Sony DSC-RX100M5A > Dateiformat

  • Hallo zusammen,


    in unserer neuen Cam kann man bei Dateiformat 3 Optionen einstellen. Zur Zeit ist JPEG Extra Fein eingestellt, die beiden anderen Einstellmöglichkeiten sind RAW und RAW & JPEG.

    Ich weiss, daß RAW das Rohformat ist, also nicht komprimiert im Gegensatz zu JPEG, ist die Qualität deshalb besser als JPEG Extra Fein, auf jeden Fall wird für RAW mehr Platz auf der Speicherkarte benötigt.

    Was ist jedoch RAW & JPEG ?

    Welche der Einstellungen sollte ich wählen ?

    Vielen Dank im Voraus für Tipps.

    Gruß
    Herbie

  • Raw-Dateien enthalten wesentlich mehr Informationen als JPEG-Dateien.

    So kannst du z.B. in RAW in den meisten Fällen die Belichtung stark variieren (korrigieren), was mit JPEG oft nicht mehr möglich ist, da die dazu nötigen Informationen wegkomprimiert wurden.

    Gleiches gilt für den Weißabgleich und einiges mehr, den du bei Raw im Nachhinein machen musst. Dafür hast du aber noch die Wahlmöglichkeit, die du bei JPEG´s nur noch in geringem Umfang hast, da wiederum alles nicht benötigte wegkompromiert wird.

    Fürs Schärfen gilt das gleiche.


    RAW&JPEG bedeutet ganz einfach dass beides auf der Karte gespeichert wird.

  • RAW&JPEG bedeutet ganz einfach dass beides auf der Karte gespeichert wird.

    Was man ja im Verzeichnis auf der Speicherkarte sehen kann.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Welche der Einstellungen sollte ich wählen ?

    Also ich habe da immer RAW & JPEG eingestellt.

    Das kostet aber natürlich Kartenspeicher und die Karte sollte auch schnell genug sein. Aber ich sehe darin gewisse Vorteile.


    RAW ist dann später das Format, dass ich auch in PS bearbeite. Daraus wird also dann das .psd-"Original" erstellt und ein neues JPEG für das "Fotoalbum".

    Die RAW-Aufnahme selbst kommt dann in ein Archiv für Rohaufnahmen, sodass ich also immer darauf zurückgreifen kann.


    Die Bearbeitung von RAW bedeutet natürlich einen Mehraufwand. Aber dafür hat man halt - wie Hans-Jürgen ja schon beschreibt - in der Gestaltung wesentlich mehr Möglichkeiten. Und schon das macht auch großen Spaß.



    Die von der Kamera erstellte JPEG-Aufnahme dient mir zeitweise quasi nur als Referenz und durchaus auch mal für die schnelle Weitergabe des Bildes wenn es sehr eilig ist.

    Sie wird spätestens dann gelöscht, wenn die aus dem RAW erstellte eigene JPEG vorliegt.



    Gruß

    Peter

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    Rest ist private Meinung

  • Hallo zusammen,


    Danke für eure Tipps.


    Eigentlich fotografiert nur meine Frau und wenn sie denn Zeit dazu findet, werden die Bilder zur Gestaltung eines Fotobuches verwendet. Jetzt wäre erst mal zu klären, ob das CEWE Fotobuch mit RAW Dateien klarkommt.

    Gruß
    Herbie

  • Kann ich mir nicht vorstellen, die Dateien müssen ja erst entwickelt werden.

    vg Ian

  • RAW ist dann später das Format, dass ich auch in PS bearbeite. Daraus wird also dann das .psd-"Original" erstellt und ein neues JPEG für das "Fotoalbum".

    hatte ich doch glatt nicht mehr auf dem Schirm, mein Gott das Alter :yes: klaro, so werd ich das auch machen.

    Gruß
    Herbie

  • Wie Peter schrieb müssen die Fotos erst z.B. in Photoshop oder auch Lightroom bearbeitet werden.

    Man kann sie dann nicht mehr als RAW abspeichern, was auch nicht sinnvoll wäre, denn jeder Kamerahersteller nutzt ein eigenes RAW-Format. Selbst Kameras eines Herstellers unterscheiden sich beim RAW und müssen erst für die Bearbeitungsprogramme lesbar gemacht werden.

    So kann es schon mal einige Wochen nach dem Erscheinen einer neuen Kamera dauern, bis z.B. ein Update für Lichtroom veröffentlicht wird, damit die RAW´s eingelesen werden können.

  • Da würde ich zur Sicherheit in DNG konvertieren.

    vg Ian

  • Das hat eh Vorteile, da dabei alle Daten der Bildmanipulationen in die eigentlichen Bilddatei hineingeschrieben werden, während diese bei der RAW-Bearbeitung in eine externe Datei geschrieben werden.

    Will man also RAW-Dateien mitsamt der Entwicklung speichern darf man diese 2. Datei nicht vergessen.

  • Guten Tag,

    da traue ich mich mal, dazu etwas zu schreiben. Um welche Kamera handelt es sich, Herbie? Oder überlese ich da was?


    Mein Sohn hat eine Nikon D500 und arbeitet wie selbstverständlich mit Rohdaten, um diese nach seinen Wünschen anzupassen, also zu entwickeln, wie Ihr schreibt. Er hat dafür von Nikon ein unentgeltliches Programm erhalten: Capture NX-D, und wie er sagt, weitere Tools. Vielleicht gibt es vom Kamerahersteller auch so etwas.

  • Ich kann zwar ebenfalls Bilder in RAW aufnehmen, auch JPEG alleine oder zusammen mit RAW.

    Ich habe mich aus Zeitgründen - hohes Seniorenalter - entschieden in JPEG aufzunehmen.
    Um Zeit zu sparen habe ich mich für die Nachbearbeitung der JPEG mittels Affinity Foto entschieden,
    daraus werden Fotobücher von einem Dienstleister hergestellt, damit auch die Nachwelt etwas
    zum durchblättern hat. Die USB-Festplatten mit Bildern will keiner sehen, deshalb mache
    ich daraus Dia-Shows, am schnellsten geht das in EDIUS nach dem ich mir einige Effekte mit
    dem Layouter dafür generiert habe. Die Video-Diashows sind sehr beliebt in meinem engeren
    Verwandten- und Bekanntenkreis.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Wenn man keine raw Bearbeitung durchführt und somit nur jpg aufzeichnet, schenkt man, je nach Kameramodell, zwischen 20 und 40 Prozent Qualität (insbesondere realer Abbildungsleistung) her.


    Grüße

  • zwischen 20 und 40 Prozent Qualität (insbesondere realer Abbildungsleistung) her.

    Wenn man immer wieder speichert wird es schlechter, natürlich:

    JPEG ohne Verluste | RAW Akademie (raw-akademie.eu)

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Wenn man immer wieder speichert wird es schlechter,

    Hi,


    mit den 20 bis 40 Prozent war wohl aber der Unterschied RAW zu JPEG gemeint, nicht die Speicherung ansich.

    Solange man die RAW-Datei hat, kann man aus dieser auch immer wieder "verlustfrei" abgeänderte JPEG-Versionen erstellen.


    Natürlich ist es völlig legitim, dass Du wegen des geringeren Aufwands lieber nur mit dem Kamera-JPEG arbeitest. Aber so verschenkst Du halt auch interessante Möglichkeiten der Gestaltung und nutzt eben das Potenzial der Kamera eigentlich nicht aus.

    Und ganz so aufwendig ist die grundsätzliche "Behandlung" von RAW auch nicht.



    Gruß

    Peter

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  • Wenn ich JPEG in ein Verlustfreies Format wie z.B. TIF speichere kann ich ebenfalls immer wieder eine "verlustfreie"
    abgeänderte JPEG-Version speichern, außerdem habe ich immer noch die Original-JPEG.

    Beste Grüsse;
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  • Es geht um den Unterschied an Bildinformationen zwischen RAW und JPEG, nicht um Verluste beim Speichern.

    RAW´s enthalten nun mal ca. 10mal so viel Informationen als das gleiche JEPG-Bild.

    Man benötigt für ein gutes Bild sicherlich nicht alle, aber sie bieten halt viel mehr Möglichkeiten.

    Wenn man die nicht benötigt, weil man mit den JPEG´s zufrieden ist, dann ist das doch wunderbar.

  • Was hast Du denn am Ende der RAW-Entwicklung in der Hand, etwa JPEG?
    Wodurch unterscheidet sich diese JPEG von der direkt aufgenommenen JPEG?

    Kennst Du eine Objektivierungsmethode die einen neutralen Vergleich liefern
    kann?


    Den Vorteil der RAW-Datei sehe ich eigentlich nur darin, dass Du auf den
    Entwicklungsvorgang Einfluss nehmen kannst. Die Zeit dafür will ich nicht aufbringen.


    Es gibt ein gutes kostenloses Programm, mit Handbuch, welches RAW ähnliche
    Ergebnisse als finale JPEG-Datei liefert:


    https://www.jpg-illuminator.de

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Solche Diskussionen hatten wir ja bei ähnlichen Themen aus dem Bereich Video auch schon....


    Der Unterschied zwischen einem bereits in der Kamera erstellten "Durchschitts"-JPEG und einem aus einer RAW-Datei erstellen JPEG besteht darin, dass Du auf die Gestaltung eben einen viel höheren Einfluss nehmen kannst. Den Vergleich bietet Dir dann Dein eigenes Auge beim Betrachten der fertigen Bilder.


    Sicherlich ist auch die nachträgliche Bearbeitung eines durch die Kamera erstellten "Durchschitts"-JPEG möglich. Aber hierbei steht Dir dann halt nur der geringere Umfang dieses Bildmaterials zur Verfügung. Das mag für viele Fälle auch ausreichend sein, aber grade in bestimmten Belichtungssituationen kannst Du aus einem RAW noch wesentlich mehr heraushohlen.


    Außerdem zwingt einem ja auch niemand nach JPEG zu speichern. Dies ist halt ein gutes und weit verbreitets Format und eignet sich dadurch auch sehr gut zur Weitergabe. Aber ebenso gut könntest Du ja z.B. ein .psd-Bild erstellen und hättest dort die Möglichkeiten mit Ebenen und Alpha-Kanal zu arbeiten. Das bietet halt JPEG nicht.


    Ich weiß jetzt auch nicht welche Vorstellungen Du über den Zeitaufwand des "Entwicklungsvorganges" einer RAW-Datei hast. Aber mit etwas Erfahrung damit ist das eigentlich keine große Sache. Letztlich kannst Du da einiges vorwegnehmen, was Du sonst erst bei einer Bearbeitung Deines Kamera-JPEG machen müsstest.

    Also ist der Mehraufwand für RAW auch nicht so gewaltig. Es sei denn Du verzichtest auf die Bearbeitung des Kamera-JPEG völlig und nimmst es so, wie es ist. Doch das ist nochmal ein anderer Schuh.



    Wenn Dir für Deine Belange das Kamera-JPEG ausreicht, so ist das doch gut. Und niemand will Dir ja verbieten das zu machen.

    Aber generell die Vorteile von RAW abzustreiten ist in meinen Augen Unsinn.



    Gruß

    Peter

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    Rest ist private Meinung

  • Der Unterschied zwischen einem bereits in der Kamera erstellten "Durchschitts"-JPEG und einem aus einer RAW-Datei erstellen JPEG besteht darin, dass Du auf die Gestaltung eben einen viel höheren Einfluss nehmen kannst. Den Vergleich bietet Dir dann Dein eigenes Auge beim Betrachten der fertigen Bilder.

    Die JPEG-Bilder meiner Kamera gefallen mir gut, kaum Nachbehandlung nötig.
    Deshalb ist die Entwicklung von JPEG-Bildern aus RAW-Aufnahmen unnötig.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...