Dazu müsste man schon vor der Entwicklung der Filmidee (oder zumindest parallel dazu) wissen, in welche Richtung die Botschaft gehen soll. Das mag bei dem hier vorliegenden Film der Fall sein, ist es aber bei Reisefilmen mitnichten immer.
Es ist leider die Standard-Ausrede, dass man bei Reisefilme „vorher nicht wisse, was auf mich zukommt.“
Gerade bei Reisefilmen weiß man ganz genau, was man sehen wird. Sonst hätte man die Reise ja nicht geplant/gebucht/gemacht.
Mittels nur ein wenig Recherche per Google/Wickipedia weiß man, auf welche landschaftlichen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Gegebenheit man treffen wird. Und daraus 1-2 Themen für den eigenen Reisefilm abzuleiten, sollte selbst für Schulkinder kein Problem sein.
Beispiele:
„Die Arbeit der Restauratoren/Handwerker/Reiseführer/Eisverkäufer in xyz“
„Die Bildermaler in Paris“
„Warum Spaghetti in Italien am besten schmecken“
„Die geologischen Besonderheiten in Kappadokien“
„Die Bedeutung der Touristik auf Sardinien/am Tittisee/in Tirol“
Mit solchen (Arbeits)titeln gibt es sofort eine thematische Orientierung, die man schon zuhause vorbereiten kann. Vor Ort weiß man dann, was man filmen muss und was nicht. Filme mit Mutti vor der Kirche, die Kinder beim Baden und endlose Schwenks über die Landschaft sind mit minimaler Vorarbeit dann schnell Geschichte.