Kamera für bevorstehende Familienhochzeit

  • Für jene hätte es absolut keine Rolle gespielt, ob der Ton nun vom Kameramikro selbst kommt, oder von Ansteckmikros via Funkstrecke,

    Das denkst Du....


    Aber wenn man kein Wort von dem versteht, was da gesagt wird, weil z.B. der Hall in der Kirche, oder die "Nebengeräusche" aus dem Trauzimmer zu stark sind, oder der viel zu leise Ton extrem hochgepuscht werden musste, merkt den Unterschied auch ein Blinder....


    Raumton.mp3 oder Ansteckmic.mp3


    Und da ist der Raumton mit Audio-Bearbeitung schon nachgebessert.

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • gurlt


    Mit meinem vorherigen Beitrag sollte - insbesondere in Verbindung mit folgender Aussage meinerseits:


    Zitat
    Wenn also nicht gerade die Kamera ausfällt und gar nichts aufzeichnet, ist alles andere nicht wirklich relevant, solange man halbwegs hören & sehen kann, was sich abgespielt hat an jenem Tag.


    ausgedrückt werden, dass zumindest mein bisheriger Empfängerkreis (= engster Familienkreis) da keinen großen Wert darauf gelegt hat, sofern der Ton verständlich war.


    Es soll nicht darum gehen, dass ein Ton über Ansteckmikro zweifelsohne besser / professioneller / klarer ist - sowas lässt sich relativ leicht alleine schon durch physikalisch-technische Messungen nachweisen & belegen.


    Es ging in meinem Beitrag eben um die Erwartungshaltungen. Sind die selbst nicht hoch, d. h., wenn alle Beteiligten wissen, dass da "nur" ich so nebenbei mal ne Kamera mitlaufen lasse und kein professioneller Dienstleister mit Ansteckmikro, Tonangel und Schieß-mich-tot-Equipment am Werke ist, dann wird da auch von niemandem dementsprechend professionelle Erzeugnisse im Vor- & Nachhinein erwartet.


    Zumindest die Rezipienten meiner Erzeugnisse waren alleine schon damit zufrieden, wenn man auf dem Kamera-Raumklang-Ton das Gesprochene ohne die Notwendigkeit von nachträglichen Untertiteln etc. verstehen konnte, selbst wenn da noch Hall oder andere Störgeräusche mit dabei waren.


    Insofern kann ich die von HJS postulierte These:


    Zitat

    wenn ich das hier alles lese, komme ich zu dem Schluss: Hochzeitsfilm? Das ist theoretisch gar nicht möglich..


    so verallgemeinert nicht direkt bejahen und genau das sollte mein vorheriger Beitrag erläutern und ausführen. Es ist eben eine Frage des Anspruchs und der Erwartungshaltung von einem selbst sowie der Rezipienten, ob ein Hochzeitsfilm "unmöglich zu bewerkstelligen" sei oder nicht.


    Um den technischen Aspekt, ob nun Ansteck-Ton qualitativ hochwertiger sei als Kamera-Ton, geht's dabei gar nicht. Diese Frage muss gar nicht erst diskutiert werden, denn die Antwort, was da besser abschneiden wird, liegt auf der Hand...


    Mein Beitrag bezog sich darauf, dass lediglich mein nicht anspruchsvoller, familiärer Rezipientenkreis zufrieden mit Kameraton und Laien-Equipment war - man konnte alles Wichtige sehen & hören und damit war alles palletti und alle waren glücklich. Meinen ersten Film dieser Art schaut man sich, so wie es mir mal mitgeteilt wurde, angeblich immer noch jährlich zum Jahrestag an und das war ein vor 20 Jahren mit einer abgenudelten MiniDV-Cam (Single-Cam, keine Zweit- oder Drittkameras) inklusive Kameraton aufgenommener "Hochzeitsfilm".


    Das bedeutet logischerweise nicht, dass meine Erzeugnisse damit jeden x-beliebigen, fremden Zuschauer gleichermaßen zufriedengestellt hätten - höchstwahrscheinlich nicht und in einem Forum wie diesem vermutlich schon mal gar nicht. Da ist man ja eine andere Liga an Endprodukten gewohnt.


    Aber deshalb sagte ich bereits: wer ehrliche Kritik will, der fragt nicht engste Familie oder Freunde, denn da wird einem meistens immer Honig um's Maul geschmiert, da ist jeder noch so dilletantische Windows-Movie-Maker-Erguss ein "spitzenmäßiges Kunstwerk" und entsprechend leicht und schnell zufriedenzustellen ist die Kundschaft...


    Und alleine unter dieser Prämisse ist dann für mich die von HJS gegebene These eben nicht wahr: für mich und den kleinen Empfängerkreis war es folglich also nicht unmöglich, einen Hochzeitsfilm zu erstellen. Genau deshalb kann man so eine Aussage so ganz pauschal überhaupt nich treffen. Und genau darum ging es nun im letzten und in diesem Beitrag.

  • ...sofern der Ton verständlich war.

    Richtig,


    nur muss eben sebst wenn man da keinen Anspruch auf "professionelle" Qualität hat die Voraussetzung für eine zumindest einigermaßen "saubere" Aufnahme gesorgt werden, damit der Ton verständlich ist.


    Da nur "blind" mit dem unbekannten Kameramic in einen unbekannten Raum reinzugehen hat eben die Gefahr, dass Du dann keinen verständlichen Ton bekommst. Das Problem fängt doch schon an, wenn Du die Kamera zwischendurch mal auf die Anwesenden schwenkst. Dann ist das Mic nicht mehr auf die "Hauptpersonen" gerichtet und Ton und Lautstärke werden sich verändern.

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • Insofern kann ich die von HJS postulierte These:

    Zitat

    wenn ich das hier alles lese, komme ich zu dem Schluss: Hochzeitsfilm? Das ist theoretisch gar nicht möglich..



    so verallgemeinert nicht direkt bejahen und genau das sollte mein vorheriger Beitrag erläutern und ausführen.

    Ich vermute mal und bin mir da ziemlich sicher: Das Zitat von HJS war/ist pure Ironie

  • Es ist ja auch ein Unterschied, ob man als Amateur einmal im Leben so einen Hochzeitsfilm machen will oder ob man sowas öfter/regelmäßig macht. Ich hatte mal die Möglichkeit, einem Profifotografen, der lange in New York gearbeitet hat, während der gesamten Hochzeit unserer Tochter bis in die Nacht zuschauen zu können (er war mit ihrer Freundin gut bekannt und hatte das für einen Freundschaftspreis gemacht). Für den gabs keine Probleme - so routiniert wie der war. Er hatte in einer Kiste viele Kameras liegen und hat auch kein Objektiv gewechselt sondern jeweils die Kamera, von der mindestens 5 in der Kiste lagen. Er hatte wirklich tolle Ideen und da wir uns irgend wie sympathisch fanden, durfte ich bei dieser Hochzeit hinter ihm her filmen, weil vieles eben fest geplant war. Er hat mir auch recht freimütig viele Tipps gegeben. Für mich war das eine gelungene Feier (bis auf das durchnässte Jackett :-).

  • wenn ich das hier alles lese, komme ich zu dem Schluss: Hochzeitsfilm? Das ist theoretisch gar nicht möglich...

    genau den Eindruck habe ich auch Jürgen:pfeifen:

    LG Paul

  • Ich vermute mal und bin mir da ziemlich sicher: Das Zitat von HJS war/ist pure Ironie


    Eigentlich ist ja kein Film von jeglicher Veranstaltung heute mehr möglich, schon alleine wegen dem Datenschutz.... :teufel:


    Ironie beiseite, man muss halt die eigenen Erwartungen an die umsetzbare Realität anpassen, sei es wegen Restriktionen durch die Örtlichkeit, die Technik oder die eigenen Kenntnisse.

    ...nur muss eben sebst wenn man da keinen Anspruch auf "professionelle" Qualität hat die Voraussetzung für eine zumindest einigermaßen "saubere" Aufnahme gesorgt werden, damit der Ton verständlich ist.

    Meine Erfahrung ist das der normale Zuschauer unsaubere Bilder deutlich eher verzeiht wie nicht oder nur schwer verständlichen Ton.


    Das Bild kann wackeln, unscharf sein, zu hell oder zu dunkel - interessiert nur nebenbei, ist aber der Ton nicht gut verständlich dann ist der ganze Film schlecht.

    Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar

  • Meine Hochzeit war 1969, damals ist fotografiert worden auf Diafilm.
    Mein Studienfreund sollte das im Bild festhalten. Er war so nervös,
    dass die meisten Bilder misslungen sind, unscharf, falsch belichtet usw.
    Sicherheitshalber sind wir noch zu einem Studiofotografen gefahren, der
    hat die schönsten "gestellten" Aufnahmen gemacht.


    meine war 1975, und da war es genauso!


    ... für mich und den kleinen Empfängerkreis war es folglich also nicht unmöglich, einen Hochzeitsfilm zu erstellen. ...:beer:

    :thumbsup::thumbsup:

    Ich vermute mal und bin mir da ziemlich sicher: Das Zitat von HJS war/ist pure Ironie

    :thumbsup::thumbsup:

    genau den Eindruck habe ich auch Jürgen:pfeifen:

    LG Paul

    :beer:


    Gruß Jürgen

  • genau den Eindruck habe ich auch Jürgen:pfeifen:

    Wolfgang's letztes Posting stammt vom 7. August, afaik ist er doch (neben?)beruflich Hochzeitsfilmer und hat sich in diesem Thread noch garnicht gemeldet. Urlaubsbedingt -> oder weiß man mehr?, fragt sich grübelnd


    Franz

    "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!" - "Ein Film sagt mehr als tausend Bilder!"

  • Noch ein kleines, abschließendes Update an alle, die es interessiert:


    Die standesamtliche Trauung wurde nun vor 2 Tagen, letzten Freitag, über die Bühne gebracht. Gefilmt wurde nun mit:


    - der ausgeliehenen Sony Z90 (als Hauptkamera, freihändig aber mit aktivierter Bildstabilisierung). Aufnahme in 4K, 25fps, 100 mbit/s - mehr war mit dieser Kamera nicht machbar.

    - ein weiteres Familienmitglied hat mit meinem iPhone 16 Pro Max und mit Hilfe der Blackmagic Camera App in 4K, 25 fps, Apple ProRes gefilmt.

    - Als Backup für Bild & Ton und um eine konstante Totale zu haben, habe ich meine alte Panasonic SD707 auf meinem Velbon Stativ im Hintergrund aufgestellt und die vollen 20 Minuten Zeremonie konstant ohne Schwenk oder Unterbrechungen durchlaufen lassen. Leider kann diese Cam maximal 1080p50 - aber das ist jetzt halt so.


    Gefilmt habe ich mit der Sony Z90 hinter der Standesbeamtin mit vollem Blick auf das sitzende Brautpaar - ich hatte das Paar somit also von vorne frontal drauf über die im Bokeh / Unschärfebereich liegende Schulter bzw. den Hinterkopf der Standesbeamtin.


    Das weitere Familienmitglied hat mit meinem iPhone aus der Gegenperspektive gefilmt, also Brautpaar von hinten drauf und dafür die Standesbeamtin mehr oder weniger frontal. So kann dann hin- und her geschnitten werden zwischen den Perspektiven.


    Die 1080p50-Kamera stand ebenfalls aus der Sicht von mir, also auch hinter der Standesbeamtin, allerdings nicht direkt auf das Brautpaar fokussiert, sondern so weit in der Totalen, dass man auch die wenigen Gäste hinter dem Brautpaar noch sieht. Die Blickrichtung dieser Kamera war eher von der Seite schräg und nicht direkt im rechten Winkel zu Brautpaar und Publikum, weil da ja ich mit der Z90 stand. Das heißt, man sieht zwar immer das gesamte Publikum, aber eben aus einer schrägen Perspektive - die rechte Seite näher / größer im Bild, die linke Seite weiter weg und entfernter...


    Wird schon irgendwie passen. Eventuell muss ich das 1080p50 Material halt mit Hilfe von KI-Software auf 4K hochrechnen lassen, falls ich davon ein paar Schnittbilder einbauen möchte, mal schauen.


    Die wichtigsten Szenen wie Ringanstecken und Kuss habe ich aber mit der Z90 gut eingefangen. Dank deren 1 Zoll Sensor hat die da auch echt schöne Bokehs im Vorder- & Hintergrund erstellt, sodass diese Szenen mittig im Bild scharf, aber im Vordergrund und Hintergrund leicht unscharf sind und damit direkt optimal freigestellt wurden. Ich denke, da lässt sich schon was mit anfangen.


    Überrascht war ich, dass auf rein subjektiver Ebene das iPhone-Material auf meinem Laptop beim ersten groben Reinschauen wesentlich besser aussah als das der Z90. Zudem läuft das Z90-Material auf meinem fast 10 Jahre alten Lenovo-Laptop im VLC-Player ruckelfrei ab, obwohl es sich um 4K-Material handelt. Das iPhone-Material läuft aber keine 3 Sekunden am Stück, ohne dass der VLC-Player direkt wieder ins Stocken kommt. Liegt vermutlich am ProRes-Codec. 20 Minuten Aufnahme haben hier schon knapp 60 GB.


    Wenn ich dazukomme, stelle ich hier mal ein paar Screenshots rein, von der Z90 und vom iPhone, dann könnt ihr selbst mal beurteilen, welche Bildqualität nun besser ist, oder ob das einfach nur subjektiv mein Eindruck auf dem kleinen Laptop-Bildschirm war.


    Auf alle Fälle herzlichen Dank an alle, die sich hier bereitwillig mit Tipps & Tricks beteiligt haben. Nächstes Jahr kommt dann die noch viel größere und weitaus aufwändigere kirchliche Trauung an einer Location mit See drum herum etc. PP.


    Ob ich mir das da aber nochmal antue, weiß ich noch nicht. Wohl eher nicht. Aber das Brautpaar hat schon durchblicken lassen, dass ihnen ein prof. Hochzeitsfilmer zu teuer ist. Die sind allein nur wegen des Hochzeitsfotografen (der mir partout ständig ins Bild reingerannt ist bei den wichtigsten Momenten und sich sehr wichtig genommen hat) schon am Murren gewesen wegen des Preises...

  • Noch ein kleines, abschließendes Update

    Hört sich doch soweit ganz gut an.


    Und zumindest hast Du so halt über die SD707m auch genügend Material, was sich ggf. einsetzten lässt.

    Für das Upsalling gäbe es jedenfall mehrere Möglichkeiten, da da auch ausreichen werden.



    ...wegen des Hochzeitsfotografen (der mir partout ständig ins Bild reingerannt ist bei den wichtigsten Momenten...

    Glaub mir, dass ist "ganz normale Praxis" wenn da mehrere Leute auf einem Ereignis filmen/fotografieren.


    Überrascht war ich, dass auf rein subjektiver Ebene das iPhone-Material auf meinem Laptop beim ersten groben Reinschauen wesentlich besser aussah als das der Z90.

    Nun, Kameras wie Smartphones bereiten die Aufnahme halt auch automatisch auf, da eben ein möglichst "fertiges" Bild abgespeichert werden soll. Das sind meist Nachschärfungen, Kontrast- und Farbtonanpassungen , o.ä.

    Ist alles gut und schön und sieht auch gut aus. Aber wenn man dann aus irgendwelchen Gründen doch noch nachbearbeiten will oder muss, kann sich das dann schwieriger gestalten.


    Den Rest bekommst Du jetzt sicherlich auch hin.



    Gruß

    Peter

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • Nun, Kameras wie Smartphones bereiten die Aufnahme halt auch automatisch auf,

    Nicht wenn man mit manueller Einstellung im Kinolook filmt.

  • Ich glaube, Apple ProRes 4:2:2 HQ war sowieso total überdimensioniert - die beiden anderen Cams machen ja maximal 4:2:0. Für die paar Schnittbilder, die vom iPhone-Material in den Endfilm einfließen, ist das vermutlich rückblickend total übertrieben gewesen.


    Wäre evtl. sinnvoller gewesen, statt der 1080p50-Cam das iPhone als statische, unbewegte Totale-Cam im Hintergrund aufzustellen und den Gegenshot der Standesbeamtin dann mit der 1080p50-Cam, aber jetzt ist es halt so, wie es ist.


    Wird schon irgendwas bei rumkommen am Ende. Das iPhone-Material verliert dann halt im Endfilm seinen 4:2:2-Charakter, den ich ja in 4:2:0 ausgeben muss. Wahrscheinlich sehen deswegen die Farben jetzt noch so prächtig aus im iPhone-Material.


    Das einzige, was manuell und fest eingestellt war in der Blackmagic App, war die Blende 1/50 und die FPS 25. ChatGPT meinte, wenn ich mit 25fps filme, dann müsste die Blende fest auf 1/50 eingestellt sein, da es sonst zu Rolling Shutter Effekten kommen könnte.


    Bei der Z90 war aber ausnahmslos alles auf Automatik, also auch die Blende und da sind mir bislang trotzdem keine Rolling-Shutter-Effekte aufgefallen.


    Manuell filme ich solche einmaligen und nicht-wiederholbaren Ereignisse auf keinen Fall... Das kann jemand wagen, der das tagtäglich macht und seine Kamera im Schlaf kennt und selbst dann klappt's vielleicht auch nicht immer.. Für mich reichte der Automatikmodus.

  • Da hat dir ChatGPT aber blödsinn erzählt.

    Die die Blende, sondern der Shutter sollte entsprechend eingestellt werden. Und mit Rolling Shutter hat das auch nur indirekt etwas zu tun.


    Das meinte ich auch. Shutter war gemeint, nicht die Blende. Die war auf Automatik, nur der Shutter war fest auf 1/50.


    Hier die Antwort, die ChatGPT gegeben hat:

    1. Warum fester Shutter 1/50s bei 25 fps

    Du filmst in 25 fps (25p).

    Es gibt die sogenannte 180°-Regel aus der Filmwelt:

    Shutter Speed = 2 × Frame Rate

    → Bei 25 fps ergibt das 1/50 Sekunde.

    Wenn der Shutter passt:

    • Bewegungen wirken natürlich und filmisch.

    • Kein "Ruckeln" bei Bewegungen, kein unnatürlicher Motion Blur.

    • Clips von Sony und iPhone sehen gleich aus, lassen sich perfekt schneiden.

    Was passiert, wenn die Kamera den Shutter automatisch regelt:

    • Bei hellem Licht verkürzt die Automatik den Shutter (z. B. 1/200 s).

      → Bewegungen sehen plötzlich abgehackt aus („Soap Opera Effekt“).

    • Bei dunklem Licht verlängert sie den Shutter (z. B. 1/20 s).

      → Bewegungen verschmieren und wirken unscharf.

    • Da die Automatik ständig reagiert, ändert sich die Bewegungsdarstellung mitten im Clip → extrem störend im Schnitt, vor allem beim Perspektivwechsel zwischen Kameras.

    Beispiel:

    • Sony fix auf 1/50 s → gleichmäßige Bewegungen.

    • iPhone wechselt zwischen 1/50 s und 1/200 s → sichtbarer Unterschied, wirkt wie zwei völlig verschiedene Videos.

  • Was die 180 ° Regel betrifft komme ich folgendermaßen ganz gut über die Runden und minimiere dadurch unterwegs den Zeitaufwand. Ich habe bei der Sony A 6700 auf Speicherplatz "1"eine Einstellung für gute Lichtverhältnisse abgelegt (Shutter 1/200 sec, Blende automatisch, ISO 100 oder auch mal auto, WB "Sonne" oder auch automatisch). Auf Speicherplatz "2" liegt eine Einstellung für schlechtere Lichtverhältnisse (Shutter 1/100 sec, Blende auto, ISO auto (mit Begrenzung) und WB auto). Der Vorteil: ich kann unterwegs die Kamera schnell umstellen.

    Bei der Einstellung "1" liege ich damit nicht weit weg von der 180 ° Regel, jedenfalls ist mir noch nichts Nachteiliges aufgefallen und ich komme über große Helligkeitsbereiche hinweg ohne ND-Filter einsetzen zu müssen. Bei speziellen Lichtverhältnissen stelle ich die Kamera eh manuell den Gegebenheiten entsprechend ein, was etwas mehr Zeit kostet, die man dann aber auch hat (z.B. Sonnenuntergang).


    Alles bei 50 fps natürlich....

  • Bei der Einstellung "1" liege ich damit nicht weit weg von der 180 ° Regel, jedenfalls ist mir noch nichts Nachteiliges aufgefallen und ich komme über große Helligkeitsbereiche hinweg ohne ND-Filter einsetzen zu müssen.

    Dann schaue Dir das mal in Einzelbildschaltung an.