Tonprobleme beim Filmen ( Rauschen und Kracksen )

  • Hallo


    Ich habe vor ein paar Tagen eine Veranstaltung von einem Karnevalsverein gefilmt.

    Beim Filmen habe ich übereinen kleinen Monitor mit Kopfhöhrerausgang immer wieder den Ton abgehört.

    Wenn geredet wurde war der Ton ganz gut aber sobald Musik lief, hörte man ein Rauschen und kracksen.


    Der Ton kommt direkt vom Mischpult der Musikanlage von der Veranstaltung.


    Hier mal eine Überblick über Wie ich das ganze aufgebaut hatte.


    Audioquelle : Behringer Xenyx X1622USB


    Video : Von einem HD Camcorder der an einem Blackmagic Atem Mini pro angeschlossen ist.


    Am Mischpult habe ich den Atem Mini Pro beim 2-Track Output angeschlossen ( dieser Anschluss ist Parallel zum

    verdrahtet und stellt die Stereo summe unsymmetrisch zur Verfügung. Pegel wird über Main Mix geregelt ).


    Der Anschluss Main out ( 2x 6,3 mm Klinke und 2x XLR ) sind beide schon belegt.


    Über ein Cinchkabel welches auf einer Seite eine 3,5mm Klinkenstecker hat, habe ich den Atem Mini Pro am Mic1 angeschlossen.

    In der Software ist der MIC1 auf Mikrofon gestellt, sobald ich ihn auf LineIn umstelle höre ich auch keinen Ton mehr.


    Da beim Atem Mini Pro kein Kopfhörerausgang vorhanden ist, nutze ich einen Bildschirm der am HDMI Ausgang angeschlossen ist.




    Eigentlich war nur bei der Musik der Ton nicht so gut, die Lieder hatten auch recht viel Bass, könnte es vielleicht daran liegen ?


    Bei dem Mischpult gibt es noch einen Alt bzw Sub ausgang der auch unsymetrisch ist und einen extra Regler hat.

    Oder wäre es vielleicht besser das Audiosignal erst über eine 2. kleines Mischpult zu senden und dann erst in den Atem Mini Pro ?

    Wo man es an dem 2. Mischpult nochmal abhören kann.

  • Hi,


    jetzt müsste man sich das mal anhören und so ganz habe ich es auch noch nicht verstanden.


    Wenn Du schreibst:

    Beim Filmen habe ich übereinen kleinen Monitor mit Kopfhöhrerausgang immer wieder den Ton abgehört.

    Wenn geredet wurde war der Ton ganz gut aber sobald Musik lief, hörte man ein Rauschen und kracksen.

    War das Rauschen/Knaksen nur über Deine Kopfhörer oder ist es auch in der Aufnahme?



    Und zweite Frage;

    Der Ton kommt direkt vom Mischpult der Musikanlage von der Veranstaltung.

    Meinst Du da mit Mischpult der Anlage schon das Behringer, oder läuft der Ton aus einem anderen Mischpult in das Behringer?


    Wenn letzteres der Fall war, könnten die Störung ja evtl. auch schon vom 1. Mischpult (z.B. durch Übersteuerung), bzw. der Verbindung zwischen Anlage und Behringer kommen. Das würde dann auch zu Deiner Aussage passen:

    Eigentlich war nur bei der Musik der Ton nicht so gut, die Lieder hatten auch recht viel Bass


    Grade beim Bass wird halt oft auch gern etwas übertrieben, damit es schön "rummst". Wenn da also die Anlage schlecht ausgesteuert/übersteuert wurde, fliegt Dir das dann halt um die Ohren.



    Zweiter "Knackpunkt" aus meiner Sicht ist halt die unsymetrische Verbindung zum Atem, zumal dann auch noch mit einer eher störanfälligen 3,5 Klinke.

    Beim Ausgang könnte theoretisch der Sub Outputs besser sein, müsste man aber probieren.

    Doch beim Eingang in das Atem hast Du da ja leider auch kaum eine andere Wahl, als die 3,5 mm Klinke. Eine einfache Umsetzung von Audio auf HDMI wüsste ich jetzt jedenfalls nicht.



    Das zwischenschalten noch eines weiteren Mischpults halt ich für keine gute Idee. Schon im Signal vorhandene Störungen bekommst du damit nicht weg. Eher besteht dann die Gefahr, dass Du noch mehr Störungen einbaust.


    Allerdings solltest Du Deine Geräte an einer guten Mehrfachsteckdose mit Netzfilter betreiben. Dies kann bei bestimmten Störungen (Brummen) helfen.




    Wenn jetzt - wovon ich ausgehe - die Störungen auch in der Aufnahme vorhanden sind, sollte man sich diese mal in einem guten Audio-Edtor anschauen. Meist kann man da doch noch irgendwie etwas verbessern.


    Evtl. Übersteuerungen sollten da eigentlich eigentlich gut zu erkennen sein. Und Übersteuerungen im digitalen Pegel sind halt leider sofort zu hören. Hier kann man halt nur versuchen diese mit einem in solchen Programmen i.d.R. enthaltenen Tool zu verbessern.


    Das "Rauschen" könnte natürlich auch ein Netzbrummen (?) sein.

    Verursacht häufig durch eine schlechte Verbindungen/Abschirmungen, aber es können auch "Einschläge" von sendenden Geräten, wie Funktelefone, oder -geräte, Mikrowellengeräten, o.ä. sein. Sowas ist grade auf solchen Veranstaltungen leider immer ein Problem.


    Auf alle Fälle könnte man aber auch da mit einem guten Audioprogramm, was möglichst zumindest eine Spectralanzeige, besser auch -bearbeitung hat sehen, was da los ist.



    Gruß

    Peter

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    Rest ist private Meinung


  • Wenn Du schreibst:

    War das Rauschen/Knaksen nur über Deine Kopfhörer oder ist es auch in der Aufnahme?

    Das Rauschen / Knaksen war auf auf der Aufnahme zu hören.

    Ja mit dem Mischpult meinte ich schon das Behringer.
    Die Lieder hatten alle schon etwas mehr Bass,

    Hatte mit einem Online Tool mal versucht das Rauschen zu verbessern aber da wurde dann die komplette Musik fast ganz entfernt.

    Mit dem Sub Output muss ich mal testen, da ich diesen ja separat regeln kann von der Lautstärke her.
    Vielleicht lag es auch dran, da der Ton im Saal recht laut war aber ohne Rauschen und Knaksen.


  • Was völlig untypisch ist, ist dass Musik rauscht, während Sprache ok ist. Normalerweise ist es genau umgekehrt.


    Wenn es rauscht, dann ist der Pegel auch ziemlich hoch gedreht. Ist aber der Pegel hoch gedreht, dann kann es auch leicht zu Übersteuerungen kommen. Ein Knacksen kann auch entstehen, wenn digitale Quellen (SP/DIF oder ADAT) und aufzeichnende Geräte mit unterschiedlicher Abtastfrequenz arbeiten. 44,1 und 48 kHz. Aber wie es beschrieben ist, sind da keine digitalen Verbindungen. Normal sollte Video ja mit 48 kHz Ton sein. Kann es sein, dass der ATEM den Ton in 44,1 kHz aufgezeichnet hat? Dann sollte der Ton im Video erst einmal in 48 kHz gewandelt werden, um „falsche“ bzw. unterschiedliche Frequenzen anzupassen. Dann knackst es auch im Schnitt nicht mehr.

  • Wie kann ich den feststellen ob der Ton in 44,1kHz aufgezeichnet wurde?


    und wie kann ich denn Ton dann in 48kHz umwandeln ?

  • Wie kann ich den feststellen ob der Ton in 44,1kHz aufgezeichnet wurde?

    Mit dem kostelosen Tool MEDIAINFO (googeln).

    kurt

    WIN-10/64 PRO (22H2-19045-2364)

    RESOLVE-20.3.20009 Studio; EDIUS-11.40.19830-WG

  • Ja mit dem Mischpult meinte ich schon das Behringer.
    Die Lieder hatten alle schon etwas mehr Bass,

    Ok, dann ist schon mal eine Fehlerquelle weg.


    Jetzt wäre die Frage, woher denn das Audio kommt -

    • also welche Audioquellen wie, wo in das Behringer kommen und ob die einzelnen Eingänge auch vernüntig ausgesteuert wurden?
    • und wurden auch die Eingänge ins Behringer ständig überwacht (zumindest Clip-Leuchte), möglichst von einer zweiten Person?


    Jetzt gehe ich mal davon aus, dass für die Sprache/Redebeiträge irgendwie ein, oder sogar mehrere Mikrofon(e) auf der Bühne aufgestellt waren. Selbst bei diesen sollte man aber auch schon immer den Pegel im Blick haben. Zumindest aber wenn ein Wechsel auf einen anderen Auftritt erfolgt. Denn die Leute sprechen halt unterschiedlich, oder stellen sich näher oder weiter vom Mic auf.


    Und wie gesagt, da muss immer der Eingang ausgepegelt werden. Ist dieser übersteuert, bringt es dann nicht den Main herunterzudrehen.



    Aber wo kam die Musik her, wie ging die in das Behringer?


    Wenn dort eine Band/Kapelle live spielt, müsste diese vorab vernünftig mirofoniert und bei der Aufnahme permanant überwacht werden. Denn eine Band "heizt" sich mit der Zeit auch auf und spielt lauter (Thema Übersteuerung).


    Solltest Du da die Aufnahme evtl. auch nur das Mikrofon vom Sprecher gemacht gaben, ist es kaum zu verwundern, dass das dann nichts wird. - siehe dazu auch:

    Wenn es rauscht, dann ist der Pegel auch ziemlich hoch gedreht. Ist aber der Pegel hoch gedreht, dann kann es auch leicht zu Übersteuerungen kommen.



    Und wenn die Musik von einer Konserve kam, muss diese ja auch irgendwie (Line In) in das Behringer rein.

    Auch da muss immer mal geschaut werden, wie sich die einzelnen Stücke verhalten, bzw. ob da evtl. irgendwer die Pegel im Wiedergabegerät hochdreht.


    Die Lieder hatten alle schon etwas mehr Bass,


    Da muss man halt sehen, wo das herkommt.

    Einerseits kann das an einem eher baslastigen Mikrofon liegen, eher aber eben an der Aussteuerung einer Musikanlage.

    Da Du dann auf lestzere vermutlich keinen Einfluss hast, müsstest Du das dann im Eingangskanal des Behringer mit dem dortigen EQ mildern, also den Low-Bereich rausnehmen.


    Ungünstig ist dann auch, dass das Behringer wohl nur 16 bit Auflösung bietet.

    Insbes. für eine weitere Bearbeitung wären hier 24 bit wesentlich besser. Ist aber halt jetzt so.




    Wie kann ich den feststellen ob der Ton in 44,1kHz aufgezeichnet wurde?

    Die Samplerate müsste ja in Deinem Audio-System eingestellt worden sein. Also Soundkarte/Audio-Interface.

    Nachträglich kannst Du wichtige Daten, incl. Samplerate per Mediainfo aus der Datei auslesen,




    und wie kann ich denn Ton dann in 48kHz umwandeln ?

    Das macht man in einem Audio-Editor durch Resampling. Ist ein klein bisschen wie die Änderung der Framerate beim Video.

    Dabei wird dann also eine neue Audiodatei erzeugt.




    Hatte mit einem Online Tool mal versucht

    Das bringt leider meist nicht soviel.

    Für eine vernünftige Audionachbearbeitung benötigt man auch ein gutes und möglichst vielseitiges Programm. Und wie überall auch sonst, natürlich Übung.



    Gruß

    Peter

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  • Aber wo kam die Musik her, wie ging die in das Behringer?




    Die Musik kam von einem Laptop der über eine 3,5 mm Klinke auf 2x 6,3mm Klinke Kabel am Mischpult angeschlossen war.

    Es gab insgesamt 4 Funkmikrofone, der Empfänger stand auf der Bühne und wurde über ein Multicore Kabel mit dem Mischpult verbunden.
    Bei den Redebeiträgen war der Pegel immer im blick und wurde auch angepasst.

    Im Saal war die Musik eigentlich gut zu hören.
    Pegel von der Musik am Mischpult war auch ziemlich hoch.

    Vielleicht ist auch der 2 Track Output Ausgang nicht dafür geeignet, da dort der Pegel nicht separat eingestellt werden kann.

    Ich habe das Mediainfo Tool mal verwendet und dort steht bei : Samplingrate 48 kHz


    Ebenso habe ich ein Programm das FXSound heist mal versucht ob man da etwas am Ton verbesser kann.
    Aber so wirklich besser scheint es nicht zu werden.

  • Ok, ich habe Dir mal eine PN geschickt.


    Ansonsten...

    Samplingrate 48 kHz

    Das passt dann.




    Es gab insgesamt 4 Funkmikrofone, der Empfänger stand auf der Bühne und wurde über ein Multicore Kabel mit dem Mischpult verbunden.

    Hört sich soweit auch gut an.

    Und - wenn ich das richtig verstanden habe - gab es bei diesen Mikrofonen ja auch keine Probleme, oder? - hier könnten eher nur Rückkopplungen (Quietschen/Pfeifen) entstehen, was ja offenbar nicht der Fall war.


    Unter Mischpult verstehe ich jetzt Dein Behringer, also nichts was an dem für Musik genannten Laptop zu tun hat.





    Die Musik kam von einem Laptop der über eine 3,5 mm Klinke auf 2x 6,3mm Klinke Kabel am Mischpult angeschlossen war.

    ...

    Im Saal war die Musik eigentlich gut zu hören.

    Die Saalbeschallung erfolgte ja vermutlich über das Behringer Main Out, wurde also von Dir selbst gepegelt?


    Jetzt reagieren halt solche (großen) Boxen etwas unempfindlicher auf Bässe, da kann man es schon mal etwas zu gut meinen.

    Und bei einer 3,5 mm Klinke auf einem Laptop kann es leider auch schnell mal zu Störungen kommen. Die Buchsen sind halt nicht wirklich für diese Art Audio ausgelegt.


    Das Problem bei solchen Veranstaltungen ist hat, dass man vorher immer alle ganz genau austesten muss, einschl. Aufnahem.

    Und dann kommt es doch beim Einsatz wieder anders, weil irgenetwas unvorhergesehenes passiert.



    Gruß

    Peter

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  • Genau die komplette Saalbeschallung lief über das Behringer Mischpult und von dort habe ich das Audiosignal über den 2 Track Output direkt ans ATEM mini pro weitergeleitet.

    Beim ATEM Mini Pro stand der MIC eingang auch auf MIC.
    Sobald ich jedoch auf Line In umschalte in der Software kam auch kein Ton mehr.

    Eigentlich will ich ja immer bei solch Veranstaltungen alles vorher Testen.
    Aber leider funktioniert das nicht immer,

  • Ich habe auch einige Erfahrungen in punkto Mitschnitt des Tons von einem )professionellen) Mixer gemacht, die nicht alle positiv waren und die auch sehr "Mixer-spezifisch" waren. So musste der USB-Stick bei einem Mixer unbedingt FAT-formatiert, bei einem anderen Mixer NTSC. Einer der Mixer zeigte auf der Aussteuerungsanzeige für den Mitschnitt-Port eine 2/3-Aussteuerung - die war aber viel zu leise. Da der Kameramann in Vorbereitung einer solchen Veranstaltung eh "nicht so wichtig ist" war der Ton durchaus da manchmal Glücksache.

  • Ich habe auch einige Erfahrungen in punkto Mitschnitt des Tons von einem )professionellen) Mixer gemacht, die nicht alle positiv waren und die auch sehr "Mixer-spezifisch" waren.


    Wichtig ist was der Tonmensch hinter dem Mischer so am Kasten hat. Und wie motiviert er ist und sich um einen sauberen Ton bemüht. Da gibt es von absolut professionell extra für den Filmer abgemischten Tones bis hin zu irgendwelchem unter- oder übersteuertem Gekrächze so ziemlich alles...


    Ich habe da schon alles erlebt, von (Voll-)Profi der auf eine Subgruppe an seinem Mischpult extra einen sauberen und direkt sendefähigen Ton abgemischt hat und auf einem USB-Stick direkt eine Mehrkanalaufnahme zum später selbst abmischen abgegeben hat (inclusive eines hervorragenden Publikums-Atmo-Tones) bis hin zu mit Dauerbrumm und Aussetzern versehene Signale welche schon im Mischpult völlig verzerrt und übersteuert waren.


    Bei Live-Musik hängt der Ton auch wesentlich von der Mikrofonierung ab, was für eine Saal-/Raumbeschallung passt muss nicht immer auch für eine Tonaufzeichnung taugen....


    Der nächste Punkt ist die Technik - gerade der Übergang von symmetrischen I/O (XLR) auf unsymmetrische Klinkenbuchse ist oft problematisch was Störungen betrifft (daher bevorzuge ich Camcorder bzw. Kameras mit XLR-Eingang).


    Oftmals liefern Camcorder eine Gleichspannung am Mikrofoneingang um damit eigentlich aktive Kondensatormikrofone zu betreiben, das kann ggfs. das Mischpult stören. Dann muss die Impedanz sowie der Pegel von Ein- und Ausgang passen. Beliebt sind auch Masse-Brummschleifen durch unterschiedliche Netzpotentiale o.ä.


    Ein weiteres Problem kann der für eine optimale Raumbeschallung eingestellte EQ im Mischpult sein, je nach verwendeten Lautsprechern und Räumlichkeit mag das dann im Saal gut klingen, auf einer Aufzeichnung sich aber fürchterlich anhören.


    Daher lasse ich immer einen eigenen, durch Mikrofon(e) aufgezeichneten Ton zur Sicherheit mitlaufen, entweder direkt in der Kamera (je nach Anzhal der Eingänge und Tonspuren der Kamera) oder ggfs. auf einem externen Recorder. Sicher ist Sicher - und zudem braucht es ja auch den Atmo-Ton aus dem Saal, sprich Lacher des Publikums, Applaus usw.

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  • Ich habe vor Jahren mal ein Konzert (Skiffle) gefilmt. Da hatte ich direkt vom Mischpult eine Monoaufnahme, dazu kommen aber auch die Kameras mit ihrem Ton, weil sonst nix vom Sall rüberkommt.

    New Skiffle Gang in der Fabrik 2017

  • Hallo,

    Beim ATEM Mini Pro stand der MIC eingang auch auf MIC.

    Das halte ich für eine mögliche Ursache. Weil MIC ist halt ein andere Signalart wie Line. MIC reagiert viel empfindlicher auf höhere Lautstärken und verzerrt dann schnell wenn eigentlich ein Line Signal anliegt. Denn wenn Du den Vorverstärker auf MIC stellst rechnet der mit einem leisen Signal das er stark verstärken soll. Wenn dann zu viel Signal kommt übersteuert es und verzerrt. Wenn Du auf Line stellst rechnet der Vorverstärker dagegen mit einem fertig gemixten Signal und verstärkt deshalb nicht so viel.
    Da würde ich nochmal im ATEM schauen ob Du beim umstellen auf Line nicht doch ein Signal rein bekommst. Evtl. musst Du im ATEM dann die Lautstärke hochdrehen.

    Sobald ich jedoch auf Line In umschalte in der Software kam auch kein Ton mehr.

    Hab ich gelesen, würde ich trotzdem nochmal testen. Weil Line wäre hier einfach die richtige Signalart.

    Vielleicht ist auch der 2 Track Output Ausgang nicht dafür geeignet, da dort der Pegel nicht separat eingestellt werden kann.

    Diesen 2-Track solltest Du aus dem von Dir genannten Grund nie verwenden. das ist eher eine Notlösung. Besser wäre schon mal Controlroom, da gibt es wenigsten einen Lautstärkeregler.

    Mit dem Sub Output muss ich mal testen, da ich diesen ja separat regeln kann von der Lautstärke her.

    Das wäre eine bessere Lösung. Dann einpegeln so das es beim lautesten Signal nicht übersteuert aber ein leises Signal noch zu hören ist. Rest kann man dann mit den Reglern am ATEM oder in der Post machen.

    Noch besser:

    Profi der auf eine Subgruppe an seinem Mischpult extra einen sauberen und direkt sendefähigen Ton abgemischt hat

    Da kannst Du halt jedes einzelne Signal einpegeln. Das geht mit dem Behringer prinzipiell auch, sofern AUX1 & AUX2 nicht für einen Bühnen-Monitor-Lautsprecher oder ähnliches benötigt wird. Dazu muss man dann halt mit einem richtig guten Kopfhörer die Lautstärken der einzelnen Quellen abstimmen.

    Und bei einer 3,5 mm Klinke auf einem Laptop kann es leider auch schnell mal zu Störungen kommen. Die Buchsen sind halt nicht wirklich für diese Art Audio ausgelegt.

    Das kann durchaus passieren. Aber bei guten Kabeln die nicht all zu lang sind sollte das funktionieren. Unsymmetrische Signale sollte man nur auf kurzen Strecken verwenden.

    Ungünstig ist dann auch, dass das Behringer wohl nur 16 bit Auflösung bietet.

    Insbes. für eine weitere Bearbeitung wären hier 24 bit wesentlich besser.

    Sorry, das halte ich für in dem Fall für Quatsch. Das Behringer Xenyx X1622USB ist ein analoges Pult, das gibt ja das Signal, so wie BartM es angeschlossen hat, analog aus. Da spielt die Auflösung keine Rolle. Anders sieht es aus wenn man die USB-Soundkarte nutzt.


    Dann muss man halt dazu noch erwähnen das dieses Behringer-Pult nicht gerade in der odersten Liga der Mischpulte mitspielt. Insofern kann es schon sein das bereits in dem Pult ein Grundrauschen erzeugt wird.

    Grüßle,
    Steve

  • Danke für die vielen Tipps.

    Ich werde das ganze mal in den nächsten Wochen testen.

    Aux 1 wurde für einen Bühnenmonitor benutzt somit würde das ja leider wegfallen.

    Werde jetzt erst mal versuchen das ich die Lieder bzw. Musik bekomme und nachträglich ersetzte.

    Habe mir gestern noch ein Ausschnitt von einem Auftritt angehört und es scheint wirklich am Bass zu liegen.
    Vorher war der Ton gut aber sobald Bass kommt fängt das Rauschen und knacksen an.

  • Ja, wie Steve schreibt, halte ich auch den Line-Ausgang am Mic Eingang für das Tonproblem für verantwortlich.

    ( Als Kind habe ich so einen ähnlichen Fehler begangen und den Kopfhörerausgang über einen selbst gelöteten Adapter in die 5polige DIN-Buchse des Kassettenrecorders zur Aufnahme geschickt, weil mir der Line-Ton zu leise war. Da tobte auch der Bass.)

  • Aux 1 wurde für einen Bühnenmonitor benutzt somit würde das ja leider wegfallen.

    Das Pult hat ja auch noch einen AUX2, sofern der nicht für Effekte verwendet wird. Und sonst eben die beiden anderen Möglichkeiten, SUB oder Controlroom.

  • Das Pult hat ja auch noch einen AUX2, sofern der nicht für Effekte verwendet wird. Und sonst eben die beiden anderen Möglichkeiten, SUB oder Controlroom.

    Ja stimmt da ist noch ein AUX2. aber wenn ich das richtig gelesen habe ist dieser für Effekte.

    Sub und Controlroom denke ich sind da die anderen beiden Möglichkeiten wo ich mal testen muss.

  • Ja stimmt da ist noch ein AUX2. aber wenn ich das richtig gelesen habe ist dieser für Effekte.

    Jein, Du musst Dich halt entscheiden: Effekte oder Aux. Normalerweise sollte das Pult so funktionieren das die Effekte ausgeschaltet sind sobald Du einen Klinkenstecker in die Aux.Buchse einsteckst.
    Außerdem solltest Du im Handbuch nachlesen wie diese Klinkenbuchsen geschaltet sind: unsymmetrisch oder symmetrisch.
    Wenn das Pult nur ein wenig was taugt bietet es symmetrische Klinkenausgänge für SUB/Controlroom & Aux an.
    Und falls diese Buchsen symmetrisch sind muss man dann wiederum schauen wie das Pult reagiert falls man mit unsymmetrischen Steckern daher kommt: Die einen kommen damit nicht klar und erzeugen komische Geräusche bis hin zu einem brummen weil der unsymmetrische Stecker einen Kurzschluss erzeugt. Die anderen sind so geschalten das sie den unsymmetrische Stecker erkennen und den Ausgang einfach auf unsymmetrisch umschalten.
    Kann man bestimmt im Handbuch nachlesen.
    Grüßle,
    Steve

  • Moin!

    Echt jetzt, diese AUX-Anschlüsse sind immer so ein Rätselraten. Im Grunde ist es so: Wenn du was in AUX2 steckst, schalten sich oft die Effekte ab, weil das Pult nur eins von beiden gleichzeitig kann. Und lass dich von dem Technik-Gerede über Kabel nicht stressen. Meistens nimmt man einfach, was man da hat, und es funktioniert. Wenn es ein bisschen summt, kannst du immer noch ein anderes Kabel suchen, aber kaputt geht da eigentlich nichts. Probier's einfach mal aus und schau, ob was kommt!