Qualitäts- und Preisunterschiede bei 4k zwischen Beamer und Fernseher

  • Ob man einen Sony BRAVIA XR 65" für 3000 Euro Flachbildfernseher des oberen Preissegments für 1,65m Bilddiagonale braucht oder einen Laserbeamer mit 2000ANSI-Lumen, wie den Hisense C2 Beamer für 1800 Euro. Wobei es den C2 auch in einer Pro-Version mit 2600 ANSI-Lumen für 2200 Euro gibt.


    Da hält doch der Laserbeamer mit 25000 Stunden länger und hat sogar noch HDR mit über 2000ANSI-Lumen. Diesen "Fernseher" kann man sogar noch bis 300cm hochskalieren.


    Was sind also die Vor- und Nachteile zwischen Laserbeamer und LED/OLED-Fernseher?

  • Ich habe ein HDR Laserbeamer Epson LS12000 und ein Panasonic OLED Fernseher. Der Kontrastumfang und Schwarz von einem OLED ist höher als ein Laserbeamer.

    Wenn der Laserbeamer in ein absolut schwarzer Umgebung, (Wände, Decke etc.), steht kommt er vielleicht auch auf so ein hohen Kontrast aber das ist unrealistisch.

    Ich habe in mein Vorführraum die Decke schwarz gestrichen aber der Teppich und viel andere Sachen reflektieren immer noch Licht sodaß unweigerlich der Kontrast etwas zurück gehen muss.

    Trotzdem macht es einen Riesenspaß seine Filme hier auf ein Leinwand von 250 cm Breite anzuschauen.

    Der kalibrierter Laserbeamer habe ich mit einem Kontrasterhöhende Rotfilter gekauft.


    Dirk PEL

  • Der größte Unterschied ist wohl das das Bild von einem Beamer besteht aus reflektiertes Licht ist und das Bild von einem OLED besteht aus direktes Licht.

    Der große Nachteil von einem Beamer ist das der Raum darauf abgestimmt sein muss. Ein dunkler Vorführraum (wie im Kino) wie bei dirk_pel ist da schon Pflicht. Im Wohnzimmer ist ein Beamer nur umständlich.

    :wink2: Theo Houben

  • Der große Nachteil von einem Beamer ist das der Raum darauf abgestimmt sein muss. Ein dunkler Vorführraum (wie im Kino) wie bei dirk_pel ist da schon Pflicht. Im Wohnzimmer ist ein Beamer nur umständlich.

    Das sehe ich auch so. Ich habe mir vor ca. 20 Jahren einen Heimkinoraum im Keller eingerichtet, auf dem wir ab und zu einen Spielfilm schauen. Ich käme nie auf die Idee darauf Nachrichten oder dergleichen zu sehen.


    Die 2. lohnende Anwendung für mich sind z.B. EM- oder WM-Spiele im Fußball - jedenfalls seitdem die deutsche Mannschaft wieder besser spielt. :) Auf 3 m Breite ist das schon eine interessante Sache.

  • Und der Teppich oder die LEDs des AV-Receivers oder die Tapete spiegeln sich nicht auf dem OLED-Fernseher? Und selbst wenn. Was macht das? Die meisten Ferseher können froh sein, wenn sie 1000NIT oder 1000ANSI-Lumen haben. Wenn auf der Leinwand etwas Umgebung reflektiert, dann sind 2000NIT doch schon eine Menge mehr an Reserve sogar, wenn etwas bei Tageslicht reflektiert. Notfalls stellt man die Rolläden auf Schlitz oder fährt sie etwas runter.

    Bekommt man „Augenkrebs“, wenn man noch die Hand vor Augen sieht oder stellt ihr euch einfach nur empfindlich an?

  • Auf was sind denn die 2000 NIT eigentlich bezogen?

    Denn im Gegensatz zu einem TV-Gerät dürfte beim Beamer ja - ähnlich wie bei einer Leuchte - die Entfernung zur Leinwand und auch deren physikalische Beschaffenheit einen starken Einfluss haben.


    Zwar habe ich jetzt nur Erfahrungen mit den (sicherlich leistungsschwächeren) Beamern auf meiner ehemaligen Arbeitsstelle. Aber da gab es auch immer wieder Probleme mit der Erkennbarkeit der Projektion. In kleineren Runden sind wir deshalb sehr oft auf TV-Geräte ausgewichen.

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  • Meines Wissens gilt: Nits = Lumen durch Quadratmeter Fläche


    Habe ich eine 2,5m breite 16:9 Leinwand (mit perfekter Reflektion), dann sind das ca. 3,5 m2


    Bei 2.000 Lumen würde dann meines Erachten gelten: 2.000 / 3,5 = 571 Nits. Das ist zwar sehr anständig (z.B. für ein OLED-TV), aber jetzt nicht soooo der Bringer bei Restumgebungslicht.


    Da die Bildschirme von TVs selbst leuchten und nicht auf die Reflektion von Licht (wie ein Beamer) angewiesen sind, können die Hersteller das Schwarz der Schirm (bzw. deren Eigenreflektion von Umgebungslicht), beispielsweise durch Entspiegelung, reduzieren. Bei einer Leinwand kann diese (im Falle einer rein diffusen Fläche) nicht zwischen dem gewollten Lichteinfall des Beamers und dem nicht gewollten Lichteinfall durch Raumbeleuchtung unterscheiden.


    Ach ja: will ich 2.000 Nits auf der o.g. Leinwand, dann müsste der Beamer nach meiner Kalkulation ca. 7.000 Lumen haben.

    Greetings,
    ro_max


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  • In diese Richtung gingen auch meine Vermutungen.


    Danke

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  • Bei einer Leinwand kann diese (im Falle einer rein diffusen Fläche) nicht zwischen dem gewollten Lichteinfall des Beamers und dem nicht gewollten Lichteinfall durch Raumbeleuchtung unterscheiden.

    Deshalb gibt es auch dunkle oder graue Leinwände die das Umgebungslicht absorbieren, habe leider selber keine Erfahrung damit.


    Dirk Pel

  • Deshalb gibt es auch dunkle oder graue Leinwände die das Umgebungslicht absorbieren, habe leider selber keine Erfahrung damit.

    Nur absorbieren die natürlich auch einen Teil des Beamerlichts, so dass dieser entsprechend stark sein muss, um das auszugleichen (mit den entsprechenden Nachteilen wie höheren Anschaffungs- und Stromkosten sowie, u. U., lauteren Lüftern). Es gibt auch Leinwände mit einem höherem Gain, die das einfallendes Licht "gebündelter" zum Betrachter reflektieren, diese habe meines Wissens aber auch Nachteile. Derzeit bleibt es in der Regel dabei, dass man für einen Beamer den Raum verdunkeln und Streulicht möglichst vermeiden muss.


    Ein Vorteil von Beamern ist, dass, sofern man die Leinwand einfahren und quasi "verstecken" kann, diese im Gegensatz zu einem TV-Gerät vergleichbarer Größe im ausgeschalteten Zustand optisch nicht so wuchtig sind. Wenn man aber bedenkt, dass für einen Beamer der Raum entsprechend präpariert werden muss, was bei Nichtgebrauch auch nicht so toll aussieht (wer mag z.B. schon schwarze Decken in einem Wohnraum; es ist dann eher ein separater Raum sinnvoll, den man auch erst einmal haben muss)), dann löst sich dieser Vorteil recht schnell wieder in Luft auf. Früher hat man Fernseher bei Nichtgebrauch in Schränken verborgen, aber bei der Größe heutiger TV-Geräte müssten das mitunter gewaltige Schränke sein.

    Greetings,
    ro_max


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  • Zumindest einen grossen Vorteil haben Laserbeamer, da braucht man nicht alle 2000 Gebrauchsstunden die Lampe zu wechseln, die im Verlauf dieser Zeit dabei erheblich an Helligkeit verliert.

    :wink2: Theo Houben

  • Dann habe ich da wohl einen Fehler bei den NITS gemacht, denn die Angaben der Beamer sind nur 2000 ANSI-Lumen. D.h. man dürfte für den 2000 NITS Wert nur eine 1qm Leinwand haben oder für 1000 NITS 2qm. Das reduziert natürlich die Ausmaße verglichen mit einem Fernseher.


    Von der Serie C2 gibt es noch eine 3000 ANSI-Lumen Version Ultra für 2500Euro. Da sind wir mit einer Leinwand ja auch bald bei 3000 Euro, wie bei dem Bravia XR 65“.


    Wobei die Energieeffizienz bei beiden nur Klasse G sein dürfte bei der Größe. Da es nur bis G geht können dennoch etliche Watt Unterschied zwischen beiden sein.


    Gut sich mal über die Unterschiede ausgetauscht zu haben.

  • ...der Beamer sind nur 2000 ANSI-Lumen. D.h. man dürfte für den 2000 NITS Wert nur eine 1qm Leinwand haben oder für 1000 NITS 2qm.

    Nein,


    NITs beschreibt die Leuchtdichte flächenhafter Lichtquellen, bezogen auf eine Fläche (Candela/m2), also quasi die Wahrnehmung von Helligkeit.


    ANSI-Lumen beschreibt hingegen die nach einem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelte abgegebene Lichtmenge von Projektoren. Das macht als Angabe bei einem Beamer natürlich auch sehr viel mehr SInn.


    Deshalb ja auch meine Frage, worauf sich die NIT-Angebe denn beziehen soll.

    Denn die "Helligkeit" der von einem Projektor/Beamer erzeugte Darstellung ist, dann von der Lichtbündelung (Brennweite), der Reflexionseigenschaften der Fläche, sowie dem Abstand zwischen Projektor und Fläche abhängig.

    Insoweit kannst Du das hier auch nicht einfach "umrechnen", sondern müsstest die jeweiligen tatsächlichen NIT-Werte durch Messung ermitteln.


    Gruß

    Peter

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  • [...] Der große Nachteil von einem Beamer ist das der Raum darauf abgestimmt sein muss. Ein dunkler Vorführraum (wie im Kino) wie bei dirk_pel ist da schon Pflicht. Im Wohnzimmer ist ein Beamer nur umständlich.

    Wir haben unser Wohnzimmer mit einer Verdunkelungseinrichtung versehen (lichtdichte Rollos), um das Beamer-Erlebnis kinoähnlich zu gestalten. Was uns erst viel später (ggü. dem "TV-Genuss") aufgefallen ist:


    Durch den vollständig abgedunkelten Raum neigen wir beide bereits nach 10 Min. Zusehen zum Einschlafen, egal wie spannend oder unterhaltsam der laufende Film auch immer sei!


    Es mag sein, dass die etablierten Lebensgewohnheiten (Zimmer finster: "Gute Nacht!") dazu verleiten, auch das monotone Lüftergeräusch des Beamers trägt vermutlich ebenso dazu bei.


    Die motorbetätigte Leinwand bleibt daher meist im eingerollten Zustand, und der wandmontierte TV kommt anstatt dem Beamer zum Einsatz. Wenn wir dann trotzdem einschlafen, ist es wohl programmbedingt....:motz:


    LG, Franz

    "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!" - "Ein Film sagt mehr als tausend Bilder!"

  • Tut Deine Frau bei TV-Gucken stricken oder wischen?
    Fahre jetzt öfters mit der Bahn und beobachte, dass
    ältere Frauen im Zug stricken und jüngere wischen.

  • Hier ein paar Bilder von mein Schnitt- und Vorführraum (4x8 m)

    Die Leuchstoffröhre kann ich auch nooch abdecken!

    Schnittplatz-%22Kino%22.jpegLeinwand mit Seitenblenden.jpegBetrieb noch ohne Lampenabdeckung.jpeg

  • Da wo die hässliche und störende Leuchtstoffröhre hängt, da würde ich den Beamer aufhängen. Wo ist denn jetzt deine Betrachterposition, vor, neben oder hinter den Beamer?

    :wink2: Theo Houben

  • Da wo die hässliche und störende Leuchtstoffröhre hängt, da würde ich den Beamer aufhängen. Wo ist denn jetzt deine Betrachterposition, vor, neben oder hinter den Beamer?

    Der Projektor ist gegenwärtig in einer Entfernung von ca. 3,7 m zur Leinwand positioniert, während die Beleuchtung in einer Entfernung von ca. 1,5 m installiert ist. Die Zuschauerposition befindet sich in einer Entfernung von ca. 6 m vor der Leinwand, hinter dem Projektor. Die Distanz von 3,7 m stellt den minimalen Abstand zur Leinwand dar, wobei die Linse des Projektors auf den maximalen Weitwinkel eingestellt ist, um den Lichtverlust zu minimieren.

    In der Regel wird die Leuchstofflampe während des Betrachtens mit einem schwarzen Filztuch abgedeckt.

    Mit freundlichen Grüßen

  • Hier ein paar Bilder von mein Schnitt- und Vorführraum (4x8 m)


    Wenn ein quasi "Hobbyraum" oder gar komplett eigenes Heimkino zur Verfügung steht ist es deutlich leichter optimale bzw. optimierte Umgebungsbedingungen zu schaffen.


    Das ganze in einem normalen Wohnraum "unterzubringen" und wohlmöglich den WAF (Women Acceptance Factor) zu beachten macht die Sache schon deutlich schwieriger....


    Der Punkt für eine gut realisierbare Wohnraumintegration geht daher wohl mit deutlichem Vorsprung an einen Fernseher.

    Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar

  • Vor Jahren war ich ja recht aktiv in dem Heimkinoforum "beisammen". Ein paar Hinweise zu Beamern gibt es da z.B. hier: https://www.beisammen.de/index…zdistanz-beamer-beratung/



    Durch den vollständig abgedunkelten Raum neigen wir beide bereits nach 10 Min. Zusehen zum Einschlafen, egal wie spannend oder unterhaltsam der laufende Film auch immer sei!

    Da fehlt euch der entsprechende Sound. Der Subwoofer in meiner 5.1 Anlage (später waren es sogar noch mehr Lautsprecher) sorgte dafür, dass bei einem Actionfilm sogar der Kinosessel unruhig wurde. :)