Angepinnt Kameraführung - oder die typischen Fehler

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    • Prima, dann hab ich das Nachsehen. Habe meine Tochter bei Zeiten an die Technik geführt, dann hat sie diesen Beruf gelernt und jetzt ist sie ausgezogen....


      Selbst Schuld, man darf den "Lütten" nich alles beibringen :D :D :D

      Aber es stimmt schon man läuft schnell gefahr zum Oberlehrer zu werden.

      absolut deiner Meinung. Das geht sehr schnell und wenn man erstmal das Image hat, Gute Nacht

      und hat alles und jedes auf's Band gebannt. Mit dem Zoom ist er dabei auch sehr verschwenderisch umgegangen....Aber ihr werdet's nicht glauben: der Film ist klasse geworden!

      Kann er durchaus, hatte das gleiche mit einem Silvesterfilm. Drei absolute Nicht-Filmer haben einfach nur draufgehalten, es enstand nach dem Schnit ein super Video. Szenen die ich nicht einmal mit einem halben Auge für filmenswert halten würde, sind eingefangen worden und in der "Gesamtheit" wurde es ein begeisterndes Movie



      DV- it's not just a job, it's an adventure!

      (Signatur seit 2004...und das bleibt auch so)

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    • Ich denke, in dieser Diskussion vermischt sich nun vieles.

      Kinder filmen lassen hat sicher einen eigenen Reiz - vielleicht deshalb, da man etwas von der Pespektive eines Kinds einfangen kann, wie es die Welt sieht, wo es hinschaut usw.

      Dann gibts die Fehler der Unerfahrenheit - die wir dann meist beim Schneiden mühsam bemerken. Die allen schon passiert sind, die auch weiter passieren werden - aber auf die man mit der Zeit achten lernt (und das war der Ansatzpunkt dieses Threads).

      Und dann gibts als nächsten Schritt den Einsatz bestimmter Techniken als kreatives Mittel - um eben bestimmte Effekte erreichen zu können. Hier ist wohl alles erlaubt, was dem kreativen Ziel dient - Kunst unterwirft sich einfach nicht ein paar simplen Regeln. Hier fällt mir als klassisches Beispiel wirklich immer die berühmt Duschszene in Psycho ein - für 45 Sekunden wurde da doch etliche Tage gefilmt und das Ganze wie ein Kunstwerk zusammen gesetzt. Auch wenn das für den Amateur ein hohes Ziel ist - aber es zeigt doch das Spektrum dessen auf, was man machen kann.

      Und ich glaube, das sollte man schon trennen - auch wenn der Übergang immer unscharf bleiben wird. Nur, weil jemand erstmals in seinem Leben eine Videokamera in der Hand hält, heißt er nicht unbedingt Alfred und kann alles! Für diesen Kreis der Amateure ist es wohl im Regelfall mal wichtig, die Basics zu erlernen - den Kunst kommt von Können, und Können muß man lernen. Meister fallen halt nicht vom Himmel.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Das bringt es genau am Punkt - langsam glaube ich nur mehr an eine goldene Regel: Es ist alles erlaubt, solange man es bewußt macht, weiß warum man es macht - und das erreicht was man damit erreichen wollte!

      Und genau so ist es !!!
      Wichtig ist nur: Was will ich rüberbringen oder erzählen ?
      So kann der verpöhnte Achsensprung durchaus gestalterisch angewendet werden um die Irrläufe durch eine unbekannte Stadt zu demonstrieren.

      wenn ich bei meinen Weltreisefilmen die Szenen wo Melanie mit 4 Jahren beim Djungletreck über riesen Wurzeln klettern muss es wirklich ein sehr beschwerlicher Trampelpfad ist würde die stabilisierung viel von dem ganzen " Live dabei " Fealing nehmen.

      Also alles ist erlaubt solange es die Aussage unterstützt was man erzählen will.

      Es hindert uns aber auch nicht jemanden ( seinem Freund oder Kind ) zu erklären das das Zoom in etwa das selbe ist als wenn man mit dem Finger auf etwas zeigt

      Richtig !! Aber es kommt wie bei so vielem darauf an wie man es erklärt.
      Gut wir Frauen sind auch redseeliger ;)
      Zum Zoom/Schwenk habe ich folgendes gemacht.
      Melanie mit SVCD-Cam filmen lassen und ich mit der DV-Cam die selben Motive.
      Anschließend die Filme angesehen und darüber gesprochen bzw besser gesagt darüber diskutiert.
      Dadurch sah sie selbst Ihre Fehler.
      Als ich Ihr dann noch erklärte das der Betrachter vom Film ja nicht sieht was an der Seite passiert wird Ihm die Bildfolge zu schnell als das er es geistig erfassen könnte.
      Da Ihm dadurch auch ein " fixes Schlüsselbild " fürs Gehirn fehlt verliert er das Interesse.

      Anders verhält es sich wenn man eine " Geschichte " erzählt. Z.B. eben das Filmen aus Kinderaugen. Da übernimmt die Geschichte diese geistigen Schlüsselbilder und ist der " rote Faden ".Deshalb empfinden wir es nicht als unangenehm weil ein Sinn,bzw Aussage dahinter steckt.
      Gruss
      Angelika
    • Zu Zoom und Schwenk ist jetzt meiner Meinung nach alles gesag worden. Es gibt aber auch das andere Extrem: Ich habe bei meinem ersten Film um genau die besagten Fehler zu vermeiden die Kamera auf dem Stativ so hingestellt, dass ich immer alles schön drauf hatte und kein Zoom und keine Schwenks. Glaubt mir, das wird auf dauer so langweilig, da schläft man echt ein, egal was die handelnden Personen vor der Kamera machen und mit dem Schnitt hat man es auch noch schwerer: Ein Schnitt - gleiche Kameraperspektive, Personen stehen ein bisschen anders - ist einfach Müll. Auserdem - aber das ist ein anderes Kapitel - war die Kamera so weit weg, dass auch der Ton quasi zum Wegwerfen war.
    • Ja, stimmt. Man muß halt als Kameramann/frau auch die Positionen wie auch den Bildausschnitt verändern - sonst wirds fad.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Hallo,
      ich kann mitsingen im Chor derer. die von lieben Freunden immer mal wieder verkorkstes Videomaterial bekommen, mit der Bitte, etwas daraus zu machen. Drei hier noch nicht erwähnte Möglichkeiten möchte ich für solche und andere Fälle beisteuern: Verkorkst heißt für mich vor allem, dass die Kamera eigentlich nie ruhig steht. Lauter Gießkannenschwenks, Posaunenzooms und Wackelstandbilder. Um all zu "bewegte" Aufnahmen etwas zu beruhigen, setze ich mehr oder weniger starke ZEITLUPE ein. Natürlich werden Bewegungen hierdurch u.U. unnatürlich. Als Kompromiss ist das aber erträglicher als seekrank machende Wackelei. Ist keine Bewegung im Motiv (Architektur, selbstverständlich ohne Stativ, manche sind ja richtig stolz drauf), dann friere ich das Bild ein. Ich mache also Standbilder. Auch ein Notbehelf. Aber erträglich. Bei "Zeigefingerzooms" ins Motiv hinein kann man natürlich die GG-Endposition ohne Stativ nicht ruhig halten. Ein fürchterlich wackelndes Endbild ist die Folge. In solchen Fällen hilft das Einfrieren des Bildes unmittelbar am Ende des Zooms. Und noch ein Tipp: Will ich durch ein "Zeigefingerzoom" ein ganz bestimmtes Detail des Motivs treffen, so ist das "vorwärts" relativ schwierig. Ob ohne, oder mit Stativ. Also nehme ich das anders rum auf. Ich beginne mit dem Detail und zoome zurück. In meiner Schnittsoftware lasse ich diese Szene rückwärts laufen und schon habe ich ein treffgenaues Vorwärtszoom. Natürlich sollten im Motiv keine sich bewegende Menschen oder Fahrzeuge zu sehen sein. Die laufen/fahren dann nämlich auch rückwärts.
    • OOSZW (= ohne Oberlehrer spielen zu wollen):
      Zeigefingerzooms vom Stativ sind, wo Zeit dafür besteht, doch im Grunde relativ einfach, Deine Methode angepaßt und vorausgesetzt, daß kein Schwenk dabei stattfindet und das Hauptmotiv ruhig hält: mit vollem Tele auf den Endpunkt einstellen, Zoom aufmachen bis zur gewünschten Anfangseinstellung und dann das Ganze zurück mit Band abfahren - dann fahren die Autos auch wieder in die richtige Richtung. (zugegeben, mach ich auch nicht immer wirklich so, vor allem das Durchhalten eines ganzen Filmes vom Stativ verlangt Zeit und eiserne Nerven, nebst Muskeln, wo's mal längere Strecken zu Fuß braucht, das beste Carbonstativ wird durch den Fluid-Kopf sauschwer.) Ansonsten halt ich's auch lieber mit Finger weg vom Zoom bei der Aufnahme.

      Aufnahmen durch Kleinkinder kann ich nicht wirklich viel abgewinnen, abgesehen von der Sorge um die Cam. Wer zahlt beim Crash? (Mit den Billig-Cams kein Beinbruch, mit was Ordentlichem schon ein Risiko)
      LG