Street Art in Kolumbien

  • Liebe Videofreunde


    hier ist nun mein erster "normaler" Kolumbienfilm. Mehr werden folgen.


    Ohne es vorher geplant zu haben, habe ich in Kolumbien entdeckt, dass dort ein El Dorado für Graffiti ist. Da habe ich dann spontan ein paar Aufnahmen gemacht und versucht, hier zu Hause einen kleine Film draus zu machen. Hoffe es gefällt.



    Auf eure Kommentare bin ich gespannt.


    Grüße aus Luxemburg


    Berthold

  • Hallo Berthold,

    doch, hier der erste Kommentar 😉 Auch wenn es sehr ruhige Bilder sind, die eher an eine Diaschau erinnern, hat mir das Video gut gefallen, zumal man auch etwas über die interessante Geschichte der Straßenmalerei erfährt. Was ich sehr gut finde, ist, dass man die Künstler gewähren lässt, und die Kunstform sogar fördert:yes:

    LG Paul

  • Hallo Paul, es freut mich, dass dir das Video gut gefallen hat. Naturgemäß ist es eher wie eine Diaschau, die Graffiti bewegen sich ja nicht. Es sei denn, ich würde eine KI daran arbeiten lassen. Aber sowas möchte ich nicht. Möchte die Realität abbilden wie sie ist.


    Liebe Grüße


    Berthold

  • Hallo Berthold,

    gerne geschehen:yes:

    LG Paul

  • Das ist, so man will, eine Diashow. Aber die Zusammenstellung der Motive mit Kommentar ist gut. Die Aufnahmen selber sind schon vom feinsten, man bekommt einen guten Eindruck über "Streetart" in dem Land

  • Ist ein echt interessantes Video!. Hab sowas noch nicht gesehen: Vielleicht fällt dir noch etwas zusätzliches zum Kommentar ein. Macht neugierig. LG Benno aus Wien

  • Hallo Berthold,

    das Thema das du in deinem Video angegangen bist, ist sicher nicht einfach zu lösen. Ehrlich gesagt - ich selbst hätte mich damit schwer getan. Ausgesprochen gut und informativ finde ich eure Kommentare zum Thema; beindruckt bin ich von denen deiner Frau, die klingen aus meiner Sicht richtig professionell. Das Video ist sauber und interessant geschnitten, da gibt's ein großes Lob, wenngleich ich dem bereits gesagtem Argument folge: bis zum Schluss verstärkt sich der Eindruck einer Diaschau.


    Sicher ist es immer einfacher im Nachhinein "gute Ratschläge" zu geben. Deshalb vielleicht nur diesen hier:


    Du hast in deinem anderen Columbien-Video viele quirlige Szenen aus den Orten, die ihr besucht habt. Vielleicht sollte man ab und an solche Szenen mit einbauen, um dann geschickt aus diesen heraus auf die Street Art - Werke zu fokussieren.

    LG Volker

  • Danke Volker für deinen ausführlichen Kommentar. Freut mich wenn du für 4 Minuten gut unterhalten sowie informiert wurdest.


    Deinen Vorschlag, andere lebhaftere Szenen reinzuschneiden, würde ich gerne aufgreifen, wenn ich nicht fest überzeugt wäre, dass dann andere hier meckern würden, das gehöre nicht zum Thema. Man kann es halt nicht allen recht machen.


    PS: die Stimme meiner Frau ist seit mehreren Jahren mit ElevenLabs geklont. Bei ihrer Stimme hat das klasse geklappt, bei mir ist die Betonung einzelner Satzelement völlig falsch. Also muss ich immer selbst einsprechen. Kann gerne ein Beispiel meiner geklonten Stimme schicken.


    Liebe Grüße


    Berthold

  • ACHTUNG: Das ist meine Sicht der Dinge, die diskutiert werden soll / kann. Ich will damit nicht bestimmen, was gedacht werden soll oder muss.


    UND: Mein Voice over Vorschlag ist rein fiktiv. Er ist nicht dazu gedacht, dass er eins zu eins übernommen wird. Er soll zeigen, wie man den Voice Over Text von einer Beschreibung zu einer Story entwickeln könnte.


    Zum Film:

    In dem Video werden fast nur Graffitis gezeigt, die bewegen sich nun mal nicht, deshalb wirkt der Film statisch.


    Dein Voice Over Text ist wie eine Museumsbeschreibung, ein Wikipedia-Eintrag. Er ist sachlich, er ist korrekt, aber er hat absolut keinen „Herzschlag“. Du sprichst wie ein Reiseleiter. Um die ruhigen Bilder spannender zu kommentieren, braucht man einen Geschichtenerzähler.


    Beispiel:

    Ein Reiseleiter sagt: „Zu Ihrer Linken sehen Sie eine Darstellung von Ureinwohnern.“

    Ein Geschichtenerzähler fragt: „In einem Land, das seit 500 Jahren versucht, eine Kultur auszulöschen ... warum schreit dieses drei Meter hohe Gesicht von einer Wand an dieser Straßenecke seine Existenz heraus?“


    Der Unterschied: Der eine beschreibt einen Sachverhalt, der andere stellt eine Frage.



    ACHTUNG: Die Voice Over Vorschläge sind von mir erfunden. Ich war noch nie in Kolumbien und kenne mich dort nicht aus. Sie sollen zeigen, wie man von einer sachlichen Beschreibung zu einer Geschichte kommt.


    1. Voice Over-Vorschlag - Einführung ins Thema:


    "In Kolumbien haben die Mauern ein Gedächtnis. In einer Stadt der Geister, wo die offizielle Geschichte in Stahl und Glas geschrieben wird... wird an den Häuserwänden eine andere Geschichte erzählt.


    Eine Geschichte, geschrieben mit Sprühfarbe und Trotz. Das ist nicht einfach nur Kunst. Das ist ein Kampf um die Seele des Landes. Ein Kampf darum, wer gesehen wird... und wer vergessen werden soll."


    2. Voice Over-Vorschlag (Die indigenen Gesichter)

    "Sie waren zuerst hier. Vor dem Beton, vor den Grenzen. Heute kämpfen ihre Nachkommen um ihre Identität auf dem einzigen Territorium, das ihnen geblieben ist: den Mauern der Stadt, die ihr Land verschlungen hat. Dieses Gesicht ist nicht einfach nur ‚stolz‘ – es ist ein Gebietsanspruch, gemalt am helllichten Tag."


    3. Voice Over-Vorschlag: Das afro-kolumbianische Erbe in Cartagena (Der Schmerz & die Rückeroberung)


    "Cartagena wurde auf dem Reichtum von Ketten erbaut. Eine Stadt, deren Schönheit eine brutale Geschichte verbirgt. Aber die Kinder dieser Sklaven weigern sich, diese Geschichte das letzte Wort sein zu lassen.


    Genau auf den Straßen, auf denen ihre Vorfahren verkauft wurden, malen sie heute ihre Freiheit, ihre Musik, ihre Macht. Das ist nicht nur ein Porträt; es ist eine Rückeroberung."


    4. Voice Over-Vorschlag: Das Land (Das Herz & der Kampf gegen die Zeit)


    "Hier draußen, jenseits des Lärms der Hauptstadt, wird der Kampf nicht gegen die Regierung geführt. Sondern gegen die Zeit.


    Es ist ein Kampf, um sich an das Gesicht des Großvaters zu erinnern, der das Land kannte; an die Hände der Frau, die die Geschichten des Dorfes webte.


    Jedes Wandbild ist eine Bibliothek, die eine Lebensweise bewahrt, die mit jeder neuen Autobahn verschwindet."


    Jetzt wird nicht mehr beschrieben, was man an der Wand sieht. Jetzt erzählst du, warum es so ist, du erzählst die Geschichte hinter den Wandgemälden.


    Beste Grüße, Uli

  • Vielen vielen Dank Uli. Finde deinen Vorschlag klasse. So würde das Video zu einem echten Kunstwerk. Street Art --> Film Art.


    Leider bin ich nicht in der Lage, solche Ideen zu entwickeln. So lyrisch bin ich nicht gebaut. Bin eher ein Mensch der Vernunft, des logischen Denkens. Eben 35 Jahre lang Statistiker bei der EU. Lyrische Texte lese ich ganz gern, könnte sie aber nie produzieren.


    So hat jeder seine Grenzen. Auch ich als Schuster muss bei meinen Leisten bleiben.


    Ciao


    Berthold

  • So hat jeder seine Grenzen. Auch ich als Schuster muss bei meinen Leisten bleiben.

    :yes:. Andernfalls müsste man ja glatt damit rechnen, dass ein Immobilien-Händler Präsident der USA wird :teufel: (nicht auszudenken, was da alles passieren könnte).


    Dass Du das so gelassen aussprichst - mein ganz großer :respekt: .

    Gruß kurt

    // Ich gehe davon aus, dass Du uns (trotzdem) noch möglichst viele Eindrücke aus fremden Ländern näherbringen wirst!

    WIN-10/64 PRO (22H2-19045-2364)

    RESOLVE-20.3.20009 Studio; EDIUS-11.40.19830-WG

  • Der Witz mit dem Immobilienhändler (der zehn mal Bankrott gemacht hat) als US Präsident war gut. Zum Glück nur ein Witz, in der Wirklichkeit unvorstellbar. :wallbash:


    Gerne bring ich euch weitere Eindrücke aus fernen Ländern näher. Wobei mich Kommentare sehr ermutigen, da dann eine Wahrnehmung signalisiert wird. Gerne auch konstruktiv kritische (wie die von Uli), :streichel:


    Grüße aus Luxemburg

    Berthold

  • Leider bin ich nicht in der Lage, solche Ideen zu entwickeln. So lyrisch bin ich nicht gebaut. Bin eher ein Mensch der Vernunft, des logischen Denkens.

    Soweit liegen wir nicht auseinander. Meine Vorgehensweise beruht ja nicht auf Lyrik sondern ebenfalls auf Vernunft und Logik.


    Ich verschiebe die Frage von "Was sehe ich?" zu der Frage "Warum sehe ich das?". Und diese Frage ist mit Logik und Vernunft zu beantworten.


    Ob du dann das Ergebnis im Voice Over-Text mit lyrischen oder eher nüchternen Worten beschreibst, bleibt ganz dir überlassen.


    Beispiel:


    Zu Nr. 1 - Voice Over-Vorschlag - Einführung ins Thema

    Schaue ich mir die Graffiti an, dann frage ich mich (logisch): Warum hat er das genau so und nicht anders gemalt? Welche Botschaft soll vermittelt werden?


    Weicht der Inhalt der Graffitties z. B. von dem "offizieller" Gemälde in Museen ab? Gibt es einen Unterschieb zwischen offizieller Darstellung der Gesellschaft und dem, was die Graffitties vermitteln? Das sind logische und keine lyrischen Fragen.


    So komme ich auf die Antwort: "In Kolumbien haben die Mauern ein Gedächtnis. In einer Stadt der Geister, wo die offizielle Geschichte in Stahl und Glas geschrieben wird... wird an den Häuserwänden eine andere Geschichte erzählt..."


    Das kann man auch ganz sicher in nüchternen Worten beschreiben. Aber auf den Inhalt kommt man mit Logik und Vernunft.


    Gleiches gilt, aus meiner Sicht, auch für die restlichen 3 Beispiele. Fragt man sich "Warum ist das genau so?", dann kann man die Fragen mit rationalem Wissen beantworten. Ab man das Ergebnis dann dann in lyrischen oder mehr sachlichen Worten beschreibt, ist eine ästhetische Entscheidung.


    Natürlich wird jeder den Verlauf der Geschichte inhaltlich anders beurteilen. Dass der Wohlstand von Cartagena unter anderem auf dem lukrativen Sklavenhandel beruht, werden einige als nüchternen historischen Fakt notieren, andere werden mit mehr Empörung darauf hinweisen.


    Beste Grüße, Uli

  • Hallo


    habe jetzt die englischsprachige Fassung des Videos fertiggestellt. Das Konzept ist aber so geblieben wie es war. Ehrlich gesagt habe ich nach mehreren Wochen keine große Lust, da noch dran zu basteln. Mache die englische Fassung immer auf YouTube, um mehr Clicks zu bekommen. Der Sprecher ist KI von ElevenLabs.


    Viel Spaß



    Grüße

    Berthold