Suche Anleitung zum mixen des Tons

  • Kennt jemand eine gute Anleitung - ev. ein Youtube-Video - wie man (wenn möglich in Vegas Pro) das Mixen der Tonspuren - O-Ton, Sprechton, Musik gut hinbekommt?


    Hintergrund:

    Ich erstelle gerade einen Reisefilm, und habe den Film in mehrere Projekte zu je 5-10 Minuten unterteilt, die ich nach dem Rendern mit Shutter Encoder zusammenführen möchte.
    Nun habe ich das Problem, dass die einzelnen Projekte verschieden laut sind. Das war auch bei früheren Projekten schon so, da habe ich das mit mehrfachem Ansehen am TV, dem Notizblock in der Hand und mit entsprechender Nachkorrektur in mehrere Sessions "geradegerichtet".
    Diesen Aufwand möchte ich mir diesmal sparen, und außerdem steht ja auch dem Dazu-lernen nichts im Wege.


    Schöne Grüße

    Walter

    Schöne Grüße, Walter

  • Ich habe meistens nur 2 Tonspuren, O-Ton und Musik. Ich normalisiere jede Spur auf -9,0 dB. Eine dritte Spur mit Sprechton würde ich auch auf - 9,0 dB normalisieren. Daneben kann man noch mittels auto-ducking in Vegas die Musikspur um einige dB automatisch absenken sobald der Sprechton auftritt. In Vegas kann man in den Präferenzen bei Audio die Normalisierung von standard -0,1 dB auf zB -9.0 dB einstellen. Die verschiedene Tonspuren kann man Projekt weise untereinander noch abgleichen durch die Tonspur Lautstärke Einstellung.

    LG Theo Houben

  • Hi,


    eine umfassende Anleitung kenne ich da nicht.


    Aber prinzipiell geht es darum, dass Du eine "gleichmäßige" Bearbeitung des Tons hinbekommst.

    Dabei ist eher die "Lautheit" gemessen in LUFS wichtig. Vegas sollte den eigentlich auch anzeigen können.


    Trotzdem kann auch die Normalisierung der Lautstärke (= des dB Pegels) hilfreich sein.

    Wobei eben zu beachten ist, dass dies halt auf den lautesten Ton bezogen ist. Ein lauter "Knall" in der Aufnahem, kann also ein unerwünschtes Ergebnis bringen.

    Das also entweder vorher beseitigen (Hüllkurve) oder bei der Vorgabe des Wertes berücksichtigen.




    Dann zunächst den Sprechton bearbeiten, da dieser als Referenz genommen werden sollte und meist den höchste Bearbeitungsbedarf hat.

    1. Hierzu die Aufnahme "säubern", also ggf. vorhandene Atemholer/Störgeräuschen/Fehler beseitigen (am besten natürlich gleich in der Aufnahme vermeiden),
      dabei auch auf größere Lautstärkeunterschiede z.B. einzelner Worte achten und ggf. mittels Hüllkurve angleichen.
    2. Frequenzverbesserungen mit EQ
      (i.d.R. je nach Stimme im Bereich um 200 Hz anheben, zw. 500 Hz-1 kHz absenken, usw.).
    3. Verdichten mit einem Compressor;
      reiner Kommentarton kann durchaus höher als 1:3 verdichtet werden;
      alle Aufnahmen sollte sich dann möglichst schon in einem eher gleichmäßigen und eher engen Pegelbereich (in dB gemessen ) liegen;
    4. da Sprecheraufnahmen meist nur Mono vorliegen, macht es sich klanglich gut diese in ein Pseudostereo umzuwandeln;
      dafür gibt es (Mono2Stereo) Tools, die aus einer Monospur zwei leich unterschiedliche Stereokanäle errechet, das ergibt mehr Raumgefühl.



    Die ja meist von einer professionellen Konserve kommenden Musikaufnahmen benötigen weniger Bearbeitung.

    Hier müssen eher nur Angleichungen des Lautheitseindruck der einzelnen Musikstücke hergesellt werden.


    Dann die Pegel von Musik und Sprache so abgleichen, dass eine gute Sprachverständlichkeit gegeben ist.

    "Badewannen" über den kompletten Pegel sind also nicht unbedingt nötig und sollten, wenn verwendet, eher nur eine geringe Absenkung verursachen. Interessanter kann evtl. sein für eine bessere Sprachverständlichkeit bei der Musik bestimmte Frequenzen mittes eines EQ und Sidechaine (Bezug auf die Sprache) abgesenkt werden.



    Darauf O-Ton und ggf. zusätzliche Geräusche abgleichen.


    Gut macht es sich den Mix aller Tonereignisse dann noch mit einem Masteringtool weiter zu verdichten.

    Die arbeiten meist ähnlich wie ein Compressor mit eingebautem Limiter, regeln also auf einen Spitzenpegel ab.


    Wie Anfangs geschrieben sollte in den einzelnen Filmteilen dann möglichst eine gleichmäßige Lautheit (LUFS) bestehen.



    Gruß

    Peter

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    Rest ist private Meinung

  • Hallo Kollegen!


    Mit euren Praxis-Erfahrungen und Tipps kann ich schon mal gut meine weiterführenden Tests durchführen.

    Besten Dank dafür!


    Walter

    Schöne Grüße, Walter

  • Hier gibt es eine mögliche Prozedur:

    https://www.fvalu.ch/index.php…ege/321-filmvertonen.html

    Auch ein guter Ansatz und gute Hintergrund-Infos dabei - Danke!

    Schöne Grüße, Walter