Beiträge von Berliner

    Im Fotobereich noch viel schlimmer. Erstee Model Agenturen stellen schon komplett auf AI Models und brauchen natürlich auch keine bezahlten Fotografen mehr. Ähnliches wird auch die Videokreativbranche treffen, wenn ich da bspw. an die klassischen Werbefilme für ein neues Auto o.ä. denke. Da werden sich viele eine andere Arbeit suchen müssen, die nicht mit Bilderzeugung mittels Kamera zu tun hat. Oder gleich umsatteln auf Programmierer.

    Während es um einen S1H Nachfolger zuletzt still war, gibts nun, vielleicht aus Verzweiflung, ein erstes - tendenziell Weihnachten Wunschdenken -, Gerücht um einen S1 Nachfolger.


    49MP BSI Live MOS Sensor (warum nicht, für 8k muss es eh mehr als 24MP sein)

    no Low Pass (passt zur aktuellen S1)

    optimized Edge Incidence Efficiency (?)

    20fps mechanical Shutter continuous Shooting

    60fps AE/AF

    Omnidirectional Phase Focus
    Full Frame 8.5K 3: 2 48fps / 8.2K 16:9 60fps Video (darf man auf das Hitzemanagement gespannt sein)
    S35 5.1K 4:3 72fps / 5.6K 17:9 90fps / 5.4K 2.4:1 120fps Video Recording (mich würde mehr die FF Slowmo Performance interessieren)
    Native ISO, 50/225/1000 (ISO225...noch nie gehört)

    up to 17 Stops of Dynamic Range (wer braucht da noch die Burano ;))

    Der Wechsel zum neuen Mount war technisch notwendig. Denn der Canon EF-Mount wird nicht mehr weiter entwickelt und L-Mount ist ein gute Alternative. Heißt aber auch, wer EF-Linsen hat, muss letztlich wechseln.

    Es gibt Adapter. Sowohl billige ohne Datenübertragung und den Sigma MC 21 mit Datenübertragung.


    L-Mount ist so lala. Die Kerngruppe, Panasonic und Sigma (FP21) haben sich nie wirklich durchgesetzt, L-Mount ist Randgruppe, sage ich als L-Mount Nutzer. Mittlerweile gibt es ein ansehnliches Arsenal an Objektiven, was aber auch teils extrem teuer ist. Andererseits, was ist heute im APSC/Vollformat Bereich noch hipp oder -achtung Joke - noch zukunftsträchtig? Vielleicht ist der MFT Bezug der Grund, warum BM beim Sprung zum Vollformat mit dem Panasonic/L-Mount daherkommt.


    Preislich lala..wenn man bedenkt was man wie bei der der MFT BM an Zusatzzeug braucht, um vernünftig filmen zu können. Da ist man dann auch wieder schnell bei 3.500-4.000 Euro, was mal eine S1H neu gekostet hat. Ich mag den MFT BM Look, aber ohne Stabi ist das für mich als Freihandfilmer auch in Vollformat wieder komplett unbrauchbar.

    Also die Burano halte ich für eine ziemliche Traumkamera für den Einmannbetrieb. Schon beachtlich, was Sony hier konstruiert hat.

    Wenn man seinen Hauptwohnsitz/Einkommen in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat ;).


    Zitat von Rod

    Hm, so ganz verstehe ich die Panasonic G9 II nicht. Technisch sicher interessant. Allerdings liegt sie im Panasonic-Segment mit der GH6, S5II preislich in einem 1500-2000 Euro Bereich. Da ist gegen die S5II schwer zu argumentieren.



    Da sie denselben Sensor wie die GH6 hat und die sich - auch angesichts des Preisverfalls - schlecht verkauft hat, wollte Panasonic die zuviel georderten schönen Sony Chips nicht in den Müll werfen. Also eine G9II zum Vollpreis rausbringen. Das Prozedere von altem Wein in neuen teuren Schläuchen kennen wir auch von Sony oder Canon. Und da sie selbst teurer als Vollformat ist, spricht sie wie die GH6 nur die beinhart-einäugigen "ich wechsel in meinem Leben kein Bajonett!" Gruppe an. Ich würd sie keinem empfehlen, der aktuell erstmals eine Panasonic Consumer Cam kaufen will.

    Und Verstöße im Luftrecht sind nicht billig, da sind schnell mal für Drohne unerlaubt/falsch fliegen ruckzuck 3000€ und mehr drin. Das ist nicht wie 1x falsch Parken mit einem "Du!Du!Du!" und 35€ abgetan.....


    Wenn der junge Mann Pech hat dann darf er da ganz schnell mal eine Summe im oberen vierstelligen Bereich abdrücken - für die Strafe und den Rettungseinsatz.

    Denke auch dass die Rechnung eher an der Nahtstelle zum fünfstelligen Bereich liegen wird. Es war ja die ganze Kavallerie da. 20 Polizisten, 8 Feuerwehrleute, ein Drohnenteam der Feuerwehr, Absperrungen, Evakuierung der Turmgäste, Geschäftschließungen im Umfeld. Das wird teuer für unseren "scheissegal" Drohnenflieger.

    Ja, bei den Varicam LUT finde ich auch mehr interessantes als Basis Grading.


    Die eingebrannten LUT ist neu, finde aber dass das auch nur sehr begrenzte Einsatzgebiete hat, vor allem wo viel statisches ist, meinetwegen ein Interview mit permanent gleichem Licht und Perspektive. Sonst ist man im Endeffekt wieder beim ausdauernden bearbeiten. Aber selbst bei statischem weiß ich nicht, ob man hier zählbar Zeit in der Post spart.

    Was mich nur wundert ist, dass er das sowohl bei v-log wie auch bei den anderen Profilen macht. Und zwar mit den gleichen LUTs. Ich hätte gemeint, dass die LUTs schon auf das Ausgangsmaterial bezogen sind. Also ob ich auf vlog einen LUT raufsetze ist eigentlich etwas anderes als wenn ich den gleichen LUT auf rec709 anwende.

    Genau. Das sind LOG LUTs. In Cine-D oder REC709 passen die garnicht. Habe ich gerade probiert.


    Ansonsten ist die ein oder andere ganz solide dabei, als Basis zum Grading. Aber keine klassische 709er, die jetzt so schön abgestimmt ist wie die Nicest709 aus dem offiziellen LOG Pack für EVA/S1/S5 Reihe.

    Nur was machst, wenn Du in UHD 50p filmen willst - und dann die S5II halt über 30p auf Super35mm cropt? Zumindest das dürfte die FX3 nicht machen.

    Ja, dann muss ich auch bei der S1H S35 filmen. Ist die Ausnahme dass ich 2x Zeitlupe brauche. Da bleibt leider nichts anderes übrig. Aber es ging hier eher darum, ob man nicht die kleineren, leichteren und günstigere APS-C Linsen dann gleich an eine FF flanscht und allgemein damit fotografiert/filmt. Und da würde ich nicht mitgehen.


    Die A7SIII/FX3 bietet 120p in FF (allerdings mit 1,1x Crop soweit ich weiß), darum beneide ich sie in der Tat, hole mir das aber über meine GH6, wenngleich MFT. 120p oder 180p in FF wäre bei einer S2H für mich ein Kaufargument.

    Ich finde es immer merkwürdig, mit Vollformat Kameras über APS-C Objektive zu sinnieren. Dann kauf ich mir doch gleich eine S35 Kamera. Und selbst wenn es Leute gibt, die diese Objektive an FF nutzen wollen. Allein wenn ich immer Tests sehe, wie mit hängen und im wahrsten Sinne würgen (unter extra Belastung des Bajonetts/Kontakte und der Elektrik) das Sigma 18-35mm/1.8 an Vollformater geflanscht wird. Denn das kann man dort tatsächlich in FF betreiben, nur eben mit "Tricks", die das Bajonett massakrieren. Und obwohl erst ab 28mm die Vignette weg ist. Ein 7mm Zoom. Ganz großes Kino.


    wolfgang


    Die Low Light Fähigkeiten der FX3/A7SIII sind nur auf dem Papier dolle. Ja, ich hab mir das natürlich auch angeschaut, weil ich das zunächst toll fand. Die Nachteile werden aber immer verschwiegen.


    Zunächst mal gibt es ein schönes Video zu Bildschärfe, Color Science, Stabi und Grain, wo beide (FX3 selber Sensor wie A7SIII) gegen die S1H bis ISO12800 deutlich verlieren.

    https://youtu.be/Jrjj994-kQ0


    Ist auch klar...bei nur 12MP fehlt eben Detailschärfe von Haus aus. Dazu kommt dass bei Sony eine rabiate nicht abschaltbare DNR arbeitet, die das Bild bei steigender ISO immer mehr vermatscht. Die gibts auch bei der S1H, aber viel viel weniger, auch im Vergleich zu GH5 und GH6, weil die S1H schlicht auf eine andere Klientel abgestimmt ist. Für die S1H hat Panasonic sogar eine DNR -1 Option für LOG per Update nachgeliefert, weil sonst kann man an der DNR in LOG nichts einstellen. Vermutlich auch nicht an der EVA1 ;). Das hat weder die S1/S5 noch GH Reihe und es scheint dass damit in LOG die DNR komplett aus ist, denn es rauscht dann schon etwas in unteren Bereichen und man muss natürlich extrem aufpassen, du kennst ja auch die Belichtungsproblematik und LOG bei Schatten. Ich nutze aber -1 bei 640/4000 nativ. Aber auch das kommt dem professionelleren Einsatz in der Optik entgehen.


    Desweiteren schaltet Panasonic bei praxistauglicheren ISO4.000 die Dual ISO und klar, damit stecken sie die beiden Sonys zwischen 4.000-12.800 scheinbar logisch und nicht vergleichbar in die Tasche. Ich habe überlegt, wo brauche ich ISO12.800+ um mir einen Vorteil zur S1H zu erarbeiten? Ergebnis...bei "boah geil hell" Promo Videos. Die dreh ich aber nicht so wirklich, sondern eher normale. Dass der Panasonic Stabi dem der Sonys überlegen ist, sei noch nebenbei erwähnt. Und wer anamorph/OpenGate filmen will, steht bei Sony dann schon mal gleich auf dem Abstellgleis.


    Insofern war für mich der WOW Effekt beider Sonys schnell dahin.

    Ja gut, aber das ist dann sehr wohl die Wahl eines Weißabgleiches. Da fährst halt mit Fixwerten. Was ich absolut ok finde.


    Ich mache das bei der Pocket 6K nicht anders, dort fahre ich mit den Fixwerten im Außenbereich oder auch im Innenbereich - aber mit BRAW bist in der Korrekturhalt extrem einfach unterwegs, weil die WB nicht in BRAW eingebacken wird. Daher - für die WB nehme auch ich die Weiß- oder Graukarten nicht, es sei denn im Studio.

    Exakt. Ich hatte es so verstanden, ob ich mit Karte einen Weißabgleich mache. Nur bei fixen Positionen, wenn ich ein Interview oder ähnlich statisches aufnehmen. Selbst wenn ich dann mit 3200k oder 5600k ausleuchte..einfach dann aus Gewohnheit. Klar..BRAW ist dann wie RAW bei Fotos. Ich fotografiere nur raw und gerade bei Kunstlicht rettet das einem so oft den Arsch bei der WB in der Post. Ich müsste allerdings für meine S1H noch einen BRAW Rekorder nachrüsten und da bin ich wankelmütig im Hinblick auf Kosten/Nutzen Verhältnis. Standard ist bei mir V-LOG.

    Heißt das dann, Du machst keinen Weißabgleich?


    Gruß

    Peter

    Das heißt es. Unproblematisch ist das bei Tageslichtdrehs. Sonne oder Wolken, dafür gibts ziemlich sichere Standardwerte und was nicht 100% passt, kann man in der Post noch begradigen. Schwerer ist es bei Kunstlicht. Da check ist das dann auf Sicht.

    Ich hab hier gelesen, dass die 180 Grad Regel überbewertet sei und ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten ;).


    Zitat von Dirk-1

    Ganz schlicht: wer diese Funktionen braucht, der kauft sich eine Panasonic, wer es nicht braucht die Sony. Gut, dass es verschiedene Konzepte auf dem Markt gibt.

    Dirk

    Na ja..her geht es nicht um "Konzepte". True24p oder simples De-Squeezing bei Verwendung anamorpher Objektive sind jetzt keine exotischen Funktionen oder Konzepte aus 20.000 Euro Kameras. Mich wundert was die Bildschirmausgabe mit dem AF und Stabilisator zu tun hat und wieso man dann nur LOG verwenden darf. Wo gerade Sony mit S-Cinetone das bessere "fertig aus der Kamera" Bildpreset hat, wo bspw. CineD bei Panasonic bei weitem nicht ranreicht.

    Seit gestern gibt es für die FX3 und FX30 ein neues Firmwareupdate, im Prinzip fast dasselbe.


    FX30

    • Fügt Unterstützung für die Creators’ App hinzu
      Hinweis: Die neue Creators’ App ersetzt die Imaging Edge Mobile App. Mit der Creators’ App können Sie Bilder von der Kamera auf Ihr Smartphone übertragen, ferngesteuerte Aufnahmen machen und verschiedene Funktionen nutzen.
    • Fügt eine Funktion hinzu, die die Sicherheit für ferngesteuerte Aufnahmen und Bildübertragungen bei Verwendung der Creators’ App und der Imaging Edge Desktop Software erhöht
      Hinweis: Aktualisieren Sie die Imaging Edge Desktop Software auf die neueste Version (Version 3.6 oder höher).
    • Fügt Unterstützung für DCI 4K (4.096 x 2.160) und Aufnahmen mit 24.00p hinzu
    • Fügt eine Funktion hinzu, mit der während der Filmaufnahme und -wiedergabe mit einem anamorphen Objektiv komprimierte Filme auf dem Monitor angezeigt werden, wobei das Seitenverhältnis CinemaScope entsprechend des Verhältnisses des anamorphen Objektivs korrigiert wird
    • Fügt eine Funktion hinzu, mit der die Slow & quick (Modus für langsame/schnelle Aufzeichnung) und Movie (Filmmodus) mit einer benutzerdefinierten Taste gewechselt werden können
    • Filmdateinamen unterstützen jetzt das Format Long File Name (Langer Dateiname)
    • Verbessert die Betriebsstabilität der Kamera

    Aber es wäre nicht Sony, wenn sie den Cinema affinen Leuten wieder große Steine in den Weg legen. "Endlich true 24p" war freudig zu hören. Das ist schön, nachdem Panasonic das in vergleichbaren Cams "erst" seit 2010 (GH2) hat. 13 Jahre später sind nun auch Sony Nutzer glücklich. Fast. Wären 24p nicht nur in DCI4k (nicht in UHD) verfügbar und wäre nicht eine CFexpress Karte dafür alternativlose Bedingung. Es gibt nur 1 Bitrate (offenbar eine sehr hohe), mehr nicht. Kein CFexpress, kein 24p. Ach ja...1/48 gibts natürlich weiterhin nicht. Ja ich weiß..man kann bei 24p tagsüber auch lässig mit 1/5000 filmen ;), aber ich mache das nicht. Vielleicht gibts 2024 das Shutter Angle Update.


    "endlich De-Squeeze" auf dem Monitor (und über HDMI) wenn man ein anamorphes Objektiv verwendet. Großartig. Fast. Wären die Faktoren nicht nur auf 1.3 und 2.0 beschränkt (es fehlen die häufigen 1.5 und teilweise 1.8). Und Sony gar keine anamorphen Videoformate (3:2 Open Gate oder 4:3) anbietet. Aber das Beste hat sich Sony zum Schluß aufgehoben. Zunächst ist bei Nutzung der De-Squeeze Funktion für den Monitor kurioserweise nur noch aufnehmen ausschließlich in LOG (nicht zB in S-Cinetone) möglich, die eigentliche Glanzleistung ist aber, dass bei Nutzung der De-Squeeze Funktion Autofocus und Stabilizer nicht mehr verwendbar sind????????? Wie hat Sony das hinbekommen? Bei Panasonic hat die De-Squeeze Funktion 0 Auswirkungen auf das Recording, es ist eine plumpe Ansichthilfe. Es gibt sogar einen speziellen Stabilizer bei Nutzung anamorpher Objektive, da der normale ein Wobbling (wie bei Sony) produziert. Na ja..manche werden wieder sagen typisch Panasonic Fanboy ;), aber sorry, was soll das bitte Sony? Für die true 24p Gnade brauche ich eine 500 Euro Speicherkarte und wenn ich mir einfach nur ein anamorphes Bild korrekt auf den Monitor legen will, nimmt mir Sony AF und Stabilisierung weg? Ok, hat bestimmt irgendwelchen Sinn,den ich als Panasonic Fanboy ;) nicht verstehe.