Umstieg auf Resolve?

  • Der Verweis auf den Speed Editor hat mich wieder ins Grübeln gebracht ob ich mich vielleicht doch mehr mit Resolve beschäftigen sollte. Hatte bei Erscheinen der V18 mal angefangen, das Software Teil geladen und einiges gelesen. Schlußendlich vor den tausenden Seiten Doku kapituliert.

    Wie sehen das heute die langjährigen Nutzer hier im Forum? Braucht der Nicht Profi Resolve? Vielleicht auch nur als zweites Standbein neben Vegas? Man sieht aktuell an Magix wie schnell Lieferanten für Video- und Musikbearbeitung wegbrechen können. War bisher eher zurückhaltend da für mich auch Bildbearbeitung und Tonbearbeitung (inkl. 5.1) eine größere Bedeutung im Hobby Umfeld haben. Da braucht allein die Softwarepflege einen guten Teil der verfügbaren Zeit.

    Viele Grüße, Herby

  • Der Umstieg ist nicht leicht. Color Grading ging ja, aber die Schnittfunktionen sind schon anders. Aber es gibt Kurse, etwa bei Udemy.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Als Umsteiger nach Vegas Pro bin ich nie ins Grublen gekommen. Die Bedienung von Vegas Pro ist einfach und durchdacht, nur vereinzelt mal ein Absturz. Alles was ich in der Basis brauche ist da.

    Das jetzt der Anfang mit Boris etwas holperig verlauft. Na ja, die biegen das schon gerade.

    Hatte Resolve auch Mal auf dem Rechner. Aber alles wieder aufs neue erlernen; da habe ich keine Lust dazu. Ich soll ja auch Spass beim Videoschnitt haben. Habe es vom Rechner wieder runter geworfen.


    Mit den Upgrade nach 26 warte ich bis zum nachsten Rechner (nachstes Jahr und wenn die Speicherpreise runter gehen). Mein I9900 entspricht nicht den Systemvoraussetzungen von der Version 26. Da konnte ja dann doch Frust aufkommen wenn ich jetzt den Sprung mache und nicht alles geschmeidig lauft, was jetzt mit der V22 der Fall ist.


    Schonen Gruss,


    Wiel

  • WielGulpen

    "Hatte Resolve auch Mal auf dem Rechner. Aber alles wieder aufs neue erlernen; da habe ich keine Lust dazu. Ich soll ja auch Spass beim Videoschnitt haben. Habe es vom Rechner wieder runter geworfen."


    Hi Wiel,

    Sehe gerade du bist erst 68, da ist es nie zu spät etwas dazu zu lernen! Ich selber werde dieses Jahr 87 und bin noch immer begeistert von meinem Umstieg von Edius, vorher Canopus, auf Davinci Resolve Studio, jetzt schon Version 21.

    Jeden Tag verbringe ich einige Stunden am Schnittplatz damit und sehe das man hier eine gute Methode hat um Alzheimer auf Abstand zu halten.

    Ich bin nicht der einzige der so denkt!

    Bildschirmfoto 2026-04-24 um 11.06.04.png


    Gruß

    Dirk PEL

  • Wie sehen das heute die langjährigen Nutzer hier im Forum? Braucht der Nicht Profi Resolve?

    Brauchen, brauchst du es nicht.


    Resolve unterscheidet sich vor allem beim Farbmanagement und in der Farbkorrektur von anderen NLEs. Da dürfte es eines der leistungsfähigeren Programm sein. Bei mir läuft das Programm seit Jahren stabil und erhält laufend Upgrades.


    Machst du nur Schnitt und passt ein wenig Helligkeit, Kontraste und Farben an, dann kannst du das mit jedem halbwegs vernünftigem NLE auch machen. Da würde ich mich danach richten, wie sehr dir ein Programm "liegt", einfache Bedienung, logische Arbeitsabläufe, Stabilität usw.


    Da Resolve mit "Nodes" arbeitet, ist die Lernkurve anfangs steiler. Ein Node ist einfach ein Kasten, in dem du zum Beispiel die Helligkeit regelst, in einem weitere Node kannst du dann z. B. den Kontrast beeinflussen usw.. Wenn man (Hürde) dieses Grundprinzip verstanden hat, wird es recht einfach.


    Wie schon erwähnt, im Netz gibt es zahlreiche kostenlose gute Hilfen. Exemplarisch nenne ich mal Michael Müller, Deutsch. (KLICK) oder Mr. Alex Tech, Englisch, KLICK. Tiefer gehender Cullen Kelly KLICK , Team 2 Film KLICK oder Darren Mostyn KLICK.


    Mehrere Programm gleichzeitig? Hm, ich würde mich auf eines konzentrieren und mich dort tiefer einarbeiten. Ist aber Geschmacksache.


    Beste Grüße, Uli

  • Also ich habe Resolve im Laufe der Zeit mehrfach ausprobiert und mich auch versucht einzuarbeiten.

    Es mag gegenüber „meinem“ Edius etwas moderner zu sein und auch einige Werkzeuge zu bieten, die es in Edius so nicht gibt. Aber diese benötige ich eigentlich nicht für meine Schnitte und inzwischen bietet E 11 auch über den BAT Server einige interessante Möglichkeiten an.


    Mir liegt der Workflow in Resolve jedenfalls einfach nicht. Ich empfinde einiges für umständlich und kompliziert.
    Mit Fusion (Studio) arbeite ich hingegen gerne.


    Ich würde also nur sehr ungern umsteigen.


    Gruß

    Peter

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • So, habe das mal in ein eigenes Thema verschoben.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Hi Wiel,

    Sehe gerade du bist erst 68, da ist es nie zu spät etwas dazu zu lernen!

    Hallo Dirk,


    Erst 68. Stimmt! Ich habe dennoch keinen Bock auf einer neuen NLE.


    Zweifellos hat Resolve Funktionen und Schnittoptionen die Vegas so nicht hat. Habe aber nie etwas vermisst :-).


    Also ich bin ein zufriedener Vegas Pro user.


    Schone Gruss aus der Niederlande,


    Wiel

  • Also beim eigentlichen Schnitt ist Resolve gut, vor allem mit dem Speededitor. Aber doch sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man von Vegas kommt.

    Das Colorgrading ist natürlich extrem gut und mächtig. Und einiges mehr.

    Bei Vegas kommen jetzt halt mal all die super tools von Boris FX dazu. Auch ein lernintensiver Neueinstieg. Die Boris FX tools sorgen da in etlichen Bereichen wieder für Gleichstand. WENN man das alles überhaupt braucht.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Ich habe 4 Enkel, 2 sind auch Hobbyfilmer und schneiden alle mit Resolve! Das hat sich anscheinend bei der Jugend herumgesprochen. Erstens die Free Version ist für viele ausreichend, Ein Enkel der es ziemlich serious macht, hat von mir eine Lizenz bekommen die bei der Speededitor dabei war.

    Wir wohnen neben einem Studentenwohnheim und ein Student, der mich mit der BMPCC4k gesehen hat, fragte welches Schnittprogramm ich verwende. Der sagte viele an der Karlsruher Uni verwenden auch Davinci Resolve.

    Er kommt jetzt bei mir vorbei um sich die Studio Version im Gebrauch anzusehen und auch der Speeeditor und das Micro Colorpanel.

    Er selber hat die ganze Suite von Adobe, aber die liegt jetzt in der Ecke und verwendet fast ausschließlich DR.

  • Ich habe ja ewig mit Premiere Pro gearbeitet und wollte eigentlich auch dabei belieben, weil ich mich damit auskannte.

    Da ich dort aber mit dem HDR-Workflow nicht klar gekommen bin (es funktionierte einfach nicht), bin ich zu Resolve Studio gewechselt und habe es nie bereut.

    Es mag zwar zu Beginn nicht ganz einfach sein, aber es gibt unzählige Tutorial, die einem schnell weiterhelfen. Hilfreich für mich war auch die Umstellung auf deutsch.


    Wenn ich hier im Vegas-Thread von den vielen Abstürzen und anderen Schwierigkeiten so lese, dann bin ich mit dem absturzfreien Resolve sehr gut zufrieden.

  • Nach 20 Jahre Vegas habe ich die holprige Übergangszeit von Magix nach BorisFX genutzt um mir Resolve eigen zu machen. Das geling sehr gut mit den vielen YT Tutorials und für spezifische Fragen nutze ich Google KI. An Resolve schätze ich die butterweiche flüssigge Vorschau, das einfache einpacken von komplexen Timeline Abschnitte in Compound Clips, das arbeiten mit mehreren Timelines usw.

    Das Schneiden selber geht auch sehr bequem, das einzige was ich vermisse ist ein einfacher Weg um FX-Presets zu speichern.

    Ich bin übrigens 69 und lerne noch gerne dazu, nutze momentan noch immer die free Version von Resolve.

    LG Theo Houben

  • das einzige was ich vermisse ist ein einfacher Weg um FX-Presets zu speichern.

    Ja, das ist schlecht gelöst. Ich meine, früher konnte man im Inspektor einfach den FX-Namen anklicken, ein Menue klappte auf und man konnte den Effekt mit den neuen Werten als Preset abspeichern. Das geht nicht (mehr).


    Da bleibt nur der relativ umständliche Weg über die Power Bins. Die sind projektübergreifend und lassen sich überall anwenden.


    Edit Seite -> Media Pool einblenden -> ganz links oben das kleine Fenster Symbol anklicken, dann erscheint das "Master-Menue" und darunter die Power Bins. Falls dort die Power Bins nicht zu sehen sind, die drei Punkte oben anklicken und im Aufklapp-Menue einen Haken bei "Show Power Bins" setzen


    Beispiel für die Einrichtung eines Power Bins mit "Gaussian Blur" 0.2. Bei den Power Bins den Master rechts klicken und einen neuen Bin-Namen vergeben: "Gaussian Blur 0.2"


    FX Gaussian Blur auf einen Clip ziehen, 0.2 Stärke einstellen. -> Diesen Clip auf den Eintrag im Power Bin "Gaussian Blur 0.2" per Maus ziehen. Jetzt ist der Wert dort gespeichert.


    Wenn du diesen Wert "Gaussian Blur 0.2" auf einen oder mehrere Clips anwenden willst: Ziehe den Clip aus dem Power Bin irgendwo (hinten) auf die Timeline. Markiere den Clip und kopier den Gaussian Wert durch Cmd/Ctrl + C. -> Rechtsclick auf den Ziel-Clip und den Wert mit Alt / Option + V übertragen. Funktioniert auch mi mehreren Ziel-Clips.


    Na ja, nicht elegant, liest sich aber schwieriger als es ist.


    Beste Grüße, Uli

  • Also ich muß sagen ich komme auch von Vegas und vermisse bei Resolve den wie bei Vegas wirklich super einfachen logischen Schnitt.

    Aber! Ich bin auf Resolve umgestiegen und komme jetzt auch sehr gut zurecht. Hauptgrund waren die fehlende Performance , immer wieder Abstürze in Vegas. Das ist unter Resolve alles wesentlich stabiler.


    Der Anfang ist gerade wenn man lange mit einem anderem Programm gearbeitet hat holprig. Es lohnt sich aber und es gibt auch ein deutsches Resolve Forum und wir schon viele gesagt haben sehr gute Tutorials. Ich habe mir bei DVD Lernkurs den Kurs gekauft und da wird man sehr ausführlich über jeden einzelnen Bereich ausführlich geschult, so das man gut in die Programm-Philosophie hineinkommt.


    Ein weiter Grund ist die kostenlose Upgrade-Politik die mir schon mehrere Hundert Euro erspart haben. Wenn man damit arbeitet sollte man auf jeden Fall auch die kostenpflichtige Version nehmen, die ist nämlich auch insgesamt schneller.


    Gruß ! Gerd

  • rod ja der Weg über Powerbins ist mir bekannt, aber sag mal ehrlich, das ist doch wahnsinnig umständlich! In Vegas kan ich direkt in einem Effekt gleich mehre eigene Presets speichern und diese dann auch einfach Projekt übergreifend wieder anwenden. So etwas würde ich mir noch in Resolve wünschen.

    LG Theo Houben

  • für spezifische Fragen nutze ich Google KI.

    Diesen Hinweis sollte sich jeder NLE-"Schneider" als Spruch auf seinem Schnittplatz montieren!

    // Ich verwende die KI von Google (Kuli+Papier > Taschenrechner > PC+SW > KI - bin neugierig, wie diese Entwicklung noch weitergeht).

    mfG kurt

    WIN-10/64 PRO (22H2-19045-2364)

    RESOLVE-21.0.00033 Studio; EDIUS-11.50.20742-WG

  • das ist doch wahnsinnig umständlich!

    Ja, da hast du völlig recht, deshalb schrieb ich "...das ist schlecht gelöst." Wie gesagt, ich meine, früher was das eleganter.


    Wobei es mich in meiner Praxis nicht stört. Ich habe kaum Anwendungsfälle, wo ich einen speziellen Wert in einer FX immer wieder brauche.


    Was ich dagegen immer benutze, sind die "PowerGrades" in der Color-Page. Dadurch erspare ich mir, bei jedem Projekt einen passen Node-Tree bauen zu müssen.


    In den PowerGrades habe ich meine Node-Trees abgelegt. Also mit Input CST -> Noise Reduction -> Lift, Gamma, Gain -> Farb-Balance -> Custom Curvers usw. Teilweise bis zu 20 Nodes.


    Die einzelnen Nodes sind schon mit Funktionen belegt, die aber alle auf 0 stehen. Zudem ist jede Node auf AUS gestellt. Je nach Material in der Timeline aktivere ich die passenden Nodes und stelle die gewünschten Werte ein. So ist über alle Projekte auch das Grading vom Ablauf konsistent und ich vergesse nichts.


    Beste Grüße, Uli

  • Was ich dagegen immer benutze, sind die "PowerGrades" in der Color-Page. Dadurch erspare ich mir, bei jedem Projekt einen passen Node-Tree bauen zu müssen.


    In den PowerGrades habe ich meine Node-Trees abgelegt. Also mit Input CST -> Noise Reduction -> Lift, Gamma, Gain -> Farb-Balance -> Custom Curvers usw. Teilweise bis zu 20 Nodes.

    Soweit bin ich noch nicht...:thumbsup:

    LG Theo Houben

  • Was ich dagegen immer benutze, sind die "PowerGrades" in der Color-Page. Dadurch erspare ich mir, bei jedem Projekt einen passen Node-Tree bauen zu müssen.


    In den PowerGrades habe ich meine Node-Trees abgelegt. Also mit Input CST -> Noise Reduction -> Lift, Gamma, Gain -> Farb-Balance -> Custom Curvers usw. Teilweise bis zu 20 Nodes.

    Hierzu auch ein Beispielvideo von Darren Mostyn:


    Schönes WE zusammen

  • Also ich habe mich mit dem power grade hier angefreundet - und das für HDR auch noch modifiziert.


    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung