Angepinnt AVCHD 1920 x 1080, Vorschau, Schnitt und Leistungsanforderung

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    • AVCHD 1920 x 1080, Vorschau, Schnitt und Leistungsanforderung

      Ich möchte hier meine Erfahrungen in der Bearbeitung von AVCHD Full-HD Clips zur Vorschau, dem Schnitt, dem Rendering und der Ausgabe auf Blu-Ray darlegen. Gerade die Full-HD Clips in ihrer natürlichen Auflösung von 1980 x 1020 Pixeln sind zum einen von ihrer Qualität her interessant, zum anderen stellen sie aber ganz besondere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Schnitt-Computer.

      Die Clips:
      Zur Verwendung in meinem Test habe ich mangels einer passenden Kamera die hier im VT zum Download (Tread Sony SR11/12) angebotenen Files einer Sony SR11 in Full-HD genommen. Zusammen ergeben sie auf der Timeline eine Länge von etwa 2min 20 sek.

      Die Software:
      Getestet habe ich mit den Programmen Adobe Premiere Pro CS3 in Verbindung mit dem MainConcept MPEG Pro HD 3 (Version: 3.1.0) Plugin, da Premiere CS3 selbst AVCHD-Dateien nicht unterstützt. Alternativ kam Sony Vegas Pro 8.0b zum Einsatz, das selbst absolut in der Lage ist, AVCHD-Files zu bearbeiten.

      Die Hardware:
      Da die Leistungsfähigkeit des PC's bei der Bearbeitung eine bedeutende Rolle spielt, kommt dafür auch ein System zum Einsatz, das zum aktuellen Zeitpunkt nahe dem machbaren Möglichen liegt. Der PC setzt sich aus folgenden Komponenten zusamen:

      CPU: Intel Core 2 Extreme QX9650, 4x 3.00GHz, 333MHz FSB, 2x 6MB shared Cache
      Motherboard: ASUS P5E3 Premium WiFi-AP@n, X48 (dual PC3-10667U DDR3)
      Arbeitsspeicher: OCZ Platinum DIMM Kit 4GB PC3-10667U CL7-7-7-20
      Anmerkung zum Arbeitsspeicher: Da Windows 32-Bit Betriebssysteme keine 4 GB Speicher verwalten können, wurde im Bios das Memory Remap Feature deaktiviert, so dass dem Betriebssystem die möglichen 3,25 GB an Speicher zur Verfügung stehen.
      Grafikkarte: Nvidia GeForce 8800GT silent (passiv gekühlt)
      Festplatten:
      2 x Western Digital Raptor 150GB SATA im Raid 0 StripeSize 16kb (System und Programme)
      2 x Samsung SpinPoint F1 1000GB 32MB SATA II im Raid 0 StripeSize 128 kb
      Betriebssystem: Windows XP SR2.

      Wer Video schneidet, muss sich somit zwangsläufig mit Kamera, Schnittsoftware und Rechner befassen..



      Bearbeitung mit Adobe Premiere CS3
      Mit Hilfe des Mainconcept-Plugins ist die Bearbeitung von AVCHD-Clips auch in Premiere CS3 möglich. Allerdings zeigt auch die aktuelle Version wie schon früher, dass die Software relativ instabil arbeitet. Permanentes speichern der Arbeit gehört also zur Voraussetzung. Die Clips selbst laufen in der Vorschau auf der Timeline relativ flüssig ab, auch normale Überblendungen werden auch ohne Rendern noch in befriedigender Geschwindigkeit gezeigt. Das ändert sich jedoch schlagartig, wenn eine 2te Videospur zum Einsatz kommt oder ein PiP (Picture in Picture) zum Projekt hinzugefügt wird. Ab diesem Zeitpunkt kann man ohne zeitaufwändiges Rendern nicht mehr von einer Vorschau sprechen, da diese bei etwa 1 fps liegt. Nichts desto trotz kann man mit viel guten Willen in dieser Kombination zu einem Ergebnis kommen. Beim Rendern des Projekts zeigt sich noch eine Besonderheit. Verwendet man den hinzugekommenen MainConcept Encoder, so zeigt dieser auch im der Mpeg2 Blu-Ray Ausgabe eine quälende Langsamkeit. Gerade bei komplexeren Passagen wird die CPU oft nur zu 25%, also nur einem Kern ausgelastet. Der alternativ zur Anwendung gekommene Adobe Media Encoder ist hier deutlich leistungsfähiger, die Threadverteilung der CPU entspricht hier meiner Erwartungshaltung, die Geschwindigkeit steigt deutlich an. Alles in allem hinterlässt die Software-Kombination vorsichtig ausgedrückt aber einen sehr durchwachsenen Eindruck.

      Bearbeitung mit Sony Vegas Pro 8.0b
      Auf Grund der mit Adobe gemachten Erfahrung musste ich mich einmal mehr Vegas zuwenden, das diese Software die Bearbeitung von AVCHD-Files per se beherrscht. Darüber hinaus gehe ich von der Voraussetzung aus, dass gerade die Clips einer Sony SR11 mit dieser NLE besonders harmonisch zusammenarbeiten. Da ich im Gegensatz zu dem von mit sonst verwendeten Premiere CS3 praktisch keine Erfahrung mit Vegas habe, muss ich mich hier kurz einarbeiten. Mit Hilfe des zum Download bereitgestellten Handbuches und der Hilfe gelingt es mir innerhalb von 90 Minuten, die Grundzüge von Vegas zu erarbeiten. So werden die Clips mit diversen Übergängen versehen, eine Text-Titel dreht sich für geraume Zeit mit Schatten und per Keyframe-Animation durchs Bild, ebenso kommt in einer weiteren Video-Spur ein invertiertes PiP zum Einsatz, dass langsam aus- und eingeblendet wird und das mit einem weichen Schlagschatten versehen ist. Damit es für Vegas nicht zu einfach wird, kommen noch Kontrast- und Farbkorrekturfilter zum Einsatz, ebenso wird noch eine Lichtspiegelung hineingerendert.

      Die Vorschau bietet in Vegas diverse Einstellungsmöglichkeiten. Ich teste alle Kombinationen durch und entscheide mich für gute Qualität bei halber Größe. Die Vorschau scheint aktiv von der CPU unterstützt zu werden, so zeigt sich während des Ablaufes der Timeline eine Auslastung von ca. 50% auf allen 4 Kernen.



      Die Vorschau selbst läuft erstaunlich flüssig ab. Ist nur eine Videospur belegt, so kann man auch in voller Auflösung auf den gesamten Bildschirm umschalten, dabei gibt es nur einige kleine Ruckler. Aber selbst dort wo ich gemeiner Weise den animierten Text in das PiP, welches darüber hinaus über einem 3D-Flip Übergang liegt, übergehen lasse, ist die Vorschau mit etwa 10fps durchaus noch als brauchbar zu bezeichnen. Insgesamt macht die Arbeit in der Timeline mit Vegas durchaus Spass, die NLE bleibt dabei reaktionsschnell und hinterlässt keinen gestressten Eindruck. Bei all dem Lob darf aber nicht vergessen werden, dass die Projektlänge meines Testfiles gerade mal bei 2 min 12 Sek liegt.

      Rendern der Timeline:
      Zuerst gebe ich das Projekt nach Mpeg2 Blu-Ray aus. Dazu verwende ich diverse verschiedene Einstellungen. Variable Bitrate (VBR) mit einer Zielrate von 25 MBit/sek bei max 30 Mbit/sek im 1-Pass Verfahren, Konstante Bitrate CBR mit 25 Mbit/Sek sowie Variable Bitrate (VBR) mit einer Zielrate von 25 MBit/sek bei max 30 Mbit/sek min 15 Mbit/sek im 2-Pass Verfahren. Als ich die Timeline dann als AVC-Datei ausgeben möchte, stelle ich fest, dass diese Möglichkeit fehlt. Es existiert schlicht kein Ausgabe-Profil für Blu-Ray AVC, um keinen Fehler zu machen frage ich hier im Forum zurück. Die Unterstützung zur Full-HD Ausgabe im AVC-Codek kommt wohl erst mit der nächsten Version. Alternativ verwende ich die H264 Ausgabe des Mainconcept-Encoders, die ich manuell auf Full-HD anpasse. Dabei entsteht allerdings eine gemuxte mp4-Datei, das hat mit meinem gewünschten Endprodukt in Blu-Ray nichts zu tun. Es zeigt aber die erforderliche Rechenleistung, da diese zur Blu-Ray AVC Ausgabe in etwa ähnlich sein dürfte.

      Hier die Einstellungen für Mpeg2 Blu-Ray mit VBR 25 MBit/sek im 2-Pass Verfahren.



      Während des Renderns werden alle 4 Kerne weitgehend ausgelastet.



      Renderzeiten:
      Hier zeigt sich ein echter Nachteil der zu verarbeitenden AVCHD-Clips. Die Renderzeiten sind schlichtweg enorm. Für meinen Clip mit einer Länge von 2 min 12 Sek zeigen sich folgende Ergebnisse:

      Rendern >> Mpeg2 Blu-Ray 1920 x 1080 Full HD CBR 1 Pass (25 MBit/sek) >> Dauer: 14 min 39 sek.
      Rendern >> Mpeg2 Blu-Ray 1920 x 1080 Full HD VBR 1 Pass (20/25/30 MBit/sek) >> Dauer: 14 min 34 sek.
      Rendern >> Mpeg2 Blu-Ray 1920 x 1080 Full HD VBR 2-Pass (20/25/30 MBit/sek) >> Dauer: 30 min 12 sek.
      Rendern >> H264 Mainconcept 1920 x 1080 Full HD VBR 2-Pass (20/25 MBit/sek) >> Dauer: 53 min 27 sek.

      Die Ausgabe in eine hochwertigen Mpeg2-Datei im VBR 2-Pass Verfahren dauert mehr als 30 Minuten. Daraus errechnet sich ein Zeit/Render Verhältnis von 1:13,79 - Und die Sache wird noch bitterer.. Unter der Voraussetzung, dass man beim selben Codec bleiben möchte, ist als Endprodukt eine AVC-Datei im Blu-Ray Format das Ziel der Wünsche. Die Encodierung in das vergleichbare H264-Format (mp4) dauert geschlagene 53 Minuten. Daraus errechnet sich ein Clip/Render Zeitverhältnis von 1:24,3 - Im Klartext: Wird ein Film mit der Länge von einer Stunde ins AVC Blu-Ray Format gerendert, muss mit einer Rechenzeit von einem ganzen Tag kalkuliert werden. Spekulationen darüber, dass sich das in Bälde ändern könnte, möchte ich nicht teilen. Ohne eine grundlegende Änderung der Software-Möglichkeiten wird die Hardware mehrere Jahre benötigen, um die entsprechende Rechenleistung zu bieten. Beispiel:

      Meine letzte CPU kaufte ich vor knapp 1,5 Jahren. Das war eine QX6700. Die jetzige CPU zeigt bei äußerst wohlwollender Betrachtung einen Anstieg der Rechenleistung von 20% - und das 1,5 Jahre später. Es muss somit eine komplett andere Hardware-Struktur entwickelt werden, um die Leistung der Prozessoren schneller zu steigern. 8 oder 12 Core CPU's könnten das Problem eventuell in den Griff bekommen. Wenn man aber sieht, dass selbst die aktuellen QuadCores oft nur zu 30-40% genutzt werden, möchte ich nicht wirklich an eine schnelle Änderung der Verhältnisse glauben.

      Vom gerenderte File zur Blu-Ray:
      Hier verwende ich das mir als äußerst leistungsfähig bekannte Encore CS3. Dabei importiere ich die 3 verschiedenen gerenderten Ergebnis-Clips aus dem Test, die so per Menü ausgewählt und verglichen werden können. Die erste Überraschung folgt promt. Egal ob es die CBR oder die VBR Datei ist, Encore erkennt beide Dateien als Blu-Ray konform, diese werden somit nicht mehr neu gerendert. Die ebenfalls zu einem Schnittfenster verwendete Mp4-Datei muss natürlich nochmal neu gerendert werden, da sie nicht Blu-Ray konform ist.

      Encore erkennt die Blu-Ray konformen Dateien aus Vegas und rendert diese nicht nochmals. Deutlich zu sehen in den Eigenschaften des Blu-Ray Transcoders durch den Hinweis: "Nicht transcodieren".



      Das Mp4-File wird transcodiert, das geht in erstaunlich schneller Zeit und Ausnutzung aller Kerne. Leider zeigt sich nachher im Bild ein Auseinandertriften von Bild und Ton, das Bild in viel zu schnell, der Ton korrekt. Da es sich aber um eine nicht konforme Blu-Ray Datei handelt, ist diese Sache von untergeordneter Bedeutung.



      Resümee:
      Vegas Pro 8.0b geht als klarer Favorit für die Bearbeitung von AVC Full-HD Files durch die Ziellinie. Allerdings ist es ein Pyrrhussieg. Im Vergleich zu reinem reinen Mpeg2-Workflow steigt die Bearbeitungszeit massiv an. Die gute Qualität der Full-HD Clips zeigt sich aber auch auf der Blu-Ray Disk. Wenn es nur um die Qualität der Ausgabe geht, macht es offenbar nichts, wenn die AVC-Files in ein Mpeg2 Blu-Ray File gerendert werden. So habe ich die hier zur Verwendung kommenden SR11-Clips direkt und unbearbeitet auf eine Daten-DVD gebrannt. Zum Vergleich habe ich die angefertigte Blu-Ray Scheibe genommen. Beide Disks wurden im Sony BDP S500 Blu-Ray Player abgespielt und auf dem Sony KDL-46X3500 Full-HD Panel angesehen. Das Ergebnis: Selbst nach mehrmaliger Betrachtung kann ich keine Unterschiede zwischen Original und den gerenderten Files erkennen. Weder auf meinem PC-Monitor, noch auf dem Full-HD Fernseher. Vielleicht gelänge das in einem direkten Vergleich nebeneinander. Hintereinander sehe ich keine Unterschiede zwischen dem Original und der Ausgabe Mpeg2 VBR 2-Pass. Bestenfalls könnte man geschmäcklerisch in der CBR-Datei einen geringen Anflug in wenigen Stellen finden..

      Ich hoffe hiermit ein wenig mehr Klarheit in die Diskussion gebracht zu haben.
    • Vielen Dank Jo für diesen Test.

      Jetzt sind wir doch um einiges schlauer. Wenn die AVCHD-Verarbeitung mit solch einem Boliden als Rechner immer noch als sehr zäh anzusehen ist, werden wir wohl noch einige Zeit warten müssen bis es so wie mit mpeg funktioniert.

      Schade eigentlich
    • @Mr. Jo

      Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, der mich dazu gebracht hat, mich in diesem Forum anzumelden.
      So informativ die Schnittproblematik aufgezeigt wurde, so frustrierend ist sie aber auch.

      Nun glaube ich immer mehr, dass ich mir für meinen Wiedereinstieg in die Hobby-Filmerei, die falsche Kamera gekauft habe....

      Freundliche Grüße
      Sigerl
    • Aus heutiger Sicht würde ich persönlich für AVCHD-Schnitt Pinnacles Studio 11 Plus bevorzugen. Die Timeline-Ausgabe ist mit meinem übertakteten Q6600 auf 4x3GHz incl. zweiter Videospur als PIP absolut flüssig zum sekundären Monitor hin in voller Auflösung. Auch das Rendering nach MPEG2HD oder H.264/AVC ist deutlich kürzer als oben angegeben.

      Edit: Renderingzeit nach H.264/AVC: 1: 3,1 (bei 17MBit/s)!
      +++++++++ Das ist meine Privatmeinung! +++++++++
      +++ FZ300 - RX100 - EDIUS 9.x - DaVinci Res.14 +++

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Achilles ()

    • Original von Achilles
      Auch das Rendering nach MPEG2HD oder H.264/AVC ist deutlich kürzer als oben angegeben. Renderingzeit nach H.264/AVC: 1: 2,7!

      Die Renderzeit ist extrem vom Inhalt der Timeline abhängig, ebenso natürlich von der Art des Encodierens und den gewählten Einstellungen. Habe zum Test nur mal das PiP aus der zweiten Videospur entfernt. Bei einem Rendering nach Mpeg2 mit VBR 25 Mbit/sek im 1-Pass Verfahren erhalte ich somit eine Renderzeit von 5 min 29 Sek, entsprechend einem Verhältnis von 2,49 - Bei meinem Test MIT Pip lag die Zeit bei 14 min 39 sek. Das heißt: Nur die Berechnung des PiP's, das eine Länge von 16 Sekunden aufweist, erhöht die Rechenzeit um fast das 3-fache. Ähnliches ist natürlich auch bei einer reinen Mpeg2-Verarbeitung der Fall, dort ist es aber keineswegs derart startk ausgeprägt wie bei den AVC-Clips als Quellmaterial. Somit kann man die Renderzeit kaum mehr objektiv vergleichen, da sie definitiv extrem stark vom Kontent der Timeline abhängt.

    • Wenn wir aber die Testbedingungen zumindest auf der Timeline abgleichen?

      Du hast doch 53 Minuten gerendert für H.264/AVC..., eine unmögliche Zeit!
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    • Jo, danke für diesen ausfühlichen Test.

      Was die Flüssigkeit der Bearbeitung in der TL angeht hat Vegas etwas Probleme mit dem neuen Format aus der SR11E. Abhilfe schafft da die Nutzung von AVCmerge. Ferner reicht bei halber Darstellung die Previewqualität. Da wirst du keinen Unterschied zu 'Gut' erkennen aber flüssiger arbeiten können. Mich verwundert auch etwas die Größe der Ausgabe : "596x335" . Das sollte eigentlich eine glatte 960x540 sein.

      Die Renderzeiten nach AVCHD sind schon unangenehm hoch. Da verwundert es einmal mehr, daß die mit viel weniger Power arbeitenden AVCHD Camcorder das in bester Qualität in Echtzeit beherschen. Es gibt also Lösungen dafür ;)
      LG
      Peter
    • Original von Achilles
      Du hast doch 53 Minuten gerendert für H.264/AVC..., eine unmögliche Zeit!

      Man darf dabei nicht vergessen, dass Vegas noch kein Blu-Ray Profil für den Export nach AVC in Full-HD bietet. Das soll erst in der nächsten Version implementiert werden. Meine Einstellung war daher eine manuelle, dabei habe ich irgend ein Mainconcept-iPod Profil nach Full-HD verändert. Darüber hinaus war ich natürlich extra-gemein und habe das 2-Pass Encoding gewählt. Auf der einen Seite wollte ich dadurch die bestmögliche Qualität erreichen, andererseits war für mich auch interessant, den damit verbundenen "WorstCase" im Rendering zu erfahren. Wie sieht das Profil denn bei Pinnacles Studio 11 Plus aus, kann man die Einstellungen des Encoders sehen oder verändern?
    • Original von elCutty
      Die Renderzeiten nach AVCHD sind schon unangenehm hoch. Da verwundert es einmal mehr, daß die mit viel weniger Power arbeitenden AVCHD Camcorder das in bester Qualität in Echtzeit beherschen. Es gibt also Lösungen dafür ;)

      Das wird dadurch erklärbar, daß H.264 und demnach ACVHD Konvertierung eine unglaubliche Menge an Bit Manipulationen erfordert und die PCs sind auf Byte- und Wort- Verarbeitung optimiert. Mit einzelnen Bits sind sie "unterfordert". Grafikkarten sind eher auf Bits spezialisiert und wenn es spezialisierte Chips in Cams sind dann geht sowas RatzFatz! Allderings haben diese Spezialcips Probleme eine EMail anzuzeigen :teufel:

      PS: Nice Test Mr.Jo :servus: "Geht noch ein wenig wackelig die Diskette. Ist wohl noch nicht ganz aus dem Windelalter raus?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Savoyarde ()

    • Original von Savoyarde
      "Geht noch ein wenig wackelig die Diskette. Ist wohl noch nicht ganz aus dem Windelalter raus?

      Das ist die pure Power.. eher nach der Devise: Kann vor Kraft kaum gehen. Kein Wunder bei der Muskulatur.. Letztendlich aber nicht zu bremsen.. :teufel:
    • Josef, danke für den Test.

      Die "unmöglichen" Größenangaben stammen vermutllich lediglich daher, dass hier der Mainconcept AVC-Encoder verwendet worden ist. Sony hat aber nach eigenen Angaben nur den Sony AVC-Encoder weiter entwickelt, der eigentlich bevorzugt zur Anwendung kommen sollte. Lediglich bei der Ausgabe zu AVCHD hat dieser den Nachteil, derzeit auf maximal 1440x1080 limitiert zu sein. Eine weitere Verbesserung könnte hier erst mit Vegas 8c kommen, und wird vermutlich beim Sony AVC-Encoder ansetzen, und nicht mehr beim AVC-Mainconcept Encoder.

      Zum Vergleich der Renderzeiten sollte daher vermutlich auch der Sony AVC-Encoder herangezogen werden - mit der Einschränkung, dass dieser eben zur Zeit nur maximal 1440x1080 kann (bei der Ausgabe zu AVCHD). Und hier ist damit die Vergleichbarkeit schwer, weil man bei der Ausgabe zu 1440x1080 mit dem Sony AVC-Encoder das SR11/12 Material sowohl resized wie auch neu encoded werden würde. Ist die Beschränkung auf 1440x1080 aber mal aufgehoben, erwarte ich mir hier doch besser Renderzeiten, als beim Mainconcept AVC-Encoder.

      So, wie die Daten halt sind, sind die Renderzeiten tatsächlich lähmend lange - da gebe ich Bruno recht. Aber noch ist das Vegas 8 nicht wirklich final auf 1920er AVCHD hergerichtet, dass darf man nicht übersehen.



      Mir ist es in Tests leider nicht gelungen, selbsterstellte Blu Ray Schablonene für 1920x1080er Material beim Sony AVC-Encoder zu erstellen, warum auch immer. Den die Ausgabe zu mp4 ist mit 1920x1440 mit diesem Encoder sehr wohl möglich, aber die selbsterstellten Blu Ray Schablonen verweigern den Dienst.

      Beim Mainconcept mpeg2-Encoder ist es mir hingegen gelungen, mehrfach Schablonen zu erstellen, die abspielbare Ergebnisse am Samsung 1400 brachten. Der ist also offenbar flexibler.

      Interessant ist in jedem Fall, dass die erstellten Materialien in CS3 Encore importier- und authorbar waren. DAS ist mir mit Material aus dem Sony AVC-Encoder nämlich bisher nicht gelungen - warum auch immer. Für mpeg2 habe ich das ehrlich gesagt mit Encore CS3 auch nie probiert.



      Nun glaube ich immer mehr, dass ich mir für meinen Wiedereinstieg in die Hobby-Filmerei, die falsche Kamera gekauft habe....


      Sigerl, Kopf hoch, es werden sich Lösungen für die Bearbeitbarkeit finden. Auch wenn es es einige User nicht verwenden wollen, so gibts Möglichkeiten:

      - Vegas 8c dürfte besser werden, wass die 1920er AVCHD Bearbeitung angeht.

      - du kannst für die native Bearbeitung auch Pinnacle Studio 11 nehmen - auf einem schnellen PC (deine Maschine ist zu alt, sagte ich dir schon auf digitalvideoschnitt.de)

      - du könntest auf Canopus NEO oder Edius 4.6x wechseln, und mit dem Canopus HQ codec arbeiten. Abgesehen von der Notwendigkeit, halt alle Clips in den codec zu konvertieren, was aber mit einem automatischen Batchkonverter läuft (oder auch über Storyboard oder timeline von Neo und Edius möglich ist).
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Original von wolfgang
      Sigerl, Kopf hoch, es werden sich Lösungen für die Bearbeitbarkeit finden. Auch wenn es es einige User nicht verwenden wollen, so gibts Möglichkeiten:

      Dem stimme ich zu. Wobei ich der Ansicht bin, dass man zumindest bei dem jetzigen Stand der Dinge beim Kauf der Kamera zugleich die Verwendung der Software dringend im Auge behalten muss - Das Zusammenspiel vom Quellmaterial mit der NLE ist von entscheidender Bedeutung. Jemand der wie ich quasi ausschließlich (aus welchen Gründen auch immer) mit Premiere arbeitet, hat da einfach ziemlich schlechte Karten. Sollte ich mir also eine AVCHD-Cam einbilden, so hilft nichts, da ist dann einfach Umdenken angesagt. Vegas oder die oben genannten NLE's haben da einfach die Nase vorn.

      Das eigentlich Problem ist, dass das den meisten Interessenten beim Kauf der Cam nicht bewusst ist.
    • Habe gerade noch mal einen Rendertest auf meinem im Vergleich zum QX9650 gähnend langsamen E6600 gemacht. Vegas bietet da ja zur Zeit nur die Ausgabe nach 1920x1080 MPEG2 wenn man das Skalieren vermeiden will. Für diesen Output, der ja immer noch besser ist, als das was man mit anamorphen HDV erreichen kann, benötigen ich für 1 Minute SR11 Quellmaterial ca. 2Min 49Sec Renderzeit - wohlgemerkt auf einem 2 Kern System das beide Kerne mit 95%-100% nutzt.

      Wenn man also der Meinung ist, daß die MPEG2 Qualität unübertroffen ist und mit der PreviewEinstellung "Preview(Half)" zurecht kommt, so denke ich daß man sogar mit einem E6600 fullHD AVCHD schneiden kann und in erträglicher Zeit auch ein MPEG2 BD-Iso erhalten kann.
      LG
      Peter

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von elCutty ()

    • Ich habe mit S11 Plus folgende Qualität in H.264/AVC-Bluray bekommen nach dem Rendering:



      1:1 Bildausschnitt als GIF-Animation...

      Leider findet man diesbezügliche Test kaum in den angebotenen Video-Fachmagazinen, dort wird eher für immer wieder neuere Kameramodelle getrommelt.

      Josef, wie sieht es mit der Bildqualität bei Deinen Tests aus, Tempo ist ja nur eine Sache...?
      +++++++++ Das ist meine Privatmeinung! +++++++++
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Achilles ()

    • Leider ist es so, wie Josef sagt. Darum predige ich ja überall, die Kaufberatung "HDV versus AVCHD" zu lesen, auch wenn ich damit viele Leute nerve. Aber ohne diesen Querbezug zur Editierfähigkeit - und den stellt kein Verkäufer her - fallen halt immer wieder Leute ein wenig auf AVCHD rein. Oder neutraler formuliert: haben dann gegebenenfalls das Problem mit der Nachbearbeitung.

      Vielleicht läßt sich das Gerät ja auch noch zurückgeben und gegen ein HDV-Gerät tauschen? Wäre auch eine Variante - etwa gegen die Canon HV30.

      Aber zurück zum Thema. Josef, könntest du die Test auch noch mit 1440er AVCHD Material in Vegas machen, und mit dem Sony AVC-Encoder die Encodierzeiten messen? Damit wir einen Vergleich hätten?

      Und als einen zweiten Schritt würde ich noch 1440er AVCHD Material mit dem AVC-Mainconcept Encoder messen, um zu sehen, wie sich die Zeit vom Wechsel von 1440 auf 1920er Material hochskaliert (sollte zumindest eine Funktion der Pixelanzahl sein, würde ich erwarten, also im Verhältnis 1920x1080 : 1440x1080 = 1.333 stehen, mal andere Effekte wie andere Decodierzeiten außen vor gelassen).

      Wäre super, wenn du diese Tests noch durchjagen könntest.



      Und habe bitte mal das von dir verwendet Vegas-Referenzprojekt gut auf - sobald Vegas 8c verfügbar sein wird, kann man es auch damit weiter testen. Wäre super, wenn du mir die Projektdatei zusenden könntest, die Clips habe ich ja vielleicht sogar (oder brauche ich dann halt auch).
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Original von Achilles
      Josef, wie sieht es mit der Bildqualität bei Deinen Tests aus, Tempo ist ja nur eine Sache...?

      Wie ich oben schon darlegte, habe ich die Original-Clips direkt mit den gerenderten Mpeg2 Blu-Ray Dateien auf meinem Sony Full-HD Flatpanel verglichen - Zuspielgerät war der Sony BDP-S500 BD-Player. Resultet: Ich sehe auch beim besten Willen keinerlei Unterschied zwischen dem Original AVCHD-Clip und dem Render-Ergebnis nach Mpeg2 Blu-Ray mit VBR 25 MBit/sek (min 20, Ziel 25, Max 30) - Die längere Renderzeit schlägt sich offenbar durchaus in der Qualität nieder..

      Ich bin der Ansicht, dass auch Pinnacle nicht hexen kann. Die kürzeren Renderzeiten gehen somit offenbar doch zu Lasten der Qualität. Bei deinem Clip ist ja eine deutliche Differenz sichtbar.
    • Mr Jo postete:

      Jemand der wie ich quasi ausschließlich (aus welchen Gründen auch immer) mit Premiere arbeitet, hat da einfach ziemlich schlechte Karten.


      Wenn deser "Jemand" eine Panasonic-Kamera verwendet, dann hat er keinerlei Probleme weil er den kostenlosen AVC-Transcoder von der Panasonic-HP herunterladen und nutzen kann.

      Für die AVCHD-Clips anderer Kamerafabrikate gibt es ebenfalls Lösungen für Premiere Pro, wenn auch nicht immer so elegante wie im Falle der Panasonic-Kameras.

      Warten wir mal ab, was die nächste PP-CS4-Ausagabe bieten wird.
      +++++++++ Das ist meine Privatmeinung! +++++++++
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