LUT in EDIUS; Primäre Farbkorrektur

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    • Hans-Jürgen schrieb:

      Ist es so, das Edius den Farbraum erkennt und gleichzeitig mittels LUT oder wer-weiss-wie automatisch korrigiert?
      Hallo Hans-Jürgen:

      - Siehe Screenshot: Wenn Du auf einen Clip die Primäre Farbkorrektur legst, dann erkennt Edius den diesbezüglichen Farbraum des Clips automatisch (roter Pfeil). In meinem Beispiel BT.2020/BT.2100 PQ (ein HDR-Farbraum).
      - Ebenso wird der definierte Projektfarbraum erkannt (eingestellt in den Projekteinstellungen), in meinem Beispiel BT.709 (grüner Pfeil).
      - Wenn ein anderer (auszuwählender) Farbraum bzw. LUTs als Ziel eingegeben wird (grüner Pfeil), dann wandelt Edius den Clip automatisch um. Im Beispiel des Screenshots wird der Farbraum des Clips in den Farbraum BT.709 umgewandelt ===> in diesem Fall sieht man den Clip mit den richtigen Farben in PLR/REC-Fenster.
      Würde man etwa einen S-Log-Farbraum auswählen, dann würde der Clip im PLR/REC-Fenster flach zu sehen sein.
      - Ein Export der Timeline liefert aber ein Ergebnis in dem Farbraum, der als Projektfarbraum defierniert wurde. In meinem Fall also BT.709.

      Welche Projektfarbräume z.Zt. wählbar sind, sieht man unter Einstellungen > Projekteinstellungen >... > Farbraum.
      Welche Zielfarbräume bzw. LUTs wählbar sind, sieht man in der Primären Farbkorrektur, wenn man das kleine Dreick des Parameters Zielfarbraum/LUT aufklappt.

      Diese Möglichkeiten bietet nur die Primäre Farbkorrektur.
      Ich hoffe ich konnte es klar genug formulieren.
      Gruß kurt
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    • Achilles schrieb:

      Komme mit rüber...
      eine interessante Diskussion dort: slashcam.de/forum/viewtopic.ph…t=138698&p=924474#p924474
      Mal schauen ... die 10bit Diskussionen sind ja auf slashcam geradezu verbrannte Erde. Vielleicht ist es hier aber mal anders.

      kpot11 schrieb:

      In Edius ist es ja so: Wenn ich im Farbraum BT.709 arbeite (= Projekteinstellungen BT.709) und einen BT.709-Clip in der Timeline mit dem Filter Primäre Farbkorrektur "behandeln" (graden) will, dann:
      - muss der Filter auf den Clip gezogen werden,
      - die Einträge für Quell- und Zielfarbraum werden von Edius automatisch erkannt (beide BT.709) und dürfen nicht verändert werden. Andernfalls wäre es eine falsche Einstellung für den Quell-Clip bzw. für den Zielfarbraum, da ja (der Projekteinstellung wegen) im BT.709 verblieben werden soll,
      - die anderen Parameter können/müssen entsprechend modifiziert werden um das gewünschte Ergebnis zu erzielen (Grading, Farbkorrektur, Look).
      Also Edius erkennt viel automatisch - aber sicher nicht alles. Grundsätzlich: es kann schon sein dass ich das verändern MUSS.

      Grundsätzlich geht es seit Edius 9 um korrekte Transformationen des Materials, was Farbe und Helligkeit angeht. Da jetzt HDR dazu gekommen ist, hat sich da im Hintergrund gewaltig viel verändert.

      Beispiel: es filmt jemand in slog (kann auch clog oder vlog sein, völlig egal). Er will dieses Material für rec709 graden. Dann wird - wenn es sich um Orginales slog Material handelt, Edius 9 das bereits erkennen. Sprich - in den Materialeigenschaften steht schon slog.

      In den Projekteigenschaften wird er rec709 einstellen. Wenn er das macht, dann hast in der primären Farbkorrektur bei Quelle slog stehen, und bei Ziel rec709. Das ist also nicht absurd, sondern sogar die häufigste Grundeinstellung.

      Er könnte sich aber auch dafür entscheiden, zu HLG oder PQ graden zu wollen. Dann wird er nämlich vielleicht slog in den Materialeigenschaften haben, aber eben im Zielfarbraum sehr wohl HLG oder PQ. Und da gibt es ein praktisches Problem: für einen LUT ist da eigentlich kein eigener Platz mehr vorgesehen. Das Eintragen eines LUTs geht eigentlich nur dann, wenn man bereits im richtigen Zielfarbraum ist.

      Achilles schrieb:

      Auf automatisch erkannten BT.709-Farbraum eine Projekteinstellungs-LUT in BT.709 draufzusetzen ist sinnfrei
      um nicht "sinnlos" hier zu sagen!
      Aus den genannten Gründen ist das absolut nicht sinnlos. Sondern es gibt
      a) den Fall wo sich der Farbraum ändert
      b) das Eintragen eines LUTs.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Hans-Jürgen schrieb:

      Ist es so, das Edius den Farbraum erkennt und gleichzeitig mittels LUT oder wer-weiss-wie automatisch korrigiert?
      Teilweise ja. log-Formate werden automatisch erkannt. Aber wohin das zu transformieren ist, das kann kein Werkzeug von sich aus automatisch wissen.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Achilles schrieb:

      Ich zerlege das mal Hans-Jürgen:

      1. Ich lege in EDIUS ein UHD-Projekt im BT.709 Farbraum an...
      2. Ich importiere meine FZ300-Komerafiles in den BIN-Mediaraum
      3. Schaue ich mir die Eigenschaften im BIN-raum an, wird mir bestätigt, dass der Clip einen BT.709 Farbraum hat, etwas anderes kann ja meine Kamera nicht...
      4. Ich lege jetzt den Clip auf die BT.709 Timeline auf, schaue ich gleich dort die Eigenschaften an, hat sich nicht geändert
      5. Nehmen wir mal an ich hätte den Clip mit der Kamera belichtungs- und bildprofilmäßig korrekt aufgenommen, ist liegt auch in der Wellenformkontrolle alles OK
      6. Wenn das alles OK ist, dann kann ich ja den Export einleiten, es ist nicht erforderlich auf den Clip mit der Primären Farbkorrektur eine BT.709-Projekt-LUT als Zielaufzulegen, es wird ja nicht geändert am Clip
      7. Habe ich die Aufnahme nicht korrekt belichtet oder einen mangelhaften Weißabgleich durchgeführt in der Kamera, dann muss ich etwas unternehmen...
      7a. ich kann das Farbkorrekturwerkzug der [Sekundären Farnkorrektur] einsetzen:
      7b. ich kann alternativ das Farbkorrekturwerkzeug der [Primären Farbkorrektur] einsetzen und eine Farbkorrektur-LUT auflegen die für den Farbraum BT. 709 sich eignet und korrigiere dort nach Herzenslust
      7c. habe ich eine ungesättigte Cinema-like D mit einer besonderen Gammakurve wegen größtmöglichen Detailgehalt vorliegen, dann schärfe ich zunächst den Clip, nehme dann immer eine Farbkorrektur-LUT dazu und finalisiere die Farbstimmung des Clips damit
      8. Export und fertig...

      Ich weiß jetzt wirklich nicht wo hierbei etwas offengeblieben sein soll?
      Das beschreibt maximal den Fall, dass man in einem einzigen Farbraum ist (hier rec709), und dort auch bleiben will. Es beinhaltet keinerlei Transformation der Übertragungsfunktion oder des Farbraums - aber das wird immer wesentlicher werden.

      Und nochmals: das Feld um den LUT einzutragen ist dann eigentlich bereits vergeben.


      kpot11 schrieb:

      Hans-Jürgen schrieb:

      Ist es so, das Edius den Farbraum erkennt und gleichzeitig mittels LUT oder wer-weiss-wie automatisch korrigiert?
      Hallo Hans-Jürgen:
      - Siehe Screenshot: Wenn Du auf einen Clip die Primäre Farbkorrektur legst, dann erkennt Edius den diesbezüglichen Farbraum des Clips automatisch (roter Pfeil). In meinem Beispiel BT.2020/BT.2100 PQ (ein HDR-Farbraum).
      - Ebenso wird der definierte Projektfarbraum erkannt (eingestellt in den Projekteinstellungen), in meinem Beispiel BT.709 (grüner Pfeil).
      - Wenn ein anderer (auszuwählender) Farbraum bzw. LUTs als Ziel eingegeben wird (grüner Pfeil), dann wandelt Edius den Clip automatisch um. Im Beispiel des Screenshots wird der Farbraum des Clips in den Farbraum BT.709 umgewandelt ===> in diesem Fall sieht man den Clip mit den richtigen Farben in PLR/REC-Fenster.
      Würde man etwa einen S-Log-Farbraum auswählen, dann würde der Clip im PLR/REC-Fenster flach zu sehen sein.
      - Ein Export der Timeline liefert aber ein Ergebnis in dem Farbraum, der als Projektfarbraum defierniert wurde. In meinem Fall also BT.709.

      Welche Projektfarbräume z.Zt. wählbar sind, sieht man unter Einstellungen > Projekteinstellungen >... > Farbraum.
      Welche Zielfarbräume bzw. LUTs wählbar sind, sieht man in der Primären Farbkorrektur, wenn man das kleine Dreick des Parameters Zielfarbraum/LUT aufklappt.

      Diese Möglichkeiten bietet nur die Primäre Farbkorrektur.
      Ich hoffe ich konnte es klar genug formulieren.
      Gruß kurt
      Vorsicht, da gibt's auch Fallen: ein ProRes Clip, aufgenommen mit einem externen Rekorder, kann von Edius nicht automatisch erkannt werden was Übertragungsfunktion und Gamut angehen. Das MUSS ich händisch einstellen.

      Der Projektfarbraum ist bereits eine Wahl von mir als Anwender - denn ich wähle ja die Projekteinstellungen. Der wird also in meinen Augen nicht automatisch erkannt.

      Eine automatische Umwandlung passiert damit eventuell - aber nicht immer - richtig.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Ergänzen möchte ich noch, dass man in EDIUS mit der Ebenentechnik arbeitet...
      In Edius kann man also Korrektureffekte übereinander legen, z.B.:

      1. Layouter ist standardmäßig drauf
      2. Schärfe
      3. Primäre Farbkorrektur mit oder ohne Farbraumwechsel
      4. Aufgemerkt: Die Primäre Farbkorrektur kann man nochmal dazulegen, evtl. mit einer Farbstimmungs-LUT
      5. Weiter lokal mit der sekundären Farbkorrektur arbeiten etc.

      usw., also da ist nicht schon was belegt, es kann genauso wie in DaVinci Resolve nacheinander in seriell angelegten Nodes
      immer ein weiterer Effekt- oder Farbkorrekturschritt überlagert werden.

      Einverstanden, wenn nein, warum nicht?
      Beste Grüsse;
      Pana FZ-300/Sony RX100 - ThiEYE T5 EDGE/Sony Xperia Z2 mit eGimbal
    • Achilles schrieb:

      4. Aufgemerkt: Die Primäre Farbkorrektur kann man nochmal dazulegen, evtl. mit einer Farbstimmungs-LUT
      Das was in Edius offenbar Ebenen heißt, gibt es in Resolve unter Nodes. Und in Vegas hast auch die Möglichkeit Filterinstanzen zu erstellen.

      Hintereinander geschaltene Primäre Farbkorrekturen sind auf jeden Fall ein Mittel, um noch einen LUT darauf zu legen für den Fall, dass man eine Konversion zu einem Zielfarbraum vornehmen hat müssen. Allerdings hätte ich das lieber in einem Filter gesehen - denn zwei hintereinander geschaltene Filter sind eben rechenintensiver.

      Die gute Nachricht ist, dass der Filter in Edius wenigstens GPU unterstützt ist. Denn wenn ich etwa in Edius "nur" meine Quadro 4200K für die GPU Unterstützung hinterlege, dann ist die Vorschauleistung massiv schwächer als wenn ich dafür meine R9 390X wähle.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • wolfgang schrieb:

      Das was in Edius offenbar Ebenen heißt, gibt es in Resolve unter Nodes.
      Ja, schrieb ich schon in meinem Posting

      wolfgang schrieb:

      für den Fall, dass man eine Konversion zu einem Zielfarbraum vornehmen hat müssen
      In meinem beschriebenen Fall handelt es sich um eine Farbstimmungs-LUT, keine Farbraumkonvertierung-LUT.
      ich hätte das auch natürlich mit der sekundären Farbkorrektur machen können.
      Beste Grüsse;
      Pana FZ-300/Sony RX100 - ThiEYE T5 EDGE/Sony Xperia Z2 mit eGimbal
    • Du solltest dich nur entscheiden... entweder hat man Interesse an HDR, dann wird man über kurz oder lang mit log oder zumindest HLG filmen. Oder man hat das eben nicht. Was stimmt eigentlich in deinem Fall? Denn du schreibst ja mal so und mal so.
      :gruebel: :lips:

      Nur sind diese beiden Fälle ziemlich konsequent auseinander zu halten.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Hallo Wolfgang:
      Danke fürs Kommentieren/Präzisieren meiner o.a. Antworten.
      Ein paar Sätze noch von mir dazu.

      wolfgang schrieb:

      1) Also Edius erkennt viel automatisch - aber sicher nicht alles. Grundsätzlich: es kann schon sein dass ich das verändern MUSS.
      Grundsätzlich geht es seit Edius 9 um korrekte Transformationen des Materials, was Farbe und Helligkeit angeht. Da jetzt HDR dazu gekommen ist, hat sich da im Hintergrund gewaltig viel verändert.
      2) Beispiel: es filmt jemand in slog (kann auch clog oder vlog sein, völlig egal). Er will dieses Material für rec709 graden. Dann wird - wenn es sich um Orginales slog Material handelt, Edius 9 das bereits erkennen. Sprich - in den Materialeigenschaften steht schon slog.
      3) In den Projekteigenschaften wird er rec709 einstellen. Wenn er das macht, dann hast in der primären Farbkorrektur bei Quelle slog stehen, und bei Ziel rec709. Das ist also nicht absurd, sondern sogar die häufigste Grundeinstellung.
      4) Er könnte sich aber auch dafür entscheiden, zu HLG oder PQ graden zu wollen. Dann wird er nämlich vielleicht slog in den Materialeigenschaften haben, aber eben im Zielfarbraum sehr wohl HLG oder PQ. Und da gibt es ein praktisches Problem: für einen LUT ist da eigentlich kein eigener Platz mehr vorgesehen. Das Eintragen eines LUTs geht eigentlich nur dann, wenn man bereits im richtigen Zielfarbraum ist.
      ad 1) Ich habe mich in meinem Beispiel oben (der Einafchheit halber) auf den speziellen Fall BT.709, BT.709 bezogen, wo Edius alles automatisch erkennt (Quelle und Zielraum). Wobei ich anmerken muss, dass "den Projektraum automatisch erkennen" vielleicht etwas holprig formuliert wurde.
      ABER: So wie Du den Satz formuliert hast, ist das vom Grundsatz her natürlich völlig richtig.
      ad 2) So habe ich es auch exakt verstanden (und getestet). // Ich komme ganz unten noch darauf zurück.
      ad 3) Jedenfalls bei mir wäre es so, würde ich slog-Clips verwenden. // Ich habe x-log-Clips nur als Fremdclips in Ausnahmefällen.
      ad 4) Dass man in solchen Fällen eine weitere P-CC benutzen müsste, wurde in den Antworten schon beschrieben (siehe z.B. übernächstes Zitat).

      wolfgang schrieb:

      Vorsicht, da gibt's auch Fallen: ein ProRes Clip, aufgenommen mit einem externen Rekorder, kann von Edius nicht automatisch erkannt werden was Übertragungsfunktion und Gamut angehen. Das MUSS ich händisch einstellen.
      Stimmt natürlich.

      wolfgang schrieb:

      Hintereinander geschaltene Primäre Farbkorrekturen sind auf jeden Fall ein Mittel, um noch einen LUT darauf zu legen für den Fall, dass man eine Konversion zu einem Zielfarbraum vornehmen hat müssen. Allerdings hätte ich das lieber in einem Filter gesehen - denn zwei hintereinander geschaltene Filter sind eben rechenintensiver.
      Ja, das wäre wünschenswert.

      Ich habe vorgestern mein angekündigtes "Kochrezept" im Band-4 des Vademecum deponiert (Ab Seite-42). Zweckmäßgerweise habe ich das Kapitel HDR vs SDR als "In Arbeit" markiert, weil es vielleicht noch "Feinschliff" und/oder den einen oder anderen klärenden Kommentar/Hinweis erfordert. So wie es aussieht, habe ich alle o.a. Punkte untergebracht.
      Die von mir angeführten Algorithmen sollen sicherstellen, dass man die gewünschten Farbkorrekturen - in beliebig gewünschter Reihenfolge - mit beliebigen Farbkorrekturfiltern vornehmen kann.
      Falls sich jemand das anschaut: In Einzelfällen kann natürlich einfacher vorgegangen werden, etwa dann, wenn z.B. folgende Effektereihenfolge in der Informationspalette vorliegt, die nur die fett markierten Effekte benötigt:
      - Layouter
      - 3 Wege Farbkorrektur
      - Primäre Farbkorrektur
      - Primäre Farbkorrektur // für LUT
      In diesem Fall ließe sich ja eine primäre Farbkorrektur direkt in der einzig vorhandenen P-CC durchführen.
      Alle Fälle habe ich einzeln getestet.

      Der direkte Link zur Vademecum-Auswahl:
      edius.de/vademecum.html

      Für allfällige Vorschläge, Kommentare, Verbesserungshinweise etc. schon im Voraus vielen Dank!
      Gruß kurt
    • kpot11 schrieb:

      Ich habe vorgestern mein angekündigtes "Kochrezept" im Band-4 des Vademecum deponiert (Ab Seite-42). Zweckmäßgerweise habe ich das Kapitel HDR vs SDR als "In Arbeit" markiert, weil es vielleicht noch "Feinschliff" und/oder den einen oder anderen klärenden Kommentar/Hinweis erfordert. So wie es aussieht, habe ich alle o.a. Punkte untergebracht.
      Ich habe den Eindruck da bleibt noch einiges zu tun. Ich bin mir nicht sicher ob da alle Fälle schon konsistent abgedeckt sind.

      Die offene Frage des Grading-Monitors ist eine ganz wesentliche - nur weil diese Monitore heute noch immer eher teuer sind, wenig Verbreitung haben, viele davon für unsere Zwecke sogar schlicht und ergreifend unbrauchbar sind - nur deshalb kann man das nicht auslassen.

      Ich würde ja gerne da mal ein passendes Tutorial schreiben, geht vielleicht sogar in eine Art White Paper - denn auch international gibts da bisher kaum was brauchbares. Und auch viele Diskussionen hier zeigen über den enormen Aufklärungsbedarf. Ich hätte sogar schon mal ein wenig angefangen - aber der 4 Monate alte Säugling daheim hat ganz heimtückische Methode um den Papa am Abend und am Wochenende daran zu hindern sich da mal ein paar Stunden hin zu setzen und das zu formulieren.
      :Teufel:

      Leider oder Gott sei Dank, wie man will.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • wolfgang schrieb:

      Leider oder Gott sei Dank, wie man will. // siehe auch ganz unten
      1) IMO: Gott sei Dank! // Gibts was Wichtigeres ??

      2) Zum Vademecum: "Ich habe den Eindruck da bleibt noch einiges zu tun. Ich bin mir nicht sicher ob da alle Fälle schon konsistent abgedeckt sind."
      Ich habe mich im Vademecum ganz bewusst (!) - auch aus dem o.a. Grund - darauf beschränkt, die Möglichkeiten (oder Unmöglichkeiten) auszuleuchten, die man hat, wenn man keine "perfekte" HDR-Umgebung zur Verfügung hat und heute unter Edius mit einem BT.709-Environment (oder wie immer man das bezeichnen will) mit den aufgeführten Clip-Typen
      - entweder einen BT.709-Export herstellen will/muss
      - oder einen HLG bzw. PQ-Export produzieren will.
      3) "Die offene Frage des Grading-Monitors ist eine ganz wesentliche - nur weil diese Monitore heute noch immer eher teuer sind, wenig Verbreitung haben, viele davon für unsere Zwecke sogar schlicht und ergreifend unbrauchbar sind - nur deshalb kann man das nicht auslassen."
      Ja, aber (ich rede jetzt ausschließlich von mir, damit da kein Missverständnis entsteht):
      "Wer selbst nicht weiß wovon er spricht, der belehre andere Leute nicht." Und da ich - jedenfalls in diesem Zusammenhang - zur Zeit zu den Leuten gehöre, die noch nicht wissen (können), wovon ich da seriöserweise sprechen sollte, halte ich mich lieber an diese alte Weisheit.
      Du hast ja vollkommen recht: Da ist noch Einiges offen und z.T. ungeklärt und man kann zwar partiell das Eine oder Andere vielleicht schon festmachen, aber für "Kochrezepte" (= einfach nachzuvollziehende Anleitungen) sehe ich mich dzt. nicht in der Lage. Darum ist bei mir diesbezüglich Geduld angesagt (auch wenn mich das Thema sehr interessiert).
      4) Ein Detailproblem habe ich noch entdeckt (Du hast mich mit dem Beispiel ProRes darauf gebracht):
      Wie korrigiert man unter Edius einen ProRes-Clip, der vom P-CC falsch interpretiert wird? In der P-CC kann er nicht ausgewählt werden, in den Clip-Eigenschaften auch nicht (da sind dieselben Auswahlmöglichkeiten enthalten, wie in der P-CC). Da ich keinen ProRes-Clip zur Verfügung habe, kann ich auch experimentell nix unternehmen. Momentan wäre ich da etwas ratlos (würde ich meinen, sagen zu sollen). Du schreibst "Das muss man händisch einstellen": Heißt das, dass ich mit den Edius-Möglichkeiten echt manuell "herumprobieren" muss, bis ich einigermaßen zu einer Übereinstimmung komme? Das kann aber irgendwie "fad" werden, oder? Da wäre es IMO sehr wünschenswert, wenn GV für ProRes ebenfalls die automatische Erkennung implementieren würde.

      OFF-TON ON
      Nochmal zurückkommend auf Punkt 1): Eine (von vielen anderen) Begründung dafür, warum man hier die Priorität setzen sollte, liegt ganz einfach daran, dass es sich da um einen zukünftigen Steuerzahler handelt - und der sorgt in der Zukunft mit dafür, dass man als Pensionist nicht verhungern muss :teufel:
      OFF-TON OFF
      Jedenfalls unbekannterweise schöne Grüße an den kleinen Mitbürger ! Möge er gesund bleiben und möglichst früh Millionär werden (und seine Eltern dann nicht vergessen)!
      Gruß kurt
    • kpot11 schrieb:

      4) Ein Detailproblem habe ich noch entdeckt (Du hast mich mit dem Beispiel ProRes darauf gebracht):
      Wie korrigiert man unter Edius einen ProRes-Clip, der vom P-CC falsch interpretiert wird? In der P-CC kann er nicht ausgewählt werden, in den Clip-Eigenschaften auch nicht (da sind dieselben Auswahlmöglichkeiten enthalten, wie in der P-CC).
      Ein ProRes Clip, den ich mit dem Shogun aufgezeichnet habe, etwa von meiner GH4, wird in Edius in den Clip-Eigenschaften BT709 interpretiert. Er ist aber im Fall der GH4 und v log mit "Panasonic-V-Gamut/V-Log, V-Log L" zu hinterlegen.

      Die Umstellung kann man entweder in den Clip Eigenschafte vornehmen oder aber auch im Bin-Fenster vornehmen (in beiden Fällen unter dem Reiter "Farbraum"). Oder aber auch im Primary Color Corrector unter Quelle.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Zu 2: es ist auch zu diskutieren, wo ein HDR Workflow überhaupt sinnvoll ist. M.E nicht wenn man von rec709 Material kommt.

      Zu 1: stimmt, was gibt es Wesentlicheres.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • wolfgang schrieb:

      Du solltest dich nur entscheiden... entweder hat man Interesse an HDR, dann wird man über kurz oder lang mit log oder zumindest HLG filmen. Oder man hat das eben nicht. Was stimmt eigentlich in deinem Fall? Denn du schreibst ja mal so und mal so.
      Zur gegebenen Zeit werde ich meine persönliche Entscheidung treffen.
      Derzeit besteht kein Handlungszwang!
      Wie ich schon oft hier schrieb, zunächst bleibt bei mir alles so wie es ist.
      Der nächste Schritt am Zeit-Horizont wird automatisch der Ersatz des vorhandenen
      HDTVs gegen einen UHD-TV sein mit HLG-Wiedergabemöglichkeit.
      Der Ersatz erfolgt erst wenn bei dem vorhandenen HDTV eine hochpreisige Reparatur
      anfallen sollte. Derzeit läuft noch die beim Kauf vereinbarte verlängerte Garantiezeit.

      Die Auswahl von Kameras mit HLG-Aufnahmemöglichkeit wird bis dahin wohl viel
      größer sein. Schaun' mer mal wie sich HDR(HLG) im nächsten Jahr Fortentwickeln wird.
      Klar ist, dass ich auf dem Laufenden bleiben werde!

      Offen ist für mich derzeit noch, wie die vorhandene SDR-Footage auf einem UHD-TV
      mit HLG-Wiedergabe aussehen wird?
      Beste Grüsse;
      Pana FZ-300/Sony RX100 - ThiEYE T5 EDGE/Sony Xperia Z2 mit eGimbal
    • wolfgang schrieb:

      Zu 2: es ist auch zu diskutieren, wo ein HDR Workflow überhaupt sinnvoll ist. M.E nicht wenn man von rec709 Material kommt.
      Das hat sich so ergeben nach dem EDIUS 9 erschienen ist, weil dort die Möglichkeit für einen Timelinemix mit SDR-Material und HLG-Material
      angeboten wird. Deshalb habe ich mich hauptsächlich bis jetzt damit beschäftigt. Ob man darauf in der HLG-Zukunft setzen soll ist eine andere
      Sache. Vorkommen kann es schon, wenn man Archivaufnahmen, z.B. aus der SDR-Vogelaufnahmen-Archivierung bestimmte Szenen in
      ein HLG-Projekt ergänzend einbauen möchte.

      Ab Zeitpunkt X, wenn man über das komplette HLG-Equipment verfügt, sollte man bei Neuaufnahmen natürlich alles in HLG aufnehmen,
      was schwierig werden könnte, wenn man z.B. Aufnahmen einer ActionCam einbinden möchte, denn diese Kameras bieten wohl noch
      keine HLG-Aufnahme an, meiner derzeitigen Kenntnis nach geht es auch noch nicht mit einem Smartphone?
      Beste Grüsse;
      Pana FZ-300/Sony RX100 - ThiEYE T5 EDGE/Sony Xperia Z2 mit eGimbal
    • wolfgang schrieb:

      kpot11 schrieb:

      4) Ein Detailproblem habe ich noch entdeckt (Du hast mich mit dem Beispiel ProRes darauf gebracht):
      Wie korrigiert man unter Edius einen ProRes-Clip, der vom P-CC falsch interpretiert wird? In der P-CC kann er nicht ausgewählt werden, in den Clip-Eigenschaften auch nicht (da sind dieselben Auswahlmöglichkeiten enthalten, wie in der P-CC).
      Ein ProRes Clip, den ich mit dem Shogun aufgezeichnet habe, etwa von meiner GH4, wird in Edius in den Clip-Eigenschaften BT709 interpretiert. Er ist aber im Fall der GH4 und v log mit "Panasonic-V-Gamut/V-Log, V-Log L" zu hinterlegen.
      Die Umstellung kann man entweder in den Clip Eigenschafte vornehmen oder aber auch im Bin-Fenster vornehmen (in beiden Fällen unter dem Reiter "Farbraum"). Oder aber auch im Primary Color Corrector unter Quelle.
      Danke für die Info - habs mir schon notiert!
      Gruß kurt