Kamera für bevorstehende Familienhochzeit

  • Noch was zum nachdenken, Smartphones nehmen leider mit variabele Bildrate auf, also 30p ist nicht konstant 30p und nicht jede NLE kommt damit klar.


    Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen hatte - entweder war es tatsächlich sogar hier im Thread von irgendjemandem, oder es war anderswo, aber:

    angeblich kann man dieses Problem beseitigen, sofern man mit der Blackmagic-Kamera-App aufnimmt. Dort werden konstante FPS eingestellt und aufgezeichnet im Gegensatz zur nativen Kamera-App.


    Die BM-App gibt's seit Neustem auch für Android-User im Google Play Store kostenlos.

  • Hochzeitsfilm? --> nein danke, das tu ich mir nicht mehr an, nichteinmal als Zweitkamera, oder beim Schnitt. Dessen ungeachtet empfinde ich die meisten Ergebnisse (als Nichtbeteiligter, Nichtverwandter ...) überwiegend als peinlich.


    Deswegen bin ich auch stark am Überlegen, bei der großen / richtigen (kirchlichen) Feier nächstes Jahr das Ganze einem eigens engagierten Hochzeitsfilmer zu überlassen. SOFERN das Brautpaar das möchte und auch zahlen kann / will. Ich könnte mich in Form des Hochzeitsgeschenks an den Kosten dafür beteiligen, aber sicherlich nicht komplett alleine übernehmen.


    Da das Brautpaar auf jeden Fall einen prof. HochzeitsFOTOGRAFEN haben will, kann gut sein, dass dann für einen eigenen HochzeitsFILMER nicht auch noch Budget übrig bleibt, es sei denn, der Fotograf übernähme dann zeitgleich auch das Filmen - was ich eher für unwahrscheinlich halte.

  • Meine Erinnerung an solche Hochzeitsfilme, die ich als Alleinkämpfer gemacht habe ist: Stress pur - einen langen Tag lang.

    So auch meine Erfahrungen, habe 4 Hochzeiten (nur Standesamt), eine Bestattung von US-Soldat (kirchlich) meistens mit zwei Kameras gefilmt. Eine Trauung in strömenden Regen und eine Trauung bei schwüler Hitze. Die Arbeit danach Schnitt und Ausgabe, sieht keiner. Alles freiwillig und ohne Vergütung. Mir fehlte am Ende das "Dankeschön" und ein Feedback, weiss also nicht mal ob sie sich ihre Hochzeitsfilme überhaupt angeschaut haben.

    LG Theo Houben

  • Habe gestern mal aus Spaß meine alte Pana HC-X909 (1080p50) rausgekrammt und Aufnahmen damit kombiniert mit meiner neue Osmo Pocket 3 (2160p50), die Pana Aufnahmen farbkorrigiert und etwas nachgeschärft und zusammen nach 2160p50 ausgegeben. An meinem 65" UHDTV abgespielt und war erstaunt wie gut die alte Pana da abgeschnitten hat.


    Falls ich die 1080p50 Cam auch noch mit einsetze, z.B. als statisch im Hintergrund laufende Totale, haben wir hier dann aber auch wieder das FPS Problem.


    Die Cam kann entweder


    1080/50p

    1080/50i

    1080/25p


    Wäre alles nicht zur 30p der Z90 kompatibel, es sei denn, ich würde mit der Z90 bewusst in 25p filmen und mit der obigen Panasonic dann in 1080/25p. Dann müssten etwaige Handyaufnahmen aber auch möglichst in 25p filmen.


    Alles nicht so optimal hier, dieses Ausgangslage. Aber wie schon gesagt, diesen halben Tag standesamtliche Trauung mit anschließendem Restaurant kriege ich schon noch irgendwie rum. Nächstes Jahr tu' ich mir das Ganze dann nicht mehr an. Mir ist das selbst jetzt (sprich: die Vorbereitungen / Planungen) schon zu stressig...

  • DoBBy Ich habe auch schon 30p Aufnahmen (Handy und Drone) mittels Optical Flow nach 50p gewandelt, das geht auch ganz gut.

    LG Theo Houben

  • ...es sei denn, der Fotograf übernähme dann zeitgleich auch das Filmen - was ich eher für unwahrscheinlich halte.


    Wenn er das tun sollte (in Personalunion) - dann soll das Brautpaar sofort einen anderen Fotografen engagieren. Denn Filmen und Fotografieren gleichzeitig geht nicht gut, schon gar nicht auf einer Hochzeit!


    Wenn das Filmen eine zweite Person, sprich ein Kollege des Fotografen übernimmt dann ist das in Ordnung, nur diese zweite Person muss halt auch bezahlt werden....


    Als Einzelkämpfer einen Hochzeitsfilm erstellen geht nur mit viel Erfahrung und entsprechender Technik - und das kostet eben wenn es vernünftig gemacht werden soll entsprechend Geld.


    Wenn man am Standesamt alleine filmen will ist das eigentlich oft problematisch, man hat teilweise keinerlei Vorbereitungszeit da in Stoßzeiten je nach Standesamt sich quasi die Brautpaare die Klinke in die Hand geben. Am Dorf mag das anders aussehen als wie in einer Großstadt, aber i.d.R. kann man kaum vorbereiten und "unbemannte" Kameras aufstellen. Da hilft dann wirklich nur für eine zweite Kameraperspektive bspw. als Rückfallebene zum Umschneiden jemanden von den Zuschauern mit einer Kamera auszustatten...


    Ich habe schon die eine oder andere Hochzeit gedreht, teilweise professionell im auftrag und mit mehreren Kameras und Kameraleuten - das ist immer schwer verdientes Geld und i.d.R. für mich nicht lohnend gewesen.

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  • So auch meine Erfahrungen, habe 4 Hochzeiten (nur Standesamt), eine Bestattung von US-Soldat (kirchlich) meistens mit zwei Kameras gefilmt. Eine Trauung in strömenden Regen und eine Trauung bei schwüler Hitze. Die Arbeit danach Schnitt und Ausgabe, sieht keiner. Alles freiwillig und ohne Vergütung. Mir fehlte am Ende das "Dankeschön" und ein Feedback, weiss also nicht mal ob sie sich ihre Hochzeitsfilme überhaupt angeschaut haben.

    Ja, du sprichst mir aus dem Herzen. Genauso ist es mir auch ergangen.

    Meine erste Digitalkamera war die Panasonic NV-DX 100, die ich mir 1998 gekauft hatte. Die erste große Aufgabe damit für mich war eine große Familienfeier anläßlich eines 60. Geburtstages. Total unerfahren wie ich war, habe ich es trotzdem gut gemeistert. Irgendwann später habe ich den Film mit Pinnacle Studio 9 bearbeitet und auf DVD gebrannt. Ich denke, daß dieses DVD bis heute unangeschaut bei dem damaligen Jubilar in der Schublade verstaubt. Es gab nur ein kurzes Dankeschön, geschweige denn eine Flasche Wein o.ä.

    Später, beim Kamerawechsel auf die Sony 2100, wieder das gleiche.

    Wieder Familienfeiern, Silberhochzeit und anderes gefilmt, Film bearbeitet und danach haste nichts mehr dazu gehört. Und das war nicht das letzte Mal.

    Dann Umstieg auf Full HD und 4K, wieder freiwillig alles gefilmt, was es an Familienfeiern so gab.

    Heute frage ich mich wie naiv ich war. Ohne jedwede Dankbarkeit schöne Erinnerungen festgehalten.

    Als ich dann vor ca. 2 Jahren nicht mehr gefilmt habe, gab es plötzlich eine große Verwunderung :

    "Was, du filmst nicht mehr ? Warum nicht ? Du hast schon immer gefilmt !"

    Da hab ich dann gesagt, heutzutage hat jeder ein Handy. Da könnt ihr selber filmen. Normalerweise hätte ich sagen sollen ...für was eigentlich, umsonst ?!

    Ich habe meine ganze Ausrüstung verkauft und filme nur noch mit dem iPhone 13 Pro für mich selber. Nicht mehr lange und ich steige um auf iPhone 17 Pro und ich mache nur noch das, was mir Spaß macht. Familienfilmerei gibt es nicht mehr.

    Sorry, wollte hier bloß mal meine Erfahrung mitteilen. VG

  • Ich denke, daß dieses DVD bis heute unangeschaut bei dem damaligen Jubilar in der Schublade verstaubt. Es gab nur ein kurzes Dankeschön, geschweige denn eine Flasche Wein o.ä.

    Später, beim Kamerawechsel auf die Sony 2100, wieder das gleiche.

    Wieder Familienfeiern, Silberhochzeit und anderes gefilmt, Film bearbeitet und danach haste nichts mehr dazu gehört. Und das war nicht das letzte Mal.


    Das kann zumindest ICH nicht bestätigen. Mein Zusammengeschnipsel hat man sich dann schon angeschaut und sich auch bedankt. Im Falle einer 20 Jahre zurückliegenden Hochzeit weiß ich auch, dass man sich die DVD meist jährlich zum Hochzeitstag immer noch in den Player schiebt. Auch wenn ich mir das selbst nie wieder anschauen würde - ich war ja noch nie sonderlich professionell unterwegs, aber dieser erste "Hochzeitsfilm" vor 20 Jahren hatte dann doch nochmal ganz andere Laienhaftigkeit an sich als spätere Erzeugnisse, die dann zumindest mal ein bisschen Richtung "gehobenere Amateurschiene" gingen.


    Ich denke, man kann solche anekdotischen Erfahrungen aber auch nicht verallgemeinern.

  • Die (Verwandte, Familie, Freunde) meinen du machst das gerne weil es ja dein Hobby ist, nur wenn Hobby zur unbezahlte Arbeit mutiert ist es für mich kein Hobby mehr...!

    Ich filme nur noch für mich selbst und sonst für Niemanden, einzige Ausnahme, habe vor kurzem den 90 jährigen Geburtstag meiner Mutter mit dem Handy gefilmt in 2160p60 und daraus ein kurzes Video gemacht das sie sich am ihren Fernseher nochmal anschauen kann. Darüber hat sie sich sehr gefreut. :jubilie:

    LG Theo Houben

  • 3POINT

    Ja, völlig richtig. Ich sehe das genauso wie du.
    Ausserdem hat mich das Hobby Tausende gekostet. Ohne kleine Anerkennung tut das schon weh.
    Für die eigene Mutter ist das was anderes.
    Da weißt du, dass sie sich freut.

    Es muss ja auch nicht überall so sein wie bei der Familie von meiner Frau. VG

  • Bei einigen Gruppenreisen habe ich gefilmt und eine Liste rumgehen lassen wer eine DVD davon haben will zum Preis von X DM/Euro.
    Die meisten habe das bestellt und bezahlt außer denen die selbst eine Videokamera dabei hatten.

  • Aus meiner Erfahrung: für einen solchen Hochzeitsfilm sind ausreichende Kenntnis und Erfahrung im Handling der Kameras außerordentlich wichtig um überhaupt schnell auf die wichtigen Situationen reagieren zu können und nichts zu verpassen. Meine Erinnerung an solche Hochzeitsfilme, die ich als Alleinkämpfer gemacht habe ist: Stress pur - einen langen Tag lang.

    Meine auch! 100%ig.

    Gruß kurt

    WIN-10/64 PRO (22H2-19045-2364)

    RESOLVE-20.2.3.0006 Studio; EDIUS-11.40.19830-WG

  • In punkto Stress erinnere ich mich noch heute mit Grauen an einige Begebenheiten:


    Mein erster Hochzeitsfilm für ein Pärchen aus unserem Freundeskreis: Kamera - eine Canon XM2 - Bandmaschine. Unmittelbar vor der Trauungszeremonie meldet mir die Kamera "Tonkopf verschmutzt - bitte reinigen". Mit Riesentempo Reinigungskassette laufen lassen und Kamera nach dem 3. Satz der Standesbeamtin endlich zur Aufnahme überreden können. Es war heißes Sommerwetter und ich war schweißgebadet.


    Zweiter Hochzeitsfilm: Der heißeste Sommer an den ich mich erinnere und da es um nahe Verwandtschaft ging - ich im hellen Anzug - eine Kamera auf Stativ in voller Sonne, mit der zweiten Kamera aus verschiedenen Perspektiven gefilmt. Nach der Zeremonie war der Rücken des Jacketts total durchgeschwitzt - richtiggehend nass - aber ich musste weitermachen - bis nach 24 Uhr.


    Dritter Hochzeitsfilm: In der Kirche - meine Kamera gegenüber dem Altar auf der Empore; prima Überblick und wegen gutem Zoom (Canon GX10) auch gute Aufnahmen - aber die Ton-Funkstrecke fiel genau zu Beginn der Trauung aus (weil ich sie mir geliehen hatte und nicht genug kannte) und der Kameraton war dann beim Schnitt ein Problem. Alles andere danach lief dann ohne Probleme und es wurde dann doch noch ein richtig schöner Film. Übrigens hatte das Brautpaar einen Profifotografen engagiert, der so nebenher immer auch eine teure große Kamera auf Stativ hat mitlaufen lassen. Den Film dazu hat aber keiner zu sehen bekommen, nur die Fotos.


    Ich rate daher dazu, so einen Einsatz penibel vorzubereiten und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.


    Es ist zwar ein privater Film, aber hier im Forum kann ich den schon mal kurz zeigen:

  • Unmittelbar vor der Trauungszeremonie meldet mir die Kamera "Tonkopf verschmutzt - bitte reinigen". Mit Riesentempo Reinigungskassette laufen lassen und Kamera nach dem 3. Satz der Standesbeamtin endlich zur Aufnahme überreden können.


    ...aber die Ton-Funkstrecke fiel genau zu Beginn der Trauung aus (weil ich sie mir geliehen hatte und nicht genug kannte) und der Kameraton war dann beim Schnitt ein Problem.



    Das sind genau die Gründe warum man seine Technik kennen und beherrschen sollte. Nutzt man Leihtechnik muss man eine gewisse Test- und Vorbereitungs- sowie Einarbeitungszeit mit einkalkulieren.


    Das mit dem Ton kenne ich - allerdings nicht bei einer popeligen Hochzeit, sondern einer wichtigen Pressekonferenz. Und nicht für einen privaten Film, sondern für einen Nachrichtenbeitrag in der 20:00Uhr-Ausgabe der Tagesschau. Grund war ein defektes XLR-Kabel, da geht der Blutdruck und Puls in die Höhe!


    Das mit der verschmutzten Kopftrommel kenne ich ebenfalls bei miniDV und später auch bei HDV. Ich habe daher mehr oder weniger penibel Buch geführt und alle 10 bis 15 Aufnahmestunden bei meinen eigenen Kameras vorbeugend die Köpfe gereinigt.


    Es hatte schon seinen Grund warum Sony damals bei dem aus dem miniDV-System entstandenen DVCAM für den Profbereich die Bandgeschwindigkeit verändert hat so daß auf eine 60min-Cassette nur ca. 40min. drauf gingen - das hat die Zuverlässigkeit extrem erhöht....


    Ich rate daher dazu, so einen Einsatz penibel vorzubereiten und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.


    Jeder Dreh ist penibel vorzubereiten - jeder!


    Das fängt beim Laden der Akkus an, geht über eine Kontrolle der Kamera, Überprüfen von Parametern/Einstellungen bis zu einem Funktionstest von Mikrofonen, Stativ usw.


    Auch ein Check ob alles in der Kameratasche seinen Platz (wieder) gefunden hat ist sinnvoll - nicht das man dann auf einmal ohne Ersatzspeicherkarte da steht oder ohne ND-Filter oder so nur weil dieser auf einem anderen Objektiv verblieben ist...


    Genauso muss man sich als Kameramann "vorbereiten" - beispielsweise auch bei strahlendem Sonnenschein an Regenschutz für sich (und die Kamera!) denken, ggfs. Mückenschutz und Sonnencreme nicht vergessen, eventuell was zu trinken und einen Snack einpacken (Müsliriegel o.ä.) wenn es mal wieder länger dauert als geplant, Notfallwerkzeug (Leatherman) dabeihaben usw.


    Das mit dem Regenschutz habe ich bspw. letzten Mai einfach verpennt - und war schlussendlich Nass bis auf die Unterhose weil genau zu den Außenaufnahmen ein kleiner Wolkenbruch niederging...und ich auch nicht "flüchten" konnte da wir mit einer Kutsche unterwegs waren - wenigstens hatte ich einen Regenschutz für die Kamera!

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  • Eine lustige Anekdote aus meinem früheren Berufsleben als Konferenztechniker, wo ich auch als Einzelkämpfer Veranstaltungen mit Video und Audio unterstützt habe. Bei einer Ansprache für grosses Publikum in ein Theater hatte ich gerade im Foyer den Sprecher (4 Sterne General) ein Sennheiser Funk-Lavaliermikro verpasst und bin dann sofort zurück zur meiner Kamera im Theater zurück gegangen bevor der Sprecher dann eintritt. Ich wollte gerade die Saalverstärkung aufdrehen, da hörte ich über mein Kopfhörer an der Kamera das der Sprecher noch mal kurz auf Toilette ist. Ich glaube wenn ich die Geräusche in das Theater 1000-fach verstärkt fürs Publikum presentiert hätte....:panic:

    LG Theo Houben

  • Ich wollte gerade die Saalverstärkung aufdrehen, da hörte ich über mein Kopfhörer an der Kamera das der Sprecher noch mal kurz auf Toilette ist. Ich glaube wenn ich die Geräusche in das Theater 1000-fach verstärkt fürs Publikum presentiert hätte....:panic:


    Darum ist es wichtig dem Protagonisten den MUTE-Button und dessen Verwendung zu erklären...damit der dann in den Saal geht und das Funkmikrofon garantiert gemutet ist weil dieser vergisst nach dem entlastenden Toilettengang die MUTE-Funktion ab- bzw. das Mikro wieder einzuschalten... :teufel:


    Lustig ist übrigens auch wenn es einem in einem Halogenscheinwerfer ein Leuchtmittel mit lautem Knall zerreißt - mitten bei einem Bankett mit Franz-Josef Strauß (damals bayrischer Ministerpräsident) als Ehrengast. Heute dank LED-Technik fast nicht mehr möglich. Ist mir mal passiert. Seitdem weiß ich wie schnell Sicherheitsfuzzis bzw. Personenschützer reagieren.


    Aber um wieder zum Thema "Hochzeitsfilm" zurückzukommen:


    • Bereite Dich als Filmer (Fotograf) auf alle Eventualitäten vor!
    • Rechne damit das vor Ort dann alles anders abläuft wie vorher besprochen!
    • Lege Dir immer einen "Plan B" im Kopf zurecht - und am besten auch noch "Plan C" und "Plan D" !

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  • Darum ist es wichtig dem Protagonisten den MUTE-Button und dessen Verwendung zu erklären...damit der dann in den Saal geht und das Funkmikrofon garantiert gemutet ist weil dieser vergisst nach dem entlastenden Toilettengang die MUTE-Funktion ab- bzw. das Mikro wieder einzuschalten... :teufel:

    Um Gottes willen, bloß nicht einen angespannten Protagonisten auch noch mit Technik belasten. Dabei war der Funk-Sender unter seine Uniform versteckt, da wäre er schon gar nicht mehr dran gekommen oder hätte sehen können ob ge-mute-t ist oder nicht.. Bei solchen Events muss du alles immer selber in der Hand haben und kannst dich da nicht auf das mitwirken von "Laien" verlassen.

    LG Theo Houben

  • wenn ich das hier alles lese, komme ich zu dem Schluss: Hochzeitsfilm? Das ist theoretisch gar nicht möglich... :wallbash:


    Gruß Jürgen :beer:

  • wenn ich das hier alles lese, komme ich zu dem Schluss: Hochzeitsfilm? Das ist theoretisch gar nicht möglich...

    Meine Hochzeit war 1969, damals ist fotografiert worden auf Diafilm.
    Mein Studienfreund sollte das im Bild festhalten. Er war so nervös,
    dass die meisten Bilder misslungen sind, unscharf, falsch belichtet usw.
    Sicherheitshalber sind wir noch zu einem Studiofotografen gefahren, der
    hat die schönsten "gestellten" Aufnahmen gemacht.

  • wenn ich das hier alles lese, komme ich zu dem Schluss: Hochzeitsfilm? Das ist theoretisch gar nicht möglich..


    Ich denke, es kommt dabei auch sehr stark darauf an, was man einerseits selbst für Ansprüche an das eigene Projekt stellt bzw. was auch die Rezipienten des Films für Ansprüche / Erwartungen haben...


    In meinem (bislang nicht-professionellen) Setting waren die Ansprüche / Erwartungen dementsprechend auch gering bzw. meine eigenen Ansprüche vermutlich um ein Vielfaches höher als das der künftigen Betrachter.


    Für jene hätte es absolut keine Rolle gespielt, ob der Ton nun vom Kameramikro selbst kommt, oder von Ansteckmikros via Funkstrecke, ob da nun Schnitttechniken und kodifizierte Grundlagenregeln (keinen Achsensprung beim filmen / schneiden, etc.) eingehalten wurden oder nicht, ob das Bild beim Schwenk nun geschmeidig läuft oder ruckelt, ob (damals noch bei Nicht-Progressiver Aufzeichnung) die Halbbildreihenfolge nun BFF oder TFF korrekt gesetzt wurde oder nicht etc..


    Für Tante Erna und Oma Hilde war dann auch der grottigste Hochzeitsfilm immer noch ein "Meisterwerk", denn so ist das nun mal mit Bekundungen innerhalb der Familie. Deswegen heißt es sprichwörtlich auch so schön: wenn man ehrliche Kritik will, sollte man nie Familie / enge Freunde fragen, denn die loben einen immer in den Himmel.


    So gesehen kann zumindest bei MIR gar nicht wirklich so viel schiefgehen, denn der limitierte Personenkreis, der sich das nachher anschaut, wird garantiert alles "schön" finden - alleine schon aus Höflichkeit, weil man sich ja Mühe gemacht hat... Wenn also nicht gerade die Kamera ausfällt und gar nichts aufzeichnet, ist alles andere nicht wirklich relevant, solange man halbwegs hören & sehen kann, was sich abgespielt hat an jenem Tag. Der größte und strengste Kritiker bin - wie schon so oft und immer - eigentlich ich selbst.