Richtige Einstellung der Kamera für einen Sonnenaufgangs-Zeitraffer

  • Ich habe mal eine Frage:


    Wie würdet ihr die Kamera (bei mir eine Alpha 6700) einstellen, wenn ihr eine Zeitraffer-Aufnahme von einem Sonnenaufgang machen würdet.


    Sonnenuntergang ist einfach, da stelle ich feste Werte (M) für die Verhältnisse beim Start des Zeitraffers ein und lasse sie bis ende stehen. Doch was stellt man ein, wenn zum Start noch Dämmerlicht vorherrscht und ich die optimalen Parameter am Ende der Aufnahme nicht kenne.


    Eine Möglichkeit wäre es, feste Werte für Blende und Belichtungszeit einzustellen und ISO auf einen etwas höheren festen Wert (400 ... 1000 ISO).

    Oder: ISO auf Auto, aber mit fester Grenze nach oben (z.B. max 4000) ? Ich befürchte, dass ISO Auto die Aufnahmen am Anfang ggf. von der Belichtung her verfälschen würde.


    LG vobe49

  • Doch was stellt man ein, wenn zum Start noch Dämmerlicht vorherrscht und ich die optimalen Parameter am Ende der Aufnahme nicht kenne.

    Idee: Einen Sonnenaufgang (dauert etwa 8 min) abwarten und Sonne über Horizont dann richtig einstellen (Werte merken) und dann wie bei Sonnenuntergang - nur verkehrt rum.

    kurt

    WIN-10/64 PRO (22H2-19045-2364)

    RESOLVE-21.0.00040 Studio; EDIUS-11.50.20977-WG

  • Den Sonnenaufgang einen Tag vorher einmessen und am Tag danach mit den entsprechenden Werten aufnehmen.

  • Das ist eben das Problem - wir werden diesen Sonnenaufgang nur einmal erleben können; also geht es darum, bei einem Versuch keinen Fehler zu machen.


    Wir wollen im nächsten Jahr nach Thailand - Khao Lak. Etwa eine Stunde Autofahrt von dem Hotel aus, was wir ausgesucht haben, gibt es den Samet Nangshe Viewpoint über die Phang Nga Bay. Dahinter geht morgens die Sonne auf. Wir haben hiervon ein Video gesehen. Ein Zeitraffer davon wäre sicher interessant.

    Hier mal ein Link: Samet Nangshe Viewpoint in Phang Nga

  • Dahinter geht morgens die Sonne auf. Wir haben hiervon ein Video gesehen

    Nun, das Video gibts schon. Warum nochmal aufnehmen?

    Vielleicht mal eigene, neue Ideen entwickeln!:teufel:

  • Dann nimm als Anhalt die Werte, die Du bei einem Sonnenuntergang ermitteln kannst und stell' die ein. Wichtig ist ja wohl, dass die Szene richtig belichtet ist, wenn die Sonne über dem Horizont steht. Vorher soll es sich ja von dunkel zu hell ändern - hell aber muss korrekt sein.

    Also: Vorher in entsprechender Umgebung einen Sonnenuntergang aufnehmen und Werte merken.

  • Zu den Einstellungswerten kann ich jetzt auch nichts anderes beitragen.


    Aber ich würde versuchen das mit einer höheren Dynamik aufzunehmen, also in einem Log- oder RAW-Profil.

    Zwar muss natürlich auch dort der Belichtungswert stimmen, aber Du hast dann halt einen größeren Spielraum.

    Allerdings muss auch der Umgang damit geübt sein.


    Gruß

    Peter

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    Rest ist private Meinung

  • Bei den vielen Fragezeichen die eine Konzentration auf eine Zeitrafferaufnahme mit sich bringt, würde ich dir zu einer anderen Lösung raten.

    Ich vermute du wirst 3 Kameras zur Verfügung haben:

    Sony A6700 , DJI Action und DJI Pocket.


    Eine der DJIs würde ich für eine durchgehende Zeitrafferaufnahme verwenden. Hierzu die Kamera stabil positionieren und die Belichtung auf Auto mit einer Belichtungskorrektur von -1,5 oder -2 Blenden. Den geeigneten Wert kannst du ja in den Tagen zuvor ausprobieren. Kamera noch in der Dunkelphase einschalten und sich überraschen lassen. Die Dämmerungsphase in Äquatornähe ist ja deutlich kürzer als in unseren Breiten.


    Die 2. DJI verwendest du dann für regelmäßige (ca. alle 2min) kurze (10-15s) Videoaufnahmen. Bei jeder dieser Aufnahmen kannst du dann die Belichtung optimal einstellen. Optimal bedeutet für mich, Konzentration auf das Farbenspiel. Die Belichtung wird dabei von extern mit dem Handy korrigiert. Deshalb brauchst du auch für diese Kamera nur einen festen Stand aber kein Stativ.

    Die Aufnahmen werden am Anfang recht dunkel sein und werden im Verlauf immer heller. Wie es eben real auch ist.

    Diese kurzen Clips werden dann später mit einer Dauerüberblendung miteinander verbunden. Dafür verwendest du beim Schnitt nur z.B. 2s . Die 1.s wird mit der 2.s der vorherigen Aufnahme überblendet und die 2.s mit der 1.s der nächsten Aufnahme. Es müssen natürlich nicht alle Aufnahmen verwendet werden.


    Für die Sony verwendest du dann ein Kleinstativ und die größte Brennweite die du dabei hast. Damit konzentriest du dich auf den eigentlichen Sonnenaufgang, wenn die Sonne den Horizont erreicht und überschreitet. Sobald die Sonne erkennbar ist, oder auch etwas früher, kannst du die Belichtung richtig einstellen. Lieber etwas zu dunkel als zu hell. Die Kamera läuft dann durch bis die Sonne komplett über den Horizont steht. Ob die Aufnahme als Normalaufnahme oder als Zeitraffer verwendet wird entscheidest du beim Schnitt. Mit der Sony kannst du vorher und nachher natürlich auch andere Bildauschnitte auswählen.

    Sollte es bewölkt sein und die Sonne ist am Horizont nicht direkt zu sehen, konzentrierst du dich mit der Sony auf die Wolken. Diese verändern ja auch ständig ihre Form, Helligkeit und Farben.


    Wichtig dabei ist aber, dass die Horizontlinie bei allen Kameras immer auf der gleichen Höhe liegt. Ebenso sollte die Mittelposition der Sonne möglichst an identischer Position liegen. Dadurch ergeben sich später beim Schnitt harmonische Übergänge.



    Hört sich jetzt alles viel komplizierter an als es tatsächlich ist. Du hast ja genügend Zeit zum ausprobieren.

  • Ich gebe nur mal zu bedenken, dass dieser extra angefahrene viewpoint vermutlich von vielen Touristen besucht werden wird und möglicherweise wird die größte Herausforderung sein, überhaupt einen Platz zu bekommen, von dem aus man mit Stativ (!) eine einzige Kamera für eine Zeitrafferaufnahme aufstellen kann ...

  • Danke für die Hinweise.

    Der Vorschlag, eine optimale Einstellung bei maximaler Helligkeit eines anderen Sonnenaufgangs vorher zu ermitteln, ist wahrscheinlich am sichersten. Ansonsten nutze ich für Sonnenauf-/Untergänge selten die Funktionen der Kameras, die die Timelapse gleich als mp4 speichern, sondern ich nutze die Intervallfunktion, bei der aller paar Sekunden ein Foto gemacht wird. Hat den Vorteil, dass man gerade bei solchen Aufnahmen in der Nachbearbeitung noch interessante Verbesserungen erzielen kann. Dazu nutze ich in Photoshop die Funktionen "Aktion" und "Stapelverarbeitung".


    Die bei Minute 26:44 startende Timelapse ist in diesem Video so gemacht worden: https://www.youtube.com/watch?v=YjJrmotk380&t=1s



    vermutlich von vielen Touristen besucht werden

    Es gibt ein Video bei YT von zwei jungen Leuten. Die berichten, dass morgens um 5:00 Uhr kaum jemand da war - ist halt vielen Leuten noch zu früh. Platz ist da oben aber auch genug, um ein Stativ aufstellen zu können - und das muss dann eben "verteidigt" werden :-)

  • RAW und auf jeden Fall manuell belichten, da Auto ISO/Blende immer pumpende Aufnahmen ergeben, wenn die Stufen wechseln.


    Am Besten Vergleichswerte ermitteln. Was ist die hellste Aufnahme? Den Wert fest einstellen. Damit kann man dann auch schon mal den Sonnenverlauf im Bild festlegen bezüglich Zoom, damit alles ins Bild passt.


    Es gibt auch Spezialgeräte, die ISO/Blende messen können, die der Kamera dann haargenau die richtigen Stufen vorgeben. Die sind aber nicht mit der kamerainternen Messung vergleichbar. Die nimmt man auch für Sternenhimmel.