Beiträge von Mischka

    Wahre Worte, gurlt Die Kunst des Reisefilmers (besonders in der Gruppe) besteht darin, seine eigenen (am Besten bereits im Vorfeld entwickelten) Ideen und Ansprüche an die Wirklichkeit der Reise vor Ort anzupassen. Dabei wird oft der Wunsch auf die Realität treffen. Retten kann man vielleicht das eine oder andere zu Hause mit einem guten Kommentar.

    2) Um die Texte von Uli umzusetzen, brauche ich mehr Bildmaterial. Der Film würde länger. Das will ich nicht. Kein Film länger als 5-6 Minuten.

    Das ist aus meiner Sicht kein guter Grund, nicht mehr Informatioenen zu liefern. Ob der Film nun 5 bis 6 oder 9 bis 10 minuten lang ist, sollte kein Kriterium für die Auswahl von Textinformation werden. Problematischer ist schon eher, dass man eventuell zu Huase fetstellt, dass für die Menge an möglichen Informationen zu wenig Bildmaterial vorhanden ist.

    Aus meiner Sicht sind das zu wenig "packende" Zusatzinformationen. So hat vermutlich kein Zuschauer erwartet, dass die angebotenen Früchte sauer sind, weshalb man betonten müsste, dass sie süß sind.

    Ein Problem der Formulierung von Voice Over Texten, das ich auch kenne. Was soll man sagen ... Es dauert auch bei mir bisweilen eine ganze Weile, bis ich einen Text so hinbekomme, dass er nicht das Sichtbare wiederholt - und es gelingt nicht immer ... Aber da muss man eben üben, üben, üben ...

    Der Film ist ein „typisches“ Produkt von Berthold - mir gefällt es.

    Wenn er die Texte hier verwenden würde -?es wäre nicht echt- es wäre kein befe Film

    Dem stimme ich ohne Einschränkung zu! Jeder hat seinen eigenen Stil beim Produzieren von Filmen und hier sehen wir einen typischen befe Änderungen an diesem eigenen Stil sind nie ohne Risiko und sollten, wenn überhaupt, nur behutsam angegangen werden. Es ist aber immer so, dass man sich auch verbessern kann. So gesehen sind die Vorschläge von rod in meinen Augen durchaus eine wertvolle Anregung. Man kann ihnen folgen, muss aber nicht. Ich jedenfalls lese sie immer mit Interesse.

    Der Film gibt jedenfalls einen schönen Einblick in die karibische Lebensfreude, die Cartagena ausstrahlt. Es ist immer die Frage, was für einen Filmer machbar ist, wenn man in einer Reisegruppe unterwegs ist und hier, so scheint mir, hast Du Deine Möglichkeiten gut genutzt, Berthold. Die "karibische Lebenslust" aus dem Filmtitel findet sich jedenfalls im Film gut wieder.

    Finger weg von dem Zeug. Ich glaube nicht, dass in Deutschland ein Böllerverbot kommt, genauso wenig wie ein Tempolimit auf der Autobahn.

    Ganz meine Meinung in allen Punkten. Bloß kein Staat, der immer mehr verbietet - zumal man Verbote auch durchsetzen können muss. Das Anzünden von Hauptstromkabeln ist, glaube ich, auch verboten ... Ebenso das Fliegen mit Drohnen in Flughafennähe usw, usw. Ein Staat, der seine Ohnmacht zeigen will, verbietet alles mögliche, nur um es dann nicht durchsetzen zu können.

    Vorbemerkung: Das ist meine Meinung, die ich zur Diskussion stelle. Damit will ich nicht bestimmen, wie man den Film zu sehen hat. Zudem wird es ein klein wenig theoretisch.

    Wie es so ist: In manchen Punkten kann ich Dir folgen, in manchen auch nicht.

    Dein Film baut seine Dramaturgie über Rhythmus, Wiederholung und Tageszeiten statt über konkrete Handlung auf. Deine Zeitrafferaufnahmen bringen in die scheinbar ruhige Winterlandschaft Bewegung. Wolken werden zu Strömungen, die meist gegen die ruhigen Motive laufen.

    Mich stören die Zeitrafferaufnahmen ein wenig, eben weil sie die an sich ruhige Stimmung die der Film vermittelt, durchbrechen. Die Ruhe passt mehr zu den Bildern und imho auch zu dieser Jahreszeit. Hektik ist eher im Frühjahr/Sommer angesagt.

    Die Bilder von 01:50 bis 02:16 unterbrechen den „Erzählfluss“ des Filmes. Könnte man herausnehmen.

    Ich sehe nicht wirklich eine "Erzählung", sondern eine Zustandsbeshreibung der Natur. Insofern gehören vereiste Gewässer durchaus zum "Winter".


    In dem meditativen Winter-Gedicht sehe ich Themen oder Botschaften

    Dieses Gedicht erkennst Du, ich nicht unbedingt. Es ist zwar richtig, dass jede Aktion (auch das Machen und Zeigen eines Films) eine Aet von Kommunikation ist, aber die Aussage, die aus dieser kommunikation folgt, ist, wie Du selbst schreibst, sehr weit interpretierbar.


    Insofern finde ich Deinen Ansatz interessant, aber für mich liegt hier mehr eine Dokumentation eisiger Winterlandschaft vor.


    Ich selbst erfreue mich einfach nur an möglichst interessanten und ästhetischen Naturaufnahmen. Deshalb sind meine Naturfilme auch stark technisch ausgerichtet.

    Genauso ist auch meine Einstellung zu diesem wirklich schön gemachten Film.

    Wie so oft lieferst Du sehr schöne Bilder! Auch der Schnitt ist gut gelungen, in meinen Augen hast Du die winterlichen Impressionen sehr gut eingefangen! :thumbsup::thumbsup:

    Der Teaser gefällt mir gut, er vermittelt kurz und knapp Eindrücke, weckt nun allerdings Erwartugnen auf einen längeren Film über die Reise.

    Mir gefällt die Langfassung von 8 Minuten besser, da man sich da zurücklehnen kann und geniessen. Aber die Geschmäcker sind verschieden.

    Dies "Langfassung" ist im Grunde nur eine Fingerübung; ich jedenfalls würde nach dem Teaser eine Fassung im Reportagestil über die Reise oder zumindest einzelne Abschnitte der Reise erwarten, denn - wie Du selbst schreibst, befe :

    Ein Teaser ist eine kurze, neugierig machende Vorschau, die Zuschauer dazu verleiten soll, mehr über einen Film erfahren zu wollen, ohne schon alle Details zu verraten. Er dient als „Appetitanreger“.

    Ich mache meistens ein kurzes Intro am Anfang meiner Reiseberichte als Appetizer oder als Übersicht was im Film zu erwarten ist.

    Das habe ich bei meinem neuesten langen Film auch mal probiert - und ja, funktioniert gut. Diese Methode sieht man übrigens auch gelegentlich bei professionellen reportagen.

    Mich stört die Aussage die suggeriert, dass man in eine private Reisedoku weniger Aufwand stecken könne/solle, als etwa in einen Film für einen Wettbewerb. Das muss doch jeder selbst entscheiden.

    Das sehe ich auch so. Nicht jeder, der private Filme macht, beteiligt sich überhaupt an Wettbewerben. Dennoch aber kann man in seine Filme erhebliche Mengen an Leidenschaft stecken, einfach weil es ein lieb gewonnenes Hobby ist (und man auch genug Zeit hat, noch an Kleinigkeiten zu feilen).

    Am Beispiel Vietnam habe ich beide Ideen versucht umzusetzen. Der lange Film ist das Reisetagebuch, über Mekong Delta, Hue und Hoi An habe ich versucht, kurze thematisch eingegrenzte Filme zu machen, die einen zufälligen Zuschauer für die Filmdauer im Film halten können.

    Oder einfach kein Thema hat und das zeigt, was einem chronologisch vor die Linse kam?


    Auch damit kann man zufrieden sein und Erfolg haben. Keine Frage. Das ist nicht herabwürdigend gemeint.

    Das ist einfach ein anderes Konzept. Ein Reisetagebuch, das hervorragend zur Erinnerung (für sich selbst und für Mitreisende) ist. Es ist jedenfalls kein Thema - Film wie etwa ein Film über die Seidenweberei in Thailand (Beispiel...)

    rod , befe Ihr habt beide Recht. Für einen Filmer ist es sicherlich hilfreich, sich möglichst gut darüber zu informieren, was am Ziel der Reise für Motive warten, welche Rahmenbedingungen herrschen (ganz wichtig, in manchen Ländern gibt es z. B. Restriktionen was das Filmen angeht!) und womit sonst zu rechnen ist.

    Unabhängig davon wird man als jemand, der keine Redaktion und lokale Helfer an der Hand hat, filmisch in der Regel von der Hand in den Mund leben (müssen). Wer in einer Gruppe reist, hat zumindest einen 'Regisseur' aka Reiseleiter. Der bestimmt, wann es weiter geht. Also filmt man, 'bis der Arzt kommt' und sortiert zu Hause die Ausbeute, um daraus einen für andere interessanten Film zu machen. Das ist die finale Hürde und ja, hier ist es hilfreich, auch mal ein paar schöne 'darlings' weglassen zu können.

    Hier, und nur begrenzt vor Ort, kommen dann die von rod angesprochenen Punkte zum Tragen.

    Anmerkung: Ich bin üblicherweise in einer Reisegruppe unterwegs, aber offensichtlich ist für rod als Individualreisendem das Filmerleben auch nicht unbedingt leichter.

    Ich finde die zusammenstellung gut im Sinne von "man sieht viele schöne Bilder", lediglich zwei Szenen stören den Fluss dieser Impressionen: Einmal wird ein Buch eingeblendet un das andere Mal zeigst Du einen Ausschnitt aus einer Diskussion / Info-Veranstaltung in der Runde der Mitreisenden. Das sind jedes Mal Brüche im Bildfluss, die auch nicht "Highlights Kolumbiens" zeigen.

    Aber davon abgesehen eine Sammlung verscihednartigster Impressionen aus einem faszinierenden Land. :thumbsup::thumbsup:

    So, wie befe das Stativ hält, ist es sicher als Gewicht hilfreich. Man kann allerdings noch mehr erreichen, wenn man das Stativ - auf entsprechende Länge eingestellt - in eine Hosentasche oder in den Hosengürtel steckt. Das stützt und stabilisiert erheblich und ist recht hilfreich solange man nicht schwenken will. Soll man aber sowieso nicht ... Oder man schwenkt mit dem gesamten Oberkörper. Das ist dann auch recht gut stabiliisert.

    Da sind wir schon zwei. Ich sichere unterwegs auch nicht, müsste ich doch sonst noch einen Laptop oder dergleichen mitnehmen. Allerdings verteilen ich meine Aufnahmen auf mehrere SD Karten. Faustregel für die Sony: Alle zwei Tage eine neue Karte, auch wenn noch reichlich mehr Material draufpassen würde.

    Im Prinzip kann ich über USB von der Kamera auf eine externe Festplatte kopieren, dieser Vorgang ist aber so laaangsam, dass ich das nicht weiter verfolgt habe.

    wolfgang Na ja, Du hast einen der Gründe gegen Individualreisen spricht, schon genannt. Der Aufwand ...

    Was das Filmen an sich angeht, komme ich in der (kleinen!) Gruppe in der Regel auch gut klar. Gemeckert hat noch nie jemand.

    Den Ablauf habe ich ja durch den Gedachten Verlauf, den der Veranstalter verschickt.

    Wesentliche Hilfe ist dann noch (ich nutze zwei Kameras, eine AX700 und eine insta X4), dass beide Kameras synchron auf die lokale Zeit eingestellt sind. Das hilft zu Hause enorm, wenn man die Ergebnisse der Bemühungen sortiert. Bei der Sony geht das nur manuell (darf man nicht vergessen), sie insta koppelt sich ja mit der App auf dem Smartphone, in der ich eine örtliche SIM/eSIM habe.

    Es sind aber auch keine öffentlichen Reisefilme/Dokus, sondern rein private "Urlaubsfilme" und der Urlaub als solcher steht im Vordergrund, Filmen ist sozusagen mit dabei. :)

    Das ist bei mir insofern anders, als ich von solchen Reisen auch immer viel Material für Filme mitbringen möchte. Einerseits zur Erinnerung für 'später', wenn ich vielleicht mal nicht mehr reisen kann oder will, andererseits auch, weil Filmen Teil des Spaßes ist, den ich unterwegs habe.

    Im Herbst plane ich eine Chinareise zusammen mit meiner Frau (sie ist Chinesin). Da wird sie dann die 'Reiseleitung' übernehmen, was vom Ergebnis her Deiner Art zu reisen nahe kommen dürfte. Ziel dann u.a. Shanghai, Hangzhou und Suzhou, die 'Gartenstadt'. Mal sehen, was dabei herauskommt ...