tochter in Klinik in Regensburg. Sein Zustand jetzt stimmt mich optimistisch.
    Er hat schon zwei Sauerstoffbehandlungen in der Druckkammer bekommen,
    einer Technik die für Unfälle aus dem Tauchsport entwickelt worden ist.
    Damit kann man auf Zellebene therapieren. Tatsächlich muss das Bein
    nach dem aktuellen Stand nicht amputiert werden um sein Leben
    zu retten. Kreislaufunterstützende Mittel braucht er nicht mehr.
    Heute geht es erneut in die Druckkammer, eine Behandlung dort dauert
    drei Stunden.


    Wir haben neue Hoffnung geschöpft, ein Weihnachtswunder"?
    Vielleicht, jedenfalls verfügt die Caritas St. Josef Klinik dort in Zusammenarbeit
    mit der Uni über ein viel höheres Know-how im Falle der Streptokokken-Bekämpfung
    deren Art bei meinem Sohn das Gewebe zerfrisst.


    Danke sunday!

  • Wir haben neue Hoffnung geschöpft, ein Weihnachtswunder"?
    Vielleicht, jedenfalls verfügt die Caritas St. Josef Klinik dort in Zusammenarbeit
    mit der Uni über ein viel höheres Know-how im Falle der Streptokokken-Bekämpfung
    deren Art bei meinem Sohn das Gewebe zerfrisst.


    Danke sunday!

    Gern geschehen Bruno, es freut mich sehr zu lesen, dass es wieder Hoffnung gibt für deinen Sohn!


    Am Anfang bekam meine Frau 4 Infusionen am Tag gegen Bakterien! Nachdem klar war, dass es Streptokokken sind, verringerte sich das dann besser zielgerichtet erst auf 3 und dann auf 2x amTag. Diese Prozedur dauerte über 8 Wochen. Dass der Bereich um die Einstichstelle noch taub ist und sie zur Zeit noch 7 verschiedene Tabletten nehmen muss, ist das geringere Übel. Immerhin kann sie schon wieder (wenn auch mit Pausen) relativ gut spazierengehen.


    Ich wünsche weiterhin einen guten Verlauf bei euch Bruno und für alle einen guten Rutsch nach 2025 - vor allem, dass ihr von den Knallidioten nicht zu sehr belästigt werdet. Hier fing das ja schon vor Weihnachten an. In den Wäldern von Wandlitz werden wir dagegen Ruhe haben.

  • Ich habe bei gesundheit.de einen Newsletter abonniert. Zufällig ist in der heutigen Ausgabe genau die Ursache beschrieben, die meine Frau betroffen hat. Es nennt sich Endokarditis. Ausgelöst wurde das Ganze vermutlich durch ein Zahnimplantat.

    https://www.gesundheit.de/kran…60/?newsletter-2024-12-29

  • Du siehst hier wie fassungslos traurig für manchen von uns hier
    die "Feiertage " sein können.

  • Solche Situationen führen doch zu einer Demut, wenn es nahen Menschen so schlecht geht.

    Da weiß ich eher nicht, wie ich mein Mitgefühl äußern kann.

  • Die Festtage sind halt nicht überall feierlich. Aber es ist wie es ist.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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