• Kurze Frage, wie alt bist Du eigentlich Steve?

    Ich bin fast 49 Jahre alt, also auch nicht mehr sooo jung. Nach der Konfirmation habe ich meine erste Videocamera gekauft (VHS-C). Ich war viel hobby-mäßig in der evangelischen Jugendarbeit mit Film & Tontechnik beschäftigt. Da schneidet man dann Filme eher wie Musikvideoclips. Vielleicht hält das auch jung. ;)

    Zugegeben: Urlaubs- und Reisefilme mache ich NIE weil das ist überhaupt nicht mein Ding. Im Urlaub mache ich meistens nur Bilder, mir genügt das. Ich bin daher vielleicht nicht ganz der klassische Filmer.

    Gegenfrage: Wie alt bist Du?

    Grüßle,
    Steve

  • hi Steve,

    bin noch 58, werde aber nächstes Jahr 60!

    Das Filmen hält mich auf jeden Fall noch etwas jung.

    „Tenniskarriere“ habe ich eigentlich beendet, leider 🥴 a bisserl Tischtennis

    (Manchmal auch beidhändig 😂) geht schon noch



    :thumbsup: schönen Abend

  • So blicke ich mit meinen noch nicht ganz 80 Jahren auf die (relativ) jungen Leute. Mein Eindruck ist schon, das ist ein Vergnügen alter Männer. Eine einzige Frau kenne ich, die gerne filmt und schneidet.

    Damit sind wir beim Generationsproblem, besser den verschiedenen Perspektiven der Generationen. Meine Söhne (um die 40) kann ich noch mit einem klassischem Urlaubsfilm kommen - soweit sie die Reise auch gemacht haben. Sie geben mir aber auch Material von ihren Aufenthalt auf Mallorca mit dem Rennrad - da haben sie gerne einen fetzigen Film, den sehen sie dann auf der Rolle (Training) im Keller. Meine Enkelkinder schauen TikTok und Instagram, ja auch YouTube - als Informationskanal.

    Damit komme ich zum Film Vietnam. Einige Bilder hätte ich gerne mehr "erzählt" gesehen - gerade die Hualong Bucht wäre ein Thema - weil eines der Big 5. Was ich aus dem Film mitnehme: es gibt interessante Übergänge und andere Effekte - die sind wie Pfeffer im Gericht - gut wenn es dabei ist und schlimm wenn es verpfeffert ist. Insgesamt nehme ich hier viel mit - es fließt mehr oder minder in meine eigene Arbeit ein - deswegen Danke fürs zeigen.....

  • Vielen lieben Dank Walter, wie gesagt würde ich gerne auch malwieder eine richtige Reisedokumentation erstellen, aber irgendwie klappt es immer nicht.

    Bin gerade am erstellen eines weiteren Basketball Pokalsiegerclips, das macht wirklich Spaß :thumbsup:

  • Tolle effektshow - Null Information


    ... und ein paar schöne Aufnahmen von interessanten Motiven an mir unbekannten Orten mit einer eher nicht dazu gehörenden Musikuntermalung... und das war's dann auch schon... für mich, versteht sich.:gruebel:

  • ... und ein paar schöne Aufnahmen von interessanten Motiven an mir unbekannten Orten mit einer eher nicht dazu gehörenden Musikuntermalung... und das war's dann auch schon... für mich, versteht sich.:gruebel:

    Nicht nur für Dich. :beer:

  • Vor 15 Jahren war ich einen Monat in Vietnam und habe einen 60min Film gemacht, so wie man das damals machte. Dein film hat mich wieder direkt in "Vietnamstimmung"gebracht, die Erinnerungen herrlich aufgefrischt.

    Ja. so werden heute Reisefilme gemacht, wenn sie als Werbefilme für ein Land oder Ort dienen sollen, Emotionen, tolle Bilderstatt belehrende Texte. Wirklich gut gemacht, und die jungen Leute lieben dieses lässige, so reisen sie ja auch.

    Times are changing!

    Dirk

  • Emotionen, tolle Bilderstatt belehrende Texte. Wirklich gut gemacht, und die jungen Leute lieben dieses lässige, so reisen sie ja auch.

    Times are changing!

    Emotionen sehe ich hier zwar schon einige, aber die sind durchaus ausbaufähig. Und junge Leute stehen sich heute zu Hundertschaften auch ihre Beine in den Bauch, um ein aus dem "Netz" bekanntes Motiv zu erhaschen - im Vordergrund immer ihr grinsendes Gesicht. Soweit zur Form heutiger Filmerei, die man sicher bald oder sogar jetzt schon komplett durch KI ersetzen könnte.


    Ich habe auf den Azoren mal einen Handyfilmer beobachtet, wie er stehend vor einem Brückengeländer sich selbst und die gähnende Schlucht hinter sich filmte oder fotografierte... und hinter ihm war absolut nichts anderes zu sehen als dichter Nebel! Ja, so reisen viele inzwischen auch. Und ich bin inzwischen froh, das alles hinter mir zu lassen und mich nicht mehr danach sehne, dorthin reisen zu "müssen". Vietnam böte sicherlich genügend Möglichkeiten, einen 5-10-minütigen Stimmungsfilm zu erstellen, ein paar passende Worte zu finden (auch ohne KI) und im Archiv eine ebenso passende Begleitmusik zu finden. Gerade Letzteres ist oft extrem zeitaufwändig und schwer.


    Damit keine Missverständnisse entstehen: Der hier vorliegende Vietnam-Spot ist wirklich gut gemacht - kann man durchaus so akzeptieren und ist einmal etwas anders als die 60-minütigen Schinken. Und die Musik... naja, erinnert mich halt eher an aktuelle TV-Krimis von der Stange. Sie steht im direkten Konflikt mit dem Bild. Auch ein interessanter Lösungsansatz, mal etwas anderes.


    Meine b.H. hinzu gezogen. Ihr Kommentar: "Ist halt der heutigen Zeit angepasst - man sieht sehr viel... und dann doch wieder nix". Wobei wir wieder beim ersten Kommentar von "zali" ganz am Anfang angekommen sind. Zufall...? ;)


    ICH habe mir diesen Film genauer und mehrmals angesehen, weil er mir a) sehr gut gefällt und b) er dennoch etliche Fragen in mir aufwirft. So soll es auch sein.

  • Meine b.H. hinzu gezogen. Ihr Kommentar: "Ist halt der heutigen Zeit angepasst - man sieht sehr viel... und dann doch wieder nix". Wobei wir wieder beim ersten Kommentar von "zali" ganz am Anfang angekommen sind. Zufall...? ;)

    Und genau das ist das Problem. Ein Reisefilm soll doch letztendlich etwas vom porträtierten Land zeigen, das sich auch irgendwie zuordnen lässt. Das sollte doch wohl auch bei Filmen im 'Jugend-Stil' so sein.


    Einige Aufnahmen machen das (die Schienen zwischen den Häusern, die Halong Bucht), andere Aufnahmen sind ohne Kontext sehr beliebig und könnten auch z.B. aus Thailand stammen.

    Nicht mal die schon mehrfach kritisierte Musik ist hilfreich ...

  • Und genau das ist das Problem. Ein Reisefilm soll doch letztendlich etwas vom porträtierten Land zeigen, das sich auch irgendwie zuordnen lässt. Das sollte doch wohl auch bei Filmen im 'Jugend-Stil' so sein.

    Moderne und „junge“ Reisefilme sollen vor allem den „positive vibe“ und die „Stimmung“ beim Reisen wiedergeben – und nicht etwa Zahlen, Daten und Fakten zum besuchten Land transportieren, bekannte Motive zeigen und erklärten, sondern eben die Lust, die Freude, das Abenteuer beim Reisen rüberbringen.



    Das sind ganz typische Mood-Filme, gerne mit viel Effekten, viel Farbkorrektur, gerne viel Unschärfeeffekten.



    Wenn die junge Generation Information zum besuchten Land braucht holt sie sich diese schon auf anderem Wege – Hey Google, sag mir das wichtigste zu Thailand / Vietnam oder anderen Locations…

    Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar

  • Da kommen wir zum Kern der Meinungsunterschiede. Mich interessieren die positiven vibes von mir unbekannten Leute null. Geht mir am .... vorbei. Und wenn ich seriöse Information zu einem Land suche, gehe ich auf Wikipedia oder andere seriöse Quellen. Nicht auf die (un)sozialen Medien, die hauptsächlich Lügen verbreiten. Bin halt ziemlich altmodisch mit meinen 71 Jahren.


    Warum sehe ich mir gerne Videos von Mischka, wabu oder anderen an? Weil sie mich informieren und gleichzeitig ihre Schwerpunkte in einem Land oder einem Ort auf unterhaltsame Art zeigen. Nicht ihre Vibes, sondern was sie im Besonderen fasziniert hat. Und warum.


    Und ein Letztes: nicht alle jungen Leute sind so oberflächlich. Die Vierzigjährigen, die ich durch meine Kinder kenne, sehen das ziemlich ähnlich wie ich.


    Ciao


    Berthold

    Luxemburg

  • Moderne und „junge“ Reisefilme sollen vor allem den „positive vibe“ und die „Stimmung“ beim Reisen wiedergeben


    Ich vergleiche viele (Reise-)Filme gerne mit einer Art "Gemälde", das uns etwas erzählen oder gar Stimmungen erzeugen will. Mit "Zahlen" hatte ich es dabei noch nie so richtig. Das kann innerhalb 3 Minuten geschehen (sehr schwer realisierbar) oder auch in 30 Minuten (ebenfalls schwer, da hier genügend Material vorhanden sein muss). Das kann mit gutem Text erfolgen (kein Ablesen aus dem Reisführer) und mit geeigneter Musikuntermalung - diese soll das Bild ergänzen, nicht deren Platz einnehmen (es sei denn bei Konzertaufnahmen). Wer versuchen will, keinerlei Stimmung in seine Videos reinzubringen, scheitert hinterher oft am Desinteresse des Zuschauers. Das ist eben die Kunst, der wir uns doch eigentlich verschrieben haben. Und ich meine, das ist relativ altersunabhängig. Wer heutzutage unablässig auf sein Handy starrt und sich nur noch kürzeste "lustige" Spots auf Ticktock (absichtlich falsch geschrieben!) ansehen mag, weil er/sie/es zu nichts anderem mehr aufnahmebereit oder gar fähig dazu ist.... naja, der soll es eben tun. Und es als Generationenproblem bezeichnen. Irgendwann sehen wir uns dann alle nur noch KI-generierte künstliche Filme an.


    Ich persönlich würde meine "Werke" jedenfalls nicht auch noch durch den KI-Sumpf ziehen wollen, nur damit es "besser" wird. Nicht einmal die Texte, falls vorhanden...

  • Bin halt ziemlich altmodisch mit meinen 71 Jahren.

    Nicht altmodisch, sondern vielleicht ein wenig weise... wussten schon die alten Griechen. Die Geschichte wiederholt sich unentwegt.


    Und ein Letztes: nicht alle jungen Leute sind so oberflächlich.

    ... weil eben jedes Schubladendenken die Sicht(weise) einschränkt.

  • vielen Dank für die ganzen Kommentare.

    Ich fühle mich ja durch die ganzen Meinungen noch mal richtig jung dabei :) , wobei ich durchaus auch schon zu den älteren Filmemachern gehöre.

  • Hallo,

    Und genau das ist das Problem. Ein Reisefilm soll doch letztendlich etwas vom porträtierten Land zeigen, das sich auch irgendwie zuordnen lässt. Das sollte doch wohl auch bei Filmen im 'Jugend-Stil' so sein.

    Warum sehe ich mir gerne Videos von Mischka, wabu oder anderen an? Weil sie mich informieren und gleichzeitig ihre Schwerpunkte in einem Land oder einem Ort auf unterhaltsame Art zeigen. Nicht ihre Vibes, sondern was sie im Besonderen fasziniert hat. Und warum.

    Wenn ich Kommentare wie diese lese bekomme ich die Krise... Es ist ein TRAILER, ein Kurzclip. Da war doch nie der Anspruch zu informieren oder porträtieren. Ich finde das zig mal unterhaltsamer als manchen Clip der oberlehrerhaft bis kurz vor dem einschlafen "Informiert". Warum muss man unbedingt jemandem Aufzwingen wie ein Reisefilm auszusehen hat, zumal es keiner sein soll? -Und Christian hat ja klargestellt, dass er wenig Material zur Verfügung hatte, so dass es für einen Reisefilm gar nicht gereicht hätte.
    Ich habe kein Problem damit das jemandem ein Film nicht gefällt. -Nur am wiederholten festhalten obwohl der Themenersteller Hintergrundinfos geboten hat. -Da wäre auch mal ein "Ach so!" drin. ;)
    Und während hier das "Zentralkomitee Videoschnitt" richtet, laden viele Menschen Filme im Stil von Christian ins www und haben hohe Zugriffszahlen.:panic:
    Was natürlich kein Beweis für die richtige Vorgehensweise beim Filmen & Schneiden ist sondern lediglich belegt, was Menschen interessiert und was nicht.
    Grüßle,
    Steve

  • Hallo,

    Wenn ich Kommentare wie diese lese bekomme ich die Krise... Es ist ein TRAILER, ein Kurzclip. Da war doch nie der Anspruch zu informieren oder porträtieren.

    Wenn Du Dir die Mühe gemacht hättest, von Anfang an mitzulesen, hättest Du in der Nummer 14 sehen können, dass ich genau das schon geschrieben habe.

    Genau so sehe ich das auch. Ein paar Schnipsel. Ist das das Ergebnis einr dreiwöchigen Reise? Oder ist das der Teaser/Trailer für den Langfilm - und wenn ja, wo kann man den denn sehen? Würde mich interessieren, weil ich vor 1 1/2 Jahren ebenfalls dort war.

    Ja, es ist wohl ein Trailer, das hat Christian671 aber nicht gesagt ...

  • Das Gerede vom Zentralkomitee Videoschnitt finde ich ziemlich dumm. Erstaunt mich von einem, der für die Kirche arbeitet.


    Und wenn viele etwas machen, ist das noch lange nicht richtig. Millionen haben Trump gewählt ……..

  • Bin halt ziemlich altmodisch mit meinen 71 Jahren.

    Alles relativ!

    // Altmodisch? Aus meiner Sicht (mit 86) fällt das höchstens unter "reifer Jugendstil" :teufel: :beer:

    WIN-10/64 PRO (22H2-19045-2364)

    RESOLVE-20.3.20009 Studio; EDIUS-11.40.19830-WG

  • Ja, es ist wohl ein Trailer, das hat Christian671 aber nicht gesagt ...

    Nein, das ist kein Trailer = "Werbung" für einen längeren Film, sondern schon das Endprodukt selbst.



    Man sollte das eher vergleichen mit dem Zeigen weniger "Schnappschüsse" für Leute, die nur einen kurzen Eindruck von diesem Urlaub bekommen wollen, ohne dabei groß in die Tiefe zu gehen


    Völlig altersunabhängig wird man ja wohl auch früher schon nicht jeden der einen mal gefragt hat "Na, wie war Dein Urlaub.." gleich zu einem ausführlichen Diavortrag/Urlaubsvideo verdonnert haben. Wenn doch, so wird derjenige diese Frage einem wohl nie weider gestellt haben.... :teufel:


    Was sich da eigentlich auf Grund der heutigen medialen "Plattformen" nur geändert hat, ist die Form der Präsentation. Nämlich in Form eines bearbeiteten Kurzvideos.

    Und das hat Christian671 halt treffender Weise auf das zu erwartenden Zielpublikum = Leute im Alter seines Sohnes, zugeschnitten.

    Mein Musikgeschmack hat meinen Eltern auch nicht immer gefallen... 8o



    Insoweit finde ich das hier gezeigte Ergebnis auch ok.

    Lediglich die von Christian in seinen Filmen allgemein gern eingesetzten "Glitch"-Effekte passen hier nicht so gut und sind m.E. auch inzwischen, da ständig wiederholt, uninteressant geworden.


    Auch die Sprecherstimme besitzt halt die übliche "Schöfferfilm-Dramatik", die jetzt nicht unbedingt wirklich gut zu diesem Film passt.

    Ich könnte mir hier auch eher eine sanftere, weibliche Stimme vorstellen, die m.E. mehr zu den gezeigten Bildern passen würde.


    Alternativ könnten die wenigen Worte sicherlich eben auch von seinem Sohn eingesprochen werden.

    Und wenn der nicht möchte, gibt es inzwischen (KI-)-Tools, welche die Stimmlage einer Person nachahmen können (s. Filme von befe, die Stimme seiner Frau).


    Gruß

    Peter

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