Kamera für bevorstehende Familienhochzeit

  • MM zu 4k25, wenn da die nicht 180 Grad Shutter Regel eingehalten wird kann es sehr schnell passieren das schnelle Bewegungen ruckeln und das kriegt man nicht mehr raus. Da auch noch viel Bokeh gewünscht ist soll die Blende offen bleiben und bei zuviel Licht muss ein ND Filter dazu geschaltet werden. Das sind alles Sachen die ein beherrschen der Kamera voraussetzen. Ich wünsche DoBBy viel Erfolg und bin gespannt was letztendlich das Ergebnis sein wird...und nicht vergessen, ein gutes Stativ mit Fluidkopf mit zu mieten damit die Zoomfahrten stabil bleiben.

    LG Theo Houben

  • Unter dem Smartphone kann man ja einen Griff(Kleinstativ) anbringen und schon kann man es besser halten/führen.
    Mit DaVinci Resolve kann man hochqualitative Bildratenanpassungen mit Glättung produzieren, wenn man es gelernt hat.

  • Wie wäre das zur Not bei 60 fps? Kommt man da durch Weglassen ähnlich einfach auf 25p runter, oder wär's da dann schon schwieriger?

    Ganz einfach,


    bei 30p auf 25p heruntergerechnet werden pro Sekunde 5 Bilder ausgelasssen, also jedes 5.Bild "fehlt" dann.

    Das fällt i.d.R.nicht weiter auf, weshalb da auch keine erneute Bildberechnung "optischer Fluss" stattfinden muss.


    Bei 60p auf 25p müssten dann entsprechend pro Sekunde 35 Bilder ausgelassen werden. Mehr als die Hälfte der bei dieser Framerate aufgenommenen Bilder wären also sowieso für den Papierkorb.

    Das eigentliche Problem sind da aber die bei 60p kürzeren Belichtungszeiten, die dann einfach keine Bewegungsunschärfe mehr aufweisen. Das ergibt bei 25p dann schnell ein stärkeres "Ruckeln" im Bild.


    Also wenn Du nur 25p verwenden willst gehe bei den Smartphones auf 30p, wenn Du 50p aufnehmen kannst, 60p.


    Kann die Z90 denn ggf. mit 30p aufnehmen?

    Dann hättest Du einerseits die gleiche Bildrate, wie auf den Smartphones und schon von daher weniger Probleme.

    Außerdem ist die Gefahr von "ruckligen" Schwenks bei 30p deutlich geringer als bei 25p.


    Du müsstest halt nur sehen, dass bei 30p kein 50 Hz Netzstromflackern entsteht.



    MM zu 4k25, wenn da die nicht 180 Grad Shutter Regel eingehalten wird kann es sehr schnell passieren das schnelle Bewegungen ruckeln und das kriegt man nicht mehr raus. Da auch noch viel Bokeh gewünscht ist soll die Blende offen bleiben und bei zuviel Licht muss ein ND Filter dazu geschaltet werden. Das sind alles Sachen die ein beherrschen der Kamera voraussetzen.

    Genau deshalb wären natürlich 50p in der Hinsicht besser.


    Wenn nur 25 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden, kommst Du halt schnell in einen Bereich mit kurzen Belichtungszeiten. Grade bei "Automatikbetrieb" und offener Blende. Und da macht sich dann die fehlende Bewegungsunschärfe unangenehm bemerkbar.

    Die Sony müsste eigentlich über mind. 2 interne ND-Filter verfügen. Ob die nur wahlweise, oder auch zusammen (also quasi mit 3 Stufen) eingesetzt werden können, weiß ich aber nicht.



    Und ja, egal was DoBBy da auch macht, ideal ist die Situation nicht. Das ist schon klar.

    Doch es sollte hier eben darum gehen wie man das ohne große Probleme und einigermaßen gut hinbekommen kann.

    Dazu gehört natürlich auch auf bestimmte Gefahren hinzuweisen.

    Aber immer nur zu sagen, das geht sowieso alles schief und bringt nichts hat jetzt auch nicht wirklich Sinn.




    Und nochmal zum "Sammeln" von Smartphonaufnehmen.

    Es geht doch nicht darum, dass dann plötzlich alle vielleicht 10 im Trauzimmer Anwesende die Trauung auch noch aus so ziemlich der gleich Position ebenfalls filmen sollen. Wenn da eine "versteckte" Kamera das Brautpaar von vore, und DoBBy mit einer 2. Kamera filmt, braucht es da max. einer weiteren Aufnahme zur Sicherheit.


    Bei dieser"Sammlung" geht es doch darum Aufnahmen zu bekommen, die als "Einzelkämpfer" nicht machbar sind, weil man sich ja nicht teilen kann.

    Also z.B. damit beim Einzug ins Trauzimmer der Innen- und Außenbereich abgedeckt wird.

    Noch wichtiger eigentlich beim Auszug, denn da wird es DoBBy kaum schaffen mit seiner Kamera rechtzeitig dort zu sein, wo die anderen Gäste, die nicht ins Trauzimmer konnten die Frischvermählten begrüßen.

    Zumal er ja evtl. auch noch im Trauzimmer aufgebaute Technik "bergen" muss. Denn oft wartet das nächste Paar schon draußen.


    Das sind die Hintergründe, weswegen ich zu dieser Absprache rate.

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • und nicht vergessen, ein gutes Stativ mit Fluidkopf mit zu mieten damit die Zoomfahrten stabil bleiben.


    Das habe ich noch da aus früheren, aktiveren Filmer-Zeiten. Ein damals gutes Velbon-Stativ.

  • bei 30p auf 25p heruntergerechnet werden pro Sekunde 5 Bilder ausgelasssen, also jedes 5.Bild "fehlt" dann.

    Oder man akzeptiert eine leiche Zeitlupe und läßt garkein Bild aus. Bei 60 auf 25 ist aber schon krass, da läuft die Sekunde praktisch schon 2,5 Sekunden.

  • IMG_C4493C13E2AC-1.jpeg


    Übrigens kann man mit der BM Kamera App auch in Hochformat filmen und es wird als 16:9 richtig gespeichert. Zwar nicht in UHD aber in 2160x1214 Format.


    Dirk PEL

  • Bei 60 auf 25 ist aber schon krass, da läuft die Sekunde praktisch schon 2,5 Sekunden.

    Es ging da ja um 30p auf 25p, nicht um 60p.


    Hier wäre das Verhältnis dann so, dass eine 5 Sekunden 30p-Aufnahme eine Spielzeit von 6 Sekunden hat.

    Das kann bei bestimmten Aufnahmen funktionieren, bei anderen nicht.

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • 30p nach 25p und dabei 5 Bilder pro Sekunde weglassen fällt garantiert auf bei Bewegungen, da ist ruckeln vorprogrammiert. 30p nach 25p mittels mischen oder optischer Fluss ergibt ein leichte Unschärfe bei Bewegungen. 30p mit 25bps abspielen ergibt optisch das beste Ergebnis, also einen leichten slomo aber der Ton wird dann unbrauchbar.

    NmM Finger weg von 25p auch schon wegen die andere genannten Nachteile.

    LG Theo Houben

  • Hier wäre das Verhältnis dann so, dass eine 5 Sekunden 30p-Aufnahme eine Spielzeit von 6 Sekunden hat.

    So hatte ich das auch gemeint und die Anmerkung bei 60p wäre dann eine Zeitlupe, die man vermutlich nicht mehr gebrauchen kann - außer beim Kuss, der wäre dann extralong :pfeifen:

  • 30p nach 25p und dabei 5 Bilder pro Sekunde weglassen fällt garantiert auf bei Bewegungen, da ist ruckeln vorprogrammiert.

    Hast Du das denn schon mal selbst probiert?


    Die 5 Bilder werden ja schließlich nicht irgendwo am Ende abgeschnitten, sondern innerhalb der einen Sekunde Spielzeit wird kontinuierlich hin und wieder ein Bild "ausgelassen"

    Nach meiner Erfahrung fällt da bei Einstellung "Nächster Nachbar" nichts auf, höchstens bei sehr ungünstigen Situationen.

    Bei "Bildmischung", also dem "Überblenden" zweier Frames, gibt es da halt "Geisterbilder".



    30p mit 25bps abspielen ergibt optisch das beste Ergebnis, also einen leichten slomo aber der Ton wird dann unbrauchbar.

    Den muss man halt von Bild "abkoppeln", also Ton in Normalgeschwindigkeit abspielen.

    Solange keine sprechende Person im Bild ist (bei der die Zeitlupe aber auch so schon aufallen würde) funktioniert das normalerweise. Natürlich muss man dann sehen, wie man die dann länger Bildfolge mit Ton ergänzt.


    Da hier aber auch mit einer Bild- und Tonaufnahme mit 25p, und ggf. sogar einer weiteren separaten Tonaufzeichnung gearbeitet würde, müsste man ja den Ton der 30p Aufnahmen auch nicht unbedingt verwenden.



    Also 29,97fps wäre offenbar noch machbar. 60p nur in Full-HD, nicht 4K.

    Das wäre OK.

    Das was im Consumerbereich als 30p bezeichnet wird, sind in Wirklichkeit die auf das US-Farb-TV beruhenden 29,97 fps.


    Somit hättest Du dann alle Aufnahmen mit der gleichen Bildrate, wenn Du die Smartphones auf 30p einstellst/einstellen lässt.

    Das wäre schon mal ein Vorteil.


    Der zweite Vorteil wäre, dass die (leicht) höhere Bildrate von 30p halt auch unempfindlicher gegen Schwenks/schnelle Bewegungen ist, also die Gefahr der "Ruckler" geringer als bei 25p ist.


    Nachteilig ist hier die Gefahr, dass auf Grund der in Europa abweichenden Netzspannung von 50 Hz im Bild ein "Flackern" entstehen könnte. Das muss man über die Kameraeinstellungen vermeiden, denn wie schon von anderen gesagt, einmal aufgenommen, ist das nicht mehr zu entfernen.

    Und da es sich halt um Innenaufnahmen in einem dann künstlich beleuchteten Raum handelt, ist diese Gefahr eben leider gegeben.



    Topaz hat ja schon Anleitungen in diese Richtung eingestellt.

    Hier könnten aber vielleicht noch Tipps/Erfahrungen von denen kommen, die hier mit 30p arbeiten.




    Gruß

    Peter

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • Hier könnten aber vielleicht noch Tipps/Erfahrungen von denen kommen, die hier mit 30p arbeiten.

    Andreas App ist ein sehr Erfahrener! Von ihm stammt das Video: "Die alten Regeln gelten nicht mehr! SO solltest du deine Kamera künftig einstellen."


    Ich habe sogar mit Erfolg (also ohne Flicker) bei 30p 1/100s einen Chor gefilmt. Die 180° Regel wird hier noch stärker verletzt (dabei sollten positive und negative Halbwelle des Lichtes vom Wechselstrom möglichst gleich sein). Sollte also vorher ausprobiert werden. Aber 30p 1/50p wird auch ohne "Ausprobieren" funktionieren!

    Beste Grüße.

  • Hast Du das denn schon mal selbst probiert?


    Die 5 Bilder werden ja schließlich nicht irgendwo am Ende abgeschnitten, sondern innerhalb der einen Sekunde Spielzeit wird kontinuierlich hin und wieder ein Bild "ausgelassen"

    Nach meiner Erfahrung fällt da bei Einstellung "Nächster Nachbar" nichts auf, höchstens bei sehr ungünstigen Situationen.

    Bei "Bildmischung", also dem "Überblenden" zweier Frames, gibt es da halt "Geisterbilder".

    Ich Ja, frage mich ob du das schon mal ausprobierst hast? Mache mal einen schönen Schwenk in 30p und lasse dann mal jedes 5 Bildframe weg um 25p zu bekommen! Das beim Bildmischen/überblenden bei Bewegung ein "Ghosting" ensteht, ist klar aber nimmt man dann eher als Bewegungsunschärfe war. Mein Favorit wäre da Optical Flow oder doch einfach Slomo.


    Noch was zum nachdenken, Smartphones nehmen leider mit variabele Bildrate auf, also 30p ist nicht konstant 30p und nicht jede NLE kommt damit klar.


    Habe gestern mal aus Spaß meine alte Pana HC-X909 (1080p50) rausgekrammt und Aufnahmen damit kombiniert mit meiner neue Osmo Pocket 3 (2160p50), die Pana Aufnahmen farbkorrigiert und etwas nachgeschärft und zusammen nach 2160p50 ausgegeben. An meinem 65" UHDTV abgespielt und war erstaunt wie gut die alte Pana da abgeschnitten hat.

    LG Theo Houben

  • Die 180° Regel wird hier noch stärker verletzt (dabei sollten...

    Die 180 Grad Regel wurde ursprünglich halt für den analogen Kinofilm (24p) aufgestellt, alo sehr geringe Framerate.

    Und auch da wurde sie schon in einigen Fällen ganz bewußt in die eine oder andere Richtung "verletzt".


    Durch die heute höheren Bildraten von 50p oder 60p sind durchaus auch kürzere Belichtungszeiten als 180 Grad machbar, da hier eben die Bewegungsunschärfe des Bildes nicht mehr so ins Auge fällt (im wahrsten Sinne des Wortes). Trotzdem ist sie halt eine gute Grundlage, die man verstehen sollte.


    frage mich ob du das schon mal ausprobierst hast? Mache mal einen schönen Schwenk in 30p und lasse dann mal jedes 5 Bildframe weg um 25p zu bekommen!

    Ja habe ich durchaus.

    Und ich schrieb ja auch, bei ungünstigen Situatione (wie einem Schwenk) kann das auffallen.

    Aber nimm mal eine übliche Landschaftsaufnahme mit 30p, da wird Dir mit nächster Nachbar nichs weiter auffallen.


    Noch was zum nachdenken, Smartphones nehmen leider mit variabele Bildrate auf, also 30p ist nicht konstant 30p und nicht jede NLE kommt damit klar.

    Wurde auch schon angesprochen und ist natürlich ein wichtiger Punkt.

    Wenn da das NLE zu sehr "zickt" muss man halt die Smartphoneaufnahmen z.B. mit HandBrake, oder ähnlichem (bei Dir Voukoder?) wandeln lassen.


    Habe gestern mal aus Spaß meine alte Pana HC-X909 (1080p50) rausgekrammt und Aufnahmen damit kombiniert mit meiner neue Osmo Pocket 3 (2160p50), die Pana Aufnahmen farbkorrigiert und etwas nachgeschärft und zusammen nach 2160p50 ausgegeben. An meinem 65" UHDTV abgespielt und war erstaunt wie gut die alte Pana da abgeschnitten hat.

    Das liegt halt einerseits an der verwendeten Optik dieser Geräte.

    "Das Glas" war da schon immer ein entscheidender Faktor.


    Und andereseits eben an der i.d.R. sehr guten Bearbeitbarkeit des Quellmaterials.

    Smartphones und Geräte wie die Osmo sind halt eher darauf ausgelegt sofort "fertige" Bilder zu liefern. Die dabei vom Gerät aus eingerechneten automatischen Schärfungen und Farbkorrekturen sehen dann auch durchaus gut aus, können aber in der Nachbearbeitung dann stören.

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • Die technischen Aspekte für die Aufgabe "Erstellen eines Hochzeitsfilms" sind hier ja alle besprochen worden; kommen wir mal noch zu den Problemen, die dich bei den Videoaufnahmen erwarten - wenn du einen halbwegs guten (professionellen) Hochzeitsfilm abliefern willst. Ich habe im Freundes- und Bekanntenkreis einige solcher Filme erstellt und erinnere ich mich da vor allem an Stress. Inhalt war immer die kirchliche oder standesamtliche Veranstaltung und die folgende Feier bis open-end. Was erwartet dich:

    Permanente Platzprobleme in der Kirche, im Standesamt-Raum und auch bei der späteren Feier - u. a. wegen wegen der vielen Gäste sowie Zeitprobleme um etwas vorzubereiten/einzurichten.


    Als "Alleinkämpfer" hast du kaum die Möglichkeit, mit zwei oder mehreren Kameras zu arbeiten, weil Raum und Zeit fehlt, sie zu platzieren und einzurichten/zu starten. Du musst immer "Gewehr bei Fuß" stehen, um wichtige Augenblicke nicht zu verpassen, denn niemand wird dir vorher einen genauen Ablaufplan geben. Du musst in der Lage sein, oft blitzartig die Kamera auf die sich ändernde Gegebenheiten umzustellen. Da kann eine geliehene und ziemlich unbekannte Kamera zum Problem werden; denn die Trauung/Feier läuft und die einzelnen Höhepunkte können nicht wiederholt werden. Letztes Problem ist dann der Schnitt - einen guten Schnitt machen mit 4K-Material auf einem "schmalbrüstigen" PC wird zum absoluten Problem. Beim Einsatz mehrerer Kameras sollte der auch Multicam fähig sein, sonst wird's nochmal komplizierter. Eines der größten Probleme aber ist es, einen möglichst guten Ton von der Zeremonie zu bekommen - vor allem in der Kirche oder im Standesamt. Bei mehreren Kameras muss der synchronisiert werden können.


    Aus meiner Erfahrung: für einen solchen Hochzeitsfilm sind ausreichende Kenntnis und Erfahrung im Handling der Kameras außerordentlich wichtig um überhaupt schnell auf die wichtigen Situationen reagieren zu können und nichts zu verpassen. Meine Erinnerung an solche Hochzeitsfilme, die ich als Alleinkämpfer gemacht habe ist: Stress pur - einen langen Tag lang.

  • [...]

    ...dabei sollten positive und negative Halbwelle des Lichtes vom Wechselstrom möglichst gleich sein...

    Keine Sorge, Topas, das stellt die E-Wirtschaft bzw. die Verteilgesellschaften von Vornherein sicher! Wären posite und negative Halbwelle nich exakt spiegelgleich, enthielte unser Wechselstromnetz einen Gleichstromanteil, der nicht nur zu unnötigen Verlusten bei Wechselstrommotoren führen würde, sondern eine ganze Reihe weiterer Fehlfunktionen (Leistungsabfall, Überhitzung, ...) einherbrächte.


    LG, Franz

    "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!" - "Ein Film sagt mehr als tausend Bilder!"

  • Meine Erinnerung an solche Hochzeitsfilme, die ich als Alleinkämpfer gemacht habe ist: Stress pur - einen langen Tag lang.

    Vielen Dank, Volker, endlich spricht hier in diesem Thread einmal aus, worauf es wirklich ankommt, anstatt den TO mit vielen technischen Details "zuzumüllen" (wenngleich fast alle Tips zutreffend sind, jedoch auf beratungsresistente Ohren stießen).


    Ähniche Erfahrungen sammelte ich zuhauf in meinem damaligen Freundes- und Bekanntenkreis, die meine Filme kannten, jedoch verblüfft rückfragten, weshalb ich denn ihre Hochzeit nicht filmen wollte... . Stress pur, und Undank dafür, weil ja "...die Jetti-Tant' trotz ihres nagelneuen Kleides nur ein einziges Mal ins Bild kam, während doch die Kinder der bereits Verheirateten viel öfter zu sehen sind...."


    Hochzeitsfilm? --> nein danke, das tu ich mir nicht mehr an, nichteinmal als Zweitkamera, oder beim Schnitt. Dessen ungeachtet empfinde ich die meisten Ergebnisse (als Nichtbeteiligter, Nichtverwandter ...) überwiegend als peinlich.


    Just my 2 €cent on that subject, Franz

    "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!" - "Ein Film sagt mehr als tausend Bilder!"

  • kommen wir mal noch zu den Problemen, die dich bei den Videoaufnahmen erwarten -

    ...erinnere ich mich da vor allem an Stress...

    Das auf alle Fälle.

    Und auch Deine weiteren Ausführungen kann ich aus meiner Sicht nur bestätigen.


    Es geht ja schon damit los, dass Du nach der standesamtlichen Zeremonie das Trauzimmer schnell "räumen" musst, denn die wollen i.d.R. mit dem nächsten schon wartenden Paar weitermachen. Also müssen evtl. aufgebaute Geräte geborgen werden.


    Gleichzeitig ist aber grade der Moment wo die Frischvermählten vor das "Publikum" tritt, evtl. von Freunden und Kollegen mit netten "Spielchen" überrascht werden, ein wichtiger Teil, der aufgenommen werden muss. Und zweiteilen geht halt nicht.


    Gut wäre es halt, wenn Du Dir vielleicht einen "Kabelträger" suchen könntest. Also jemanden der Dich unterstützt und sich zumindest um Deine Sachen (Taschen, aufgebaute Geräte, etc.) kümmert, wenn Du filmst.



    Das bei solchen Sachen eigentlich mehr Erfahrung notwendig ist, ist auch unbestritten. Nur bekommt man die halt leider nur durch eigenes Erleben und vor allem dem, was dann nicht geklappt hat.

    Und auch wenn man sich noch so sehr vornimmt völlig ruhig zu bleiben, irgendwann ist der Punkt erreicht...



    Eines der größten Probleme aber ist es, einen möglichst guten Ton von der Zeremonie zu bekommen

    Auch da stimmen wir völlig überein,.

    Deshalb ja die Empfehlung zu Funkstrecken wie dem Rode GO,

    Ich nehme halt parallel zum Kameraton immer noch mit meinem Zoom H5 auf. Wobei diese neben den internen Mics halt auch noch 2 (XLR) Anschlüsse für externe Mikrofone hat.

    Das Gerät wird quasi als erstes eingeschaltet und läuft dann durch.

    Auf den damit aufgenommenen Ton lassen sich dann i.d.R. die anderen Aufnahmen gut synchronisieren.


    Was aber aus meiner Sicht auch immer erfolgen muss, ist eine etwas umfangreichere nachtärgliche Tonbearbeitung.

    Aber auch dafür braucht es halt nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern vor allem Erfahrung.


    Letztes Problem ist dann der Schnitt - einen guten Schnitt machen mit 4K-Material auf einem "schmalbrüstigen" PC wird zum absoluten Problem. Beim Einsatz mehrerer Kameras sollte der auch Multicam fähig sein, sonst wird's nochmal komplizierter.

    Hier muss man dann sehen, wie man das auffangen kann.

    Eigentlich alle halbwegs professionellen NLEs bieten ja irgendwie einen Proxy-Schnitt an, also Schnittbearbeitung mit einer qualitätsverminderten, aber nicht so leistungshungrigen Version der Aufnahme, die dann vor der Ausgabe durch das hochwertige Material ersetzt wird.

    Oder man scheidet mit einer geringen Auflösung (also z.B. FHD), und stellt das Projekt vor der Ausgabe auf die gewünschte um.

    Auch das lassen eigentlich alle NLEs zu.

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung