Die Rolle von KI - aber mal etwas anders

  • Wir alle wissen: in den letzten Jahren haben sich KIs mehr und mehr etabliert. Hier geht es mir aber nicht so sehr um die neuen, teils eindrucksvollen Werkzeuge in unseren Schnittprogrammen. Wer etwa mal die Entfernung von Geräuschen im Hintergrund von Sprache in Resolve benutzt hat, der weiß wie gut diese Werkzeuge sein können. Oder auch, wie künstlich teilweise die KI-Stimmen als Kommentarton klingen können.


    Nein, mir geht es mal eher um die Rolle von der KI in unserer Wissensgenerierung. Auch und gerade für unsere Videoprojektionen. Und ich will mal von Kunstvideos absehen - denn wir generieren ja selbst Content.


    Ich selbst nutze die KI Perplexity, oder auch in Edge verfügbar ist - Copilot. Copilot ist der zentrale KI-Assistent im neuen Microsoft Edge und ermöglicht personalisierte Antworten in Echtzeit, Zusammenfassungen von Webseiten, Videos oder Artikeln sowie Chat- und Sprachinteraktionen direkt im Browser. Der Copilot-Modus (seit 2025 verfügbar) macht Edge zu einem KI-Browser, der Tabs analysiert, Inhalte vergleicht und Aktionen wie Formularausfüllen unterstützt. Er basiert auf Modellen von OpenAI und Microsoft, mit Features wie Vision für ausgewählte Seiten (z. B. Wikipedia, Amazon).


    Wo bei mir diese KIs unterstützend zum Einsatz kommen, war Beispielsweise bei einem Marrakesch Urlaubsfilm aus 2022 viel der Hintergrundrecherge. Herausfinden, was das für Sehenswürdigkeiten und Orte waren. Was über diese Orte bekannt ist. Ich habe hier Inputs für den Kommentarton erhalten. Einen Entwurf des Kommentartons geschrieben - und von der KI im Hinblick auf das Einsprechen optimieren lassen.

    Oder aber Recherchieren über Kameras oder PC Erweiterungen. Es ist erstaunlich, welch fundierte Antworten man hier von Perplexity bekommt - in Echtzeit. In beiden Fällen war das hilfreich.


    Ich bin daher vom Nutzen dieser Werkzeuge positiv überrascht - aber gleichzeitig mit Ergebnissen doch vorsichtig. Damit fahre zumindest ich ganz gut.


    Was sind hier eure Erfahrungen?

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Man darf der KI halt nicht vorbehaltlos und zu 100% trauen, gerade die KI-gestützten Zusammenfassungen der Suchergebnisse bei Google liegen manchmal leicht daneben.


    Ich erinnere mich mit schmunzeln an die Anfrage bei der KI ob man Nudeln für Kleinkinder mit oder ohne Salz kochen sollte - die KI hat dann geantwortet das man Kleinkinder lieber nicht mit Salz kocht. Die Nudeln hat sie ganz galant einfach unterschlagen und dafür dir Kinder direkt gekocht....


    Und auch bei der Google-Zusammenfassung kann es passieren das Dinge durcheinandergewürfelt werden.


    Aber um bspw. Infos zu Reisezielen zusammenzufassen und zu recherchieren oder umfangreiche Datensammlungen zu druchforsten ist die KI schon eine Hilfe. Aber auch hier gilt die eigene Intelligenz nicht völlig abzuschalten und die Ergebnisse der KI auf Plausibilität zu prüfen.

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  • Perplexity zur Nudelfrage:

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Also den Nudeltest besteht die heute locker.


    Zur Frage des Vertrauens: ich erlebe auch manchmal, dass ich die Frage zu ungenau formuliert habe. Etwa etwas vergessen habe. Und dass dann die KI in die Irre geschickt worden ist - aber von mir selbst. Es bedarf dann einem Nachjustieren der Frage, bis man dort ist.


    Die KI irrt auch fallweise, wenn es um Zahlen und Rechnen geht. Da muss man echt aufpassen, ob etwas stimmen kann.


    Das Entwicklungstempo ist aber enorm. Die Modelle werden monatlich besser.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Man darf der KI halt nicht vorbehaltlos und zu 100% trauen…

    ..auch hier gilt die eigene Intelligenz nicht völlig abzuschalten und die Ergebnisse der KI auf Plausibilität zu prüfen.

    So sehe ich es auch.


    KI ist eine brauchbares Werkzeug. Aber wie jedes Werkzeug muss auch das zielgerichtet und vernünftig eingesetzt werden. Dann ist es eine Hilfe.


    Doch fehlen der KI Informationen, oder sind diese falsch bewertet, erhält man (wie auch bei jeder anderen halbgaren Quelle) falsche Ergebnisse. Diese Gefahr darf man nicht vergessen und sollte halt nicht blind darauf vertrauen.


    Nur genau den Eindruck habe ich, dass einerseits vergessen wird, wie man denn selbst Informationen zusammenstellt und vor allem bewertet, und andererseits die KI vieleninzwischen als das unverzichtbare und unumstößliche Allheilmittel gilt, was immer zu befragen ist. „Heil Dir KI, leite und schütze mich auf meinen Wegen, denn Du bist das Allwissende.“

    Außerdem ist KI auch nie kreativ. Sie ahmt nur ihr bekannte Muster nach.

    Insofern sehe ich den Einsatz von KI grade in kreativen Bereichen, wie Musik, Dichtung/Schriftstellerei, oder auch Filmgestaltung eher kritisch.


    Gruß

    Peter


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    Rest ist private Meinung

  • Insofern sehe ich den Einsatz von KI grade in kreativen Bereichen, wie Musik, Dichtung/Schriftstellerei, oder auch Filmgestaltung eher kritisch.

    Ich sehe die Entwicklung auch eher kritisch. Sicher sind das hilfreiche Werkzeuge, aber auf der anderen Seite kann man jetzt schon in manchen Bereichen einen "Rückzug" der Kreativität feststellen, weil Dinge der KI überlassen werden. Da KIs - egal von wem programmiert auf die gleiche Art funktionieren, muß man sich nicht wundern, wenn viele Ergebnisse auch nur noch ähnlich aussehen.

  • Bei ChatGPT ist meiner Meinung nach Vorsicht geboten, da dort zu schnell falsche Dinge übernommen werden können.

    So habe ich z.B. gefragt, was man man Reizhusten machen könne und ChatGPT antwortete mit Kamille inhalieren. Auf meine weitere Frage warum man bei Reizhusten nicht mit Kamille inhalieren solle, kam die Antwort, weil das die Schleimhäute austrocknen würde.


    Aber ich denke ChatGPT und Co. sind nur ein kleiner Teil der KI. Ich nutze z.B. in Resolve Studio sehr gerne die automatische Anpassung von Musikstücken. Dabei ist es egal, ob sie gekürzt oder verlängert werden sollen, Resolve erledigt das sehr schnell und bislang hat es zumindest bei Stücken ohne Gesang immer hervorragend geklappt. Ohne KI habe ich da vorher immer sehr langwierig alles von Hand anpassen müssen.

    Ich habe auch schon mal kurze Videos zu ElevenLabs hochgeladen und habe dann die Musik dazu erstellen lassen, auch das ging ganz gut.

  • Es ist halt ein großer Unterschied zwischen einer spezialisierten KI (Stimme herausfiltern, Musiklänge anpassen...) und einer KI die allgemeine Fragen beantworten und Probleme lösen soll.


    Auch können wir das Ergebnis der spezialisierten KI relativ gut beurteilen, das der allgemeinen KI nicht.

    vg Ian

  • Ich habe kürzlich einen komplett mit KI produzierten Kurzfilm eines Filmfreunde gesehen. Das war erschreckend, denn das Endergebnis war sensationell gut.

    Aber das hat nichts mehr mit unserem Hobby „Filme erstellen“ zu tun.

    Er hat mir erklärt mit welchen Generatoren und Apps er das gemacht hat und welche prompts verwendet wurden - das ist schon echt nicht mehr meine Welt!

  • Das war erschreckend, denn das Endergebnis war sensationell gut.

    Das geht ja dann irgendwie in die Richtung:


    1) Ich schreibe einen (superguten) Spionageroman.

    2) Lasse mir von KI daraus ein Drehbuch generieren.

    3) Lasse mir von der KI aus dem Drehbuch "erzeuge daraus spannenden Thriller" liefern.


    // Und schließlich könnte Punkt 2) dann auch noch entfallen.

    Resümee: Wir geben unser Hobby auf und bilden uns zu Super-Romanschriftstellern aus ??


    Oder sehe ich das zu rosig :-)

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  • Auf YouTube explodieren geradezu KI generierte Beiträge, die extrem hohe Klickraten erzeugen. Ich beobachte, dass diese Beiträge dazu führen, dass seriöse und gute Filme für viele immer mehr uninteressanter werden. Selbst ich kann nicht mehr sicher sagen, ob real oder KI.


    Wie das weiter geht, weiß niemand. Für mich ist das der Anfang vom Ende und wird Tür und Tor für noch mehr Cyberkriminalität öffnen.


    Sicherlich gibt es auch positive Aspekte, aber für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen wird das garantiert nicht gut sein.


    Grüße

  • Das war jetzt eigentlich nicht die Diskussion, die ich hier angepeilt hatte. Persönlich interessieren mich die ausschließlich von KI generierten Videos nicht, ich wolle hier eher ansprechen wo sie uns beim "Rundherum" helfen können.


    Aber viele fühlen sich hier gleich von der KI verdrängt und substituiert? Warum eigentlich? Sind die eigenen Filme so schlecht, so uninteressant? ich denke nicht - mir dreht die KI ja zumindest bisher nicht meine Reisedokumentation, die ich haben will. Das mache ich schon noch immer selbst.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Nein Wolfgang, so war das nicht gemeint, man kann den Fortschritt eh nicht mehr aufhalten. Ich sehe halt die Gefahr in der Filmindustrie (könnte mir eigentlich egal sein) und bei den Schauspielern und Sprechern.

    Natürlich kann uns chatgpt & Kollegen beim Script, beim recherchieren etc. sehr gut unterstützen. Das nutze ich auch ab und an.

  • Di KI kann ja schnell viele Texte betrachten, nur die Schlüsse die sie daraus zieht sind so individuell und fehlerhaft wie der jeweilige Programmierer es darstellen würde.


    Programmierte Intelligenz würde es eher treffen wenn die Antworten dann zielführend wären.


    Ganz einfache Frage: wieviele Einwohner ab 14 Jahren hatte Köln 2024?

    Eine plausibele Zahl wäre als Antwort gewünscht.

  • Das können Magistratsmitarbeiter vermutlich besser beantworten.

    vg Ian

  • Wie schon gesagt, die Ergebnisse der KI hängen davon ab, mit welchen Informationen sie „gefüttert“ wird und als wie relevant diese eingestuft werden.


    Deswegen ist ja auch die Diskussion was gesammelt werden darf und wie das alles überwacht wird so wichtig. Denn hier könnte sehr leicht eine Manipulation stattfinden.



    Und bitte unterscheidet (wie Ian auch schreibt) zwischen einer wirklichen KI und KI-basierten Anwendungen, also „Werkzeugen“ die nur bestimmte Aufgaben mit von einer KI optimieren Algorithmen.

    Unter dem Begriff „KI“ lässt sich heute halt alles besser verkauft, auch wenn es damit nur wenig zu tun hat. Irgendwann kommt das „KI-basierte Toilettenpapier“.


    Gruß

    Peter

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  • Programmierte Intelligenz würde es eher treffen wenn die Antworten dann zielführend wären.

    KI wird nicht programmiert. KI programmiert sich in Neuronen Netzen selbst. Sie organisiert ihr "Wissen" eigenständig.


    Man muss sich davon lösen anzunehmen, dass die Antworten durch eine Programmierung vorgegeben werden. Entscheidend ist die Frage, wie gut sie trainiert wird und welche Netze verwendet werden.


    Um auf Wolfgangs Frage einzugehen. Mit KI kannst du die Arbeitszeit für Filme enorm reduzieren, teilweise um 90 Prozent. Man kann sich Dialoge schreiben lassen, Kosten minimieren, Werbekampagnen für seinen Streifen organisieren, usw.


    Und bei der Frage der Kreativität täuscht sich mancher. Denn was er für Kreativität hält, ist ein in einem bestimmten Rahmen vorhersehbares Verhalten, zum Beispiel in verschiedenen Genres des Kinos. Das ist weitestgehend formalisiert und deshalb ist die KI darin stark.


    Aber, man muss ständig mit der KI arbeiten um zu verstehen, wie sie arbeitet. Die Qualität der Ergebnisse hängt vom Verständnis der Reaktionsmuster einer KI ab. Die Sinnhaftigkeit der Antworten hängt von der Qualität der Fragen ab.


    Dort gilt der alte einfache Grundsatz: Üben, üben, üben. Wie beim filmen. Je mehr man ganz real filmt, um so besser wird man.


    KI hat was handwerkliches. Ich hatte vor einiger Zeit hier angeboten, dass mir jemand ein Thema gibt und ich schaue, wie weit ich an einem Tag dazu als Amateur ein Filmthema entwickeln kann.


    Die Reaktion war. Ach nö, das interessiert uns nicht.


    Beste Grüße, Uli

  • Ganz einfache Frage: wieviele Einwohner ab 14 Jahren hatte Köln 2024?

    Eine plausibele Zahl wäre als Antwort gewünscht.

    Ganz einfache Frage: wieviele Einwohner ab 14 Jahren hatte Köln 2024?

    Eine plausibele Zahl wäre als Antwort gewünscht.

    Antwort von Google KI:

    Für 2024 gibt es noch keine offiziellen, finalen Zahlen für Einwohner ab 14 Jahren, aber wir können eine plausible Schätzung anhand der Gesamtbevölkerung (rund 1,1 Millionen Ende 2024) und der Altersstruktur (etwa 16 % unter 18 Jahren) vornehmen; danach gab es in Köln Ende 2024 ungefähr 875.000 bis 900.000 Einwohner ab 14 Jahren, da knapp 16 % unter 18 waren, was ungefähr 175.000 Kindern und Jugendlichen entspricht.

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  • Das können Magistratsmitarbeiter vermutlich besser beantworten.

    :yes::yes: Für meine o.a. Abfrage hat die KI die Daten der Statistik Köln herangezogen. :beer:

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