Angepinnt Die grauslichen Fehler der Amateure...

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    • Die grauslichen Fehler der Amateure...

      Gerade hat mich mal ein Rappel gepackt - und ich habe den alten Sony Hi8 Videorekorder EVS9000 abgestaubt, der bei mir seit seiner letzten Reparatur herumsteht. Nicht mal probiert habe ich das Gerät, nachdem ich es von der damaligen Reparatur vor zirka einem Jahr retour bekam - damals war das Laufwerk defekt gewesen. Das ist nun aber ok.

      Vom kommenden Urlaub angeregt, habe ich mal meine schon älteren Hawaii Aufnahmen aus 95 begonnen zu digitalisieren - also via analogen Eingang des Camcorders und DV-out digitalisiert. Dauert ein wenig, das Herumstoppeln, läuft aber tadellos.

      Und was sieht man da: halt die typischen Fehler, die ich so vor 10 Jahren gemacht habe:
      - viel zu viele Schwenks, zwar hier schon langsam ausgeführt, aber trotzdem
      - kein Stativ verwendet
      - viel zu wenig ausgesuchte statische Aufnahmen
      - kaum Wechsel zwischen Großaufnahme, Halbtotalen, Totalen
      - fallweise viel zu starke Wackler beim Halten der Kamera, so leicht nach links und rechts drehend

      Also jetzt capture ich mal - der Schnitt wird halbwegs gehen, aber extra lustig werden...
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Hatte übrigens beim ersten Captureversuch doch ziemliche Probleme, in den hinteren Teilen das 1. Hi8-Bandes ziemliche Wellen, die immer wieder das Bild stören. Habe mal das Bandeinmessem mit dem Gerät gemacht, das Band vor- und zurückgespult, und den NR abgedreht - jetzt captured das Band zum 2. Mal. Schaut bisher gut aus.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Kommt drauf an, was du zahlst.... dann können wir auch über eine live-Cam reden.
      :servus:
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Abgesehen von technischen Fehlern spielt aber schon auch eine Rolle, was man da gefilmt hat, bevor man es schneidet.
      Wenn es sich um Landschafts- oder Architekturaufnahmen etc. handelt, die auch heute noch in ununterbrochenen Serien von Dokumentarfilmen immer wieder neu und besser gedreht werden, dann kann man sie wohl getrost aus den eigenen Filmen verbannnen.
      Anders sieht es bei höchst persönlichen Szenen aus, die sind wohl kaum wiederholbar.
      Übrigens wohin geht denn diesmal die Reise Wolfgang, du machst ja ab Montag Urlaub.

      LGH
    • Na es sind persönliche Erinnerungen - aber etwa auch Shows, die wir uns damals angesehen haben, und die primär für uns einen Erinnerungswert haben. Das halbwegs kurz zu schneiden, ist wieder die übliche Herausforderung. Glücklicherweise war nur der Anfang des Materials recht schelcht gefilmt, das weitere Material dürfte halbwegs gehen.

      Und es sind sicherlich auch Landschaftsaufnahmen dabei. Alles halt alles noch in Hi8 und damit 4:3, Material das nun stolze 12 Jahre alt ist. Aber nach dem Einmessen des Materials im Abspieler bekomme ich das Material jetzt wenigsten fehlerfrei rüber, und ich sichere das jetzt mal so nebenbei auf Platte, werde dann eine optische Szenentrennung mit AV-Cutty drüber laufen lassen, und dann über den Schnitt entscheiden.

      Heuer fahren wir nach Korfu - weil ich nur 2 Wochen Urlaub bekommen habe, und wir gesagt hatten, heuer mal eher einen etwas ruhigeren Urlaub zu machen. Naja, was meine beiden Damen bereits jetzt bereuhen - die wären jetzt plötzlich lieber doch in die USA gefahren.
      :wink2:
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Hoffentlich - ich hörte da was von Waldbränden.

      Aber zurück zum Thema: wenn ich mir diese alten Videos von mir ansehe, dann ist wohl einer der größten Fehler, dort keinerlei Stativ verwendet zu haben. Und wenns nur ein Einbein gewesen wäre, ohne welches ich heute nicht mehr vereise. Noch dazu, als mein damaliger Camcorder keinerlei Stabil hatte.

      Und fallweise die irre Zoomerei, fallweise einfach zu schnell, und sicherlih in Summe zu viel. Hätte man mir den Zoomhebel abgebrochen, wäre die Qualität des Materials gleich viel besser geworden.
      :rock:

      Und zusätzlich werde ich mich da doch wohl mal mit der nachträgelichen Stabilisierung des Materials beschäftigen müssen.

      Und in Summe ist wohl die größte diesbezügliche Sünde, mit dieser tollen Filmgelegenheit Hawaii so hassadiert zu haben.
      :red:
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • RE: Die grauslichen Fehler der Amateure...

      Original von wolfgang
      Und was sieht man da: halt die typischen Fehler, die ich so vor 10 Jahren gemacht habe:
      - viel zu viele Schwenks, zwar hier schon langsam ausgeführt, aber trotzdem


      Bei den Loirschlössern habe ich wieder mal viele blutige Anfänger mit ihren handführten Camcordern beobachten können.

      Ohne Ausnahme wurden von ihnen die Cameras so geführt wie sie für gewöhnlich ihren Kopf und die Augäpfel bewegen und man fragt sich schon, warum dieser kapitalste aller Fehler immer wieder gemacht wird.

      Die Ursache ist vermutlich das Übersehen einer Eigenschaft des menschlichen Hirns, nämlich die allgemein stabilisierte Fixierung einer Umgebung im Kopf, in der man sich gerade befindet.
      Selbst wenn man mit verschlossenen Augen eine oder mehre Umdrehungen macht, so hat man ca. noch den Eindruck wo sich ein bestimmtes Objekt oder eine Himmelsrichtung befindet und erst recht ist das der Fall wenn man mit geöffneten Augen blitzschnell in verschiedenste Blickrichtungen wechselt oder verschiedene Objekte im Umkreis von 360 Grad anvisiert. Die Gesamtorientierung und das Gesamtbild im Kopf selbst bleiben stabil erhalten.

      Und genau diese Gesamtorientierung und das Gesamtbild um das Detail herum kann die Camera eben nicht vermitteln, daher dann später die berüchtigten "Staubsaugeraufnahmen" von blutigen Anfängern, die es bei unseren Forenmitgliedern natürlich nicht mehr gibt :Applaus:

      LGH
    • Ach, irgendwie ist das ein Regulativ: Der Anfänger/Unbedarfte/Laie filmt in einer Art und Weise, dass ihm beim späteren Betrachten selber schlecht dabei wird - und schon lässt er es ganz schnell wieder sein. Filmen ist eine Kunst, die nicht jeder beherrschen kann. Und man darf auch die Leute nicht dazu zwingen, etwas zu tun, was sie einfach von ihren Fähigkeiten her nicht können.
    • Nicht wenige von uns haben die Anfängerfehler gemacht, als man noch mit "Schnürsenkeln" filmte. Diese waren sehr teuer, so dass man auch entsprechend sorgfältig mit dem Material umging und so -vielleicht- etwas schneller ein Filmer wurde, bei dessen "Werken" man nicht gleich davonlief.
      Viele Grüße,
      Rüdiger

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    • Original von Wenzi
      ...Filmen ist eine Kunst, die nicht jeder beherrschen kann...


      Ja, Kunst hat was mit Können + Kreativität zu tun. "Können" kann man lernen, Kreativität aber nicht. So kommt es, dass viele der "Könner" z.B. mal was vom "Goldenen Schnitt" gelernt haben + diesen dann bis zum "Erbrechen" anwenden. Worum es eigentlich geht haben sie aber nicht verstanden...
    • Mein erster Film bestand aus drei (3!) Doppelacht-Filmspulen und zeichnete den Inhalt meines 3-wöchigen Österreichurlaubs auf - ich war damals 14. So viele und vor allen Dingen kurze Szenen in einem "Werk" sah ich hinterher so schnell nicht wieder...

      Also kaufte ich mir alsbald ein Buch über's Filmen und eine Klebepresse. So kam nach und nach das Handwerkliche dazu.

      Heute im Zeitalter der Videotechnik, wo 60 Minuten Material ein paar Euro kosten, wird mancher dazu verleitet, Quantität statt Qualität zu erzeugen. Es ist schon richtig: Im Filmzeitalter wurde man gezwungen, sich kurz und bündig zu halten, ohne dabei Stress zu erzeugen. Das war eine sehr gute Hilfe damals, denn man überlegte vorher deutlich mehr, bevor man auf den Auslöser drückte. Und dieser rastete nicht ein wie heute, sondern man musste ihn während der gesamten Aufnahme gedrückt halten. :yes:
    • Ja ja Lothar wir kommen halt noch aus der guten alten Zeit, wo man vor dem Filmen überlegte, was denn da so filmenswert sei.
      Ich kann mir bis heute nicht vorstellen, dass man von einer 2-wöchigen Reise mit ca. 20 Mini-DV Kassetten zurückkommt. Muss ja der absolute Horror sein, die Arbeit allein schon und auch der Stunk von den Mitreisenden, weil man permanent die ganze Chose verzögert.
      Arm dran sind solche Filmer, wirklich arm und bemitleidenswert..

      LGH
    • Muss ja der absolute Horror sein


      In meinem zweiten Kanada-Urlaub hatte ich über 50 Super-8-Kassetten dabei... es war der Horror. Und es wurde daraus die "Unvollendete"...

      Für fast alle Aufnahmen verwendete ich ein solides Dreibein-Stativ. Meine Frau hätte mich beinahe gemeuchelt.

      Ich will das vielleicht irgend wann einmal auf Video rüberschaffen und dort schneiden. Vielleicht aber auch nicht. :shake:

      Sind aber inzwischen fast schon historische Aufnahmen, lupenrein und klar auf Kodak K40 (der inzwischen gnadenlos eingestampft worden ist).
    • RE: Die grauslichen Fehler der Amateure...

      Original von domain
      Und genau diese Gesamtorientierung und das Gesamtbild um das Detail herum kann die Camera eben nicht vermitteln, daher dann später die berüchtigten "Staubsaugeraufnahmen" von blutigen Anfängern, die es bei unseren Forenmitgliedern natürlich nicht mehr gibt


      Wir sind hier doch (fast) alle HD infiziert. Und gerade hier können sich die Augen ja hervoragend die interessanten Stellen "heraussuchen". Da müssen wir ja nicht mit der Kamera wild durch die Gegend schwenken :Zwinkern:
    • Original von Wenzi
      Mein erster Film bestand aus drei (3!) Doppelacht-Filmspulen und zeichnete den Inhalt meines 3-wöchigen Österreichurlaubs auf - ich war damals 14. So viele und vor allen Dingen kurze Szenen in einem "Werk" sah ich hinterher so schnell nicht wieder...
      ...Heute im Zeitalter der Videotechnik, wo 60 Minuten Material ein paar Euro kosten, wird mancher dazu verleitet, Quantität statt Qualität zu erzeugen.


      Aber genau dies war einer meiner ersten Fehler! Die Sequenzen waren meist zu knapp, der Film wirkte richtig hektisch.
    • Original von domain
      Ich kann mir bis heute nicht vorstellen, dass man von einer 2-wöchigen Reise mit ca. 20 Mini-DV Kassetten zurückkommt. Muss ja der absolute Horror sein, die Arbeit allein schon und auch der Stunk von den Mitreisenden, weil man permanent die ganze Chose verzögert.


      ich habe in ca. 28 Tagen immerhin 15 Kassetten verbraucht. Meine Mitreisende (Frau) hatte auch immer zu tun, weil sie mit der Spiegelreflex dauernd fotografiert hat :jubilie: