AVC-Intra Technologie

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    • AVC-Intra Technologie

      Eben noch hat man das hochkomprimierte AVC-GOP hochgehalten, schon wird aber AVC-Intra ausgelobt. Dank der I-Only-Kompression liefert der AVC-intra-Codec stabilere Ergebnisse, die von benachbarten Frames nicht beeinflusst werden und allen Ansprüchen an einen professionellen Workflow gerecht werden, so Panasonic.

      Infolink

      Problem: es müssen erst Updates für die NLEs her.

      TGV geht ja schon längere Zeit einen ähnlichen Weg der bildinhalunabhängigen Codierung mit dem Canopus HQ-AVI Codec in den eigenen Videoschnittprogrammen. HDV oder AVC-H.264 dienen hier lediglich als Rohmateriallieferant, der Schnitt erfolgt flüssig auch bei leistungsschwächeren PCs. Durch das 4:2:2 Colorsampling hat man dann auch im Falle Multirendering kaum sichtbare Qualitätsverluste.
      Beste Grüsse;
      Pana FZ-300/Sony RX100 - ThiEYE T5 EDGE/Sony Xperia Z2 mit eGimbal
    • Durch das 4:2:2 Colorsampling hat man dann auch im Falle Multirendering kaum sichtbare Qualitätsverluste.


      "Kaum" ist nicht gleich ohne. Irgendwer hat mir von meinen upgeloadeten HDV Material mal mit Edius geändertes HDV Material geschickt (einen Titel dazu), hier konnte ich eine Verschlechterung des Materials sofort erkennen: Die Farbe grün trat wenige Pixel über die Bildkanten. (ob er richtige Einstellungen benutzt hat kann ich nicht nachvollziehen)

      Wir haben mit unseren MPG2 und MPG4 Kameras ein Material, das eigentlich zum bearbeiten sehr vorsichtig behandelt werden muss, auch die 25 Mbit sind nicht gerade ein Hit. Meine Meinung dazu, möglichst wenig rendern bzw. nur die Teile die wirklich eine Bildänderung erfahren haben.... unser original Ausgangsmaterial ist einfach schon schlecht genug.

      Das könnte mit AVC Intra im original anders ausschauen, aber wer hat damit genug Erfahrung?
    • RE: AVC-Intra Technologie

      Original von Achilles
      Dank der I-Only-Kompression liefert der AVC-intra-Codec stabilere Ergebnisse, die von benachbarten Frames nicht beeinflusst werden....


      Da wäre ich mir nicht so sicher. Lest euch mal diesen offiziellen Panasonictext durch:
      panasonic-broadcast.de/de/tech…vc_3_intra_technolgie.php
      Klingt meiner Meinung nach absolut nicht nach Einzelbildkompression.

      " .... Die sich daraus ergebende Differenz, deshalb auch Differenzkodierung genannt, wird komprimiert. Die verbleibende Datenmenge (sie ergibt sich aus der Differenz des vorhergesagten mit dem tatsächlichen Bild) wird gemeinsam mit dem vorherberechneten Bild aufgezeichnet. ..... "
    • So wie ich das verstehe, kommt zum klassichen Intra-Frame Mechanismus (der wirklich nur jedes Bild für sich sieht) noch ein Vorhersagealgorithmus für das jeweils nächste Bild hinzu. Und der reduziert den Datenbedarf gewaltig. Wobei das nächste Bild schon auch aufgezeichnet wird - aber offenbar aus der Differenz dieser Prognose und dem tatsächlichen Inhalt.

      Ohne solche Algorithmen wäre es vermutlich gar nicht erklärbar, dass AVC mit viel geringern Datenraten auskommt, als mpeg2 (welches sogar noch long GOP nimmt). IRGENDWIE muss das ja so gelöst sein - sonst wäre die Datenrate vermutlich viel viel größer.

      Aber das ist in Summe noch immer viel viel besser als AVCHD welches ja auch long-GOPs nimmt - vor allem für den nachfolgenden Schnitt.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Der Trick zur Datenreduktion liegt hier, wie Wolfgang schon schrieb, darin, daß in dem neuen I-Frame nur die Differenz zum erwareten Folgebild abgespeichert wird.

      Lineares Speichern und Abspielen wird da, gerade bei heutigen Mehrkern-CPUs sehr gut gehen. Problematisch kann dabei nun aber im NLE der direkte Rücksprung auf einen beliebigen Frame werden, denn da muß dann auch wie bei GOP Struckturen, zunächst nach der Referenz gesucht werden.
      LG
      Peter
    • Original von ruessel
      So wie ich verstanden habe, braucht aber AVC Intra auch wesentlich mehr Speicherplatz als MPG2. Also eine 25Mbit Rate MPG2 sieht besser aus als 25Mbit AVC Intra...... so habe ich es zumindest in einem Artikel gelesen....


      Ja schon.
      AVC Intra benötigt (wie der Name sagt) in AVC Intra50 50Mbit und in AVCIntra100 100Mbit.

      Sony behauptet sein XDCAMHD 50 (MPG2, 4:2:2 Farbabtastung, 1920x1080 Pixel) sieht mindestens genauso gut aus wie AVC Intra100.
      Und XDCAMEX (MPG2, 4:2:0 Farbabtastung, 1920x1080 Pixel 35Mbit)
      Siähe so gut aus wie AVCIntra50.....
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    • Stimmt, man muss immer aufpassen was man vergleicht - auch bei mpeg2 ist ja ein stream mit I-frames only möglich! Und Profiformate - also ich weiß nicht ob die nicht auch bei mpeg2 mit I-frame only arbeiten.

      Long GOP bei HDV wie auch bei AVCHD hat immer Vorteile für die in Summe notwendige Datenreduktion - aber ein mpeg2-Iframe only sollte man vermutlich eher mit AVC-I vergleichen, nicht aber HDV mit AVC-I.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

      Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Ich benutze für meinen HD-Super8-Videotransfer Canopus HQ-AVI-Intra per direkter Aufzeichnung von der Kamera (HC3) mit EDIUS Neo auf die Festplatte ohne Zwischenlagerung auf Band. Von hier aus kann ich beliebige Endformate erzeugen. Dieser Weg führt bei mir zur besten erzielbaren Bildqualität.
      Beste Grüsse;
      Pana FZ-300/Sony RX100 - ThiEYE T5 EDGE/Sony Xperia Z2 mit eGimbal