Beiträge von ro_max

    Nochmal nachgedacht, du kannst mit deiner Software & Rechner jede beliebige Welt erschaffen.

    Theoretisch ja. Genauso theoretisch wie man mit einer Schreibmaschine einen Bestseller schreiben oder mit ein paar Utensilien die Decke der sixtinischen Kapelle nachmalen könnte. :teufel: Der Rechner ist schließlich genauso nur ein Werkzeug wie das Schreibgerät oder der Pinsel.


    Du musst dich weder um Datenschutz, Urheberrechte, Schauspielergagen, Drehgenehmigungen oder sonst was kümmern.

    Weitgehend richtig:

    - Man muss u. U. Markenrechte beachten sowie bestimmte Dinge für die Verwendung lizenzieren.

    - Man spart Schauspielergagen, muss aber dafür andere Dinge einkaufen, die im realen Leben "vorhanden" sind und abgefilmt werden können. Klar, wenn ich IRL Kulissen bauen will/muss, entstehen auch Kosten. Aber die Natur steht oft kostenlos oder kostenarm zur Verfügung. Und die "Schauspieler" müssen in 3D auch erst erschaffen/eingekauft und zum Leben "erweckt" sowie ggf. mit Sprache versehen werden; beides Dinge, die menschliche Schauspieler im Normalfall mitbringen.


    Deine Möglichkeiten und Grenzen sind deine Fantasie, technisches Können und Rechnerleistung.

    Du hast Geld und/oder Zeit als Grenze vergessen. 3D Assets kosten entweder viel Zeit oder aber Geld (manchmal auch beides, weil eingekaufte Sachen "nachgearbeitet" werden müssen).


    Und leistungsstärkere Rechner werden schnell überproportional teuer oder man muss (sehr) lange Wartezeiten bei der Entwicklung/Gestaltung der Animation und dem Rendern in Kauf nehmen. Neulich habe ich beispielsweise nach fast vier Tagen (!) Rechenzeit für eine Simulation sowie anschließendem Rendern feststellen müssen, dass die Simulation nicht wie gewünscht funktionierte, obwohl ich glaubte, alles richtig gemacht zu haben. Das ist dann schon ein gewisser Dämpfer und ich werde dieses Projekt - wenn überhaupt - wohl erst dann wieder in Angriff nehmen, wenn ich einen mindestens doppelt so schnellen Rechner habe oder wenn die Simulationssoftware (z.B. durch GPU-Verwendung) einen entsprechenden Performancesprung macht.


    Du musst dich halt für eine künstlerische Richtung entscheiden.

    Meine Richtung ist die eher realistische Darstellung (quasi als Ersatz für Videoaufnahmen der realen Welt), ein cartoonähnlicher Stil oder rein abstrakte Dinge wie fraktale Kunst interessieren mich weniger.


    Künstlerische Ambitionen habe ich nicht. Ich wäre lieber ein Könner als ein Künstler und von dem Könner trennt mich noch ein sehr langer, steiniger Weg.


    Bei den thematischen Inhalten bin ich nicht so festgelegt, sondern das hängt ganz wesentlich davon ab, was ich glaube bzw. hoffe, dann auch realisieren zu können. Ein wenig so wie bei einem Aufsatz/einer Kurzgeschichte, die man in der Schule unter Verwendung von bestimmten Stichworten schreiben soll, so mache ich das Inhaltliche davon abhängig, was mir an Ressourcen zur Verfügung steht bzw. ich relativ einfach/preiswert dazu erwerben könnte.

    Es gibt Hobbyisten, die 2-3 Jahre ihrer Freizeit in eine einzige Animation (43-minütiger Alien-Fanfilm, sogar mit spannender Story...) stecken, dazu fehlt mir die Motivation und Selbstdisziplin. Ich setze meine Latte da "etwas" tiefer an.:pfeifen:

    Genau das war das Thema und sollte es auch bleiben, man muss nicht alles in jeden Thread packen.

    Da ist schon etwas dran. I habe aber keine wirklich befriedigende Lösung gefunden, diesen Thread sauber zu entwirren, aber zwei Beiträge habe ich mal ausgelagert.

    Und was würde es fördern?

    Mein Verständnis davon, wie man so etwas als Hobbyist umsetzen kann bzw. das fertige Ergebnis aussehen kann.


    Man muss aufgeschlossen sein und einfach filmen, die Videos zur Diskussion stellen und sich so weiter entwickeln.

    Du weist genau, dass ich nicht einfach "filmen" kann; meine Art, bewegte Bilder zu erzeugen, ist etwas aufwändiger, also nur eine Kamera "drauf zu halten".

    ich spiele die normgerechte HDMI-Vorschau aus der Intel Graphics 630 hardwaremäßig zum HDTV raus

    Erstens hat nicht jeder eine solche interne Graka und ob die (oder eine normale separate Graka) normgerechte Videosignale ausgibt, ist zweitens halt die Frage. Zeigt Dein TV Dir denn außer Auflösung und Bildfrequenz noch mehr zu der Art/Norm des Eingangssignals an, wie z.B. Abtastung, Farbraum, etc.? Meine tun das nämlich nicht.

    Beliebtes Spiel, gegen was argumentieren, das nie gesagt wurde.

    Lies Dir noch mal in #41 die Teile durch, die sich auf Deine Zeilen beziehen. Der Rest darin bezieht sich eher auf die (nicht speziell von Dir stammende) Diskussion, dass 1080p doch eigentlich für YT reicht bzw. man so recht keinen Unterschied zwischen 1080p und 2,7K erkennen würde.


    spannende Geschichten - sind machbar.

    Kommt darauf an, was Du unter einer "spannenden Geschichte" verstehst. Für mich wäre das ein Script a la Hollywood mit Spannungsbögen, Entwicklung der Charaktere, etc. Und so etwas ist als Hobbyist kaum umsetzbar.


    Eine Fahrt/Reise von X nach Y ist IMO keine "spannende Geschichte", sondern höchstens ein gewisser roter Faden.


    exzellente Schauspieler. - Beim Urlaubsfilm ist dann eine Stadt, eine Landschaft, ein Kirchturm euer Schauspieler, euer Protagonist.

    "Schauspieler" sind für mich Menschen oder menschenähnliche Charaktere, die eine Handlung vorantreiben; eine Stadt, eine Landschaft oder der Kirchturm sind nur Location. Zumindest ich kann daraus keinen Protagonisten machen (wer oder was wäre dann der Antagonist? Der Zahn der Zeit, der am Kirchturm nagt?).


    Vielleicht sollte man die Veranstaltung in "Anonyme 4K-Filmer" umbenennen.

    Welche "Veranstaltung"? Meinst Du das Forum hier?


    Übrigens:

    Zumindest meinem Verständnis von Deinem "Forderungskatalog" bzw. Deiner "Liste von erstrebenswerten Dingen in einem Hobbyfilm" wäre es förderlich, wenn Du mal ein paar Beispiele hier aus dem VT oder von YT verlinken könntest (gern in einem separaten Thread), in denen Amateure und Hobbyfilmer - nach Deiner Einschätzung, - diese Dinge in einem Video gut umgesetzt haben. Mir fällt nämlich spontan kein entsprechendes Beispiel ein.

    Genau so mache ich das auch, denn ich selber habe einen bestimmten Anspruch.

    Ich denke, der eigene Anspruch ist ein nicht unwichtiger Aspekt.


    Ich könnte viele Stunden Renderzeit einsparen, wenn ich meine Animationen "nur" in 1080p berechnen ließe (ich meine das Rendern des Ausgangsmaterial im 3D-Programm, nicht das Rendern zu einem Video in Davinci was natürlich um ein vielfaches schneller geht).

    1080p würde wahrscheinlich den meisten Zuschauern auf YT völlig reichen (insbesondere den Handysehern :teufel:), aber eben nicht mir am 65" OLED. Und da ich mir meine Sachen viele Male ansehe (i.d.R. öfter als die Clips Views bei YT bekommen), würde ich mich dann jedes Mal darüber ärgern. Also kommt 1080p nicht (mehr) für mich in Frage.

    Ähnlich wie ja auch die 6K der BMD Pocket, die ja sogar in ähnlichem Verhältnis zwischen 4K und 8K steht

    Das ist korrekt und ich habe überlegt, ob ich das auch erwähnen sollte (da ich die Cam ja selbst habe). Aber - ohne es mangels 8K Wiedergabemöglichkeit testen zu können - vermute ich, dass der visuell erkennbare Unterschied zwischen 6K skaliert auf 8K gegenüber nativem 8K geringer ist als der von 2,7K auf 4K gegenüber nativem 4K.


    Derzeit ist die Frage aber für mich ohnehin akademisch, da ich eben keine 8K Wiedergabemöglichkeit besitze und die BMD Pocket 6K de facto ohnehin nicht nutze.

    Und, der Anteil von Handy-Sehern steigt kontinuierlich. Selbst bei meinem älteren Publikum (40 +) geht es Richtung 50 %.

    Wundert mich. Je älter ich werde, desto mehr Schwierigkeiten habe ich mit kleinen Displays. Nach einer Weile finde ich sogar Notebookdisplays anstrengend. Und auf dem Smartphone schaue ich nie YT, weil viel zu klein; bin gar nicht sicher, ob da eine entsprechende App drauf ist (vermutlich aber schon ab Werk).


    Aber mal abgesehen von den Sehgewohnheiten der potenziellen Zuschauer: warum sollte man in 1080p ausgeben, wenn UHD genauso geht (und man nicht diesen nachträglich Reinzoomen- und Stabilsieren-Kram macht)? Bei YT oder Vimeo wird von den Plattformen das Material ja ggf. herunter skaliert (z.B. für Handy-Seher). Ich bietet mein Material in der höchsten mir (mit vertretbarem Aufwand) möglichen Qualität an; was der Zuschauer davon nutzt, ist dann seine Sache.


    Das Upload-Material gleich qualitativ (unnötig) zu beschränken, finde ich dagegen schon eher eine Zumutung gegenüber dem Zuschauer. Wenn ich mir beispielsweise das 720p (und teilweise 1080p) Material von manchen anderen Animationsproduzenten, welches diese noch im Jahre 2020 hochladen, auf meinem 65-Zöller ansehe, bekomme ich schon öfters das Grausen. Nach der YT-Kompression gibt es dann teilweise Blockartefakte mit mehreren cm Kantenlänge.


    Viel intensiver haben sie auf spannende Geschichten, exzellente Schauspieler, überzeugendes Setdisign, gute Bildkomposition und dann erst auf die eher technischen Dinge wie 4K reagiert.

    Mag sein. Wenn mir die Bildqualität aber zu schlecht ist, dann schalte ich selbst professionelle Filmproduktionen (auch aus Hollywood) ab, weil mich die BQ dann zu stark von den anderen Punkten ablenkt. Ist z.B. bei Videos auf Amazon Prime schon mehrfach geschehen (wenn mich der Film wirklich interessiert, sehe ich nach, ob er auf BD in meinem Fundus ist oder eventuell kaufe ich ihn mir bei Gelegenheit mal auf BD oder UHD BD).


    Davon abgesehen: Wann hat der Hobbyfilmer denn mal Schauspieler und Setdesign? Eine (spannende) Geschichte ist bekanntlich auch so eine Sache für sich. Aus meiner Sicht kann man als Hobbyist von den genannten Punkten nur den Aspekt Bildkomposition einigermaßen gut und vergleichsweise einfach umsetzen. Und wenn man sich mehr oder weniger auf die Aneinanderreihung von "schönen Bildern" beschränken muss, dann spielt die Bildqualität IMO schon eine wesentliche Rolle, weil man mit Schauspielern, Setdesign oder einer ausgefeilten Story eben im Normalfall nicht punkten kann.


    Und noch etwas zur Ausgangsfrage hinsichtlich 2,7K:

    Da 2,7K meines Wissens kein "offizielles" Format ist und es keine mir bekannten nativen Displays bzw. TV-Geräte in dieser Auflösung sowie vernünftiger Größe gib, muss man final doch entweder auf 1080p herunter- oder auf UHD hochskalieren. Hätte ich eine Kamera, mit der ich (maximal) Aufnahmen in 2,7K machen könnte, würde ich lieber in der Post auf 4K hochskalieren, allein schon, um nicht Auflösung zu verschenken, wenn Material in 4K oder höher dazu gemischt wird.

    Philip Bloom macht gerade einen Katzen-Zubehörkanal auf.

    Früher sagte man: "Sex sells." Heute müsste es wohl eher heißen: "Cute and cuddly furballs sell." ;)


    Im Vergleich zu früher haben sich interessante Kontakte ergeben, das hat zumindest meine Mehrarbeit gebracht, mehr Qualität, im Video wie in den Reaktionen.

    Das freut mich. Ja, (positives) Feedback motiviert.

    old_det

    Solange ich C4D nutze, möchte ich auch möglichst die neueste Version haben (egal ob ich alle Funktionen davon nutze oder nicht). Der Punkt ist, dass ich als Inhaber eines MSA (die im letzten Jahr von Maxon aufgekündigt worden sind) die R21 als Permanent-Lizenz erhalten habe und da ich derzeit davon ausgehe, dass das die letzte Version mit einer Permanent-Lizenz ist, muss ich überlegen, ob ich eine Aboversion zusätzlich erwerbe oder nicht (ich halte es für möglich, das R22 - so es die dann tatsächlich gibt - auch eine Aboversion sein wird). Cinema auf zwei verschiedenen Rechnern zu haben, wäre für mich schon von Vorteil, auch wenn es nicht die gleichen Versionen sind. Genauso wäre es interessant, eine weitere Redshift-Lizenz zu haben.


    Für die meisten haben die neuen Versionen wohl einen Nutzen, für mich nicht und von daher bin ich immer noch bei der V13.

    Ich bin auch bei der V13 stehengeblieben, habe mich aber inzwischen von Vegas getrennt, da Davinci für mich besser passt.

    Ich kenne Cinema seit Version3, wie wohl die wenigsten. Mit dem Wachsen des Programmes ging leider auch ein zunehmendes Melken ihren Kunden vonstatten. Bis V10 oder 12 (weiß nicht mehr so genau) konnte man das Grundprogramm kaufen und die benötigten Zusatzmodule nach Bedarf kaufen.

    Es gab mal eine Beilagenversion bei einer Computerzeitschrift (ich glaube Version 4 oder 5 für kleines Geld), ich bin dann relativ schnell auf Studio gegangen und dabei geblieben. Heute gibt es diese verschiedenen Versionen bzw. Addons nicht mehr in der damaligen Form. Die aktuelle Kaufvariante ist die R21 (heißt zwar nicht mehr Studio, hat aber den Umfang) und eine neuere S22 für diejenigen, die C4D im Abo haben (habe ich nicht, bin also noch bei R21). Im Herbst wird es wohl die R22 geben und dann muss ich mir überlegen was ich mache. Und für After Effects Kunden gibt es noch die Lite Version. Neukunden haben also noch die Wahl zwischen S22 mit und ohne Redshift-Lizenz im 30 Tage oder Jahresabo sowie R21 als Permanentlizenz (Kaufversion).

    Wenn ich die Zahl meiner Zuschauer als Maßstab nehme, dann lohnt sich der Aufwand für meine Videos nicht die Bohne.

    Das hatte ich schon vermutet. Geht mir auch so.

    Ich selbst finde das Ergebnis angesichts der Umstände und des Aufwands ok. und vor allem, mal wieder viel gelernt.

    Ja, aber dann machst Du den Film wieder für "Dich" bzw. Deinen Lernerfolg. :pfeifen:

    alle Lacher, Peinlichkeiten, kleinen Hinterhältigkeiten, versteckte Anspielungen, Nettigkeiten,

    So etwas gab es (leider?) bei den seinerzeit von mir gefilmten Familienfeierlichkeiten nicht (oder es ist mir und der/den Kamera(s) entgangen).

    Aus meiner Erfahrung haben vielleicht 5 % der Fotografen und ein einziger* danach mehr Bild- und Videobearbeitung gemacht. * Den such ich noch.

    Wobei wir dann wieder beim Thema wären, ob sich der Aufwand angesichts der Zahl und des Anspruchsniveaus der Zuschauer überhaupt "lohnt"... (IMO gilt der Grundsatz, wer selbst seine Fotos nicht sortiert/bearbeitet und seine Videos nicht schneidet, vertont, etc., kann das auch nicht wirklich von anderen Hobbyisten verlangen.)

    Bei Platon ist das halt anders. Fotografie ist sein Beruf (und wahrscheinlich auch seine Berufung) und er verdient damit Geld. Und er ist bereit, teilweise mehrere Jahre in bestimmte Projekte zu stecken. Welcher Hobbyfilmer ist zu so etwas bereit bzw. in der Lage?


    Ja, man kann sich von solchen Zielen/Vorbildern leiten lassen, aber man wird teilweise doch recht unsanft auf den Boden der Hobbyistenrealität zurückgeholt.

    Rod

    Erstmal schönen Dank für die Aufschlüsselung. :)


    A) Die Rückmeldung hier aus dem Forum sind alle in den jeweiligen Threads zu den Videos zu lesen. Per E-Mail oder so, kam nichts.

    Also ich habe hier im Forum schon auf zur Diskussion gestellte Videos lieber per PN reagiert, als per Beitrag im entsprechenden Thread. Daher hielt ich das nicht für soooo unwahrscheinlich.

    Zum anderen wollten viele wissen, wie man solche Videos erstellt, Aufwand, Konzept, Technik, O-Ton, Musik, Voice over, Schnittprogramm usw.

    Verwundert mich ein wenig, dass man sich so detailliert in einem Reiseforum nach der "Technik" erkundigt; aber natürlich kenne ich keine solchen Reiseforen aus eigener Erfahrung. ;)

    Alle Filmarbeit, deren Bilder von ausserhalb deines Rechners kommen.

    OK. Danke für die Klarstellung. Dann hast Du recht, an solcher Filmarbeit (also Videoaufnahmen per Kamera) bin ich - zumindest derzeit - nicht interessiert (zumindest nicht als Endprodukt).


    Bezüglich der Erfahrungen mit Deinen Videos:


    Sind die Rückmeldungen (z.B. per E-Mail) in erster Linie hier aus dem VT, oder über YouTube oder über eine andere Plattform bzw. anderes Forum, wo Du die Videos verlinkst? Ich frage, weil ich glaube, es macht schon einen Unterschied, ob die Rückmeldung hier aus dem VT kommt oder von einem Zuschauer, der sich "zufällig" auf Deinen YT-Kanal "verirrt" hat; von hier würde ich detaillierteres und fundierteres Feedback erwarten als vom 08/15-YT-Konsumenten.

    Nein, "neu" ist das nicht. Das hat weder Platon noch sonst irgend jemand gesagt: Du reagierst auf ein Argument, das überhaupt nicht gefallen ist.

    Deine Frage in #3 lautete (so habe ich sie jedenfalls verstanden), ob und was wir aus der Netflix-Doku für uns und unsere "Arbeiten" übernehmen können, wollen, etc. bzw. ob es etwas "gebracht" hat. Das impliziert für mich, dass es etwas "Neues" zu lernen gäbe; wenn es bekannt ist, dann kann man es - wie Du schreibst - sich höchstens noch einmal vergegenwärtigen.

    Schaue ich mir heute hunderte Amateurfilme an, einschließlich meiner eigenen, dann werden diese "Gemeinplätze" tausendfach ignoriert. Entsprechend langweilig sind die Streifen dann auch.

    Das ist wohl richtig. Aber trotzdem werden sie auf YT geschaut. Mein Eindruck ist, dass doch ein nicht unerheblicher Anteil des "Amateur-Contents" bei YT (und vermutlich Vimeo) eher nach der Fastfood-Methode produziert und konsumiert wird: schnell und ohne viel Nachdenken gemacht, schnell konsumiert, schnell wieder vergessen. Und wenn es fad und langweilig war, kein Problem, der nächste Gang/das nächste Video wartet schon per Auto-Play.


    Wie sind denn Deine Erfahrungen? Werden Videos, in denen Du zumindest versuchst, die von Dir (bzw. Platon) genannten Punkte umzusetzen, besser von Deinen Zuschauern angenommen? Und falls ja, so viel besser, dass es sich lohnt, mehr als "Fastfood" zu produzieren? (Vorausgesetzt, Du produzierst für ein Publikum und Views und nicht nur für Dich und Deine eigenen Ansprüche.)

    da eine solche Filmarbeit für dich

    Nur zur Klarstellung: welche "Filmarbeit" meinst Du? Selbstgedrehte Reise- und Dokuvideos? Oder Videos, die eine Geschichte "erzählen"?

    Nicht langweilen, eine Geschichte erzählen, gute Bildkomposition, technisch sauber arbeiten ... usw.

    Das sind aber Gemeinplätze und nicht etwas, was speziell Platon auszeichnet oder irgendwie neu wäre.


    Was ich aus dem Platon-Video mitgenommen habe ist, dass er ein bekannter Fotograf ist, der gute Porträts macht, die man sich auch länger als 1 oder 2 Sekunden ansehen kann. Oder anders ausgedrückt, ich habe etwas über ihn und seine Arbeit erfahren und weniger etwas für meine "Kreationen" gelernt, was nicht vorher bereits bekannt gewesen wäre.


    Ich mache keine Reisevideos oder Dokus, weil mich diese Themen nicht ausreichend interessieren; Aufnahmen fremder Personen sind mir inzwischen (rechtlich) zu heikel und in meinem Familien-/Bekanntenkreis will auch niemand (mehr) gefilmt werden (wobei ich mich selbst natürlich einschließe). Also nehme ich lieber virtuelle Welten und Charaktere.


    Eine Geschichte im Bild zu "erzählen" ist eine Sache, überhaupt erst einmal eine Geschichte zu (er)finden, die nicht langweilt, ist eine andere (die selbst Hollywood oft nicht so recht gelingen mag). Im Falle von Platon gibt die abzubildende Person (bzw. ihr Leben/Erfahrungen/Position im öffentlichen Leben, etc.) die "Geschichte" vor, die das Porträt dann "erzählt".

    Ein anders 3D-Pogramm kenne ich nicht.

    Da die anderen nicht kostenlos sind (und sich Ausgaben im 4-stelligen Bereich bzw. 3-stelligen Bereich für jährliche Abos für Dich wohl nicht "rechnen" würden), würde ich für so Dinge wie den "Bunker-Schädel" bei Blender bleiben.

    Vor Jahren habe ich ein Buch mit einer CD mit einigen 3DS Modellen gekauft.

    Wenn es (nur) eine CD ist, sollte die Zahl der Modelle relativ überschaubar sein und damit der Aufwand für deren Import/die Konvertierung.

    Vor Jahren habe ich mal für vergleichsweise kleines Geld zwei Modellsammlungen erstanden (eine mit Modellen im .obj-Format, die andere in .3ds), davon aber nur einen sehr geringen Prozentsatz je genutzt.

    In der Zwischenzeit kaufe ich 3D-Modell vorzugsweise im nativen Format (also in meinem Fall .C4D), alles andere ist häufig mit mehr oder weniger Kompromissen verbunden. Außerdem haben Modelle, die 10+ Jahre auf dem Buckel haben, IMO oft nicht die Qualität/Realitätstreue heutiger Modelle und sind daher für mich eher uninteressant.


    Für Blender habe ich eine Lern-DVD gekauft

    Ich bin ziemlich sicher, dass es für Blender eine Unmenge an kostenlosen Tutorials auf YT und Co. gibt. Da Blender an sich ja kostenlos ist, haben (anscheinend) viele Blender-Nutzer eine Aversion dagegen, für Plug-ins oder Tutorials Geld zu bezahlen. Blender lebt daher IMO hauptsächlich vom (kostenfreien) Community-Support.


    Große Animationen werde ich sicher nie erstellen.

    Was würdest Du als "große Animationen" bezeichnen? So etwas a la Pixar?

    Hat sich "Platon" noch jemand angesehen?

    Ja, gerade eben.


    Ich fand zwar den Bericht durchaus interessant, kann daraus aber wenig bis gar nichts für mich praktisch übernehmen, denn

    - ich konzentriere mich nicht auf den Moment (ein Foto).

    - es würde mir sehr schwer fallen, eine Beziehung zu den fotografierten/aufgenommenen Personen aufzubauen, so wie Platon es macht.

    - ich nehme keine realen Personen (mehr) auf.

    - eigentlich habe ich allgemein mehr oder weniger damit aufgehört, die "reale" Welt abzubilden, sondern erschaffe mir meine Motive lieber virtuell und dort gibt es keine "Seele" oder so, die man einfangen könnte. Und die Konzentration auf das Wesentliche, wobei ich nicht sicher bin, das immer erkennen zu können (auch nicht in den Bildern von Platon), ist in einer inszenierten, künstlichen Welt vermutlich eher die Regel und zufälliges bzw. überflüssiges Beiwerk eher die Ausnahme, weil es erst geschaffen werden muss und nicht einfach "da" ist.