Vergleich der Formate 16 / 21 /24:9

  • Der Vergleich besteht aus 3 Teilen:


    Teil 1:


    Die Formate 16 / 21 / 24:9 bei gleicher Brennweite (50mm).


    Die Bildgröße orientiert sich an der gleichen Bildhöhe (:9).


    Die Bildbreiten ändern sich und zeigen damit den Gewinn an Bildinhalt in der Horizontalen.


    Teil 2:


    Gezeigt werden die Veränderungen der Formate 21 / 24:9 mit ähnlichen Brennweiten (24mm x1,33 und 27mm x1,5).


    Die horizontalen Bildinhalte bleiben nahezu gleich. Der Grund liegt darin, dass das Verhältnis der Brennweiten in etwa dem Verhältnis der Faktoren entspricht.


    Brennweiten: 24/27=0,888 Faktoren: 1,33/1,5= 0,886


    Die Veränderungen bei den vertikalen Bildinhalten zeigen, dass das Bild in der Vertikalen den normalen Brennweiten entspricht.


    Teil 3:


    Wie Teil 1 ein Vergleich der Formate 16 / 21 / 24:9, jedoch mit gleichbleibender Bildbreite.


    Aber mit unterschiedlichen horizontalen Bildinhalten und unterschiedlichen Bildhöhen.


    In der Vertikalen sind die Bildinhalte gleich.



    Die Aufnahmen entstanden mit den Objektiven 50mm x1,33 und 24mm x1,33 für das Format 21:9.


    Die Formate 16:9 und 24:9 wurden daraus abgeleitet.



    Diesen Text findet man auch bei Youtube. Das Video ist z.Zt. dort als "nicht gelistet" veröffentlicht.


    Vergleich der Formate 16 / 21 / 24:9

  • So einen Vergleich kennt jeder. Aber wie lautet Dein Fazit? Wie ist Deine Bewertung?

  • Der Vergleich sagt mir nichts, weil immer ein anderer Bildausschnitt gefilmt worden ist.
    Man muss so etwas mit dem identischen Objekt in der Szene aufnehmen.

  • Wie immer, es hängt davon ab, was du sagen und zeigen willst.


    Bildaussage - Bildkomposition

    • 16:9 - ist für mich der passende Kompromiss für spontane Aufnahmen. Auf Reisen bietet es mir genügend horizontalen Bildwinkel, um eine Gesamtansicht zu bekommen, ohne auf extreme Weitwinkel zurückgreifen zu müssen.
    • Gleichzeitig verdichtet 16:9 genügend, um die Bildkomposition auf das Wesentliche zu konzentrieren, ohne dabei den Bildzusammenhang (Umgebung) auszublenden.
    • 21:9 würde mir bisweilen passen, da ich im Vergleich zu 16:9 mit einem 24er (FF) noch genügend Bildanteile (Infos) an den Rändern habe.
    • 21:9 würde ich nehmen, wenn ich Breite benötige und genügen Zeit für Bildaufbau habe. Erfordert mehr Überlegung und auch Zeit. Schwierig bei ungeplanten Aufnahmen.
    • 24:9 wäre für mich das Format für gescriptete Filme, mit genauer Planung und sorgfältiger Umsetzung. Da braucht es Erfahrung und Zeit. Kurz: Die (Bild)Ränder müssen mit Inhalt gefüllt werden, der einen Bezug zur zentralen Handlung hat.

    Praktisch

    • Nahezu alles von mir wird auf Handys angeschaut, da verbieten sich breitere Formate als 16:9.

    Beste Grüße, Uli

  • Also ich sehe „Breitbild“ eher fürs Kino.

    Denn dort kann halt das Format der Leinwand durch Vorhänge angepasst werden und hat auch eine entsprechende Wirkung.

    Mag also bei einem guten Beamer ähnlich sein.


    Bei TV/Video sind halt die Wiedergabegeräte 16:9. Insofern sehe ich die „Balken“ oben und unten eher als hinderlich denn förderlich.

    Und je kleiner das Wiedergabegerät ist(Smartphone), desto mehr trifft das zu.


    Eine wirklich gute Bildwirkung besonders breiter Filme ergibt sich doch nur bei entsprechenden „Landschaften“, wie in Filmen Lawrence of Arabischer oder Doctor Zhivago.


    Deshalb wurden und werden ja auch Breitwandfilme für das TV i.R. angepasst, selbst wenn dann noch immer Balken oben und unten zu sehen waren.


    Also sollte man (aus meiner Sicht) das nur dann machen, wenn es einen Sinn ergibt und man auch weiß, was man da tut.

    Mir graust halt immer, wenn dann darauf hingewiesen wird, man wolle „cineastisch“ arbeiten und das an irgendwelchen technischen Vorgaben wie Format oder Bildraten festmacht.


    Ansonsten können anamorphe Objektive natürlich interessant sein und es macht sicherlich auch Spaß damit zu arbeiten.

    Aber s.o.


    Gruß

    Peter

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  • Da mein Anzeigegerät 16:9 ist, sehe ich kein Grund für Filmaufnahen etwas anderes zu benutzen. Eine Ausnahme bilden CGI- Animationen. Hier benutze ich 21:9 - nicht um das Kinoformat nachzuahmen, sondern auf Grund der niedrigeren verikalen Auflösung Rechenzeit zu sparen. Beispiel bei UHD, statt 3840x2160 dann 3840x1632 Bei längeren Animationen summiert sich das ganz erheblich.

  • Über meine Gründe für diesen Vergleich ...

    Der Vergleich sollte bei einer Kaufentscheidung helfen. Diesen Zweck hat er erfüllt.

    Danach wollte ich die Aufnahmen eigentlich auch wieder löschen. Hab mir aber gedacht, dass sie evtl. auch für andere interessant sein könnten. Deshalb habe ich den Vergleich noch etwas erweitert.

    Bei Youtube wird das Video als "nicht gelistet" geführt. Das bedeutet, es war von Anfang an vorgesehen es nach einer gewissen Zeit wieder zu löschen.

    Wenn es gelöscht ist werde ich im Beitrag #1 eine entsprechende Änderung vornehmen.

  • Hab mir aber gedacht, dass sie evtl. auch für andere interessant sein könnten. Deshalb habe ich den Vergleich noch etwas erweitert.

    Das ist auf alle Fälle mal interessant gewesen und Du brauchst Dich doch auch hier nicht irgendwie zu "rechtfertigen".

    Also von meiner Seite aus - Danke für das Zeigen.


    Die Entscheidung zum Format hat (oder solllte zumindest) halt einen gestalterischen Hintergrund haben.

    Ist dieser gegeben und man kann damit sein gewünschtes Ziel erreichen, ist doch auch alles gut.


    Der technische Aspekt der beabsichtigen Wiedergabe sollte aber halt auch nicht völlig unberücksichtigt gelassen werden.

    Denn leider können grade solche Formate ihre Wirkung auf bestimmten Geräten nicht (in vollem Umfang) erzielen, sind halt manchmal dann sogar kontraproduktiv.


    Insoweit ist das also immer eine Entscheidung die man vorher genau überdenken sollte.

    Und dazu sind Deine Aufnahmen halt auch sehr hilfreich um überhaupt mal einen Eindruck zu bekommen.


    Wobei es ja heute auch nicht unbedingt anamorphe Objektive benötigt, um sowas zu erstellen.

    Denn diese müssten ja in der Bearbeitung (oder im Kino durch entspechenden Objektive) wieder "entzerrt" werden.

    Im ersteren Fall bedeutet dies immer eine Umrechnung der in der Kamera aufgenommen Pixel, also eine eigentlich unnötige Veränderung.


    Da aber bei eher nur wenigen Kameras solche Aufnahmeformate direkt (durch croppen des Sensors) erzeugt werden können, kann man sich auch durch im Kameradisplay entsprechend eingeblendete Hilfslinien, oder notfalls durch "abkleben" von Bereichen das Format für die Aufnahe sichtbar machen.


    Dann erspart man sich nämlich das Umrechen = die Veränderung der Pixel.

    Denn die sind halt bei den Displays der Wiedergabegeräte quadratisch.

    Nur dort wo die Darstellung (mit geeigneten Objektiven) durch Lichtprojektion erzeugt wird, würde aus meiner Sicht ein anamorphes Objektiv wirklich Sinn machen.



    Gruß

    Peter

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  • Mir passiert es immer wieder: vor allem in Dokumentationen über alter Zeiten im Fernsehen werden immer mal wieder Ausschnitte im 4:3 Format gezeigt wobei mir klar wird, dass dieses Format krass vom menschlichen Sehen abweicht und damit auch von den heutigen Sehgewohnheiten. Ich selbst finde, dass 21:9 dem menschlichen Sehen näher kommt als 16:9. Doch wie hier schon geschrieben stören dann die schwarzen Balken; der Fernseher müsst eben auch das gleiche Format haben.

    Dein Test hat mir das nochmal schön klar gemacht; danke !

  • ...Nur dort wo die Darstellung (mit geeigneten Objektiven) durch Lichtprojektion erzeugt wird, würde aus meiner Sicht ein anamorphes Objektiv wirklich Sinn machen...

    Nicht nur aus deiner Sicht!


    Anamorphe Optiken sind nur (!) bei Projektionen sinnvoll, nicht bei Displays mit 16:9.


    Warum?

    Für ein Display mit 16:9 muss man immer oben und unten schwarze Balken einfügen. Diese Flächen gehen für die Darstellung verloren, es werden also weniger Pixel gezeigt, als der Kamerasensor liefert!


    Bei einer Projektion sind keine schwarzen Flächen erforderlich. Der Projektor nutzt alle Pixel und gibt damit natürlich ein durch die anamorphe Optik verzerrtes Bild aus. Das macht aber nichts, weil eine Entzerrungsoptik vor dem Projektor das Bild wieder in das richtige Höhen/Breitenverhältnis bringt.


    Zu glauben, man könne mit einer anamorphotischen Optik bei unseren Anwendungen etwas erreichen, ist ein immer wieder gemachter Fehler.


    Diese Optiken erzeugen auf 16:9 Displays allerdings ein ovales Bouque. Das ist dann der einzige gestalterische Unterschied zu einer "normalen" Optik. Ob das schön ist? Ich finde absolut nicht. Ansonsten vermindert die Anwendung dieser Objektive wie beschrieben nur die Zahl der Pixel.


    Gruß Jürgen

  • ...

    Die Bildbreiten ändern sich und zeigen damit den Gewinn an Bildinhalt in der Horizontalen.

    ...

    Das sehe ich nicht so. So ganz habe ich den Sinn deines Tests aber auch nicht verstanden.


    Du reduzierst bei deinen Vergleichen die Darstellung von 16:9, indem du auch dieses Format mit schwarzen Balken oben und unten darstellst. Obwohl das nicht nötig wäre.


    Dann sieht es so aus, als ob die anderen Darstellungen mehr Bildinhalt hätten.

    Hättest du 16:9 auf einem 16:9 Display dargestellt, hätte natürlich dieses Format den meisten Bildinhalt, weil du ja keine Pixel verschenkst wie bei den Cinemascopeformaten.


    Gruß Jürgen

  • der Fernseher müsst eben auch das gleiche Format haben.

    Stelle eine Maske vor den TV... :teufel:

  • Oder man nimmt gleich ein 21:9 Fernseher, nur bekommt man dann halt seitliche Balken bei 16:9 oder 4:3 Inhalt.

    LG Theo Houben

  • Deshalb besteht der Vergleich auch aus 3Teilen.

    Du verwechselst Bildinhalt mit Bildgröße bzw. Bildfläche.

    nein, das verwechsle ich nicht. :beer:


    DerBildinhalt wird größer, wenn mehr Pixel zu sehen sind, die nicht schwarz sind, sondern Inhalt tragen.


    Gruß Jürgen

  • Zu glauben, man könne mit einer anamorphotischen Optik bei unseren Anwendungen etwas erreichen, ist ein immer wieder gemachter Fehler.


    Hallo Jürgen,


    ich will dich nicht davon abhalten auch in Zukunft positive Kommentare zu schreiben, aber kommt dir der nachfolgende Kommentar bekannt vor?


    "Da hast du einen sehr schönen Film gemacht: wunderschöne Aufnahmen die z.T. schon künstlerisch wirken, perfekte Technik, passende Musik und ein sehr guter Sprecher: bist du Profi?

    Was mich auch sehr beeindruckt, ist der durchgängige Look. Er unterstreicht die z.T schon etwas mystische und melancholische Stimmung exzellent.

    Mit welchen Fotoprofilen hast du gearbeitet? Hast du eine LUT für den Look verwendet?"


    Jetzt wirst du wahrscheinlich sagen: Der Kommentar wäre bei 16:9 genauso ausgefallen.

    Das glaube ich aber nicht.

    Hätte ich bei 16:9 die gleichen Brennweiten verwendet, hätte das Bild in der Horizontalen weniger Inhalt.

    Bei kleineren Brennweiten hätte ich in den Horizontalen den gleichen Inhalt, aber auch in den Vertikalen mehr Inhalt.

    D.h. der gesamte Bildaufbau wäre anders gewesen und damit auch die Bildwirkung. Bedingt durch zuviel "Himmel und/oder Erde".


    Mit anamorphotischen Objektiven muss man bewusster und damit auch anders filmen, als mit normalen Objektiven.

    Deshalb verwende ich diese Objektive auch bewusst nur bei bestimmten Themen. Das Format 16:9 bleibt auch für mich das Hauptformat.

  • … hätte ich in den Horizontalen den gleichen Inhalt, aber auch in den Vertikalen mehr Inhalt.

    D.h. der gesamte Bildaufbau wäre anders gewesen und damit auch die Bildwirkung. Bedingt durch zuviel "Himmel und/oder Erde".


    Mit anamorphotischen Objektiven muss man bewusster und damit auch anders filmen, als mit normalen Objektiven.

    Deshalb verwende ich diese Objektive auch bewusst nur bei bestimmten Themen. Das Format 16:9 bleibt auch für mich das Hauptformat.

    Nur ist es eben so, dass ein anamorphes Objektiv das Bild eben „verzerrt“, welches dann für die Wiedergabe „entzerrt“ werden muss.


    Bei einer Projektion erfolgt das (bzw. sollte erfolgen) über ein spezielles Objektiv, was das umkehrt. Soweit so gut, denn hier ist die Projektionsfläche ja variabel,

    Diese Technik stammt aber noch aus einer Zeit in der auf chemischen Film belichtet wurde.


    Heue im digitalen Zeitalter sind die Kameradsensoren und Displays der Wiedergabegeräte auf Daten ausgelegt, deren Auflösung grundsätzlich auf quadratische Pixel-Seitenverhältnisse beruhen.

    Bei Verwendung eines anamorphen Objektivs muss dann halt an irgendeiner Stelle eine „Umrechnung“ auf das andere Seitenverhältnis vorgenommen werden. Und sei es im Wiedergabegerät. Denn das Display hat eine unveränderliche Größe.


    Diese Umrechnung bringt aber eine „Informationsminderung“ mit sich, denn es werden ja bei z.B. Verhältnis 1:1,33 3 vorhandene Informationen auf rund 4 Pixel „verteilt“.

    Also ist es doch sinnvoller die Aufnahme mit einem „normalen“ Objektiv zu machen und entweder direkt in der Kamera zu „croppen“ (was aber nur wenige Cams können), oder eben im NLE die „überschüssigen“ Pixel oben und unten wegzuschneiden (Projektformat) oder einfach „auszublenden“ (Balken setzen).

    Denn dadurch gibt es keine Minderung an den dargestellten Pixeln, nur den Wegfall von nicht zum Bild gehörigen Pixeln (Informationen.



    Das ist, was hier gemeint ist..


    Gruß

    Peter

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • in Sachen Breitbild habe ich mit meinem Sirui 1.8/35mm Anamorphot dieses kurze Video gedreht. Mir gefällt das Format sehr gut!

    LG Paul

    Auf Youtube anschauen, denn sonst ist es nur ein oben und unter zugeschnittenes 16:9


  • Diese Umrechnung bringt aber eine „Informationsminderung“ mit sich, denn es werden ja bei z.B. Verhältnis 1:1,33 3 vorhandene Informationen auf rund 4 Pixel „verteilt“.


    Aber nur in der Vertikalen. In der Horizontalen habe ich bei 16:9 für den gleichen Bildinhalt eine kleinere Brennweite.

    Dadurch mussen die 30% mehr Informationen auch auf die vorhandenen Pixel verteilt werden.

    Außerdem bin ich mir sicher, dass weder du noch sonst jemand beim Betrachten der Videos irgendwo eine qualitative Verschlechterung bemerkt hat. Das ist alles schöne Theorie, die möglicherweise zu HD oder evtl. auch noch zu FHD Zeiten relevant war. Aber beim heutigen Standard von 4K sehe ich da keine Probleme.

    Anamorph bedeutet eben nicht nur schwarze Balken, sondern durch die "2 Brennweiten" auch ein anderer Bildeindruck. Der zugegebenermaßen beim Faktor 1,33 noch nicht so sichtbar ist. Deshalb ja auch die Überlegung zu Objektiven mit einem höheren Faktor.


    Aber ich will hier niemanden überzeugen, soll jeder so filmen wie er will.