Produktvideo zu Gamecontrollern

  • Ich habe mal meine Gamecontroller für den MS Flightsimulator 2024 hervorgekramt und versucht ein Produktvideo zu erstellen.

    Damit das ganze nicht so trocken ist, habe ich auch einen Soundtrack dazu gemacht.

    Ich habe eine Philips HUE Deckenleuchte mit einstellbaren Farben als Unterlage benutzt. Das sollte für einen Greenscreen dienen, aber derzeit will mein Robuskey nicht laufen, weil die Lizenz angeblich nicht da ist. Dahinter habe ich eine grün gestrichene Styropormatte gestellt. Das Grün strahlt ziemlich über.


  • Hi,


    von der Idee her nicht schlecht und die Musik finde ich für das "Objekt" passend.


    Allerdings würde es m.E. besser wirken, wenn sich die Sliderfahrten nicht ständig nur auf das Objekt zu und davon weg gehen würden. In der vorliegenden Art wirkt das einfach noch zu statisch und damit für eine "Werbung" zu langweilig.


    Also auch die Bewegung um das Objekt herum (Drehteller) und ggf. auch Änderung an der Kameraausreichtung (Höhe) dynamisch mit in die Aufnahme einfließen lassen.

    Alternativ, bzw. ergänzend wären auch schnelle harte "Sprünge" auf eine jeweils andere Perspektive möglich. Dies würde zusätzliche Abwechlung bringen und sich auch gut mit der gewählen Musik verbinden lassen.


    Ebenfalls für eher ungünstig empfinde ich die bei ca. 0:18 - 0:30 gewählte Perspektive "von hinten".

    Einerseits entspricht die wahrgenommene Bewegung dabei auch wieder zu sehr den ewigen Sliderfahrten und außerdem kommt die Vorstellung der "Hebelbedienung" dadurch auch nicht richtig zur Geltung.

    Hier würde ich eher eine Perspektive von leicht schräg seitlich auf den Controllervorschlagen. Also ähnlich wie z.B. bei 0:07, nur natürlich weiter aufgezoomt. Damit sollte die Hebelbewegung besser zur Geltung kommen, interessanter wirken..


    Gruß

    Peter

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  • Allerdings würde es m.E. besser wirken, wenn sich die Sliderfahrten nicht ständig nur auf das Objekt zu und davon weg gehen würden. In der vorliegenden Art wirkt das einfach noch zu statisch und damit für eine "Werbung" zu langweilig.


    Die Sliderfahrten könnte man durch dynamische Speedrampen noch aufpeppen, sprich am Anfang langsam ((normal) beginnen, dann relativ schnell beschleunigen und zum Ende hin wieder relativ schnell abbremsen und das Ende wieder in normaler Wiedergabegeschwindigkeit.


    Klar, ein Drehteller o.ä. würde das ganze noch mehr aufpeppen.....

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  • Peter mit dem Drehteller stimme ich Dir voll zu. Leider habe ich keinen speziellen. Ich habe als "statischen Drehteller" die Philips HUE Deckenleuchte gewählt, weil ich damit einen Greenscreen über die Lampe machen wollte. Das Teil ist nur 60cm im Durchmesser und ist über ein Steckerkabel an der Stromsteckdose angeschlossen. Da sind nicht einmal richtige Lüsterklemmen, sondern nur Steckklemmen drin. Wenn ich die Lampe drehe, dann löst sich relativ schnell das Steckerkabel in der Lampe. Deswegen waren Drehungen für mich keine Option. Auch ist Platz eine Limitierung. Ich habe kein 4m x 5m Studio mit hängendem Hintergrund und Kamerakran, der in die Szene eintauchen und sie umfahren könnte. Der hintere Greenscreen ist eine halbe bis zweidrittel Lampen-Umrundung. Dadurch blieb nur noch vorne frei, um auf die zu filmenden Objekte zuzufahren oder leicht vorbeizufahren. Ich hänge mal ein Backstagebild an.

    Da der Durchmesser der Lampe auch nur diese 60cm waren und der Greenscreen auf dem Lampenrand standen und nicht überragend drum rum gebaut war, konnte je nach Perspektive leicht der Raum ins Bild geraten, was ich an einigen Stellen durch Zoom ins Bild kaschiert habe. An einer Stelle kam sogar der schwarze Rand vom Layouter in den Film.


    Die Kameraausrichtung habe ich mit dem Slider auf einem mäßig höhenverstellbaren Beistelltischchen platziert, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass die Kamerafahrt an den Übergängen des Telescop-Sliders hakt. Der Slider braucht eine komplette Unterlage. (siehe Bild)


    Die Sache mit dem Speedramping, was MacMedia vorschlägt, ist auch eine schöne Idee. Dann muss ich aber noch Material von meinen Ruderpedalen aufnehmen, um entstehende Lücken zu schließen. Wobei, wenn ich mir die ansehe, dann passen die nicht auf die Lampe. Die ragen darüber hinaus. Das würde das ganze Konzept mit der unteren Beleuchtung torpedieren, wenn ich die anders drehe.


    Es ist aber mal interessant an welche Grenzen man bei so einem öden Produktvideo kommt, wenn man keinen beleuchteten LED-Boden, keine 5x7m Studio mit LED Backscreen in Raumhöhe und keinen Kameraroboter hat. Der Slider ist ja nicht einmal in der Lage bei einer Vorbeifahrt mit zu schwenken.


    Ich hatte mal einen grünen Drehteller, den ich inzwischen entsorgt habe, weil ich den Drehteller auch zur bunten Beleuchtung nutzen möchte.


    Danke für Eure Meinungen und Verbesserungsvorschläge.


    Edit:

    Auf der Packung stehen nur 54,2 cm für die Lampe. Die hatte ich übrigens auch noch mit Tesa Malerband abgeklebt und außenrum grün gespritzt. Die kleine Umwandung ist ein Abschnitt aus einer Rolle mit 4mm dickem Styropor mit grüner Wandfarbe. Das bleibt dank des geringen Gewichtes aufrecht stehen und hat durch die Rollenform schon diese Rundung, um aufgestellt zu werden.

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  • Ok, über eine professionelle Ausstattung, oder gar eine Studiohalle wird hier ja auch wohl eher niemand verfügen.

    Insoweit ist halt immer eine Beschränkung auf das Mögliche, oder improvisieren angesagt.


    Als nicht ganz perfekten Drehteller könnte man evtl. auch einen Pflanzen-, oder Transportroller, einen rollbaren Tisch, o.ä. umfunktionieren. Der Hintergrund müsste dann natürlich auch entsprechend angepasst werden. Wenn Du da auf die Greenscreenfreistellung verzichtest, würde als Hintergrund ein Tuch / eine Decke gute Arbeit leisten.


    Der Vorteil eines Drehtellers ggü. einem "Kamerakran", Gimbal, o.ä. mit dem sich selbst um das Objekt bewegt, liegt eben im geringeren Platzbedarf der stationär bleibenden Ausleuchtung. Weil sich ja eben das Objekt und nicht die Kamera bewegt.


    Und wie gesagt, es gingen m.E. auch schnelle und hart geschnittene Perspektivwechsel passend zu den Beats der Musik.

    Hier könnten dann auch mal der Blick schräg von oben auf das Objekt fallen.

    Eigentlich geht es doch eher darum, etwas Abwechslung in die Darstellung zu bekommen.



    Gruß

    Peter

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  • Mit den schnellen Schnitten, das sieht man oft in Werbung. Jedoch finde ich, das sowas mehr auf Emotionen setzt und weitgehend auf ein spezielles Produkt begrenzt ist. Ich habe da ja eine Produktpalette vorgestellt. Der Zuschauer soll sich ja auch erstmal jedes Produkt erfassen können, bevor schon wieder das nächste seine Aufmerksamkeit raubt. Denn diese Zappelbilder mit wildem Schnitt lassen einen oftmals kaum Details erfassen, Auch die Länge von über einer Minute spricht kaum für einen kurzen Werbeclip.

    Aber klar, da ist noch Luft nach Oben. Filmen und schneiden waren auch nur insgesamt so 3 Stunden für mich als Laien. Die Vorbereitungen mit Stromkabel (Kaltgerätestecker abgeschnitten und die Drähte angeklemmt) an die Lampe, lackieren von Lampe mit Abkleben, streichen der Styroporwand usw. waren da ehr ein Tag. Aber erstaunlich, was man sich alles so zurechtbasteln kann. Das schult ungemein.


    Für Video war das nicht so ideal, aber mit so einer bunten Deckenlampe als Unterlage kann man zumindest schöne Fotos machen, wo es nicht so auf den 100%igen Bewegungsfluss ankommt. Da kann man dann zwischendurch auch mal kurz die Lichtstimmung austauschen in andere Farben.


    Im Film wäre da eine DMX gesteuerte Beleuchtung für Farbübergänge schon vorteilhaft.


    Ich finde es interessant sich mit so technischen Möglichkeiten und Grenzen auseinanderzusetzen. Da lacht das Bastlerherz.

  • Mit den schnellen Schnitten, das sieht man oft in Werbung. Jedoch finde ich, das sowas mehr auf Emotionen setzt und weitgehend auf ein spezielles Produkt begrenzt ist…

    Klar, wie bei jedem anderen Film kommt es in 1. Linie darauf an, worauf man hinaus möchte.
    Unter dem von Dir geschilderten Ansatz sind natürlich ruhige Bilder besser. Wobei ich da dann mit dem Slider eher auf Details nur zufahren würde. Mit (zumindest im Hinterkopf) einer Texteinblendung oder Audiobeschreibung auf welches Details da hingewiesen werden soll.



    Aber erstaunlich, was man sich alles so zurechtbasteln kann. Das schult ungemein.

    Ich finde es interessant sich mit so technischen Möglichkeiten und Grenzen auseinanderzusetzen. Da lacht das Bastlerherz.

    Genau so sehe ich es auch. Und das nicht nur im Bezug auf „Bastlerherz“.


    Grade auch die dabei notwendigen Überlegungen der filmischen Umsetzung schulen das Auge für Perspektive, Lichtsetzung und andere Belange. Das nutzt einen dann auch bei den „normalen“ Projekten, die man macht.


    Gruß

    Peter



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