Uralte, schlechte SD-Aufnahmen verbessern?

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    • Uralte, schlechte SD-Aufnahmen verbessern?

      Hi,

      ich hab mir meinen ersten Camcorder vor Jahren in Paraguay gekauft, konnte damals noch kein Wort spanisch (der Kamerakauf war echt lustig...), wusste nicht, was der Unterschied zwischen NTSC, PAL etc. ist - ich wusste also gar nix. War einfach ne spontane Entscheidung.

      Es war so ein Sony-DVD-Camcorder (von 2005).

      Jetzt hab ich meine allerersten Filmaufnahmen gefunden, und die schaun von der Bildqualität wirklich übel aus.

      KANN sein, dass ich damals bei der Bildqualität die niedrigste Qualität genommen habe, weil die dazugehörigen DVDs in Paraguay echt sau teuer und schnell kaputt waren und ich deswegen möglichst viel Material auf eine DVD bekommen wollte...

      Das Material schaut sehr viel schlechter aus als SD, fast so, als würde man sich ein altes VHS-Band anschaun.

      Gibts ne Möglichkeit, da nachträglich an der Qualität nochmal was zu verbessern oder kann man das vergessen und man lässt es besser so wies ist?

      Viele Grüße,

      hubse
    • hubse schrieb:


      Das Material schaut sehr viel schlechter aus als SD, fast so, als würde man sich ein altes VHS-Band anschaun.

      Gibts ne Möglichkeit, da nachträglich an der Qualität nochmal was zu verbessern oder kann man das vergessen und man lässt es besser so wies ist?



      In gewissen Grenzen kann man versuchen die Bildqualität etwas aufzupolieren. Je nachdem ob es verrauscht aussieht oder eher unscharf kann man versuchen nachträglich zu entrauschen oder auch nachzuschärfen. Teilwweise kann man in gewissen Grenzen noch was an den Farben drehen oder der Helligkeit/Kontrast (Gammakurve), aber all zu viel nachträgliche Nachbearbeitung lässt solches Material wohl nicht zu.

      Muss man halt einfach so hinnehmen, das was früher mal als "Top" galt lässt einen heute erschaudern wegen der Bildqualität. Ich habe hier Aufnahmen die teilweise 35 Jahre alt sind und da läufts einem tatsächlich eiskalt den Rücken runter wegen der Bildqualität. Die Aufnahmen wurden damals tlw. mit professionellem Videoequipment gemacht, waren vor 35 Jahren also absolut top....

      Ich würde versuchen einfach mit der schlechten Qualität zu leben....war früher eben so.
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    • Natürlich kann man alte Videos, auch VHS-Qualitäten restaurieren. Es kommt halt darauf an was an dem Video stört.
      Ich würde es mal mit VirtualDub, AviSynth mit diversen Filterungen die es dazu gibt probieren.

      Google bietet Dir da schon einiges an: google.de/?gws_rd=ssl#q=Avisynth+Restaurierungs+Scripte

      Man braucht dazu aber schon einige Erfahrungen, ein alter Fuchs muß man auf diesem Gebiet sein, wie z.B. der Wendo!

      Diejenigen die von einer Restaurierung abraten, sollten sich mal ansehen wie der Film Metropolis restauriert worden ist!
      ++++++ GUT DING BRAUCHT WEILE ! ++++++
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Achilles ()

    • Achilles schrieb:

      wie der Film Metropolis restauriert worden ist!


      ...wobei da als Master sicherlich kein Videomaterial sondern ein Filmbild auf Chemiefilm gestanden hat ;)

      Da geht meines Erachtens deutlich mehr wie bei einem schlechten Videobild. Je nach Aufwand (händische Bearbeitung jedes einzelnen Film-Vollbildes) lassen sich da beachtliche Erfolge erzielen. Nimmt man ein niedrig aufgelöstes Videobild als Grundlage kann man zwar auch Verbesserungen erzielen - und sehr gute Aufnahmen (auch analog) kann man auf ein durchaus ansehnliches Niveau bringen, aber irgendwann ist halt Schluss.

      Dessen muss man sich bewusst sein, die Bildqualität einer heutigen, guten HD-Kamera wird man nicht erreichen können, auch wenn man viel Know-How und Arbeit in die Restauration steckt wird es immer einen sichtbaren Unterschied geben. Und den bringt man auch mit den besten Tools nicht weg....
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    • Dessen muss man sich bewusst sein, die Bildqualität einer heutigen, guten HD-Kamera wird man nicht erreichen können, auch wenn man viel Know-How und Arbeit in die Restauration steckt wird es immer einen sichtbaren Unterschied geben. Und den bringt man auch mit den besten Tools nicht weg....


      Entschuldige, das hat doch niemand hier behauptet!
      Ich habe oft genug mit Video-Restaurierungen aus Schmalfilmscanns zu tun und kann behaupten, daß mit den von mir genannten Tools vieles möglich ist, mehr als selbst ein gutes NLE bieten kann da dort einfach die nötigen Werkzeuge fehlen!
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    • hubse schrieb:


      Das Material schaut sehr viel schlechter aus als SD, fast so, als würde man sich ein altes VHS-Band anschaun.

      Wahrscheinlich nur mit 360x288 oder sogar nur 360x240 aufgenommen, ein viertel von SD, das verhält sich wie SD zu HD. Wie soll man da noch was draus machen können?
    • Achilles schrieb:

      Dessen muss man sich bewusst sein, die Bildqualität einer heutigen, guten HD-Kamera wird man nicht erreichen können, auch wenn man viel Know-How und Arbeit in die Restauration steckt wird es immer einen sichtbaren Unterschied geben. Und den bringt man auch mit den besten Tools nicht weg....


      Entschuldige, das hat doch niemand hier behauptet!


      Nein, das hat niemand behauptet. Aber es könnten falsche Erwartungen entstehen von Leuten die unvoreingenommen hier mitlesen. Die erwarten auf Grund hier getätigter Aussagen das sich alres Videomaterial hervorragend aufpolieren lässt, sind dann enttäuscht wenn das nicht klappt - nicht jeder hier ist absoluter Fachmann bzw. entsprechender Realist - es lesen hier vielleicht Leute mit die dann glauben man kann Wunder vollbringen, die moderne Technik macht doch fast alles möglich.... ;)

      So etwas habe ich nämlich schon erlebt, auch und genau beim Thema VHS-Aufnahmen digitalisieren. Da kamen Leute, wollten alte Bänder digitalisiert haben und haben sich dann über die schlechte Bildqualität bei mir beschwert - die dachten wenn man digitalisiert wird die besser......O-Ton war damals in etwa das "....wenn die Qualität nicht deutlich besser würde dann könne man ja weiterhin von VHS abspielen und brauche sich nicht eine DVD erstellen zu lassen...:" :D

      Sollte der Threadstarter tatsächlich irgendein "Super-Spar-Format" damals aus Unkenntnis erwischt haben so wird das der Qualität sicherlich nicht zuträglich sein. Aus Bildern in 1/2- oder 1/4-SD-Auflösung kann man nix zaubern, egal welches Tool man drüberjagt.....

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MacMedia ()

    • MacMedia schrieb:

      Aber es könnten falsche Erwartungen entstehen von Leuten die unvoreingenommen hier mitlesen.


      Das sehe ich auch so. Man kann einiges verbessern, aber von heutigem guten HD-Material wird das meilenweit entfernt sein.

      Selbst bei Filmmaterial gibt es bei der Einzelbildabtastung Grenzen. Schön dass man Metropolis restaurieren konnte. Das Bild habe ich jetzt nicht vor Augen, ein anderes aber schon.

      Vor einiger Zeit habe ich mal die Blu-Ray "Der Richter und sein Henker" nach dem Buch von Dürenmatt gesehen. Der Film war ähnlich Metropolis verschollen. Von einer aufgefundenen abgenudelten Kopie hat man dann in mühevoller Kleinarbeit den Film restauriert. In den Extras wurde ausführlich dargestellt wie. Im Vergleich zur Kopie hat man auch einiges erreicht.

      Trotzdem war das von der Bildqualität eine der schlechtesten Blu-Rays, die ich jemals gesehen habe und das sind viele.

      Angeschaut habe ich mir den Film trotzdem bis zum Schluss, weil der Inhalt interessant war. Also hat sich die Restaurierung gelohnt.

      Allerdings war ich schon heilfroh, dass ich den Film ausgeliehen und nicht gekauft hatte.
      Viele Grüße, Reinhold
      https://www.youtube.com/channel/UC9_Mp7nbdIxnbx_JpXfQjsQ
    • 3POINT schrieb:

      hubse schrieb:


      Das Material schaut sehr viel schlechter aus als SD, fast so, als würde man sich ein altes VHS-Band anschaun.

      Wahrscheinlich nur mit 360x288 oder sogar nur 360x240 aufgenommen, ein viertel von SD, das verhält sich wie SD zu HD. Wie soll man da noch was draus machen können?


      Hi,

      nein, ist schon mit 720x480 mit 29,97 aufgenommen worden. Nachdem es unter den Objekteigenschaften leider nirgends steht, hab ich keine Ahnung, mit wieviel mbit/s das damals aufgenommen wurde. Aber FALLS ichs richtig gerechnet habe (ich bezweifle es...), müssten das etwa 6,7 mbit/s sein (Event ist 10,9 mbyte groß, müssten dann 87,2 mbit sein. Event dauert ca. 13 Sekunden, also 87,2 : 13 = 6,7 mbit/s).

      Kann man über so ne mbit/s-Angabe die Bildqualität abschätzen OHNE das Bild gesehen zu haben?

      Es ist eben DAS, was mich so schockiert. Die Auflösung passt, aber wenn ich das mit einer Kauf-DVD vergleiche oder mit einer neueren DVD von mir (runtergerechnet von HD), dann ist das wirklich ein Unterschied wie zwischen HD und SD!!!

      Viele Grüße,

      hubse
    • Kann man über so ne mbit/s-Angabe die Bildqualität abschätzen OHNE das Bild gesehen zu haben?

      Nein!

      Ich schrieb ja schon:

      Es kommt halt darauf an was an dem Video stört.


      Es ist eben DAS, was mich so schockiert.

      Was denn?

      Bist Du schon fündig geworden in Google bezüglich: "VHS Video filtern in Virtualdub" zum Beispiel?

      Wenn nicht, dann schau mal hier rein: Klick!
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    • Wird hier nicht einiges durcheinander geworfen?
      Es geht doch um Aufnahmen eines DVD Camcorders, welcher vermutlich in MPEG2 aufgezeichnet hat.
      Was hat das denn mit VHS-Bändern oder überhaupt analogem Film zu tun?
      Was will man also an versaubeutelten MPEG2 großartig retten?
    • Ich würde empfehlen die Videos nicht auf HD aufzublasen, sondern in ihrer nativen Auflösung in ein Full HD Bild einzubauen.
      Jetz muss man sich natürlich etwas kreativ bemühen, den Rest des Bildes zu füllen.

      Ich arbeite seit einiger Zeit an einem 10Jahres Projekt beginnend ab 09/2003. Von damals gibt es nur alte Hi8 Aufnahmen, welche mit einem DVD-Recorder bzw. mit dem PC ins digitale Zeitalter gerettet wurden. Außerdem erwarb ich damals meinen ersten digitalen Fotoapparat (Ixus II) mit 2 MP Fotos und 5 SeKunden Videofunktion in 320x240 bzw etwas länger, wenn in schwarz/weis gefilmt wurde
      Ich hab nicht viel damit gefilmt, aber irgendwie mussten diese wichtigen Aufnahmen in den Film. Es existieren außerdem Videoaufnahmen von diversen Digiknipsen in dern verschiedensten Auflösungen und Formaten.

      Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass das aufgenommene Video in seiner nativen Auflösung betrachte so schlecht ist.

      Meine kreative Empfehlung wäre den Hintergrund mit Fotos zu füllen, die zu dem Inhalt des Videos passt und das Video als Bild in Bild zu überlagern.
      Mit einem Rahmen und einem Schlagschatten lässt es sich dann noch optisch vom Hintergrund abheben.
      Evtl. gibt es ja auch Fotos von dem Urlaub, so dass sich am Ende eine art Diashow mit bewegten Fotos ergibt.

      Ich hätte ein Beipiel aufm Server liegen, aber das ist 400MB groß und 20 min lang. Da ganz keine GEMA freie Musik verwendet wurde, könnte ich den Link nur per PN versenden.
    • Hier ist über das Material gesagt worden:

      Das Material schaut sehr viel schlechter aus als SD, fast so, als würde man sich ein altes VHS-Band anschaun.


      ist schon mit 720x480 mit 29,97 aufgenommen worden


      Ich habe aufgezeigt wie man alte Videos restaurieren kann, beispielhaft im Falle VHS weil Herr hubse schrieb es würde so aussehen...
      Man kann ja bei den Restaurierungsmaßnahmen sehr vielfältig varieren...
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    • Hi,

      hab mit avisynth schon einiges ausprobiert. Nachschärfen werd ich nicht, da gibts dann nur ANDERE Probleme wie Überschärfungsränder (bzw. noch größere Überschärfungsränder). Was mich aber wirklich stört, sind sehr eigenartige "Treppen". Und die sehen für mich nicht aus wie "Interlace-Treppen". Hab in den Anhang ein Foto davon gelegt.

      Viele Grüße,

      hubse
      Dateien
    • Auf dem PC-Monitor betrachtet?

      Dann mal Deinterlacer im Softwareplayer aktivieren!

      Warum ist das Bild so groß, durch die Skalierung wird es unscharf.
      Das Nativbild ist nur 720x480 Bilpunkte groß...
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    • Hi,

      das ist ja das Eigenartige - auch am TV schauts so aus...

      Nachdem Vegas Pro 12 mit dem Material ständig abgestürzt ist (sobald ich eine gewisse Anzahl an Events in der Timeline hatte), was bisher mit keinem anderen Material passiert ist, schneid ich jetzt mit Magix. Und da hab ich gestern noch Exporte ausprobiert, mit allen möglichen Interlace-Filtern, dies in ProX so gibt.
    • Bevor man etwas skaliert, muß man es davor deinterlacen, das ist eine wichtige Grundregel!
      Durch die Hochskalierung wird das Material nicht besser sondern eher schlechter!
      Du hast NTSC-Material und interlaced, muß bei der Projekteinstellung darauf achten, auch bezüglich der Framerate sonst bekommst Du per Blending schönen Matsch in das Fernsehbild.
      Um das 720x480er NTSC-Video am besten einen schwarzen Rand herumlegen mit dem Titler z.B. oder ein Hintergrundbild wie es TommyG es vorgeschlagen hat.
      Kann Dein HDTV überhaupt NTSC-Video darstellen?
      Wenn nur PAL möglich, dann mußt Du die Bilrate am besten schon im Clipordner/Bin etc. bevor es auf die Timeline geht und wenn es mit Deinem NLE machbar ist.

      Ich denke wenn Du mit dem Grundmaterial korrekt umgehst, wirst Du auch ein ansehnliches Fernsehbild bekommen!
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    • Hallo,
      eine weitere Möglichkeit zur "kreativen Gestaltung" nach TommyG. Vorschlag wäre, statt statischen Bildern als Hintergrund den gleichen Film hochskaliert mit einem deutlichen Unschärfefilter zu verwenden. Evtl. ein wenig abdunkeln oder mit einem Farbton welcher oft im Film vorkommt mischen. So ist der Inhalt der gleiche und lenkt deutlich weniger vom eigentlichen Film ab wie andere Inhalte. So in der Art sieht man das öfters bei Doku's mit altem Filmmaterial.
      Grüßle,
      Steve