Laptop für Videoclub

  • Hallo zusammen.

    Ich habe von unserem Videoclub den Auftrag bekommen für die Projektion unserer Videos einen Laptop zu besorgen!

    Er sollte 4k Videos über unseren Beamer abspielen können!

    Auf was muss ich achten beim Kauf? Die Videos werde immer auf USB Stick „geliefert“!

    Danke schon mal für Eure Hilfe!

    Ach ja, der Laptop darf bis zu 7-800 Euro kosten!

    LG Paul

  • Wäre ein Medienplayer eine nicht günstigere Alternative? Ein Laptop nur als Medienplayer scheint mir "overkill ".

    :wink2: Theo Houben

  • Wäre ein Medienplayer eine nicht günstigere Alternative? Ein Laptop nur als Medienplayer scheint mir "overkill ".

    davon haben wir schon zwei, und die spucken leider immer wieder!:motz:

  • Ein Laptop kann auch nur das wiedergeben, oder auch nicht, was man ihm anbietet. Man muss sich schon einig sein mit welcher Codec und Bitrate die auf USB angelieferte Filme codiert sein sollen.

    :wink2: Theo Houben

  • Ein Laptop für die Wiedergabe von Videos ist die mit Abstand schlechteste Möglichkeit - sowohl technisch als auch wirtschaftlich.
    Die Bildqualität der Wiedergabe wird von der Qualität der Grafikeinheit sowie von der CPU des Laptops bestimmt. Bei einem Laptop der genannten Preisklasse handelt es sich um einen Office-Rechner mit simpler Grafik- und Ton-Ausstattung, die für Office-Anwendungen wie zB PowerPoint-Präsentationen gedacht sind. Für die Wiedergabe hochwertiger Videos also völlig ungeeignet.


    Es gibt sehr gute Hardware-Mediaplayer mit wechselbaren Festplatten und alle denkbaren Anschlüssen. Diese Mediaplayer beherrschen im Gegensatz zu einem billigen Laptop auch Dolby, HDR, 12Bit Rt.2020. Diese gibt es zB von Zidoo oder Dune.

  • Ein Laptop kann auch nur das wiedergeben, oder auch nicht, was man ihm anbietet. Man muss sich schon einig sein mit welcher Codec und Bitrate die auf USB angelieferte Filme codiert sein sollen.


    Wäre ein Medienplayer eine nicht günstigere Alternative? Ein Laptop nur als Medienplayer scheint mir "overkill ".


    Meine Erfahrung mit Mediaplayern ist das diese teilweise immer wieder rumzicken und genau ein mundgerecht vorbereitetes File erwarten.


    Ein Laptop mit VLC o.ä. Softwareplayer ist da m.E. nach etwas flexibler. Aber dennoch problematisch wenn jemand exotische Formate anliefert oder beim Encoden die Parameter nicht stimmen....

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  • Ich bin da gleicher Meinung wie TomK, gerade in ein Vorführraum vom Videoclub, wo Bild und Tonwiedergabe optimal sein soll.

    :wink2: Theo Houben

  • Ich bin da gleicher Meinung wie TomK, gerade in ein Vorführraum vom Videoclub, wo Bild und Tonwiedergabe optimal sein soll.


    Die meisten auch eher preisgünstigen Office-Notebooks haben inzwischen interne Grafikkarten welche H.264/H.265-Decoding auch in 4K problemlos beherrschen.


    Problematisch könnten so Dinge wie eine HDR-Wiedergabe oder abweichende Farbräume werden, hier sollte man allerdings fairerweise erstens die Notwendigkeit solcher Wiedergabemöglichkeiten als auch die restliche Wiedergabekette berücksichtigen - wenn der Beamer kein HDR oder 4K beherrscht muss das der Player auch nicht unbedingt können.


    Trotzdem macht es Sinn darüber nachzudenken jetzt in die Datenquelle (egal ob dedizierter Videoplayer oder Laptop, PC o.ä.) zu mit zukunftsträchtiger Technik zu investieren - wenn das aber nicht gewünscht oder notwendig ist dann reicht ggfs. auch einfachere Technik.


    In diesem Forum wird oftmals immer nach dem technisch höchst möglichen Standard gerschaut, man meint ohne Vollformat, ohne RAW, ohne HDR, ohne 4:2:2 braucht man gar nicht anfangen, denn alles darunter ergibt sowieso nur Pixelmatsch und ist zu vermeiden - Hauptsache quaitativ höchstwertig, der Rest interessiert nicht (gibt genügend Threads mit diesem Thema....)


    Das viele Filmamateure immer noch in Full-HD arbeiten, nicht alle auf komplett 4K umgestellt haben, nicht jeder auf einem 85"-TV in HDR wiedergibt oder sich ein HiEnd-Heimkino eigerichtet hat wird manchmal einfach übersehen....


    Insofern einfach die Realität und auch die Anforderungen im Auge behalten.

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  • Die meisten auch eher preisgünstigen Office-Notebooks haben inzwischen interne Grafikkarten welche H.264/H.265-Decoding auch in 4K problemlos beherrschen.


    Also das ich sehe ähnlich wie Du.


    Grundsätzlich sollte die Wiedergabe also auch durch einen nicht ganz so leistungsfähigen Laptop möglich sein.

    Hier sollte man aber auf einen HDMI-Anschluss mindestens der Version 2.0 achten. um auch zuverlässig UHD bis zu 60p ausgeben zu können.

    Das könnte bei dem vorgegeben Preis ggf. problematisch werden, aber ich kenne auch die derzeitigen Preise und Angebote nicht.

    Also die technischen Spezifikationen ganz genau prüfen.



    Eine HDR-Wiedergabe ist halt nur dann möglich, wenn der Beamer das auch kann.

    Auch hier sind die genauen Gerätedaten ausschlaggebend.


    Der VLC-Player kann nach meiner Erfahrung auch H.265/HEVC UHD 50p HDR PQ Datei problemlos und ruckelfrei wiedergeben.

    Wenn das angeschlossene Wiedergabegerät keine HDR-Wiedergabe kann, dann wird der Film von VLC in Echtzeit und mit guter Qualität auf SDR konvertiert.

    Insoweit sollte also auch da eher kein wirkliches Problem entstehen.




    Das größere Problem sehe ich eher darin:

    Die Videos werde immer auf USB Stick „geliefert“!

    Nach meiner Erfahrung kannst Du da den leistungstungsfähigsten Rechner haben, doch wenn der Stick nichts taugt läuft es nicht.

    Auch wenn da auf dem Stick USB 3.0 und ein bekannter Name steht, kann es sein, dass der für Videos nicht ausreicht.

    Denn im Netz und in den "Ramschkisten" der Elektronikmärkte ist sehr viel "Müll" zu finden.


    Zweiter Punkt der dazu gehört, wäre natürlich der Standard des USB-Anschlusses im Gerät.


    Und genau diese beiden Faktoren könnten auch der Grund dafür sein, warum eure Mediaplayer "spucken".



    Deshalb wäre mein Rat die Dateien vor der Wiedergabe lieber auf die SSD des Laptops zu kopieren, bzw. auf eine externe SSD (z.B. Samsung T5 oder T7) für die schon vorhandenen Mediaaplayer.

    Nur bräuchte es da ja auch eines Gerätes, mit dem kopiert werden kann.



    Gruß

    Peter

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    Rest ist private Meinung

  • Das "spucken" der Mediaplayer könnte auch die Qualität und die Länge des benutzten HDMI-Kabel als Ursache haben. Bei ein Beameranschluss ist eine Länge von 5m schon schnell zu kurz und darüber (10m) kann es bei minderwertigen Kabel schon "spucken" bei 4k.

    :wink2: Theo Houben

  • Hallo zusammen,

    Vielen Dank für die zahlreichen Antworten! Nun werde ich mir mal überlegen, was das Beste ist für uns!

    Nach Absprache mit dem Clubvorstand würden wir einen Laptop kaufen, und den dann sofort testen. Sollte es nicht wie gewünscht funktionieren, geht der Laptop zurück!

    LG an alle,

    Paul

  • Nach meiner Erfahrung kannst Du da den leistungstungsfähigsten Rechner haben, doch wenn der Stick nichts taugt läuft es nicht.



    ...und in den Schubläden der Filmer schlummert zusätzlich noch so mancher prähistorischer Stick (nehme mich da gar nicht aus...) - man wirft ja nichts weg!


    Wenn der Laptop nur rein als "Vorführmaschine" dienen soll und damit keine größeren Arbeiten erledigt werden bzw. massenhaft Videos darauf "archiviert" werden, sollte i.d.R. auch die interne SSD ausreichen - heute sind ja fast 512GB oder 1TB auch in den preisgünstigen Geräten bereits Standard.


    Was auch geht ist einfach eine schnelle SD-Karte und einen schnellen USB-Kartenleser zu verwenden - hier aber Vorsicht vor den in den Laptops eingebauten Lesern, diese sind oft relativ langsam (und teilweise "nur" über USB2.0 intern angebunden), ein schneller, externer Leser ist da immer besser


    Auch wenn da auf dem Stick USB 3.0 und ein bekannter Name steht, kann es sein, dass der für Videos nicht ausreicht.

    Denn im Netz und in den "Ramschkisten" der Elektronikmärkte ist sehr viel "Müll" zu finden.


    Gerade im Netz - bin da auf Amazon schon reingefallen. Schnell einen Stick benötigt, dank Prime der einfachste und bequemste Weg bei Amazon zu bestellen anstelle in den nächsten Elektronikmarkt zu fahren - und einen namhaften Stick bestellt welcher sich als ziemlich lahm herausgestellt hat.


    Nach Absprache mit dem Clubvorstand würden wir einen Laptop kaufen, und den dann sofort testen. Sollte es nicht wie gewünscht funktionieren, geht der Laptop zurück!


    Eventuell mal vor Ort diverse PC-Läden abklappern ob diese Euch als Club einen guten Preis machen können - da könnt ihr dann ggfs. direkt vor Ort testen.


    Oder eventuell die diversen Refurbished-Händler im Netz abklappern und eine gebrauchte Laptop-Workstation kaufen. Ich habe da Anfang des Jahres für den Preis eines 08/15-Billig-Laptops aus dem Elektronikmarkt einen HP ZBook Fury gekauft welcher ca. zwei Jahre alt war und leistungsmäßig recht ordentlich ausgestattet ist, inclusive "ausgewachsener" Grafikkarte und 32GB Speicher - natürlich mit voller Garantie vom Händler.

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  • ...bei Amazon zu bestellen anstelle in den nächsten Elektronikmarkt zu fahren...

    Auch da habe ich schon (USB 3.0) Exemplare bekommen, die höchstens für Dokumente taugen.


    USB-Sticks benutze ich so gut wie nicht mehr.

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    Rest ist private Meinung

  • USB-Sticks benutze ich so gut wie nicht mehr.

    Warum nicht? Ich habe einen Stick mit 256 GB stecken, auf dem viele Filme sind - läuft. Bei den "billigen! ist das aufladen gerne zeitaufwändig. Erst geht es schnell und dann laaaangsam.

  • Erst geht es schnell und dann laaaangsam.

    weil der Stick sonst zu warm wird... :teufel:

  • Ich habe einen Stick mit 256 GB stecken, auf dem viele Filme sind - läuft.

    Ich sage ja auch nicht, dass es über USB-Sticks gar nicht geht.

    Aber es kann halt mit USB-Sticks unerwarteten Ärger geben.


    Aus meinem damaligen Arbeitsleben kann ich z.B. berichten, dass wir an bestimmten Geräten extreme Probleme mit teuren Kingston USB-Sticks hatten (also durchaus einem namhaften Hersteller). Die Aufzeichnung brach nach wenigen Sekunden ab und auch eine Wiedergabe von diesen Sticks funktionierte nicht zuverlässig. Neben der Qualität der Sticks können also auch bestimmte Kombinationen einfach problematisch sein.



    Natürlich spielen dabei immer auch noch die Faktoren der aufzuzeichnenden/wiederzugebenden Datei eine Rolle.

    Also bei z.B. einer 25p FHD-Datei mit eher geringem Datenstrom bekommt man natürlich seltener Probleme, als bei höher Auflösung, Bild- und Datenrate.


    Da in so einem Videoclub die Mitglieder ja halt vermutlich mit sehr unterschiedlichen Formaten arbeiten werden, muss man aber schon eher die technisch aufwändigern Übertragungen in Betracht ziehen. Und da würde ich dann eben auch - zumindest für die Zukunft - die 10bit HDR-Wiedergabe einbeziehen. Denn dieser "Trend" wird halt auch immer stärker.



    Warum nicht?

    Weil mir USB-Sticks im häuslichen Gebrauch auch viel zu umständlich sind.


    Ich streame meine Filme einfach über mein vom Router bereitgestellten lokalen Netzwerk.

    Die Filme liegen also entweder auf meinem PC, oder einer als "Medienlaufwerk" am Router angeschlossenen (Samsung T5) SSD.

    Der Abruf auf den TV-Geräte erfolgt dann mit der Fernbedienung von dort, wo auch die anderen Eingänge auszuwählen sind, über "Netzwerk".


    Meine "öffentlichen" Filme liegen sowieso auf YT und sind da (je nach gewählter Sichtbarkeit) auch für andere abrufbar.

    Oder ich teile einen Film für einen bestimmten Empfänger auch schon mal temporär zum Download in einer Cloud.


    Für die bei mir inzwischen sehr selten gewordene Ausbelichtuntung von Fotos in einen Foto-Geschäft habe ich aus Sicherheitsgründen sowieso schon immer SD-Karten mit dann eingeschalteten Schreibschutz genommen.


    Außer dem obligatorischen "Notfall-Boot-Stick" verwende ich also kaum noch USB-Sticks.


    Gruß

    Peter

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • Hi,

    Wir haben im Videoklub (KFVC) seit Jahren einen HiMedia player Q10 Pro.

    Dieser wird sogar bei lokale Wettbewerbe verwendet, ohne Problemen. Wenn es mal nicht funktionniert liegt es am Material aber nie am Player!

    Ich selber habe 2 Stck. davon wo alle meine Filmen darauf sind. 2 Stück weil ich 2 Töchter habe die, wenn ich nicht mehr da bin, diese bekommen. Die Enkel wissen genau bescheid wie diese funktionnieren.

    Von der Wiedergabe mit einem PC würde ich sehr stark abraten, ist meistens lange nicht so flüssig wie einem Mediaplayer, spezial wenn der Film z.B. mit einem hohe Bitzahl > 50.000 erstellt ist. Dann kann es haken. und ob der Ton so gut ist wie beim Mediaplayer ist auch die Frage!

    Das sind unsere Erfahrungen.

    Und da würde ich dann eben auch - zumindest für die Zukunft - die 10bit HDR-Wiedergabe einbeziehen. Denn dieser "Trend" wird halt auch immer stärker.

    Für die Wiedergabe mit DolbyVision etc. hat sich bei mir der Zidoo Z20-Pro bestens bewährt. Dieser hat einen DolbyVision-Engine an Bord die auf einem Beamer der zwar HDR aber kein Dolby wiedergeben kann das Signal in Echtzeit so aufbereitet das jedes Bild trotzdem richtig erscheint.


    Dirk PEL

  • Hallo Peter und Dirk,

    vielen Dank für Eure ausführlichen Tipps! Ich werde das Ganze nochmals überdenke müssen! So wie es ausschaut, wird es wohl doch ein MediaPlayer werden!

    LG Paul

  • Von der Wiedergabe mit einem PC würde ich sehr stark abraten, ist meistens lange nicht so flüssig wie einem Mediaplayer, spezial wenn der Film z.B. mit einem hohe Bitzahl > 50.000 erstellt ist. Dann kann es haken. und ob der Ton so gut ist wie beim Mediaplayer ist auch die Frage!

    Das sind unsere Erfahrungen.

    kann ich nur bestätigen

  • In unserem Club ( fvalu.ch ) nutzen wir einen Mini-PC Intel NUC (Next Unit of Computing) Core i7

    mit Funk-Tastatur und Funk-Maus

    So ein Kistchen kostet, je nach SSD um die 300 Stutz