Früher, als die Berge noch flacher waren.

  • Immer wieder kommt so ein erstaunen, mit welcher Bildqualität man zufrieden - ja manchmal gar begeistert.

    Was mir an diesem Film auffällt: Er hat keine Geschichte für Leute die nicht dabei waren. Aber es ist ein hohes Gut der Erinnerung. Meine Super 8 Filme sehe ich in großen Abständen auch gerne an - weil da eine Geschichte für mich drin ist.

    Das ist eigentlich die wichtigste Sache beim Filmen - man erhält sich die eigenen Geschichten.

    Daneben bewundere ich das steigen auf den Berg schon sehr - und freue mich als Norddeutscher über die Kieler Hütte, die im Film zu sehen ist.

    Was heute auch deutlich anders ist, abgesehen von der Bildqualität: Der Bildstand! Da ist ja viel Bewegung drin - das gibt es heute nicht mehr.

  • Hallo Walter,

    vielen Dank für deine Rückmeldung.


    Da der Film keinen filmischen Anspruch hat, ist er in der Tat hauptsächlich für Personen interessant, die selbst mal aktiv im Hochgebirge unterwegs waren, oder für frühere S8-Filmer.


    Der überwiegende Teil der Bergaufnahmen entstand mit einer kleinen Bauer Compact IIIXL Kamera. In etwa so groß wie eine Handfläche. Ausgerüstet mit nur einem 3-fach Zoom. Der Einfachgreifer war jetzt auch keine Garantie für einen ruhigen Bildstand. Die starken Temperaturschwankungen sorgten wohl auch dafür, dass die Mechanik nicht immer so funktionierte, wie sie sollte.


    Der Film zeigt auch nur die ersten Bergjahre. Später wurde der Platz im Rucksack mehr für zusätzliche technische Ausrüstung benötigt. Außerdem musste der Rucksack kompakter werden, um im Gelände beweglicher zu sein.


    War eine schöne Zeit, die mich mehr geprägt hat als alles andere. Leider lässt es die körperliche Verfassung nicht mehr zu, mich in diesem Gelände zu bewegen.

  • Schöne Erinnerungen und anspruchsvolle Klettertouren die hier gezeigt werden.

    Ich war selbst häufig in den Dolomiten beim Bergwandern unterwegs.


    Grüße

  • Früher, als die Berge noch flacher waren.

    Wann war das "Früher"?

    Mein letzer Bergfilm (Brenta Gruppe) stammt aus 2006, damals schon in "HDV". Mein Avatar stammt aus der Bergtour. Wem es interessiert: Die Brenta Durchquerung

    Wollte ich noch immer mal zu 4k wandeln und neu "Graden", die Projektdateien habe ich noch.

    LG Theo Houben

  • Wird im Film immer wieder angezeigt. Man muss sich den Film nur ansehen.

    Habe mir nicht den ganzen Film angeschaut, aber habe es jetzt rausgefunden, scheint wohl 1985 zu sein, also doppelt so alt wie mein Film.

    LG Theo Houben

  • Der überwiegende Teil der Bergaufnahmen entstand mit einer kleinen Bauer Compact IIIXL Kamera. In etwa so groß wie eine Handfläche. Ausgerüstet mit nur einem 3-fach Zoom. Der Einfachgreifer war jetzt auch keine Garantie für einen ruhigen Bildstand. Die starken Temperaturschwankungen sorgten wohl auch dafür, dass die Mechanik nicht immer so funktionierte, wie sie sollte.

    Ich bin 1981, zunächst mit der Super-8 Kamera meines Vaters, einer Yashica, zum Filmen gekommen. Es dauerte nicht lang, und ich konnte mir eine gebrauchte Beaulieu 5008 S mit dem Schneider Macro Optivaron 6-66 mm leisten, bald folgte ein gebrauchter Elmo GS1200 M&O (der Einzige mit 200 Watt Halogenlampe). Die damit erzielbare Bildqualität reichte aus, um im Pfarrsaal auf 2,20 m Leinwandbreite zu projizieren, und auch im Filmclub konnte ich mit der Aufnahmequalität punkten.


    Ich habe längst schon alle mir wertvollen Super-8 Filme bei Berola mittels Wet-Scan Verfahren digitalisieren lassen, einzelne Szenen aus unserem damaligen Spielfilmprojekt mit Topaz Video AI ins HD-Format gebracht, z.T. neu geschnitten, vertont und gegradet und sehe mir in manch melancholischen Augenblicken immer wieder gerne einmal solche Filmszenen aus den frühen 80ern an.


    Eine Beaulieu 5008 war deutlich größer als eine Bauer Compact XL, hatte aber auch nur einen Einfach-Greifer (wie sämtliche Super-8 Kameras auch), aber der Bildstand war schon wesentlich besser als die hier gezeigten Aufnahmen. Ich vermute eher, dass die Kälte auf 3.500 m zu zittrigen Händen geführt hatte, was nicht nur den Bildstand beeinträchtigte.....


    Ich vermute weiters, die Videoaufnahmen sind durch schlichtes Abfilmen von der Leinwand entstanden, weil vertikale Interferenzen (durchs Bild laufende Helligkeitsstreifen) sichtbar sind, die ich mir als Helligkeitsinterferenzen von 18 x 3 = 54 Bildfolgen (bedingt durch die Dreiflügel-Umlaufblende) zur Aufnahmefrequenz Deiner Videokamera (50p?) erkläre.


    Wenngleich die Bildqualität auf YouTube mit 2.160p abrufbar ist, dürfte das Quellmataterial geschätzt nicht weit über die damalige EGA-Qualität [1] von 640 x 350 Pixel hinauskommen; dies ist wohl ebenfalls auf die vermutete, minderwertige Digitalisierungsmethode - wie schlichtes Abfilmen - zurückzuführen.


    Es überrascht mich, Manfred, dass Dir Deine Schätzchen nicht mehr Wert sind - und Du Dich mit den hier gezeigten Ergebnissen zufrieden gibst; dies insbesonders in Kenntnis Deiner sonstigen, forumsweit anerkannten Detailverliebtheit Deiner heutigen Produktionen, welche hier bereits zahlreich Lob und Anerkennung fanden.


    Auch wenn Du uns bereits vorwarntest ....

    Die Bildqualität ist eher schlecht. Macht aber nichts, was zählt sind die persönlichen Erinnerungen.

    ...finde ich es schade, sich mit persönlichen Erninnerungen in derlei Qualität abzufinden. Oldtimerfreaks pflegen doch auch ihre Schätzchen,:pop:


    meint Franz.

    --

    [1] EGA stand für Enhanced Graphic Adapter aus den PC-Ursprungszeitraum von ca. 1984, durch VGA [2] etwa 1987 abgelöst.

    [2] VGA stand für Video Graphic Array mit 640 x 480 Pixel stellte den Quasi-Standard der IBM-PS/2 Computerserie dar, welcher auflösungsbezogen dem PAL-System des Fernsehens mit 720 x 576 vergleichbar war.

    "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!" - "Ein Film sagt mehr als tausend Bilder!"

  • Eine Beaulieu 5008 war deutlich größer als eine Bauer Compact XL, hatte aber auch nur einen Einfach-Greifer

    Ich dachte die Beaulieu hätten schon den 2-fach Greifer gehabt. Hatte ich dann wohl falsch in der Erinnerung.


    Ich vermute weiters, die Videoaufnahmen sind durch schlichtes Abfilmen von der Leinwand entstanden,

    Nicht ganz. Die Filme waren schon seit ca. 25 Jahren digitalisiert, aber Windows konnte irgendwann das Dateiformat nicht mehr erkennen. Deshalb habe ich einige Filme über einen alten DVD-Recorder auf den Fernseher abgespielt und von dort aufgenommen. Die Qualität der Digitalisierung war aber auch nicht besonders gut.


    Es überrascht mich, Manfred, dass Dir Deine Schätzchen nicht mehr Wert sind

    Nun ja, das Thema Bergsteigen ist für mich schon seit längerer Zeit mehr oder weniger abgehagt. Dann gibt man sich auch schon mal mit deutlich weniger als sonst zufrieden. Allzuviel Arbeit wollte ich auch nicht mehr investieren.

  • Ich dachte die Beaulieu hätten schon den 2-fach Greifer gehabt. Hatte ich dann wohl falsch in der Erinnerung.

    Solche gabs nur und ausschliesslich bei Projektoren. Ein erhebliches Manke dieses Formats.


    LG, Franz

    "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!" - "Ein Film sagt mehr als tausend Bilder!"

  • Super ist schon mal der Titel : Als die Berge noch flacher waren


    Ich habe auch solche Schätzchen, schaue ich mir gelegentlich an und freue mich.


    Gruß Peter