Schlössernacht im Park Sanssouci

  • Ende August feierte das Schloss Sanssouci die "Potsdamer Schlössernacht" unter dem Motto "Potsdam tanzt". Das klang gut, also fuhren wir hin.


    Leider hatten wir mit den Tänzen Pech, entweder lief ständig jemand vor die Linse oder die Tänzer waren in der Nacht so schlecht ausgeleuchtet, dass ich nicht mal auf den Auslöser drückte. Bei den Licht- und Lasershows war, ich sach's ma freundlich, viel Luft nach oben.


    So saß ich mit ein paar Nachtaufnahmen von den Schlössern und Pavillons vor meinem Bildschirm - und nun?


    Meine Idee, die Bilder aus meiner persönlichen Sicht, meinem Erleben zu kommentieren (Debatte hier), funktionierte nicht. Wäre nicht allzu freundlich geworden.


    Bei einem Wikipedia Film: "Hier das Schloss Sanssouci, 1747 durch Friedrich den Großen erbaut und dort die Orangerie von Friedrich Wilhem IV. ..." schlafen mir die Füße ein.


    Als ich das Material in die Tonne treten wollte, beschied mir meine bessere Hälfte, lass dir was einfallen!


    Also ein wenig in der - ACHTUNG, sehr umstritten KLICK - Theorie gekramt. Um ein Video spannend zu machen, brauche ich Widersprüche. Aber ich hatte keine Schlüsselfigur, die was erleben, die gegen was kämpfen konnte.


    So habe ich geschaut, ob sich widersprüchliche Geschichten hinter den Schlössern und dem Park verbergen. Und siehe da, das Schloss, das Neuen Palais oder das Chinesischen Haus und andere, kann man aus völlig gegensätzlichen Blickwinkeln betrachten.


    Beispiele:

    Sanssouci: Sehr privater Rückzugsort <-> und gleichzeitig Machtzentrum von Friedrich dem Großen

    Neues Palais: Damit zeigte Friedrich nach dem Siebenjährigen Krieg, Preussen ist ein Macht <-> er selbst verachtete es als "Prahlerei"


    Wie immer, alles meine Meinung, Videos, Ideen und Texte sind von mir, KI habe ich bei der Recherche nach den Widersprüchen benutzt.


    Kamera: Sony A7 IV, ohne Stativ, war nicht erlaubt und wurde am Eingang sogar kontrolliert.





    Beste Grüße, Uli

  • Als ich das Material in die Tonne treten wollte, beschied mir meine bessere Hälfte, lass dir was einfallen!

    Erstmal ein Lob für deine bessere Hälfte und dann 3 :thumbup::thumbup::thumbup: für das Ergebnis

  • suuuuper Uli! Hat mir sehr gut gefallen und der Kommentar ist sehr informativ und gut gesprochen:yes::yes: Kompliment für dieses kurzweilige Video!


    LG Paul

  • Sehr schön, uli. Du hast wohl das Beste gemacht aus dem, was gezeigt wurde. Schade, dass die Beleuchtung so spärlich gehalten war - andererseits kommen so die Lichteffekte besser zur Geltung.

    Gut gefallen hat mir der Begriff vom "Selfie-Pavillion des 18. Jahrunderts". Eine Verbindung zwischen Moderne und Historie. Der kommentar ergänzt im Übrigen sehr gut die Biler; Du erzählst eine nette kleine "Story" um diese Veranstaltung und diesen Ort.

  • Das Video ist gut gelungen, die Farben muss man im Wesentlichen so hinnehmen wie sie eben sind.
    Der Kommentar ist die eigentliche Story und der ist informativ gut gelungen, die Bilder unterstützen
    die Kommentierung, sie sind aber nicht die Hauptakteure. Gut gelungene Arbeit die Szenen zu retten. :yes:

  • Hi Ulrich,

    Das macht richttig Spaß wieder mal einen sehr guten Film anzuschauen. Ja die Lichtverhältnische sind natürlich nicht zum Filmen optimal aber das war, denke ich, auch nicht der Sinn der Veranstalter.

    Gott sei Dank hatte deine Frau die Idee das Material noch mal richtig zu verwenden.

    Sehr schön und ein super Kommentar mit deine natürliche Stimme in Gegensatz zu die emotionslose KI Stimme die manche meinen verwenden zu müssen.

    In unser Filmklub gibt es sofort einen riesen Kommentar wenn jemanden mit KI stimme was zeigt.

    Dirk PEL

  • Der "Held" einer Heldenreise muss nicht unbedingt ein Individuum sein, das kann auch eine Sache sein...


    Ich muss mir den Film noch ansehen, mache ich heute Abend zu Hause. Am Smartphone ist das nämlich für mich kein Genuss, eher Qual. Wenn mobil dann wenigstens Tablet.


    Bin wohl zu alt für die Generation Smartphone :panic:

    Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar

  • Zu Farben und Helligkeit: Die Schlössernacht war wirklich schlecht ausgeleuchtet. Wir haben schon einige gute Lichtshows besucht, im Schlosspark war das Licht dagegen äußerst sparsam gesetzt worden.


    Meist wenige, helle Scheinwerfer, die z. B. eine Statue im Licht gleißen ließen, während daneben und dahinter alles absoff. Bei mehr als 60 % der Clips musste ich mit Masken die hellsten Stellen abdunkeln und Details aus dunklen Flächen hervorholen.


    Meine Sony lief bis zu 8000 ISO hoch, weshalb die NLE-Entrauschung schuften musste. Das Rendern des 3,5-Minuten-Clips dauerte deshalb ewig.


    Die im Park verteilten Lichtinstallationen waren nicht der Rede wert. Die Tanzaufführung entweder völlig überlaufen oder schlicht nicht ausgeleuchtet.


    Zur Ehrenrettung des Schloßparkes von Sanssouci, ein Besuch übers Jahr lohnt sich. Schöne Schlösser und Pavillons, dazwischen eine weitläufige (kostenlose) Parklandschaft. Geschichte pur. Nehmt gute Schuhe mit, wir sind an dem Abend rund 11.000 Schritte gelaufen.


    Und ja, hätte meine bessere Hälfte mich nicht energisch "über die Klippe" geschoben, dämmerten die Clips noch immer auf meiner Festplatte.


    Herzlichen Dank für die freundlichen Kommentare.


    Beste Grüße, Uli

  • Meist wenige, helle Scheinwerfer, die z. B. eine Statue im Licht gleißen ließen, während daneben und dahinter alles absoff. Bei mehr als 60 % der Clips musste ich mit Masken die hellsten Stellen abdunkeln und Details aus dunklen Flächen hervorholen.

    Macht es Sinn, zu helle Stellen abzudunkeln? Wo nur noch strahlendes Weiß ist, wirst Du doch weder Farben noch Zeichnung zurück holen können.

  • Macht es Sinn, zu helle Stellen abzudunkeln? Wo nur noch strahlendes Weiß ist, wirst Du doch weder Farben noch Zeichnung zurück holen können.

    Auch helle Scheinwerfer haben einen Lichtkegel, dessen Leuchtstärke mit der Entfernung abnimmt. Im Kernbereich ist oft wenig Zeichnung (Information) vorhanden, da holt man kaum was zurück.


    Aber wenn man den Lichtkegel in seinem erweiterten Zentrum mit einer Maske abdunkelt, bringt man Informationen zurück. Viel wichtiger, durch Masken kann man die hellen Bildbereiche an die dunkleren anpassen - und umgekehrt, indem man mit einer Maske die zu dunklen Teile heller macht.


    Das sind meist kleine, unauffällige Veränderungen, die das Bild harmonischer machen. Aus meiner Sicht lohnt sich das.


    Beste Grüße, Uli

  • Ich muss mir den Film noch ansehen, mache ich heute Abend zu Hause.

    So. Angeschaut.


    Nicht schlecht, vor allem wenn das Material eigentlich "für die Tonne" gewesen wäre!


    Meist wenige, helle Scheinwerfer, die z. B. eine Statue im Licht gleißen ließen, während daneben und dahinter alles absoff. B


    ....

    Die im Park verteilten Lichtinstallationen waren nicht der Rede wert. Die Tanzaufführung entweder völlig überlaufen oder schlicht nicht ausgeleuchtet.


    So etwas kenne ich. Da wird mit Scheinwerfern Licht "hingerotzt" ohne das ganze zu sehen....bei uns wurde sowas auch schon in der Innenstadt gemacht - da haben einen die Schweinwerfer fast geblendet und andere Bereiche sind im Schwarz abgesoffen - kameratechnisch eine absolute Katastrophe!


    Für mich als eigentlich gelernter Elektrotechniker war zusätzlich die Ausführung der Installation schlicht schlimm. Da wurden Baumarktstrahler auf Holzbretter gezimmert und mit irgendwelchen wilden Klemminstallationen verbunden - auf jeden Fall war das damals keine Profitechnik....

    Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar

  • Als ich das Material in die Tonne treten wollte, beschied mir meine bessere Hälfte, lass dir was einfallen!

    Also der Film ist doch super - gratuliere Deiner besseren Hälfte :Applaus:

    // Stimmt ja meistens: Wo ein Wille, da ein Weg!

    Danke fürs zeigen - kurt

    WIN-10/64 PRO (22H2-19045-2364)

    RESOLVE-21.0.40005 Studio; EDIUS-11.51.21463-WG

  • Übrigens, die Musik bis zum Beginn der Lasershow wurde von Friedrich dem Großen komponiert: "A1a Allegro assai"


    Wenn ihr gemafreie und kostenlose Musik sucht, dann könnt bei der Open Music Academy schauen. Die bieten recht viele klassischen Musikstücke an. Von dort habe ich auch das Stück von Friedrich, KLICK, nach unten scrollen.


    Bitte lest immer die Nutzungsbedingungen durch.


    Beste Grüße, Uli

  • sehr schön gemacht! :respekt:


    Es zeigt sich die alte Weisheit, dass die besten Nachtaufnahmen in der Dämmerung möglich sind (natürlich nur, wenn man zur richtigen Zeit vor Ort ist)


    Wie hast du die Stabilisierung hingekriegt?


    Gruß Jürgen

  • Wie hast du die Stabilisierung hingekriegt?

    In der Sony A7 IV bei der Aufnahme die Stabilisierung auf die höchste Stufe "Aktiv" gestellt.


    Die verbliebenen Verwackler in Davinci Resolve mit "Stabilization" ausgebügelt. Dabei habe ich meist die Einstellung "Perspektive" gewählt. Bei Schwenks auch die Einstellungen ("Mode") "Similarity" und "Translation" ausprobiert.


    Bei statischen Aufnahmen zusätzlich "Camera Lock" aktiviert.


    Im Schlosspark hätte ich was für ein Dreibeinstativ gegeben, war aber nicht erlaubt. Das hätte Ruhe in die Aufnahmen gebracht und in der Nachbearbeitung weniger Arbeit gemacht.


    Freut mich, dass es dir gefällt, danke.


    Beste Grüße, Uli

  • Uli,

    Schade das dein Sony A7 IV nur Photos in RAW machen kann, ich denke mit Video in RAW 12 bit hättest du bessere Karten!

  • Uli,

    Schade das dein Sony A7 IV nur Photos in RAW machen kann, ich denke mit Video in RAW 12 bit hättest du bessere Karten!

    Hm, ich bin mir momentan nicht sicher, ob mir RAW bei Lowlight Vorteile bringt. Die Kamera ging bis ISO 12.800.


    Blackmagics BRAW ist ja seit neuestem per externem Rekorder u. a für die Sony FX3 verfügbar.


    Aber bei allen BRAW Lowlight-Aufnahmen ist das Rauschen bei hohen ISO-Werten ein Problem. Ich hatte mir relativ viel Material heruntergeladen, da die Blackmagic Cinema Camera 6K tolle Bilder liefert. Die passte aber wegen zu hohem Gewicht und Platzbedarf nicht für meine Reisen.


    Ich hatte vorher getestet, was für eine Lowlight-Einstellung für Run and Gun bei der A7 IV sinnvoll ist:

    1. S-log3 hatte den größten Dynamikumfang, prima. Aber ich muss bei wenig Licht sehr genau ETTR belichten, doch selbst dann rauschte es in den Schatten stark. Schon bei geringer Fehlbelichtung war es kaum mehr korrigierbar.
    2. HLG3 hat weniger Dynamikumfang, rauschte mir aber auch zu stark.
    3. Bin dann bei meinem bewährten und leicht veränderten Cine4 hängen geblieben.

    Beste Grüße, Uli