Trotz Hilfslinie manchmal Schieflage

  • Hallo zusammen,


    ich habe mir zum filmen eine weisse Hilfslinie eingeblendet, damit ich bei den Aufnahmen so ziemlich "gerade liege". Obwohl ich mich während des Filmens genau nach dieser Hilfslinie richte, komme ich manchmal trotzdem etwas in die Schieflage. Womit hängt das zusammen ?

    Wie macht ihr das ?

    Bin für jeden Tipp dbzgl. dankbar.

    Gruß
    Herbie

  • Seit ich mit Osmo-pocket filme sind schiefe Horizonte oder Schieflagen Vergangenheit. Mit einer Hilfslinie filmen lenkt zu sehr vom Motiv ab und ist bei nicht vorhanden von einem Horizont schwer aus zu richten oder wird auf falsche Horizontalen ausgerichtet. Vor allem wenn die Kamera sich dabei auch noch bewegt. Abhilfe schafft nur ein Gimbal oder ein Stativ das vorher waagerecht ausgerichtet wird.

    LG Theo Houben

  • Obwohl ich mich während des Filmens genau nach dieser Hilfslinie richte, komme ich manchmal trotzdem etwas in die Schieflage.

    Dazu müsste man halt schauen, was denn da "schief" ist, bzw. erscheint.


    Solche Eindrücke können halt manchmal auch durch die gewählte Perspektive entstehen. Allgemein bekannt ist das ja grade bei hohen Gebäuden. Aber auch auf den anderen Achsen können "schiefe" Eindrücke entstehen, wenn die Kamerapositon ungünstig gewählt wurde, und/oder "verwinkelt" wird.

    Hier hilft es in der Post entsprechende perspektivische Gegenmaßnahmen zu ergreifen. In Edius wäre das mit dem Layouter, bzw. dem Filter Umwandeln zu machen.


    Auch weitwinklige Objektive, wie sie ja heute an den Kameras oft verwendet werden, haben immer eine gewisse Randverzerrung, Deshalb gibt es ja grade bei Action-Cams auch entsprechende "Entzerrungs-"Tool.



    Sollte es sich hingegen um eine echte "Schräglage" handeln, also die Kamera beim Filmen tatsächlich schief gehalten werden, so sollte man sich vielleicht vor dem Auslösen etwas mehr Zeit für die Beurteilung des Displays nehmen.

    Leider sind in der Hinsicht die heutigen leichten Kameras und die Bauform der Smartphones halt auch etwas ungünstig. Die hält man schneller mal "schräg", als einen der früher üblichen Camcorder, die ja auch ganz anders in der Hand lagen.

    Und die Displays sind manchmal auch nur schwer zu sehen, grade bei hellem Sonnenlischt.


    Gruß

    Peter

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  • Mit einer Hilfslinie filmen lenkt zu sehr vom Motiv ab und ist bei nicht vorhanden von einem Horizont schwer aus zu richten oder wird auf falsche Horizontalen ausgerichtet.


    Was viel mehr wie eine Hilfslinie oder eine Gitter-Einblendung stört sind die gefühlt drölfzig Statusmeldungen von Akkustand über Histogramm bis zum Zoomlevel.


    Da erkennt man vor lauter Einblendungen teils sinnloser Einstellungsparameter das Objekt nicht mehr richtig....


    Das Problem mit einer Horizontlinie ist das diese meist mittig durchs Bild läuft. Und dort in der Praxis nur selten der Horizont verläuft, sondern i.d.R. eher im unteren Bilddrittel.



    Es muss also die Linie immer gedanklich nach „unten“ transferiert werden, da kann es schon mal zu Ungenauigkeiten kommen. Daher empfehle ich als Hilfe eher das 3x3-Raster, dieses hilft ggfs. auch um den „goldenen Schnitt“ bei der Bildgestaltung einzuhalten.



    Ein weiteres Hilfsmittel ist die elektronische „Wasserwaage“, welche viele Kameras bieten. Hier wird aber nur geprüft, ob die Kamera selbst gerade gehalten wird, nicht ob der Horizont gerade im Bild ist. Durch perspektivische Verzerrung kann aber obwohl die Kamera exakt gerade gehalten wird der Horizont im Bild nicht gerade sein. Gleiches gilt bei der Verwendung von Gimbals oder der Osmo Pocket…

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  • empfehle ich als Hilfe eher das 3x3-Raster,

    :thumbsup: Ist auch meine Grundeinstellung.



    Durch perspektivische Verzerrung kann aber obwohl die Kamera exakt gerade gehalten wird der Horizont im Bild nicht gerade sein. Gleiches gilt bei der Verwendung von Gimbals oder der Osmo Pocket…

    Genau

    Deshalb ist es eben wichtig sich mit der Beurteilung des Bildausschnitts vor der Aufnahme Zeit zu lassen.

    Hektik bringt da nichts und sollte im Urlaub ja sowieso vermieden werden.

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  • Ein weiteres Hilfsmittel ist die elektronische „Wasserwaage“, welche viele Kameras bieten. Hier wird aber nur geprüft, ob die Kamera selbst gerade gehalten wird, nicht ob der Horizont gerade im Bild ist. Durch perspektivische Verzerrung kann aber obwohl die Kamera exakt gerade gehalten wird der Horizont im Bild nicht gerade sein. Gleiches gilt bei der Verwendung von Gimbals oder der Osmo Pocket…

    Wenn man in der Norddeutschen Tiefebene oder Küste unterwegs ist, kann das stimmen.

    Wenn ich im hügeligen Gelände in Süddeutschland unterwegs bin, ist der "Künstliche Horizont" für mich ausschlaggebend.

    Ich werde mich dann hier keinesfalls an den sichtbaren Horizont orientieren, der ja durch die Topografie real schief liegen kann.


    Grüße

  • Eine Schieflage macht sich extrem bemerkbar bei Wasserlandschaften und Landschaften mit (Kirchen)türmen usw. Das hasse ich genauso wie Wackler und ruckeln. Mit der Osmo-pocket gelingen solche Aufnahmen problemlos und das auch noch beim Schwenk aus der Hand, noch nie habe ich Aufnahme davon nachträglich noch nachbessern müssen.

    LG Theo Houben

  • Mit der Osmo-pocket gelingen solche Aufnahmen problemlos und das auch noch beim Schwenk aus der Hand, noch nie habe ich Aufnahme davon nachträglich noch nachbessern müssen.

    Meine Canon R7 macht das ebenfalls ohne Probleme, mein R8 dagegen nicht, was für mich ein echter Nachteil ist, vor allem wenn es schnell gehen muss.