Museumsinsel - Ein Versuch

  • Ich will von den "Wikipedia-Filmen" "Hier sehen sie das Alte Museum, dort das Neue Museum und dahinten..." weg.


    Am vergangenen Samstag war ich auf einer Architektur-Führung auf der Berliner Museumsinsel. Das Licht war schlecht. Mit dem Handy auf HEVC (H.265), Apple log, 10 Bit, 4:2:2 während des Rundgangs gefilmt. Sind noch einige Wackler drin und das Nofretete-Bild ist Käse.


    Um mehr Spannung ins Video zu bringen habe ich für einige Szenen im Netz nach Widerspruchspaaren gesucht. Wie:

    • Riesen Schale vor dem Museum >-< Berliner haben selbst kaum Wannen zum waschen
    • Das Alte Museum orientiert sich an der griechischen Hochkultur >-< soll aber gleichzeitig der Bildung für Alle dienen
    • Kriegsschäden verschwinden lassen >-< oder zeigen? usw.

    Selbst wenn ihr euch nicht die Bohne für Museen interessiert, schaut bitte trotzdem mal rein, ob mein Konzept mit den Widersprüchen Filme interessanter macht. Ihr müsst 4 Minuten eurer Lebenszeit investieren. ;)


    NEUE FASSSUNG AUS #3 WUNSCHGEMÄSS ÜBERNOMMEN - gurlt



    Beste Grüße, Uli

  • Ich habe einen Fehler rausgenommen. Doch leider kann ich das Video bei VIMEO momentan nicht durch das korrigierte ersetzen. Die Funktion fehlt neuerdings.


    Kann bitte ein Moderator diesen Link hier in meinen 1. Beitrag einfügen?


    Hier die neue Fassung:





    Beste Grüße, Uli

  • Die meisten werden sich nicht dran stören oder es auch gar nicht sehen, aber ich fand es waren viele stürzende Linien zu sehen.

    Ja, selbst in diesem relativ großen Museum musste ich viel mit dem 13mm Objektiv (KB-Äquivalent) arbeiten. Es ist alles recht eng. Wenn ich es in Davinci "in den Senkel" stelle, verliere ich wieder Weitwinkel. Da habe ich noch keine Lösung.


    ansonsten hat mir das Video gut gefallen.

    Danke!


    Ich lese das so, diese Art von Voice Over hält euch im Film. Oder sollte es in eine andere Richtung gehen?


    Beste Grüße, Uli

  • Es hilft die Kamera auf ein "Hochstativ" zu befestigen vor der Aufnahme.
    Manchmal reicht es schon die Kamera mit einem Einbeinstativ hochzuhalten.

  • Es hilft die Kamera auf ein "Hochstativ" zu befestigen vor der Aufnahme.
    Manchmal reicht es schon die Kamera mit einem Einbeinstativ hochzuhalten.

    Ich weiß, nur, ich hatte schon Mühe, mit der Gruppe mitzuhalten.


    Ach ja, Stative aller Art waren nicht erlaubt. Wir mussten selbst unsere wirklich kleinen Rucksäcke abgeben.


    Zu dem Inhalt: Wie siehst du diese Art von Voice Over? Hält dich das eher im Film?


    Beste Grüße, Uli

  • Hi,


    der Film gefällt mir soweit auch gut.

    Vernünftig aufgebaut und abwechslungsreich.


    Wie auch schon Hans-Jürgen stören mich aber die relativ vielen stürzenden Linien, schiefen Horizonte und weitwinkeltypischen Verzerrungen. Wobei mir aber auch klar ist, dass dies eben auch der Aufnahmesituation geschuldet ist.



    Ich lese das so, diese Art von Voice Over hält euch im Film. Oder sollte es in eine andere Richtung gehen?

    Also das VO ist aus meiner Sicht vom Inhalt her soweit ok.

    Es führt recht gut durch den Film, aber ich würde nicht sagen, dass der Kommentar mich jetzt (zusätzlich) besonders im Film halten würde.

    Manches von Text gefällt mir, anderes wieder nicht so sehr, erscheint mir zu aufgesetzt.

    Und das ganze hört sich halt irgendwie "künstlich" an, das "lebt" alles nicht, was mich eher abschrekt.


    Gruß

    Peter

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    Rest ist private Meinung

  • Manches von Text gefällt mir, anderes wieder nicht so sehr, erscheint mir zu aufgesetzt.

    Und das ganze hört sich halt irgendwie "künstlich" an, das "lebt" alles nicht, was mich eher abschrekt.

    nun, mich schrecken "Wikipediatexte" ab

  • Manches von Text gefällt mir, anderes wieder nicht so sehr, erscheint mir zu aufgesetzt.

    Und das ganze hört sich halt irgendwie "künstlich" an, das "lebt" alles nicht, was mich eher abschrekt.

    Das interessiert mich. Kannst du das bitte genauer beschreiben? Vor allem das "lebt alles nicht"? Das würde mir helfen.


    Zur Erklärung, ich habe mich nach der Führung hingesetzt und meine Empfindungen und Gefühle aufgeschrieben. Darauf aufbauend, habe ich nach Zusatzinformationen gesucht. Das war das aufwendigste an dem Film.


    Zu den Fakten meiner Erzählung. Ich habe alles doppelt nachgeprüft. Wenn ich eine Aussage relativiere, dann heißt das nur, dass ich zu der Aussage kein direktes Zitat gefunden habe.


    Beste Grüße, Uli

  • Der Film gefällt mir sehr gut, Uli - und zwar vor allem wegen des Kommentars. Deine Absicht, von den "Wikipedia-Kommentaren" wegzukommen, ist Dir sehr gut gelungen. Ohne diesen Kommentar wäre der Film nur halb so sehenswert.


    Zur Erklärung, ich habe mich nach der Führung hingesetzt und meine Empfindungen und Gefühle aufgeschrieben. Darauf aufbauend, habe ich nach Zusatzinformationen gesucht. Das war das aufwendigste an dem Film.

    Ich finde im Gegenteil zu gurlt den Kommentar sehr lebendig und unterhaltsam. Meiner Meinung nach bist Du hier auf einem guten Weg!


    Danke. Stabilisiert habe ich mit der iPhone eigenen Stabilisierung, den Rest hat Davinci erledigt.

    Das ist Dir allerdings nicht überall gelungen - Beispiel bei 1:38 ...

    Außerdem scheint mir, dass bei 0:25 die Musik einen Tick zu früh einsetzt - fast noch im Kommentar.


    Insgesamt aber ein toller Film! :thumbsup::thumbsup:

  • Die meisten werden sich nicht dran stören oder es auch gar nicht sehen, aber ich fand es waren viele stürzende Linien zu sehen.

    So viel zur technischen Seite, ansonsten hat mir das Video gut gefallen.

    Mir hat das Video auch sehr gut gefallen. Man könnte wieder mal ins Museum gehen.

    Die stürzenden Linien stören mich nicht. Das sieht man auch bei den TV-Sendern sehr oft. Was ist daran so schlimm?

  • Ich finde den Film auch recht gelungen. Mir fehlen etwas die bewegteren Bilder (entweder Kamera bewegt sich oder im Bild bewegt sich was).

    Aber ist halt auch der Aufnahmesituation geschuldet, verstehe ich voll und ganz.

    Kommentar VO fand ich auch passend.

  • Das interessiert mich. Kannst du das bitte genauer beschreiben? Vor allem das "lebt alles nicht"? Das würde mir helfen.

    Ist etwas schwer zu beschreiben.

    Vielleicht ganz grob vergleichbar mit einem Schauspieler, der den Text zwar fehlerfrei aufsagt, aber eben nicht die Rolle verkörpert. Bei dem man also merkt, da passt was nicht zusammen, das ist nur so runtergesprochen und nicht "echt".

    Kannst Du damit etwas anfangen?



    Es geht also nicht um den Textinhalt (obwohl es da einige Schnitzer gibt), oder die verwendete "lockere" Sprechweise, die ja durchaus gut gedacht ist.

    Doch (auf mich) wirkt die Präsentation dahinter verkrampft, nach dem Motto "jetzt sind wir aber alle mal schön lustig" und halt nicht als tatsächliche Erzählung "von Herzen" kommend.


    Vergleiche das mal in der Hinsicht z.B. mit den von befe in seinen Filmen gesprochenen Kommentaren.

    Da merkt man doch mehr .... "Verbundenheit", "Dahinterstehen" ???? zum Text.




    Die stürzenden Linien stören mich nicht..... Was ist daran so schlimm?

    Das ist halt etwas, was sich durch die gewinkelte Ausrichtung der "Filmebene" einer Kamera ergibt und nicht dem "normalen" Seheindruck des Menschen entspricht.

    Insbes. wenn dann auch noch z.B. ein schiefer Horizont, oder eben weitere Verzerrungen durch Weitwinkel hinzukommt, ist sowas auffällig und schon schnell unschön.


    Deshalb werden insbes. in der Architektur-Fotografie dafür spezielle Tilt-/Shift-Objektive eingesetzt um das auszugleichen.

    Oder die Aufnahmen werden in der Bearbeitung perspektivisch "entzerrt", oder zumindest etwas geglättet.


    Wobei man aber auch sagen muss, dass solche Perspektiven (Dutch Angele) im Film durchaus verwendet wurden, um einen surrealen Eindruck, oder Desorientierung zu erzeugen.

    Was rod in vorliegenden Fall aber sicherlich nicht anstrebt.;)




    Mir fehlen etwas die bewegteren Bilder (entweder Kamera bewegt sich oder im Bild bewegt sich was).

    Mir halt nicht.

    Im Gegenteil finde ich diese "ruhigeren" Perspektiven grade bei diesem Thema viel angenehmer. Auch wenn das nicht dem "Zeitgeist" entsprechen mag.

    Aber eine Bewegung nur um der Bewegung willen ist da (m.M.) nicht angebracht.




    Gruß

    Peter

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    Rest ist private Meinung

  • Mir fehlen etwas die bewegteren Bilder (entweder Kamera bewegt sich oder im Bild bewegt sich

    Solche Szenen gibt es allerdings in dem Video.
    Bei Deckenaufnahme z.B. 1:30 drehe ich mic mit der Kamera um meine eigene Achse, das sieht dann recht gut aus finde ich.

  • Will mich mal nur auf den Kommentar konzentrieren. Das ist ja das Besondere an diesem Film. Finde den einfach klasse, Uli.


    ABER: Das kann nicht jeder. Dafür muss man begabt sein, glaube ich. Da bin ich grün vor Neid. Man muss Kenntnis von der Geschichte haben, die über das Durchschnittswissen hinausragt. Würde ich mir noch zutrauen. Aber man muss das formulieren können. Das ist eine Latte, die sehr hoch hängt.


    Der Herbst ist ja die Zeit der Wettbewerbe in den Video-Clubs. Habe vier Videos im Rennen. Zwei sind abgegeben, bei zweien arbeite ich noch dran. Der Kommentar ist essentiell, optisch gute Filme zu schneiden kann mittlerweile fast jeder, wenn man ein wenig aufpasst. An das Niveau von Uli komme ich bei weitem nicht ran.


    Bin jedenfalls froh, dass wir jetzt solche Diskussionen im VTP haben, und nicht über die Kameraeinstellungen. Aber das ist ja schon mehrfach gesagt worden.


    Wenn die Wettbewerbe vorbei sind, werfe ich euch die Videos zum Fraß vor.


    Ciao


    Berthold


    PS: noch ein kritischer Punkt ist mir eingefallen: Für einen Film mit solch einem spannenden und unterhaltsamen Kommentar muss man den Kommentar schon vorher, vor dem Filmen, im Kopf haben, oder? Das würde mir schwerfallen. Normalerweise filme ich drauflos, was mir auffällt, was außergewöhnlich ist. Habe vorher noch kein Konzept. Macht die Sache schwierig.....

  • Der Film hebt sich durch den Kommentar in erfrischender Weise von der Masse ab, gefällt mir sehr gut.
    Das was filmtechnisch zu bemängeln wäre, scheint mir der jeweiligen, aktuellen Situation geschuldet, in diesem Zusammenhang ist das Einzige, was mir persönlich negativ aufgefallen ist, die doch sehr verrauschte / verpixelte Aufnahme der Nofretete (03:32 - 36).

    Der Kommentar hebt den Film in der gleichen Weise, wie die Synchronregie von Reiner Brand trockene Originalfilme im deutschen zu Erfolgen verholfen hat (damit will ich Dich jedoch nicht auf diese Ebene stellen!), aber es ist einfach erfrischend und wohltuend anders, dafür ein dickes Daumen-hoch!