Einbeinstativ besser stabilisieren

  • Hallo zusammen,


    ich verwende seit einiger Zeit dieses Einbeinstativ von Manfrotto. Obwohl es ein Einbeinstativ ist, hat es dennoch 3 kleine ausklappbare Füße. Ein Einbeinstativ hat den Vorteil, daß es schneller einsatzbereit ist als ein Dreibeinstativ. Dafür hat es den Nachteil, daß manche damit aufgenommene Clips immer noch leicht wackeln, was bei einem Dreibein nicht so ist.

    Jetzt bin ich am überlegen, wie man die Aufnahmen mit dem Einbein noch besser stabilisieren kann. Ist jetzt eine Wand, ein Geländer oder dergl. in der Nähe, so kann man dies natürlich nutzen um das Einbein irgendwie anzulehnen, damit man die Aufnahme so ruhig wie möglich hinbekommt. Aber das ist leider nicht immer so.

    Einer meiner Videokollegen aus früherer Zeit sprach, wenn es um das Verwackelthema ging, immer vom sog. "Halsbandtrick", also bspw. einen Nylongurt um den Hals und um das Stativ, welches in Augenhöhe ausgefahren sein muß, und dann spannen, so sollte man das ganze ein ganzes Stück ruhiger und weniger wackelig hinbekommen.

    Werde das demnächst mal in Ruhe testen.

    Hat vielleicht jemand diesbzgl. andere Tipps, außer dem Tipp "ein Dreibein zu verwenden" ?

    Bei div. Reisen fehlt einem leider oft die Zeit, ein Dreibein aufzustellen, da ist man froh, wenn man mit einem Einbein klarkommt.

    Bin für jeden Tipp dankbar.

    Gruß
    Herbie

  • Vielleicht hilft zusätzlich zum Monopod eine Stabilisierung in der Post? Ich habe damit derzeit in Resolve recht gute Erfahrungen gemacht. Mit der Pocket 6K Pro, aber sogar ohne Gyrodaten. Und einen zusätzlichen Handgriff an der Kamera, mit dem ich auch beruhige. Und einer Stabilisierung im Objektiv.


    In Summe könnten all diese Massnahmen dir vielleicht reichen.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Hallo Herbie


    verwende seit 20 Jahren im Urlaub nur mein Einbeinstativ. Bin damit sehr zufrieden. Oft fahre ich es gar nicht aus, durch das Gewicht von Kamera und Stativ sind die Aufnahmen recht ruhig.

    Das restliche Wackeln geht mit Mercalli nachher prima weg.


    Ciao


    Berthold

  • Es kommt auch auf die Kamera an, ich habe vor etwa zehn Jahren auch noch mit so ein Einbeinstativ von Manfrotto gefilmt. Ist trotzdem viel Geschleppe und Aufbau dauert auch immer ein paar Sekunden. Nach erst mit Actioncams mit Gimbal und jetzt nur noch mit Osmo-pocket bin ich froh so ein Teil nicht mehr mitnehmen zu müssen. Stabilisierung in Post brauche ich seitdem auch nicht mehr.

    LG Theo Houben

  • Hi,


    probiere mal einen gewissen Druck (senkrecht) auf das Stativ zu geben. Eine Hand am Stativ, die andere an der Cam und mit beiden Druck aufbauen.

    Das sollte eigentlich genügen stabilisieren um die Cam ruhig halten zu können. Die Manfrottos sollten dafür stabil genug sein (im Gegensatz zu Billigware, die dann die Höhe nicht hält).


    Dieser „Halsbandtrick“ arbeitet ja ähnlich, indem man darüber eine Spannung erzeugt. Nur kann das auch schief gehen und noch mehr wackeln, wenn man es nicht richtig macht, oder das Stativ nichts taugt.

    Außerdem ist das mit dem Band eine elende Fummelei und eher eine Unfallgefahr.



    Gruß

    Peter

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • Hallo zusammen,


    Vielen Dank auch euch, Theo und Peter, für die Tipps und Erfahrungswerte.


    probiere mal einen gewissen Druck (senkrecht) auf das Stativ zu geben. Eine Hand am Stativ, die andere an der Cam und mit beiden Druck aufbauen

    das probiere ich mal aus.

    Außerdem ist das mit dem Band eine elende Fummelei und eher eine Unfallgefahr.

    das leuchtet mir ein und werde es lieber sein lassen.

    Gruß
    Herbie

  • Zum Halsbandtrick: Er funktioniert sehr gut, aber bei mir leider immer nur bis zu dem Moment wo ich unbewusst auf einmal einen "extra tiefen" Atemzug nehme. Auch durch üben habe ich das nie unter Kontrolle gebracht.

    vg Ian

  • Hallo Herbie,

    früher habe ich oft das Einbeinstativ Manfrotto 334B verwendet. Es hat den großen Vorteil, dass es mit Druck auf einen am Griff angebrachten Hebel sofort auf die gewünschte Länge ausfährt und wenn man den Griff loslässt in der Länge verbleibt. Allerdings ist es relativ schwer, was allerdings die Methode von befe unterstützt: Stativ ab und an nicht ausfahren und mit montierter Kamera locker hängen lassen; funktioniert echt gut. Unterwegs ist mir zwischenzeitlich aber auch das zu viel Aufwand und Gewicht.

    Daher filme ich im Urlaub meist mit der Sony A 6700 und der Pocket 3 aus der Hand. Aufnahmen der Pocket müssen in der Post nicht nachstabilisiert werden (was bei stark vor-stabilisierten Aufnahmen eh nicht gut funktioniert), bei Videos der Sony bügelt Mercalli alles was mich an Wacklern stört anstandslos weg - natürlich auch nur, wenn man bei der Aufnahme bereits schlimme Wackler vermeidet - z.B. - wie hier auch schon gesagt - durch Anlegen der Schulter an eine Mauer/Baum/Laternenpfahl und eine kontrollierte Atemtechnik während der Aufnahme (vor der Aufnahme einige male schnell ein- und ausatmen und während der Aufnahme nicht atmen. Das schafft man für die meist kürzeren Szenen von 10 - 20 sec recht gut.

    Ich wünsche allen einen Guten Rutsch in hoffentlich nicht kriegsähnlichen Zuständen.

    vobe49


    Link zum Manfrotto Stativ:

    https://www.ebay.de/itm/257188375275?var=0&mkevt=1&mkcid=1&mkrid=707-53477-19255-0&campid=5338765361&toolid=20006&_ul=DE&customid=Cj0KCQiAsNPKBhCqARIsACm01fQ0OjGUIw0qmwLzbj_Sh7CVD-lhYKx6TGBOQ41SNgaXOXk8tC7XiV8aAmTSEALw_wcB|0AAAAADihhqVLsiO7i79xEHjr-ymJza1yo|CkAKCAiAjc7KBhAGEjAA3oJROF-lMPWYBxl2-OqS0E4GYp5-_h7sJRhzIu-Hb7w4ManA5ViVF1WJBDYi99YaAu5x&gclid=Cj0KCQiAsNPKBhCqARIsACm01fQ0OjGUIw0qmwLzbj_Sh7CVD-lhYKx6TGBOQ41SNgaXOXk8tC7XiV8aAmTSEALw_wcB&gbraid=0AAAAADihhqVLsiO7i79xEHjr-ymJza1yo&wbraid=CkAKCAiAjc7KBhAGEjAA3oJROF-lMPWYBxl2-OqS0E4GYp5-_h7sJRhzIu-Hb7w4ManA5ViVF1WJBDYi99YaAu5x&loc_interest_ms=&loc_physical_ms=9043286&adtype=pla&gad_source=1&gad_campaignid=22849048290&gbraid=0AAAAADihhqVLsiO7i79xEHjr-ymJza1yo

  • Was mich immer am Einbeinstativ gestört hat is das man zwar einigermassen einen Schwenk hinkriegt aber keinen vernüftigen Tilt und das ein waagerechter Horizont auch nicht immer einfach damit zu bekommen ist.

    Sowie befe zeigt, habe ich auch öfters gefilmt, das Stativ als Pendel (mit Massenträgheit) genutzt, das extra Gewicht geht dann auf die Dauer auch auf die Arme. Und man ist aber immer in seine Bewegungsfreiheit begrenzt.

    LG Theo Houben

  • So, wie befe das Stativ hält, ist es sicher als Gewicht hilfreich. Man kann allerdings noch mehr erreichen, wenn man das Stativ - auf entsprechende Länge eingestellt - in eine Hosentasche oder in den Hosengürtel steckt. Das stützt und stabilisiert erheblich und ist recht hilfreich solange man nicht schwenken will. Soll man aber sowieso nicht ... Oder man schwenkt mit dem gesamten Oberkörper. Das ist dann auch recht gut stabiliisert.

  • Hallo zusammen,


    sehr interessante Tipps,


    wenn man das Stativ - auf entsprechende Länge eingestellt - in eine Hosentasche oder in den Hosengürtel steckt

    da fällt mir spontan der Köcher ein, der beim Fahnenträger eines Fanfarenzuges am Hosengürtel angebracht ist. Soetwas habe ich schon gesehen.


    Vielen Dank.

    Gruß
    Herbie

  • da fällt mir spontan der Köcher ein, der beim Fahnenträger eines Fanfarenzuges am Hosengürtel angebracht ist.

    Genau so.

  • da fällt mir spontan der Köcher ein, der beim Fahnenträger eines Fanfarenzuges am Hosengürtel angebracht ist.

    Sowas ähnliches nutze ich für meinen Gimbal (spezieller Gurt mit Aufnahme) und das bringt da auch sehr viel.

    Der "Köcher" sollte aber stabil sitzen (möglichst Körpermitte) und darf halt nicht rutschen, bzw. der Gürtel sich nicht drehen.

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • So langsam kommen wir hier im Rollator alter, damit lässt sich das Einbeinstativ auch gut zusätzlich stabilisieren...oder direkt eine Kamera Halterung am Rollator.

    Guten Rutsch an Allen.

    LG Theo Houben

  • Ich arbeite seit vielen Jahren mit Einbeinstativ. Wenn ich das Stativ nur senkrecht halte dann verwackle ich wegen seitlicher Drehung. Vor Jahren habe ich an den Einbeinfuß einen Türstopper mit ca. 3 cm Durchmesser und 5 cm Höhe angebracht. Jetzt neige ich das Einbein schräg nach vorne und klemme es mit dem Türstopper zwischen die Schuhe. So kann ich ziemlich gut Wackler vermeiden und zudem die Kamera leicht auf-ab oder seitlich bewegen. Übrigens ich verwende ein leicht ausziehbares Vedlbon-Stativ.

    Gruß Alban

  • Ich verwende ja den Osmo 7P Gimbal. Jetzt trifft es sich gut, dass der Gimbal unten ein Stativgewinde hat.

    Wenn ich jetzt das Einbeinstatiiv mit dem Gimbal verbinde, kann ich voll ausgezogen kleine Kranfahrten machen.

    Es erhöht mir die Reichweite um wenigstens eineinhalb Meter.


    Beim Einbeinstativ habe ich höchstens Probleme mit dem Horizont. Wild schwenkend filme ich eigentlich nicht.

    Neigungen gehen durch nach vorne und hinten kippen ganz gut.


    Ach ja, Prost Neujahr und ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr Euch Allen


    Michael