Beiträge von Sucjher

    Die nächste Stufe wäre dann [...]


    das ein Schnittprogramm die aufgenommenen Szenen analysiert und vollkommen optimiert mittels KI neu generiert. Mit optimaler Haut der Protagonisten, optimalem Hintergrund und natürlich der Wunsch-Farbstimmung. Urlaubsvideo verregnet – egal, die KI tauscht den wolkenverhangenen Himmel gegen Schönwetter und rechnet die Regentropfen raus…und wenn einem als Influenza das Selfie nicht gefällt entfernd die KI überflüssige Pfunde und bastelt ein perfektes Bikini-Outfit….

    Weshalb sollte der Videotechnik verboten bleiben, was im Fotobereich längst gang und gäbe ist?


    Die maßvolle Anwendung von KI-Tools wird aus meiner Einschätzung über kurz oder lang ebenso selbstverständlich werden, wie die Anwendung der Farbkorrektur oder eines Dynamik-Kompressors im Audiobereich.


    Btw: bis auf herausgerechnete Regentropfen und ein perfektes Bikini-Outfit sind Deine Visionen größtenteils schon Realität, sofern es um Videobearbeitung geht.


    Im real life verhält es sich gottlob noch etwas anders...:wink2:


    LG, Franz

    Der Standard 24p bei Kinofilmen kommt einfach mal daher, weil die meisten Menschen damit bereits den Eindruck einer Bewegung erhalten. Also die Bilder ab dieser Geschwindigkeit nicht mehr bewußt als Einzelbild wahrnehmen. (aber selbst da unterbewußt schon).

    Das ist richtig, Peter. Die Unterscheidung von Einzelbildern (frames) und dem visuellen Eindruck einer fortlaufenden Bewegung (vgl. "galoppierendes Pferd") ist von der Anzahl der gezeigten frames je Sekunde abhängig.


    Die meisten Menschen können ab 16 fps eine zusammenhängende Bewegung erkenne, die jedoch durch "Ruckeln" nicht wirklich rund wirkt. Aus diesem Grund hat man sich damals - für Doppel- und Super-8 Film - für 18 fps entschieden, weil damit bereits eine "rundere" Bewegung wahrgenommen wurde, gleichzeitig der Materialverbrauch (Rohfilm) überschaubar blieb.


    Bei noch geringere Bildraten wird das von Schmalfilmaufnahmen mit 18 Bildern/Sekunde bekannte Bildflackern bemerkt.

    Wenn Du mit "Bildflackern" stakkatoartige Bewegungsabläufe meinst, tritt dies ab etwa 16 fps nur noch marginal, oberhalb etwa 18 fps kaum noch auf.


    Wenn Du damit "Flimmern" meinst, handelt es sich um ein völlig anderes visuelles Phänomen, nämlich die sog. Flimmerverschmelzgrenze.


    Diese zeichnet sich durch wahrnehmbare Helligkeitsschwankungen aus, die bei den meisten Menschen ab etwa 48 Perioden/Sek. nicht mehrals solche wahrgenommen werden. Oberhalb von etwa 60 Perioden/Sek. nehmen wir kaum noch Flimmern bzw. Helligkeitsschwankungen wahr, jedoch ist dieser Wert auch stark helligkeitsabhängig.


    Die Gebrüder Lumiere hatten somit gleichzeitig gegen zwei völlig verschiedene, visuell wahrnehmbare Aspekte des menschlichen Sehens anzukämpfen: einerseits, einen flüssigen, runden Bewegungsablauf zu imaginieren und gleichzeitig das gefürchtete, helligkeitsabhängige Flimmern hintanzuhalten.


    Es hatte sich schließlich gezeigt, dass sich bereits mit 18 fps ein zwar relativ flüssiger Bewegungsablauf darstellen ließ, jedoch keine befriedigende visuelle Darstellung, was das gefürchtete Helligkeits - Flimmern betraf. Um diese beiden Themen zu befrieden, wurde (vor allem für den, im Amateurfilmbereich weitverbreiteten 18 fps) die Dreiflügelblende bei der Projektion von Amateurfilmen eingesetzt.


    Jedes Amateurfilmbild wurde also zweimal projiziert, bevor das nächste Frame ins Bildfenster des Projektors gezogen wurde, und damit ergab sich bei 18 fps eine Helligkeitsschwankung von 3 x 18 = 54 Perioden/Sek., wodurch eine - als "flimmerfrei" wahrgenommene Projetion ermöglicht wurde, während auch gleichzeitig ein - als einigermaßen flüssig wahrgenommener Bewegungsablauf erzielt wurde. Nebeneffekt für pfennigfuchsende Amateure: Filmmaterial wurde maximal sparsam eingesetzt.


    Beim professionellen Film wurde von Anfang an auf 24 pfs gesetzt, wodurch neben dem als flüssiger wahrgenommenem Bewegungablauf und der (im 16 mm und 35 mm Filmbereich von Anfang üblichen) zweiflügeligen Umlaufblende bei der Projektion eine Helligkeitsschwankung von 24 x 2 = 48 Hz erzielt wurde - was gerade noch als akzeptabel oder eben "nicht flimmernd" wahrgenommen wird.


    Aufmerksamen Kinogehern mag vielleicht aufgefallen sein, dass die sog. "Credits" (der Abspann von Filmen) meist als weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund gezeigt wird, weil dabei die strahlend weiße Helligkeit der gesamten Leinwandfläche von -zig m² nicht als störendes Flimmern wahrgenommen wird, als andersrum. Ein weißer Abspann mit (flächenmäßig) geringen dunklen Zeichen und Ziffern würde auch heute noch zu ziemlich störendem Flimmern im Kino führen, und das geneigte Publikum vermutlich noch rascher zum Verlassen des Kinosaales drängen, als dies ohnehin schon der Fall ist ... :grim:


    Ich erinnere mich gut auf die Zeiten vom Umstieg von MS-DOS basierten PC - Röhrenmonitoren auf grafische Oberflächen bei Windows 3.0 und ff.


    Die bei Computerbildschirmen übliche Bildwechselfrequenz beträgt auch heute noch in den allermeisten Fällen 60 Hz, was unter MS-DOS Zeiten (oder damaligen consolenbasierten Terminals) mit heller oder weißer Schrift auf dunklem Hintergrund niemanden störte; erst nach Umstieg auf Bill Gates' grafischem Betrübssystem <sic> nahmen Beschwerden über flimmernde Bildschirme schlagartig zu, weil deren Default-Einstellung "schwarze Schrift auf weißen Hintergrund" zu flächenmäßig reziproken Verhältnissen im Vergleich zu MS-DOS üblichen Bildschirmdarstellungen führte.


    Stark flimmernde Windows-Bildschirme! Deren Benutzer wurden sodann häufig mittels "bildschirmgerechten Arbeitsplatzleuchten" (Halogenstrahler zur Erhöhung der Umgebungshelligkeit und damit Anhebung der Flimmerverschmelzgrenze) besänftigt.


    Diese meist nachgerüsteten Arbeitsplatzleuchten führten in weiterer Folge zu einer Verdoppelung der Stromrechnung für EDV-gerechte Arbeitsplätze: rund 120 Watt für PC und 120 Watt für 14-zöllige Bildschirme, plus mind. 300 Watt für die Wand- oder Deckenfluter zur Vermeidung von Bildschirmflimmern..... 540 Watt je Bildschirmarbeitsplatz, keine Lappalie!


    Ich merke, ich drifte vom Thema ("Ausgabeformat") ab.


    Ich wollte bei der Gelegenheit die beiden völlig unterschiedlichen visuellen Effekte "fps" (aka Bewegungswahrnehmung) vs. "flimmern" (Flimmerverschmelzgrenze) einmal differenziert für die Filmprojektion darstellen.


    Die Grundlagen gelten für Video und Gamingbelange ja gleichermaßen.


    LG, Franz

    [Helikopter-Muttis] Die schaffen es sich direkt vor die Linse eines TV-Kamerateams zu stellen und dann ganz frech zu behaupten sonst sehe das Kind ja nichts....

    Ich hatte mich schon bei klirrender Kälte 1 h vor Veranstaltungsbeginn an meinen favorisierten Standort begeben, Stativ und Kamera in Stellung gebracht, um dann 1 Min. vor dem Start ein Kleinkind vor die Nase gesetzt zu bekommen....


    Mein Einwand "...wer zuerst kommt, malt zuerst..." wurde mit ähnlichen Argumenten schroff zurückgewiesen, und erst als ich auf bis zu fünfstellige Aufrufe meiner Videos hinwies, konnte ich den ergatterten Aufnahmestandort verteidigen.


    Größere Camcorder und ausladende Stative können beim Standort - Vorrang eher zweckdienlich sein, als wenn das Handy oder eine DJI-Pocket als Aufnahmegerät zum Einsatz kommt.


    Dennoch bedarf es oft eines deutlichen Hinweises darau, hier werde (ernsthaft) gefilmt ...


    LG, Franz

    das war relativ nahe dran und seitlich gelegen an einer für die Show errichten Absperung mit einem Bauzaun im Rücken.

    Die meisten Zuschauer waren also eher schräg hinter mir. Weiter mittig war es auch zu voll, das wäre nichts geworden.

    Die Schwierigkeit der örtlichen Aufnahmesituation bzw. Gegebenheiten sind in diesem Beitrag

    https://www.youtube.com/watch?v=8Qa-dWL4YBI bei ca. 0'34" zu erahnen.


    Vermutlich kennt jeder von uns die Herausforderung, einen erstklassigen Kamerastandort zu finden, um dann vor Ort festzustellen, dass dieser - und meist sämtliche alternativen Standorte - bereits von TV-Kamerateams, Omis, Kleinkindergruppen oder Rollstuhlfahrern besetzt sind.


    Geläutert aus solchen Erfahrungen sage ich: Hut ab, Peter, Deine Aufnahmen sind erstklassig!


    LG, Franz

    Hattest keine Streulichtblende drauf?

    [Gummiblende gesnipt]

    Bruno, damit hättest du rein garnichts bewirkt! Schau dir das Video einmal genau an: wo sind die Lichtquellen, wo sind die Lensflares? Bedenke die Spiegelungsregel:


    Einfallswinkel ist gleich Ausfallswinkel! Dämmert's?


    Mit diesen 60° - Tüten hättest du rein garnichts bewirkt...


    LG, Franz

    Weiß nicht, ob das Teil hier schon mal besprochen wurde:


    https://youtu.be/z0KbuWOxYAo?si=5SS2-Ezj591XpsJ7


    funktioniert sehr gut mit der ZVE1

    Funktioniert der an Deiner FX6? Die hat ja den gleichen MI-Shoe wie meine NX800, beide sind jedoch nicht auf der Compatibility-Liste von DJI (Letztstand April 2024) angeführt, da gab's meine NX800 noch garnicht...


    Das Feature "digital MI-Shoe" allein bestätigt leider nicht die Kompatitilität zu DJI!😭


    LG, Franz

    Zitat

    Wenn das Ergebnis dann halbwegs passt, ist man trotzdem zufrieden.

    Manfred, mit Deinem Ergebnis wäre ich sehr, sehr zufrieden - würde ich so etwas in dieser Qualität hinbekommen. Ich hab' das ansprechende, ruhige Video sehr genossen und mich an Deinen schönen, direkt epischen Bildern und der ruhigen Musik erfreut!


    Meine Hochachtung und Kompliment zum Ergebnis, das einen erfreulichen Kontrapunkt zu den heute üblichen, hektischen Kurzvideos darstellt.


    Chapeau!

    Ging mir mit der Insta360 X3 so. [...] Wobei ich ehrlich sagen muss das ich diese Kamera eher sehr selten nutze.


    So eine 360°-Kamera ist eher "nettes" Spielzeug für einige wenige Szenen in einem Film und keine Kamera welche man für einen ganzen Film nutzt, so meine zwischenzeitliche Erfahrung.

    [...]

    Ging mir mit der Insta360 X2 so ähnlich, wobei ich sagen muss, dass ich sie ziemlich bald wieder verkauft habe. Als "nettes" Spielzeug hatte sie bald ausgedient, weil das "nett" ziemlich bald abhanden gekommen ist und als Spielzeug, das keine Freude mehr machte, wollte ich sie nicht behalten.


    Einen ausführlicheren Bericht hatte kurz danach auf Slashcam veröffentlicht:

    https://www.slashcam.de/forum/…ic.php?p=1145143#p1145143


    LG, Franz

    Das ganze war bei einem Orgelkonzert von Barbara Dennerlein, mit direkter Liveübertragung auf eine Großleinwand damit die Besucher in der vollbesetzten Kirche auch sehen konnten wie die Orgel gespielt wird....

    Damit war der Produzent sehr gut beraten: Barbara Dennerlein muss man spielen gesehen haben, nicht nur gehört...


    Eine grandiose Musikerin auf ihrem Instrument, gleich ob Hammond-Orgel oder Kirchenorgel! Vergleichbar mit Cameron Carpenter...


    LG, Franz

    Bei komplexen Projekten mit mehreren Kameras ist oftmals ein Live-Schnitt mittels Bildmischer die nicht so aufwendige Lösung vom Zeitbedarf her, allerdings braucht es da für komplexe Setups ziemlich viel Technik (welche viel Geld kostet).


    Ich hatte schon die "Ehre" mehrfach solche Aufzeichnungen leiten zu dürfen und die Bildregie zu übernehmen, dankenswerterweise mit professioneller Technik und für einen regionalen TV-Sender - inclusive Intercom zu den Kameraleuten. [...]

    Hut ab, dass Du derartig aufwändige Aufzeichnungen als Bildregisseur leiten durftest, das macht man sicherlich nicht aus dem Stegreif....


    Meine Beobachtungen anlässlich der Generalprobe zum "Aschermittwoch der Künstler", der damals jährlich wiederkehrend aus Sankt Michael / Wien am Vortag geprobt wurde, zeigte den enormen technischen und organisatorischen Aufwand:


    So hatte jede bewegte Kamera ein fixes "Script", welche Einstellung zu welchem Zeitpunkt und wie lange gezeigt werden sollte: das Timing der nachfolgenden Live-Übertragung war für alle das einzig wichtige Kriterium, denn die nachfolgende Sendung - Zeit im Bild 1 um 19:30 dultete keine Sekunde Überziehen, da würde einfach abgedreht werden...


    Den installierten Lichtaufwand hatte ich bereits unter Reply #17 beschrieben, richtiger Weise handelte es sich jedoch um HMI-Scheinwerfer und nicht meine Kfz-Versicherung (HDI). :wallbash:


    Die vorhandene Beschallungsanlage der Kirche wurde in die Lifeübertragung mit eingebunden, weil die kurze Predigt des Pfarrers sowohl für die Kirchgänger als auch für die Liveübertragung herangezogen werden musste.


    In den riesigen Ü-Wagen am Michaelerplatz gewährte man mir selbstverständlich keinen Zutritt, denn hier laufen ja alle Fäden der Bild- und Tonaufzeichnung zusammen und müssen für eine Liveübertragung in Echtzeit (!) bearbeitet werden, weshalb eine 1:1 Generalprobe u.A. zur exakten Einhaltung der Zeitvorgabe durchgeführt wurde.


    Die Bild- und Tonregie darf hier natürlich keinerlei Fehler begehen, denn diese würden an tausenden heimischen TV-Geräten sofort zu erkennen sein - weshalb hier nur erfahrene Profis mit entsprechendem Know-how zum Einsatz kommen.


    Zusammenfassend sind all diese Vorgänge weit jenseits der Möglichkeiten, die uns Amateuren zur Verfügung stehen.


    Wir werden schießlich auch nicht von abertausenden Beitragszahlern finanziert...:wink2:


    LG, Franz

    Ich hatte mich ja zum Schreddern entschlossen... nach 3 DVD war der Schredder vom Otto Normalverbraucher kaputt

    [...]

    Nimm einfach eine Blechschere vom Baumarkt um € 20,- die überlebt all Deine Rohlinge um Längen!


    LG, Franz


    ehem. Schredderer von > 700 DVDs.

    [...]

    Sorry, muss natürlich 900msec heißen.

    Bei normalem Luftdruck beträgt die Schallausbreitungsgeschwindigkeit 330 m/s, daher braucht der Schall für 30 m 90 ms oder 0,090 s. Das ist gut wahrnehmbar. In Kinosälen wird dies akustisch ebenfalls berücksichtigt, allerdings nur auf mittleren Sitzabstand zur Leinwand.

    [...]


    Ich habe das als Einzelkämpfer gemacht, meine Frau hat mitgeholfen. Es ist an der Grenze dessen, was ich noch hinbekomme. Da sieht man, dass es die Fernsehleute mit Team und Equipment und zentraler Regie doch leichter haben.


    [...]

    Hallo Jürgen,


    auch von meiner Seite eine ausgesprochene Hochachtung zu dieser Leistung! Das soll Dir erst einmal jemand (mit Amateurequipment) nachmachen!


    Ich habe an ähnlichen Events in verschiedenen Aufgaben mitgewirkt und kann daher sehr gut beurteilen, welcher Aufwand dahinter steckt - und hatte mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, wie Du!


    Da ich sehr guten Zugang zu Klassischer Chormusik finde, habe ich Deine Aufnahme genau analysiert und festgestellt, dass die Kamera7 (Deine Sony PXW-X70) zwar demonstrativ am Reisestativ ausgerichtet auf den Dirigenten zeigt, jedoch NIE ins Bild kam! Deine obige Erklärung - drei bevorzugte Rosstuhlfahrer - erklärt diesen Umstand natürlich.


    Dies wäre auch mein erster Krititkpunkt gewesen, denn der Dirigent kam für mein Gefühlt viel zu selten bzw. garnicht bildfüllend vor; dieser Kritikpunkt ist somit bereits hinfällig, das fällt unter "höhere Gewalt"!


    Bei einer meiner Konzertaufnahmen hat sich der Dirigent die Zeit genommen, mit mir gemeinsam den Muktikameraschnitt vorzunehmen, und dafür zwei ganze Sonntage (!) geopfert... Wir profitierten davon beide: er kam immer ins Bild, wenn ihm dies aus künstlerischer Sicht wichtig erschien, und ich lernte von ihm, auf die Besonderheiten seiner Interpretationen einzugehen, sprich: er konnte jeden Schnitt nicht nur anordnen, sondern diesen auf musikalisch begründen! Ich empfand dies als Gratisunterricht und willkommene Schnitthilfe.


    So kam es denn auch, dass der Multikameraschnitt mit drei Kameras (zwei bemannte, eine PTZ-Kamera nur für den Dirigenten) und externem Tontechniker (der seine WAV-Dateien brav ablieferte) insgesamt rd. 190 Arbeitsstunden in Anspruch nahm, ein Ausmaß, das sich Unbedarfte kaum vorstellen können....


    Meine Video- und Audiofiles wurden ebenfalls nach optischer Waveform synchronisiert und dann mit Adobe Premiere und Soundbooth (die damalige CS4) bis zur DVD-Renderung in SD (!) fertiggestellt.


    Als Kamerastandorte durfte ich nach Rücksprache mit dem Pfarrer ebenfalls die Kanzel benutzen, die zweite Kamera mit Bedienung platzerten wir genau darunter - was den Vorteil brachte, dass wir uns über wechselseitig angespöpselte geschlossenen Kopfhörer über die kamera-internen Mikrofone austauschen konnen: mein Kollege schilderte im Flüsterton, was und wen er gerade im Bild hatte, ich orientierte mich vorrangig an weitwinkeligeren Übersichtsaufnahmen und mein Kollege erfasste die Solisten im Detail.


    A propos Solisten: ein Kritikpunkt, der jedoch nicht auf Deine Kameraarbeit eingeht und mich extrem überraschte: die vier Solisten in Deinem Konzert stehen NICHT in Sichtkontakt mit dem Dirigenten! So etwas habe ich bis dato in keinem Klassik-Konzert erlebt. Wie überhaupt das gesamte Orchester und die Chorsänger aus meiner Erfahrung heraus viel zu nahe direkt vor den Kirchenbänken plaziert sind, während der gesamte Hochaltarraum in gähnende Leere gehüllt bleibt! Dies dürfte aus meiner Einschätzung jedoch erst "last minute" - also kurz vor Konzertbeginn - dahingehend geändert worden sein, denn bei genauer Betrachtung Deiner Empore-Kamera stellt man verblüfft fest, dass die obere Bildhälfte (jedenfalls das obere bilddrittel) stets leer blieb; die Ausrichtung der Kamera war offenbar nicht mehr "last minute" auf den geänderten Standort zu korrigieren....


    Die künstliche Beleuchtung von riesigen Kirchenschiffen stellt für Amateure wohl ein unlösbares Problem dar, dem de facto nur mittels ausgesprochen lichtstarken (Vollformat-)kameras begegnet werden kann - dies jedoch unter Inkaufnahme anderweitiger Nachteile, die MacMedia bereits in Preply #2 dargestellt hatte. Ein Objektivwechsel kommt während solcher Aufnahmen kaum in Frage, und die hierbei nötigen extremen Zoombereiche liefern fast nur noch kleinformatige, einzöllige Camcorder, deren Lichtstärke wiederum einen Pferdefuß darstellt.


    Ich konnte einmal den ORF bei Generalproben aus der gleichen Kirche beobachten, in der ich früher und auch später selber Kameramann oder Produzent war; die installierten gesamt rd. 25 kW (!) an HDI-Leuchten, deren Schienensysteme mit LKW's angeliefert wurden, und deren Stromversorgung nicht vom Einspeise-Schaltschrank der Kirche, sondern aus der benachbarten Hofburg abgezapft wurde....


    Deinem befreundeten Tontechniker kann man nur gratulieren, denn die Vielzahl an Neumann's U87 sowie AKG's C414 u.a. sind mir sofort aufgefallen; auch deren professionelle Verortung (jeweils Stützmikrofone an allen wesentlichen Orchestergruppen, sowie Gesangsmikros in XY-Technik) zeigen, dass hier ein Profi am Werk war - und das Ergebnis überzeugt!


    Es verwundert mich daher garnicht, dass MacMedia solche Aufträge als Einzelkämpfer a priori ablehnt - genauso würde ich dies halten! Wie er in #2 bereits schrieb, sind für solche Großveranstaltungen mindestens zwei, besser drei oder vier bemannte Kameras unabdingbar, und zusätzlich können fernbediente PTZ-Kameras eine willkommene Abwechslung bieten bzw. Großaufnahmen einzelner Musiker, Solisten und dem Dirigenten beistellen, um etwas Abwechslung für den Zuschauer zu leisten.


    Mein Kompliment gilt nicht nur Dir für das erstklassige und vor allem FEHLERFREIE Ergebnis, sondern auch Deiner Frau, die sich als Kamerafrau sichtlich bewährt hat: Glückwunsch zum gelungenen Ergebnis von


    Franz

    [...]

    Bei der 20er werden zum ersten Mal alte Projekte angepasst, daher weiß ich nicht, ob man die dann mit einer älteren Version noch öffnen kann.

    Das war bisher (jdf. seit V.17) bei jeder Major-Release der Fall.


    Mit älteren Versionen lassen sich upgedatete Projekte nicht mehr (fehlerfrei) öffnen, weshalb sich schon aus diesem Grund immer ein Backup der Projektdatenbank(en) empfiehlt.


    LG, Franz