Kamera für bevorstehende Familienhochzeit

  • Hallo Forum,



    Mitte September findet eine Familienhochzeit aus dem engeren Familienkreis statt. Früher, so vor ca. 15-20 Jahren, habe ich als junger medieninteressierter Teenager solche Ereignisse selber filmisch festgehalten und dann für die medial-unerfahrene Hochzeitgesellschaft einen schönen Erinnerungsfilm mit Mittelklasse-Konsumerschnittsoftware zusammengeschnitten und auf DVD gebrannt. Nichts, was man im technischen und medialen Sinne als "professionell" bezeichnen könnte, aber es ging da ja auch eher um ein Andenken bzw. Erinnerungsfilmchen.



    Nach der Schule verschlug es mich, entgegen meiner ursprünglichen Erwartungen und Interessen, dann doch nicht beruflich in den Medien- bzw. Filmbereich und infolgedessen hatte ich nun auch schon seit Jahren / Jahrzehnten nicht mehr wirklich was mit Filmerei und Videoschnitt zu tun. Meine letzte noch funktionierende Kamera ist die 2010 gekaufte Panasonic HDC SD-707 - die zur damaligen Zeit mit ihrem 1080p50-Modus absolutes Neuland betrat und von dem es damals hieß, so ein exotisches Format würde sich wohl eher nicht durchsetzen auf Dauer...



    Mittlerweile sind wir ja bei mindestens 4K, wenn nicht sogar 8K angekommen und meines Wissens nach nimmt man zum Filmen auch gar nicht mehr wirklich Camcorder bzw. Videokameras, sondern der Trend geht anscheinend schon seit Jahren hin zu Fotokameras mit Videofunktion, sprich DSLRs und Co.


    Nun möchte ich dieses Hochzeitsereignis Mitte September zwar auch wieder filmisch festhalten, bin da aber nun völlig aus der Materie draußen, mit WAS man heutzutage eigentlich filmt, wenn's einigermaßen seriös / professionell aussehen soll.



    Mit "professionell aussehen" meine ich persönlich am ehesten niedrige Schärfentiefe, also ein Bokeh-Effekt. Farbbearbeitung kann zur Not auch nachträglich noch ein wenig gemacht werden, aber nachträglich Schärfentiefe entfernen wird glaub eher schwierig.



    Mittlerweile habe ich aber auch schon mitbekommen, dass manche gewagten, experimentierfreudigen Filmer sogar mittels eines aktuellen iPhones (die ja ihresgleichen eine super Kamera / Videofunktion haben sollen) mit Hilfe einer anamorphen Widescreen-Aufschraublinse und Rig erstaunlich szenische/filmische Ergebnisse produzieren können. Ich hätte hier ein iPhone 16 Pro Max, also die aktuell noch "neuste" Generation. Ob sich so ein Setup für's Filmen eignet? Zoomen stelle ich mir da aber schwierig vor - ich kann ja nicht die 2-Finger-Zoom-Geste auf dem Display während des Filmens ausführen. Auch der Ton dürfte da ohne externe Zuhilfenahme eher dürftig klingen bei einem iPhone.



    Es stellt sich mir daher nun die Frage: was würde für so eine Veranstaltung aus heutiger technischer Sicht am ehesten Sinn machen? Zudem spiele ich mit dem Gedanken, mir für diesen 1 Tag vielleicht eher eine Kamera / ein Setup auszuleihen, als nun extra nur für dieses Einmalereignis eine 4K-Kamera anzuschaffen, die dann das restliche Jahr über in der Ecke verstaubt, da sie wohl kaum wirklich Einsatz findet...



    Wie würdet ihr hier vorgehen? Gerät ausleihen? Wenn ja, wo und was für ein Modell? DSLR? 4K-Camcorder, der direkt auf SD-Karte aufzeichnet wie damals die SD-707 (was damals ja total neu war; ich erinnere mich noch gut an die MiniDV-Bänder). Mein bestehendes iPhone 16 Pro Max mit Hilfe irgendwelcher Adapter / Linsen / Rigs technisch so aufmotzen, dass es mit Apple Pro Res / Log auf eine daran angeschlossene SSD-Platte filmen kann? Aber wie läuft das da dann mit Zoomfahrten und gutem Ton, wenn ich nicht ständig mit 2 Fingern auf dem Display rein- und rauszoomen will?



    Fragen über Fragen... Die bestehende SD-707 läuft zwar noch, aber ich vermute mal stark, dass selbst 1080p50 nicht mehr ganz so zukunftsträchtig sind, also scheidet diese Cam wohl eher aus. Vielleicht maximal als stationäre sekundäre Cam, die vielleicht Reaction-Shots von Zuschauern oder so einfängt. Diese Shots könnte man dann zur Not auch noch etwas auf 4K hochpolieren und in das Hauptmaterial dazwischenquetschen...

  • Zoomfahrten sind nicht professionell und werden meistens aus dem Endergebnis rausgeschnitten. Eine fremde Kamera ausleihen ist ein gute Idee, wenn genug Zeit zum einarbeiten bleibt. 1080p50 ist noch immer ein gutes Format, Fernsehanstalten nutzen noch immer nur 720p50. Wenn schon 4k dann muss auch dein Schnitt PC darauf ausgerichtet sein.

    Apropos nichts ist schlimmer wenn du mit Pro-Material filmst und das Endergebnis ist dann doch nur Amateurhaft....weil die Erfahrung fehlt.

    LG Theo Houben

  • Hi,

    (alles natürlich jetzt aus meiner Sicht)



    Grundsätzlich würde ich heute mit 4K/UHD-Auflösung (3840/2160) 50p aufnehmen und so auch ausgeben.

    Da Smartphone von Hause aus oft nur die "amerikanischen" Frameraten zulassen und nicht jeder eine passende Kamera-App hat, geht auch 60p, Mit geringerer Auflösung oder Framerate würde ich grade bei Hochzeiten nicht filmen.

    Von "herunterskalieren" des UHD-Materials auf FHD halte ich auch nicht viel, auch wenn dadurch natürlich hohe nachträgliche "Ausschnitte" möglich sind.

    8K bringen derzeit hingegen wenig bis nichts, ist also nicht nötig. Dann lieber eine vernüftige 4K Aufnahme hinbekommen, das ist unter den Umständen meist schon schwierig genug.



    Smartphones machen heutzutage schon gute Aufnahmen, aber grade bei sowas wie einer Hochzeit würde ich auf alle Fälle lieber mit zumindestens einer Kamera mit geeignetem Zoomobjektiv arbeiten.

    Zu einer bestimmten Kamera oder System kann ich da nicht raten. Es käme halt darauf an, was Du evtl. günstig leihen oder kaufen könntest, und vor allem, mit was Du schnell und problemlos klar kommst.


    Wenn Du bei Dir in der Nähe einen Anbieter hast, wo Du Geräte ausleihen kannst, musst Du halt sowieso sehen, was da im Angebot ist.


    Auf alle Fälle aber bitte mit dem Gerät einarbeiten, damit Du dann beim "Ernstfall" auch weißt was Du machen musst und was irgendwelche blinkende Anzeigen bedeuten.



    Deshalb eher mal als Rat für die Vorgehensweise der eigentlichen Trauungszeremonie -

    • egal ob standesamtliche und/oder kirchliche Trauung - bitte rechtzeitig vorher abklären was erlaubt ist;
      - hier gelten nämlich leider völlig unterschiedliche Regeln, von extrem streng, bis total locker;
      - aber generell darf die eigentliche Zeremonie natürlich nicht gestört werden...;
    • auch die Räumlichkeiten möglichst vorher anschauen um geeignete Stellpunkte für die Kamera(s) festzulegen;
    • absprechen ob/wie lange man Zeit für den Aufbau hat;
      - grade bei Standesämtern hat man da oft keine Zeit, weil das hintereinander weg geht;
      - deshalb alles üben und vorbereiten, damit Auf-/Abbau schnell geht und nicht alles um sonst war;
    • möglichst mindestens mit 2 Kameras filmen, mehr sind immer besser;
      - eine von hinten aus Sicht der Zuschauer mit Blick auf Standesbeamter/Pfarrer, eine"vorn" (meist seitlich) mit Blick auf die Gesichter des Paares;
      - diese sind dann i.d.R. fest aufgebaut (Stativ), damit die "Bedienung" die Zeremonie nicht stört, nur aus der Hand wird halt nichts;
    • bei der Auswahl der Kamerastandorte daran denken/dafür sorgen, dass der Blick nicht "zugestellt" wird;
      - es ist ein Fluch der Sache, dass sich da immer im falschen Moment doch irgendwer vor die Kamera stellt, oder die sogar umreißt, das halt schon beim Aufbau bedenken und die Leute entsprechend einweisen;
    • diese Kameras rechtzeitig starten und die ganze Zeremonie über durchlaufen lassen;
      - Material "wegschmeißen" kann man immer, was nicht aufgenommen wurde bekommt man aber nie nach;
    • besser sind (zumindest für Kirchen) sind weitere (bediente) Kameras, z.B. für den Ein-/Auszug des Brautpaares;
      - das können durchaus auch Aufnahmen von Smartphones anderer Gäste sein, hier also ruhig mal"sammeln" gehen;
      - besser wäre aber vorher mit allen die gleicher Auflösung/Framerate abzusprechen, das erleichterer die Nacharbeit;
    • zusätzliche Tonaufnahme möglichst mit einer Funkstrecke, wie z.B. Rode Go, von einem des Hochzeitpaares und/oder möglichst auch vom Pfarrer/Standesbeamten;
      - das ist insbes. in Kirchen wegen dem dort hohen Hall unumgänglich;
      - gut machen sich auch versteckt angebrachte Voicerecorder, oder Notfalls auch ein Smartphone als Recorder, bei letzteren kann die Aufnahme aber leider auch mal aussetzten, wenn sie zu lange geht;



    Was die "versteckte" Kamera mit Blick auf das Brautpaar betrifft, da habe ich sehr gute Erfahrungen mit der Osmo Pocket (ich hab noch die alte 1) gemacht. Diese lässt sich auf Grund ihrer Baugröße recht gut unterbringen und ist (wenn man das entsprechende Modul hat) auch mit einem Smartphone über Bluetooth zu steuern/überwachen.

    Ähnliches geht auch mit eine Actioncam, die ebenfalls geringe Baugröße besitzen.


    Hier sollte man diese Kamers aber unbedingt mit einer Powerbank, oder sogar mit Netzstrom versorgen, damit sie durchhalten.

    Und die Geräte halt nicht völlig zubauen, da die Cam bei den doch eher langen Aufnahmen auf die Dauer recht warm wird.


    Gut ist es, wenn das Schnittprogramm den Multicam-Schnitt beherrscht. Damit lassen sich die Aufnahmen synchronisieren und beim Schnitt zwischen den Kameras wechseln.



    Gruß

    Peter

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    Rest ist private Meinung

  • das können durchaus auch Aufnahmen von Smartphones anderer Gäste sein, hier also ruhig mal"sammeln" gehen;

    Das mal "sammeln" hört sich so einfach an, Ich würde mein Smartphone nicht ausleihen und an einen fremden PC oder USB-Stick anschliessen...

    LG Theo Houben

  • Vielen Dank schon mal für die detaillierten Rückmeldungen!!


    Auf gurlt gehe ich gleich noch etwas detaillierter ein.


    Das mal "sammeln" hört sich so einfach an, Ich würde mein Smartphone nicht ausleihen und an einen fremden PC oder USB-Stick anschliessen...


    Das ist auch nicht nowendig, denn jeder Smartphonebesitzer, der es zumindest schafft, sein Gerät einzuschalten und ein paar Videos zu filmen, sollte i. d. R. dann auch wissen, wie er aufgenommene Medien vom Smartphone auf den PC gezogen bekommt. Von dort sind die besagten Medien dann über eine fast unendliche Vielzahl an Möglichkeiten zu übermitteln. Vom klassischen Ziehen auf einen USB-Stick / Festplatte bis hin zu Online-Cloud-Speichern inkl. Downloadlink beim Empfänger, E-Mail-Dateianhang (je nach Größe der Mediendatei) oder falls Sender und Empfänger beide iPhones nutzen, lassen sich Inhalte sogar kabellos und zügig über AirDrop vom Quellgerät aufs Zielgerät rüberspielen, indem man beide Geräte einfach nur aneinanderhält...


    Inwieweit du nun also davon ausgegangen bist, dass ein physisches Ausleihen bzw. "Aus-der-Hand-geben" eines Smartphones der einzige Weg sei, um an Inhalte zu gelangen, erschließt sich mir im Jahre 2025 nicht so ganz.

  • Das ist auch nicht nowendig, denn jeder Smartphonebesitzer, der es zumindest schafft, sein Gerät einzuschalten und ein paar Videos zu filmen, sollte i. d. R. dann auch wissen, wie er aufgenommene Medien vom Smartphone auf den PC gezogen bekommt.

    Von dort sind die besagten Medien dann über eine fast unendliche Vielzahl an Möglichkeiten zu übermitteln.

    Genau so ist es.


    Auch (kostenlose) Dienste wie WeTranfer, oder SwissTransfer eignen sich dafür sehr gut.

    Mit denen tausche/übermittle ich schon länger auch größere Datenmengen.


    Gruß

    Peter

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    Rest ist private Meinung

  • Dann "sammel" mal schön...viel Erfolg dabei.

    LG Theo Houben

  • gurlt


    Also, nochmals vielen Dank für die sehr detaillierten Infos!

    Ob ich vorab schon die Gegebenheiten vor Ort erkunden kann, weiß ich nicht, vermutlich wird das eher schwierig. Es ist eine standesamtliche Hochzeit. Inwiefern da gerade Spielraum ist, um sich das anzusehen und eigene Tests zu machen, weiß ich auch nicht...


    Bezüglich Kameraauswahl...

    Ich denke, möglich wäre, sich einen semi- oder professionellen 4K-Camcorder bei einem Verleih für den 1 Tag zu leihen. Das muss ja nicht direkt einer DSLR/M sein, sondern es gibt hier z.B. auch solche hier:


    https://rental.kamera-express.…kt/sony-pxw-z190-4k-xdcam


    Inwieweit die hier genannte PXW-Z190 4K XDCAM technisch, d.h., von der Bildqualität und den Möglichkeiten besser ist, als mein derzeitiges iPhone 16 Pro Max, weiß ich nicht. Zumindest hätte sie zur Not auch die Möglichkeit, Kamerafahrten (d.h. kleinere Zoomfahrten) zu machen.

    Von daher fällt vermutlich die reine iPhone-Smartphone-Variante eher raus, denke ich.


    2 Camcorders wären, so wie du auch schon skizziert hast, wahrscheinlich optimal. Eben genau für Shots und Gegenshots.

    Eine funktionierende SD-707 habe ich ja noch, die in 1080p50 aufzeichnet. Blöd, dass es dann halt zu Format-Vermischungen kommt, denn 4K kann die olle Schüssel halt natürlich (noch) nicht. Oder ich müsste dann halt direkt 2 4K Camcorder ausleihen, was dann aber auch die Kosten wieder steigen lässt.


    Externes Audioequipment - da kenne ich mich überhaupt nicht aus. Also ob ich da direkt mit Funkstrecken und dergleichen erfolgreich bin, wenn ich's noch nie benutzt habe, weiß ich nicht. Früher hatte ich da halt nur den integrierten Kameraton. Ich bezweifle, dass Ansteckmikros bei Brautpaar und Pfarrer/Beamten möglich wären - es soll ja auch nicht aufdringlich und wie eine gescriptete Fernsehdokumentation wirken.


    Gibt es da irgendwas unauffälliges, was ich vielleicht vor das Brautpaar auf den Tisch legen könnte? Heutige YouTube-Streamer haben oftmals immer so ein kleines quadratisches Ding in der Hand, was sie als Mikro benutzen. Wäre das eine Möglichkeit? Was sind das für kleine quadratische Dinger? Zur Not könnte man vielleicht tatsächlich auch einfach ein Smartphone hinlegen. Inwieweit das dann aber den gesprochenen Ton klar und deutlich von Hintergrundgeräuschen hervorhebt und das "Ja, ich will" dann am Ende nicht genauso dumpf und atmosphärisch klingt, wie über den internen Kameraton eingefangen, weiß ich nicht. Für solche Zwecke wären vermutlich Ansteckmikros oder solche, die man aus Talkshows kennt, die so seitlich an der Backe sind und halb um den Kopf mit so einem Drahtgestell befestigt sind, am besten. Aber es soll ja am Ende eher unauffällig sein und keine TV-Doku-Amtosphäre.


    EDIT:
    Die Frage hat sich selbst beantwortet: das hier sind die kleinen schwarzen quadratischen Dinger:

  • DoBBy Und das Alles möchtest du schneiden mit dem PC der in dein Profil aufgelistet ist?

    LG Theo Houben

  • DoBBy Und das Alles möchtest du schneiden mit dem PC der in dein Profil aufgelistet ist?


    Ich war hier schon seit Jahren nicht mehr aktiv - dementsprechend "aktuell" bzw. "nicht-aktuell" sind hier irgendwelche Profilangaben meinerseits. Um das Bearbeiten & Schneiden kümmere ich mich dann schon selbst und das ist aktuell jetzt auch nicht meine größte und drängendste Frage...


    Primär stehen gerade andere Sorgen an erster Stelle. Ohne geeignete Kamera(s) gibt's nämlich auch kein Videoschnitt. Zuerst kommt Schritt A, dann irgendwann Schritt C wie "Cutting".

  • Bezüglich Kameraauswahl...

    Ich denke, möglich wäre, sich einen semi- oder professionellen 4K-Camcorder bei einem Verleih für den 1 Tag zu leihen.

    Die größte Schwierigkeit sehe ich in der Schere:

    • Schon lange nicht mehr gefilmt, mit Ton keinerlei Erfahrung

    Trifft auf die Situation:

    • Auf einer Hochzeit müssen alle wichtigen Szenen sofort sitzen, es gibt absolut keine Wiederholung!

    Auf einer Hochzeit sind alle aufs äußerste angespannt und aufgeregt. Keiner erinnerst sich an irgend welche Absprachen und Anweisungen.


    Ob es da günstig ist, sich für einen Tag einen halbwegs professionellen Camcorder zu leihen? Wie stellst du die vielen Köpfe ein?


    Ton ist absolut entscheidend: Ja-Wort, Reden. Alle sind nervös, es klappert, raschelt, Mikros werden umgeworfen...


    Ich würde erst einmal eine Situation schaffen, in der du alles vorher ausgiebig testen kannst. Nach dieser Erfahrung entscheidest du dann, was du sinnvoll einsetzen kannst.


    Beste Grüße, Uli

  • Ob es da günstig ist, sich für einen Tag einen halbwegs professionellen Camcorder zu leihen? Wie stellst du die vielen Köpfe ein?


    Ich denke, auch ein halbwegs professioneller Camcorder wird einen Automatikmodus haben, den ich in so einer Situation dann bevorzugen würde anstatt manuellem Filmen mit Weißabgleich, manuellen Blenden, Schärfen, etc.


    Ich glaube, im Automatikmodus kann am wenigsten schiefgehen. Und eine professionelle Cam hat vermutlich auch einen professionelleren Automatikmodus, der vielleicht noch viel mehr auffangen / abfangen kann als bei einer 100€ Kamera, sodass es am Ende trotz Automatikmodus vielleicht trotzdem noch brauchbar und nach Qualität aussieht.

  • Ich sehe das genau so wie rod (Uli), eine Pro Henkelkamera mieten ist keine Garantie für gelungen Bilder, schon garnicht wenn du keine Erfahrung in deren Bedienung hast. Dich in ein Formel1 Auto setzen macht dich nicht zum Max Verstappen. Dazu kommt noch das für den angestrebten 4K Schnitt unbedingt PC Hardware und Schnittsoftware zu Verfügung stehen müssen und auch hier ist wieder Erfahrung von nöten. Mit guter Wille alleine wird das nicht klappen.

    LG Theo Houben

  • ch denke, auch ein halbwegs professioneller Camcorder wird einen Automatikmodus haben, den ich in so einer Situation dann bevorzugen würde anstatt manuellem Filmen mit Weißabgleich, manuellen Blenden, Schärfen, etc.

    Hat sie: "Full Auto" regelt Auto-ND, Auto-Iris, AGC, Auto-Shutter, ATW, AF/Face-AF, Audio-AGC.


    Achte auf Feinheiten wie, Auto-ND geht nur in den Auto-Modus, wenn du den ND-Modus auf 'Variable" gestellt hast usw.


    Die Kamera nur für einen Tag auszuleihen, ohne dass du Erfahrung mit ihr hast, ist sehr optimistisch, noch mehr der Ton.


    Na dann viel Glück, wünscht Uli

  • Hi,


    eine Cam wie die PXW-Z190 wäre schon gut.

    Die Einarbeitung sollte auch nicht ganz so schwierg sein, aber etwas "ausprobieren" sollte man halt bei jeder Cam, die man noch nicht kennt. Und das XAVC-L ist zwar Long-GOP, lässt sich aber nach meiner (eher geringen) Erfahrung damit normalerweise sehr gut verarbeiten (besser als so einige Smartphone-Clips). Kommt halt auch auf das verwendete NLE an.

    Aber von der Qualität her ist das gut.


    Was das Standesamt betrifft, so müsste man halt da man freundlich anfragen, ob man das Trauzimmer vorher mal besichtigen kann.

    Insbes. kleinere Ämter sind da sehr entgegenkommen. Bei der "Massenabfertigung" von den gut ausgelasteten Ämtern der Großstädte ist das schon eher schwierig. Da laufen ja auch die Trauungen dann im 1/2-Stundentakt.



    Zumindest ist in diesen eher kleinen Sälen dann i.d.R. auch weniger Hall.

    D.H. man könnte im Notfall auch mit dem Kameraton leben. Ggf. muss der halt noch etwas aufwändiger bearbeitet werden.


    Die Sender der heutigen Funkstrecken sind eigentlich recht klein (etwas größer als eine Streiholzschachtel), lassen sich also relativ leicht unterbringen. Außerdem zeichnen diese teil. parallel auch noch selbst auf, so dass der "Abriss" der Übertragung auch nicht mehr so schlimm ist.

    Das dürfte dann auch das "kleine quadratische Ding" sein, nach dem Du fragst.


    Sonst gibt es halt auch schon für gut 100 € digitale Audio-Recorder, wie z.B. das Zoom H1essential. Das ist etwas "Dicker" als ein Smartphone und ließe sich sicherlich auch irgendwo hinstellen.

    Aber beides würde natürlich Geld kosten und wenn Du es sonst nicht benötigst, wäre das Unsinn.



    Wichtiger aus meiner Sicht wäre eben die 2. Kamera -

    Grade bei einer Trauung ist es natürlich schöner das "Ja"-Wort nicht nur "von hinten" zu haben,.Während man ja andererseits eben auch die/den Standesbeamtin/en bei seiner Rede lieber ins Gesicht schauen möchte und nicht anur als Stimme aus dem "Off".

    Doch grade bei Standesämtern wird (nach meiner Erfahrung) Wert darauf gelegt, dass wärend der Zeremonie nicht ständig einer rumläuft. Die sind in der Hinsicht manchmal strenger als die Kirche.


    Deshalb wäre es halt gut, wenn man an geeigneter Stelle etwas hinstellen könnte, was dann ohne große Aufsicht läuft. Das wird meist geduldet.


    Auch noch als Tipp, vergiss nicht für Zwischenschitte einige Schüsse vom "Publikum" zu machen. Das ist viel wichtiger als irgendwelche Zoomfahrten, auf die ich auch lieber verzichten würde.

    Gemeint ist natürlich die Zoomfahrt, also nicht die Nutzung unterschiedlicher Brennweiten bei der Aufnahme.


    Grade beim Standesamt ist es oft so, dass im Trauzimmer nur der engste Kreis anwesend ist. Die weiteren Freunde und Gäste warten dann draußen auf das frisch vermählt Paar und begrüßen es entsprechend.

    Auch das ist dann mit nur einer Kamera (und alleine) kaum hinzubekommen.


    Und genau für solche Situationen war halt auch mein Tipp mit dem "Sammeln" von Aufnahmen gemeint.

    In der heutigen Zeit sollte da die Resonanz eigentlich auch eher positiv ausfallen. Da ist es dann eher wichtig vorher draum zu bitten das Smartphone doch bitte "quer" zu halten.



    Gruß

    Peter

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    Rest ist private Meinung

  • Ich glaube, im Automatikmodus kann am wenigsten schiefgehen. Und eine professionelle Cam hat vermutlich auch einen professionelleren Automatikmodus, der vielleicht noch viel mehr auffangen / abfangen kann als bei einer 100€ Kamera, sodass es am Ende trotz Automatikmodus vielleicht trotzdem noch brauchbar und nach Qualität aussieht.


    Jein. Nicht jede Profi-Kamera hat einen guten Automatik-Modus, einfach weil Profis in der Regel wissen was sie tun und daher durchaus in der Lage sind manuell zu arbeiten.


    ...eine Pro Henkelkamera mieten ist keine Garantie für gelungen Bilder, schon garnicht wenn du keine Erfahrung in deren Bedienung hast. Dich in ein Formel1 Auto setzen macht dich nicht zum Max Verstappen.


    Alleine die Auswahl des Aufnahmemodus ist nicht so einfach - welchen Codec einstellen, kann den dann das Schnitprogramm verarbeiten usw. - und auch die Bedienung so einer Profikamera kann sehr schnell sehr komplex werden so daß man sich da durchaus einige Tage einarbeiten muss.


    Freitag Nachmittag die Kamera "leihen" und dann Samstag Hochzeit und Montag Kamera zurückgeben ist der beste Weg den kompletten Film zu versemmeln....


    Selbst ein Profi wird bei Aufnahmen welche absolut beim ersten Mal "im Kasten" sein müssen nicht auf eine für ihn komplett unbekannte Leih-Kamera setzen. Und bei einer Hochzeit gibt es keine Möglichkeit zur Wiederholung, da muss alles beim ersten Mal sitzen - dazu sollte man sein Equipment kennen und wissen wie man reagieren muss.


    Das Risiko das ganze in den Sand zu setzen ist bei einem Smartphone als Kamera deutlich geringer wie bei einer Profikamera.


    Der Vergleich mit einem Rennauto ist irgendwie passend....

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  • Kamera für bevorstehende Familienhochzeit - slashCAM Forum

    mit all den Infos lässt sich fast ein Buch schreiben...

  • mit all den Infos lässt sich fast ein Buch schreiben...


    Je mehr Infos, Meinungen & Vorschläge, desto besser! Inhaltlich führt dein Kommentar leider nicht wirklich zu etwas Substantiellem.

  • Hat ja dann auch kein Zweck das gleiche Buch hier auch nochmal zu schreiben....:servus:


    Nun ja, und das ausgerechnet von jenem User, dessen Beiträge (bis vielleicht auf einen) hier inhaltlich bislang ohnehin mehr oder weniger an der eigentlichen Thematik komplett vorbei gegangen sind? Ein "Buch" hast du bislang hier noch nicht verfasst, weder inhaltlich noch mengenmäßig.