Smartphones erobern Foto- und Videomarkt

  • Wir nutzen das Smartphone, um in diesen Pandemiezeiten den Kontakt zu unseren Kindern/Enkelkindern/Freunden usw. über Bilder in WhatsApp aufrecht zu erhalten.

    Wenn man Filme, aufgenommen mit dem Smartphone nicht nur über einen Fernseher mit Wohnzimmersichtabstand, sondern auf einer großen Leinwand, mit einem 4k-Beamer ansieht, dann reißt die Smartphonequalität nicht mehr so sehr vom Hocker.

    Dank der Vielfalt gibt es für jeden Anwender das richtige Equipment. Und so soll es bleiben!

    Nichts für ungut, aber mir geht das ständige Herabsetzen der Filmerei mit smartphones langsam auf den Geist.

    Gruß Herbert

    Wenn das Handy das einzige Aufnahmegerät ist, kann man nicht anders argumentieren, weil ja der Vergleich fehlt. Wenn Du damit zufrieden bist, ist das ja ok.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

  • Da ich schlechte Erfahrungen mit dem Huawei Pro 20 gesammelt habe,

    habe ich dieses zurückgeschickt und mir das Mate 20 Pro zugelegt.

    Die Mate-Serie lieferte bessere Ergebnisse, selbst die JPEG-Bildern

    genügen meinen Ansprüchen.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Ich hoffe, dass ich in den nächsten 2 Tagen das iphone 12 Pro Max erhalte. Dann werde ich einmal ein kurzes Video hier einstellen.


    Viele Grüße


    Lothar


    PS

    Ich benötige es nicht vorrangig für die Erstellung von Videos, sondern zur App Entwicklung und Test.

  • Ich arbeite ja in einem kleinen Fotoladen und da habe ich jeden Tag Kunden mit Smartphone und die sind begeistert von dem, was da rauskommt.

    Das ist ja auch immer eine Frage des Anspruchs.

    Ich habe z.B. der Schule meiner Frau einige Videosequenzen und Fotos zur Verfügung gestellt, weil diese für eine visuelle Zusammenfassung dessen, was die Schule alles macht, angefragt wurden.

    Als Reaktion darauf wurde mir mitgeteilt, dass sie z.B. meine Clips drastisch schrumpfen lassen müssen, damit sie sich den anderen von der Qualität anpassen würden. Meine Aufnahmen wären zu gut und würden die anderen zu schlecht aussehen lassen.

    Was soll ich denn nun als Maßstab nehmen? Soll ich schlechter werden, weil die Masse es auch ist?

  • Was soll ich denn nun als Maßstab nehmen? Soll ich schlechter werden, weil die Masse es auch ist?

    Wenn Du doch selbst mit Deinen Ergebnissen zufrieden bist, ist es doch OK...

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Vor allem Deine BMP Pocket-Kamera ist doch Spitzenklasse. :yes:

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Ich fotografiere in aller Regel mit der Canon 5 D M IV und sehr gutem Glas und in Raw.

    Ich mache auch Fotobücher und Kalender, wo Nichtfotografen die sehr gute physikalische Qualität durchaus wahrnehmen.

    Um so mehr kommt es mir auch auf die beste verfügbare Bild-Qualität von Smartphones an, das Smartphone aber zu fotografischen Zecken nur dann meist indoor benutze, wenn mein DSLR unerwünscht oder unpassend ist und ich Erinnerungen festhalten will.

    Im großen Ganzen ist mir das Smartphone Geknipse aber von der Bedienung her zu fummelig, als dass ich dafür mein schweres Equipment dran geben würde.

    Die richtigen Instagram Models werden alle auch mit großen Kameras und von versierten Fotografen abgelichtet und nicht mit Handies.

    Video mit Handy wäre gar nichts für mich, egal wie gut der physikalische output auch sein mag.

    :computer::wallbash::thumbsup::stolz:

  • Die Photokina verabschiedet sich vom Markt. Man sehe keinen Sinn mehr aufgrund der stark rückläufigen Zahlen im klassischen Foto/Videobereich.

  • Die Photokina verabschiedet sich vom Markt. Man sehe keinen Sinn mehr aufgrund der stark rückläufigen Zahlen im klassischen Foto/Videobereich.


    Auf Slashcam wurde ja rethorisch gefragt ob die Photokina an oder mit Corona gestorben sei....


    Die Produktpräsentation auf großen Messen wie der Photokina ist denke ich irgendwie durch die Möglichkeiten die sich heute bieten überholt.


    Gerade durch Corona hat sich gezeigt das es andere Möglichkeiten gibt sich als Hersteller zu präsentieren und neue Produkte anzukündigen und vorzustellen.


    Die Photokina wird nicht die einzige Fachmesse sein die stirbt, das wird mehrere Messen nicht nur im Fotobereich treffen.


    Ich persönlich finde es schade das ausgerechnet die Photokina jetzt stirbt. Jahrelang habe ich von der Messe gelesen, gehört oder Videos gesehen und dieses Jahr (2020) wollte ich das erste Mal selbst auf die Photokina gehen, der Urlaub zur Messe war sogar schon geplant. Dann kam Corona und die Messe wurde verschoben - na gut, dann eben nächstes Jahr. Und jetzt ist sie ganz abgesagt, wie schon gesagt für mich persönlich eben schade, aber auch kein Beinbruch.....

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  • Das bekam ich als Email:

    gemeinsam mit der Imaging-Branche schauen wir auf eine erfolgreiche, farbenfrohe und innovative Ära zurück: 70 Jahre photokina in Köln. Seit 1950 ist sie für Generationen die erste Adresse für Foto, Video und Imaging und sie zählt zweifelsohne zu den besonders positiv und emotional besetzten Marken in der globalen Messewelt.
    Gerade deshalb fällt es uns immens schwer, angesichts der weiter massiv rückläufigen Entwicklung in den Märkten für Imaging-Produkte und der zunehmend heterogenen Bedürfnisse der unterschiedlichen Marktsegmente, die Durchführung der photokina am Standort Köln vorerst aussetzen zu müssen.
    Schon vor der Corona-Pandemie war der Imaging-Markt mit jährlich zweistelligen prozentualen Rückgängen stark in Bewegung. Die Dynamik hat sich 2020 massiv verstärkt und war zuletzt mit einem Minus im Bereich um die 50 Prozent verbunden. Diese Marktveränderungen haben sich in jüngerer Vergangenheit innerhalb der photokina stark bemerkbar gemacht. Auch konzeptionelle Veränderungen, wie z. B. der Einbezug des Smartphones und neuer Imaging-Technologien sowie eine Turnusänderung und ein Terminwechsel konnten den jeweils aus der Konsolidierung des klassischen Marktes resultierenden Rückgang der Aussteller und deren Marketingbudgets nicht kompensieren.
    Die derzeitige Gesamtlage ist mit dem Qualitätsanspruch an eine photokina als weltweit renommierte Leitmesse und Marke, die für höchste Qualität und Professionalität im internationalen Imaging-Markt steht, nicht vereinbar.
    Dieser harte Schnitt nach einer jahrzehntelangen, gemeinsamen Geschichte schmerzt. Jedoch müssen wir uns der Sachlage und der Entwicklung der Branche stellen und eine klare, ehrliche Entscheidung gegen die Fortsetzung der Veranstaltung treffen, die leider für uns ohne Alternative ist.
    Wir möchten uns für diese gemeinsame Zeit, die langjährige Treue zur photokina und die damit verbundene Begeisterung herzlich bedanken. Es sind die unvergesslichen Momentaufnahmen, die uns in Erinnerung bleiben werden, zum Beispiel, wenn sich die Tore der photokina öffneten und wir Sie auf dem Kölner Messegelände begrüßen durften, um gemeinsam für einige Tage in die Welt der Bilder abzutauchen. Eben Imaging unlimited!
    Danke für 70 gemeinsame Jahre!
    Ihr photokina-Team
  • Leider wieder eine Möglichkeit weniger sich umfassend über den Kameramarkt zu informieren, incl. Erfahrungen über die Haptik der verschiedenen Modelle und Hersteller. So komprimiert hat man dazu die Möglichkeit wohl nur auf solchen Fachmessen. Selbst in entsprechenden Fachgeschäften besteht nicht immer die Möglichkeit. Als ich auf der Suche nach einem neuen Kamerasystem war, hieß es in einem Geschäft, das sie ja nicht alle Modelle als Vorführgeräte vorhalten könnten. Erst wenn ich wirklich Kaufabsichten hätte, könne man mir auch das nachgefragte Modell auspacken und in die Hand geben. Vielleicht ein Einzelfall.

    Dazu kommt, das nicht jedes Geschäft alle Marken im Sortiment hat, verständlicherweise. Das treibt die Kunden ja geradezu zu Amazon & Co. Man kann ja zurück senden, bei nicht gefallen. Kostenlos. Aus meiner Sicht keine gute Entwicklung; ökologisch und ökonomisch. Da sollten die lokalen Fachgeschäfte schnellsten andere Konzepte entwickeln, was ja durch die Corona-Situation schon hier und da passiert. Den Technologiewechsel in der Kameratechnik (weg von der reinen Physik hin zu Physik mit KI kombiniert) sowie das Verhalten der "Creator" wird man damit logischerweise auch nicht aufhalten. Und damit ist auch das aus für die meisten Fachgeschäfte vorprogrammiert, dann haben Amazon und vielleicht noch Märkte wie Saturn, Mediamarkt gewonnen. Die Entwicklungen in diese Richtung laufen ja schon seit Längerem.

  • MacMedia :"Die Produktpräsentation auf großen Messen wie der Photokina ist denke ich irgendwie durch die Möglichkeiten die sich heute bieten überholt."


    Denke ich leider auch. Man wird sehen, ob und wie sich neue Formen der direkten Präsentation entwickeln. Letztlich geht nichts über das "in die Hand nehmen" eines Produktes.


    So hat mich die Photokina vor Fehlkäufen bewahrt und ich habe Neues gefunden. Die überlaufenen Stände von Canon & Co habe ich immer gemieden, eine Nikon oder Canon kann man sich auch in jeder größen Stadt anschauen.


    Doch auf der Photokina konnte man z. B. preiswerte Stative oder neue Lampen direkt ausprobieren. Alle Fotopapiere vergleichen, usw. An diesen Ständen ging es ruhig zu und man hatte meist kompetente Ansprechpartner. Das ist jetzt verloren.


    Beste Grüße, Uli

  • Letztlich geht nichts über das "in die Hand nehmen" eines Produktes.


    Das ist wirklich eine Sache. Gerade eine Kamera muss man "in die Hand nehmen" können um zu beurteilen ob man mit der Bedienphilosophie, mit der Anordnung von Schaltern und Knöpfen usw. zurecht kommt.


    Meine Hoffnung ist ja das sich viele Hersteller auf kleinere Foto-Events präsentieren. Es gibt immer wieder lokale Phototage, kleine Hausmessen bei bzw. von (größeren) Händlern wo dann eben Hersteller wie Canon, Fuji, Panasonic, Sony usw. mit einem kleinen Stand und ihrem aktuellen Produktportfolio anwesend sind.


    Das ist gegenüber einem großen Messestand auf einer Messe wie einer Photokina ein verschwindend kleiner Aufwand - eine Person, zwei Kisten mit Ware, ein (Klapp-)Tisch und ein, zwei Background-Aufsteller - absolut finanzierbar auch für mehrere Events im Jahr quer durch Deutschland bzw. Europa und kein Millionenbudget für einen pompösen Stand mit zig Mitarbeiter, Hostessen und viel Aufwand.


    Dazu die Vermarktung durch aktive Youtuber mit entsprechendem Namen in der Community wie im Fotosektor bspw. Frank Fischer (Olympus), Krolop&Gerst (Nikon, Panasonic) oder auch Stephan Wiesner usw. mit entweder entsprechenden Online-Beiträgen oder auch Live-Vorträgen oder Workshops eben auf diversen kleineren Fotoveranstaltungen und die Präsentation neuer Produkte (welche ggf. auf großen (Leit-)Messen sowieso nur als "Mockup" bzw. Vorserie hinter Glas zu sehen wären) im Internet runden die Sache dann ab.


    Wir werden sehen wie sich die Sache weiterentwickelt, denn eines ist auch klar - die potentiellen Messebesucher werden auch weniger, viele "Smartphoneknipser" aber auch Hobbyfotografen und Videofilmer holen sich viel Wissen aus dem Internet - und nicht jeder legt Wert darauf neue Kameras auch vor dem kauf selbst in der Hand gehabt oder live gesehen zu haben....


    Das macht große Messen für die Messeveranstalter halt irgendwann uninteressant - keine Aussteller, keine Besucher und als Schlussfolgerung keine Messe ;)

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  • Es wurde bereits die Photokina 2019 abgesagt, weil das Interesse der Fachfirmen so weit gesunken war, dass eine wirtschaftliche Durchführung nicht mehr gewährleistet war. Bereits 2017 wurde ein geändertes Konzept, mit neuen Terminen und Schwerpunkten geplant, was aber nie realisiert werden konnte.

    Ähnlich ging es in der Vergangenheit auch anderen Fachmessen. So musste bereits 1978 die Hifi/Highend in Düsseldorf die Tore schließen, weil die kleinen europäischen Hersteller aus England, Frankreich und Deutschland nicht mehr gegen die Billigkonkurrenz aus Fernost ankamen. Wir Hifidioten bedauerten das zutiefst, konnten es aber genau so wenig ändern, wie die jetzige Schwemme der Smartphones, die wohl auch viele von uns geschätzte Geräte vom Markt spülen wird.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

  • Der Markt verändert sich halt gerade.

    In Berlin gibt es Foto Meyer der macht mehr mals im Jahr eine kleine Hausmesse.

    Dann gibt es noch Foto Hess der macht das auch. Finde ich eigentlich besser als die großen Messen.

  • Kleine Messen haben ihre Vorteile weil dort i.d.R. weniger Besucher die Stände gleichzeitig belagern, die Möglichkeit eine Kamera oder Objektiv anzutesten ist da wesentlich größer.


    Nachteil solcher Händler-Hausmessen ist meist das man direkt ordern kann - also Geldbeutel schön festhalten und die Kreditkarte am besten zu Hause lassen.... :D


    Im Fotobereich sind solche Hausmessen inzwischen weit verbreitet, im reinen Consumer-Videosektor eher weniger. Im Profibereich gibt es sowas durchaus, viele Video-Systemhäuser bieten teilweise mehrmals im Jahr Hausmessen bzw. "Hands-On-Veranstaltungen" einzelner Marken an wo man Kameras ausprobieren kann und oft auch noch Fachvorträger von Herstellerseite zu den Geräten laufen.


    Ich bin mal gespannt wie viele andere Fachmessen es außerhalb der Foto-/Videobranche durch Corona noch "erwischt" - weil die Aussteller merken das eine Online-Messe bzw. ein virtueller Branchentreff im Netz billiger ist wei ein großer Messeauftritt.....

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