Color Correction für Unterwasseraufnahmen!

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    • Color Correction für Unterwasseraufnahmen!

      Hey Forenmitglieder!

      Wie angekündigt, mein erstes Tutorial:

      Color Correction für Filmaufnahmen unter Wasser:



      :schnapp:

      Viel Spaß, Daumen hoch und Abo nicht vergessen - Vielen Dank! :)

      Gruß, Wolfgang
    • Dein Tutorial gefällt mir gut! Für den nachträglich Weißabgleich
      nutze ich ebenfalls Color Fast, zusätzlich kommt bei mir noch Magic Bullet
      Looks zum Einsatz.

      VG. Paloma
    • Mal zu den Inhalten: wichtig ist zu wissen (und auch darauf in einem Tutorial zu verweisen), dass VOR einer wie auch immer gearteten Farbkorrektur auch zunächst IMMER eine Luminanzkorrektur erfolgen muss - also das Setzen von Weiß- und Schwarzpunkt sowie der Luminanzverteilung. Der Grund dafür ist jedem Colorist bekannt - und auch jedem der sich mit dem Thema inhaltlich ausreichend befasst hat: das menschliche Auge erkennt Unterschiede in der Helligkeit deutlich stärke als Unterschiede in der Luma.

      Es sollte daher so sein, dass die Einstellung des Luminanbereiches mit verschiedenen Filtern erledigt wird. Da hier von Vegas die Rede ist kann das in der Praxis oft durch den Filter levels erfolgen, allerdings ist es auch möglich dies über die Helligkeits- und Gammakorrektur im Farbkorrekturfilter zu machen. Eine weitere Möglichkeit wäre die Verwendung der Farbkurven. Hier stehen also recht gut ausgeprägte Werkzeuge in Vegas selbst zur Verfügung - die völlig ausreichend sind um sehr gute Ergebnisse zu erzielen. Zusatztools kann man nutzen - aber die Notwendigkeit dafür sehe ich erst dann, wenn die intern verfügbaren Tools bereits ausgenützt werden.

      Kontrolliert werden sollte sowas immer mit den verfügbaren Analysewerkzeugen in Vegas Pro. Besonders meine ich hier den Waveform-Monitor für die Lumakorrektur, für die Farbkorrektur sollten gerade im Hinblick auf Erinnerungsfarben auch das Vectorscope zum Einsatz kommen. Besonders mit dem Waveform-Monitor ist die völlig korrekte Einstellung von 0% und 100% Luma und Gamma recht einfach möglich, BEVOR man überhaupt andere Schritte wie einen Weißabgleich oder eine Schärfung oder irgendeine Farbkorrektur durchführt. Dies optimiert den Kontrast und stellt sicher dass das Basisbild für eine Farbkorrektur überhaupt eingestellt ist.

      In der Praxis ist auch noch zu Berücksichtigen, dass viele Amateure natürlich derartige Korrkture auf nicht oder nur schlecht kalibrierten PC-Monitoren machen. Die Beurteilung über diese Monitore kann daher auch arg falsch werden. Zumindets für die Helligkeits- und Kontrastkorrektur sind daher interne Tools wie der Waveform-Monitor sehr sehr nütztlich und bewahren den Anwender, hier allzusehr in die falsche Richtung zu laufen. Der Ansatz, hier auf den Waveform-Monitur wie auch auf Vektorskope zu verzichten, halte ich daher für eher problematisch. Auch wird nicht die Frage gestellt vor welchem Hintergrund produziert wird - will oder muss man den sendesicheren Bereich von 16...235 einhalten, weil man für einen Sender publiziert, oder darf man es sich leisten etwa den Superweißbereich zwischen 235 und 255 mit zu nutzen was grundsätzlich mehr Bildinformationen erhalten kann?

      Darüber hinaus sollte man auch nicht unbegrenzt Filter hintereinander schalten - die in Wirklichkeit sehe ähnliche Funktionen haben. Gerade das gängige 8bit Material wird hier nicht unbedingt besser - Farbanpassung, Farbausgleich und dann noch den Color Fast ist halt schon ungewöhnlich viel, besser ist es hier die Werkzeuge seiner Wahl zu wählen und die dann auch gezielt und konsequent zur Gänze zu nutzen - egal welche das nun sind. Hier ist Weniger oft auch Mehr.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • wolfgang schrieb:

      In der Praxis ist auch noch zu Berücksichtigen, dass viele Amateure natürlich derartige Korrkture auf nicht oder nur schlecht kalibrierten PC-Monitoren machen.


      Das ist mit das Hauptkriterium: Wenn man nicht weiß, was der Vorschaumonitor "macht", ist jede Korrektur zwangsläufig ein Ratespiel. Ich sitze bei mancher Farbkorrektur einer einzigen Szene 10 Minuten vor einem kalibrierten Monitor (und selbst da lächelt der Profi milde) und bin anschließend immer noch unzufrieden. Wolfgang, Du machst Dein Tudorial sprachlich und bildlich gesehen schon recht gut, aber Du schrammst inhaltlich sehr an der eigentlichen Problematik vorbei. So einfach ist Graden halt mal nicht. Allerdings zeigst Du auch sehr anschaulich, was man mit Unterwasseraufnahmen alles so tricksen kann.

      Du kannst auch gut texten (angenehme Stimme, gute Aussprache), doch sollte das nicht live geschehen - ein Manuskript hilft hier sehr dabei, genau das zu sagen, was Du an der Stelle auch sagen willst. Und es ist weniger stressig.

      Also: Das geht noch deutlich besser! :beer:
    • Keine Ahnung zur Salzbeständigkeit.

      Aber das ist weniger der Punkt. Der Punkt ist eher dass die Methoden im hier gezeigte Video von einer idealen Vorgehensweise eher weit weg sind.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Wenn der Colorchecker Salzwasser verträgt, dann sollte er auch benutzt werden, um die nötigen Referenzwerte zu bekommen.
      Auf diese Referenz erfolgt dann der präzise Abgleich, dann erst Primary und Secondary Grading - das ist dann die ideale Vorgehensweise.
    • Es geht in dem Tutorial doch um Unterwasseraufnahmen.
      Da geht man bei der Color Correction schon einiges anders vor als bei einer Color Correction eines "normalen" Videos.
      Ich habe mich selber mal daran versucht und kann nur sagen, so etwas sollte man selber mal gemacht haben, dann erkennt man den Unterschied.

      Ob man da als Taucher auch immer einen Colorchecker zur Hand hat wage ich auch mal zu bezweifeln, aber wer wirklich gute Videos vorweisen möchte, dem sei so etwas durchaus angeraten.

      Aber erst das Primary und dann das Secondary Grading - das ist auch meiner Meinung nach die ideale Vorgehensweise.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Dass man erst die Luma einrichtet, und dann die Farbkorrektur machen sollte ist ein recht universelles Prinzip.

      Und dass man nicht Filter hintereinander legt, die einander sogar widersprechen, ist der nächste Punkt.

      Und Dinge wie Nachschäfen macht man wohl eher zum Schluß.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Hallo @ ALL

      ich filme auch Unterwasser und kenne die Problematik nur zu gut.
      Nachdem meine erste UW Photoknipse den Geist aufgegeben hat, bin ich auf Video umgestiegen.
      Einer der wichtigstens Punkte war und ist für mich, dass man UW einen Weissabgleich machen kann.
      Dazu habe ich immer Weissabgl. Karte dabei. Aber ich kann Euch sagen, das ist Unterwasser richtig tricky.
      Zusätzlich ist meißt alles in Bewegung, und man selbst auch noch - damit ändert sich oft Winkel und Abstand zum Motiv -
      und damit auch gleich wieder Farbe und Helligkeit.
      Stative, Beleuchter und immer wieder am selben Platz nach Storyboard zu tauchen - ist den Pros vorbehalten.

      In meinen Videos gibt es in der Zwischenzeit keinen einzigen Schnipsel mehr, an dem ich nicht an der Helligkeit und Farbe rumschraube.
      Da ich mit Edius schneide, muss ich nur ein Häckchen setzten um nicht aus dem Rahmen zu fallen.
      Zusätzlich ist auch das umstellen in Edius auf 10bit eine gute Lösung obwohl das Material nur 8bit hat.
      Schlussendlich ist aber alles auf meinen PC Bildschirm und LEDTV abgestimmt - das es eben dort gut aussieht.

      zum Nachschärfen kann ich nix sagen, da noch nie probiert.
      Ich glaube das ist für Unterwasser nicht unbedingt erforderlich - vielleicht besser auf 4K umsteigen - ist aber geschmacksache.

      Auf jeden Fall Danke für das Video!

      Gruß
      Joachim

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von JoeT ()

    • Hallo Mädels! ;)
      Oha..war schon lange nicht mehr angemeldet ...melde mich aus dem (Tauch-)Urlaub zurück! :ruder:

      Ersteinmal vielen Dank für das Lob und die sachliche Kritik - ich arbeite täglich daran NOCH besser zu werden.

      Das mit der Luminanzkorrektur ist grundsätzlich ja richtig.
      Ich setze S & W Punkte unter "normalen" Bedingungen (ich meine damit nicht unter Wasser) mit hilfe des "Spider Cubes".
      Funktioniert sehr gut.
      Die Unterwasserwelt funktioniert natürlich in punkto Licht- und Farbberechung ganz anders - das ist ja bekannt.
      Allerdings verhält es sich bei mir wie folgt.

      Ich tauche um zu tauchen und nicht um zu filmen - denn alle meine Videos sind Nebenprodukte meiner Tauchgänge.
      Die Unterwasserwelt verlangt einigiges - vor allem Konzentration.
      Die Kamera läuft zwar immer mit - keine Profi-Cam sondern eine GoPro (wenn Profi-Cam, dann leihweise...).

      Mein Ziel war es, die Unterwasseraufnahmen so deutlich zu verbessern und daraus ansehnliche Videoproduktionen -
      mann kann auch "Urlaubsfilme" dazu sagen - zu machen.
      Ich bin der Meinung, dass Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen - alleine schon die Hirnkoralle. :)

      Mehrere Wege führen zum Ziel - mein Weg beschreibt eine einfach zu händelnde Möglichkeit,
      Tauchaufnahmen aus dem Urlaub zu präsentieren.
      Ich präsentiere meine auf einem Samsung UHD 65` meine Zuschauer sind mehr als begeistert.
      :laola:

      Ahoi!


      Viele Grüße,

      Wolfgang :)