Cinematic Video, der neue Hype ? Eine neue Herausforderung ? Eine Bereicherung des Hobbys Video?

  • Möchte mal hier eine allgemeine Diskussion über den überall sichtbaren Trend des cinematischen Videos anstoßen.


    Nach meinem Eindruck seit dem Erscheinen der Canon 5 D Mark IV und deren dual Pixel basierten Autofokus auch für die Videofunktion nutzbar hält zunehmend ein Videoaufnahme-Equipment Einzug, mit dem man auf Grund der Freistellungsmöglichkeiten größerer Bildsensoren und Foto-Objektiven Videos einen Spielfilmcharakter verleihen kann und das für einen Otto-Normalverbraucher bezahlbar wird.

    Es folgten in den letzten 2 Jahren DSLR- und spiegellose Fotokameras, die immer mehr auch für die Videofunktion in 4 K Auflösung optimiert wurden und werden, ergänzt durch die sich daran anlehnenden Blackmagic-Pockets 4 K und 6 K.


    Youtube -Channels sind voll von Tutorials und Videos, die das cinematische Filmen behandeln und zeigen, Cine Look, Luts, Colour Grading, bewegte Kamera mittels eines Gimbals sind die aktuellen Themen, die auch Amateure von heute beschäftigen, die vor paar Jahren fast ausschließlich der professionellen Spielfilmproduktion vorbehalten waren.

    Video als Hobby ist seit dem auch nicht mehr vorwiegend eine Ding von Rentnern und Pensionären, sondern zunehmend von jungen Leuten vor allem in den USA und Asien, teilweise bereits Ersatz für herkömmliche Fotografie.


    So meine Beobachtungen in Kurzform.


    Eine erforderliche ? Umstellung und neue Herausforderung für die, die nach alter Schule ihre Dokumentationen vom Tripod aus gedreht und mit Kommentar, Originalton und Musikunterstützung vervollständigt haben.

    Sicherlich sind bestimmte Regeln der Aufnahnmetechnik nicht obsolet geworden, aber anspruchsvoller, Drehs müssen abwechslungsreicher aufgenommen, emotionale Komponenten eingebaut , der Schnitt muss kurzweiliger werden, die Musik möglichst sequenzgenau harmonisiert werden.

    Die kreativen Möglichkeiten sind ebenso wie die Ansprüche an einen sehenswerten Amateurfilm um ein Vielfaches gestiegen, was den ein oder anderen überfordern kann.


    Sind Camcorder - Dokus herkömmlicher Art über mehr oder weniger spannende aber meist unspektakuläre Alltagsthemen , mögen sie filmtechnisch auch noch so gut gemacht werden, heute überhaupt noch der "Bringer" ?


    Mich persönlich reizen die für mich als Hobbyanwender nunmehr bezahlbaren Möglichkeiten cinematischen Filmens sehr, auch wenn ich sie nochlange nicht beherrsche und eine lange try and error-Strecke vor mir habe.


    Gruß

    Rainer

    :computer::wallbash::thumbsup::stolz:

  • Diese Diskussion haben wir hier schon des öfteren geführt. Die wesentliche Frage ist dabei zu erst die Definition des Begriffes "cinematisches Video" - quasi die Frage was ein cinematisches Video überhaupt aus macht:


    Ist Filmlook die Fähigkeit der Kameras mit großen Sensoren geringe Schärfebereiche zu erzielen...?

    Ist Filmlook ein Grading und das "Spiel" mit den Farben und Looks...?

    Ist Filmlook die bewegte, die von fixen Standorten und wackelig-kantigen Bewegungen befreite Kamera...?

    Ist Filmlook ein größerer Dynamikumfang der Bilder...?

    Ist Filmllok das Aufzeichnen weicher, softer Bilder ohne künstliche (Über-)Schärfe...?

    Ist Filmlook das digitale Nachbilden von Filmkorn...?


    Oder gehört noch mehr zum Filmlook...?


    Ich behaupte, Filmlook ist eine Mischung aus den obigen Punkten welche dem Bild und einer möglichen Geschichte hinter dem Bild förderlich ist, wenn das was der Filmautor durch das jeweilige Bild, die jeweilige Szene ausdrücken möchte durch eben die oben genannten Faktoren gefördert und auf eine andere, bessere (höhere?) Ebene gehoben wird.


    Filmlook kann je nach Anforderung ein geringer Schärfebereich sein, ein Grading und ein farblicher Look, mit entsättigten (und manchmal nicht natürlichen) Farben oder auch nur von zarten Pastellfarben, von bewegter Kamera am Gimbal oder Steadycam, von weichen, soften Bildern aber auch genausogut eine Schärfe von vorne bis hinten, knallige (Bonbon-)Farben, vielleicht sogar schwarz/weiss oder auch von fixer Stativkamera oder von knallhart überschärften Bildern.


    Eine genaue "Definition" von "so muss Filmlook" gibt es meiner Meinung nach nicht - denn was jetzt "Filmlook" ist und was nicht das hängt von den Anforderungen ab die die Geschichte des Bildes benötigt. Und die kann ganz unterschiedlicher Natur sein, es gibt ja nicht nur das "eine" Bild sondern viele davon.


    Filmlook ist für mich wenn das Bild als Gesamtheit eine Geschichte unterstützt, den Bildern eine eigene Geschichte rein durch das Aussehen dieser gibt - das ist für mich Filmlook.


    In Youtube oder auch anderen Internetportalen wird oftmals Filmlook dadurch definiert dass das Bild einfach nur geringe Schärfebereiche hat - das typische "Nur die Nasenspitze scharf" - und beim Grading die Farben so verkurbelt werden das eine meist orange-grünliche Pastellfarbensuppe entsteht. Und natürlich das Bildformat auf 2,35:1 sprich "Breitbild" gestellt wird.


    Dazu wird dann oft einfach eine Objektiv mit möglichst großer Blendenöffnung vor die Kamera geschraubt, diese so eingestellt das sie möglichst "flach" aufzeichnet (wenn keine Cine-Look oder noch besser RAW möglich ist) und dann wird drauf los gefilmt - und im Schnitt später ein passendes Preset als "Look" drübergebügelt und fertig ist für viele das cineastische Bild.....


    Ganz gefährlich empfinde ich übrigens die Einstellung vieler Hobbyfilmer alles möglichst Flach aufzuzeichnen und dann zu sagen "Den Look, ja den stelle ich mir später beim Schnitt ein, der Look ist beim drehen völlig uninteressant" - im Endeffekt wird der finale Look beim Schnitt bzw. beim Colorgrading erzielt, das ist klar, aber ein "Look" muss auch bei der Aufnahme beachtet werden denn zu einem "Look" gehören auch so Dinge wie eben das Licht oder die Lichtverhältnisse vor Ort. Für einen passenden "Look" muss ich vielleicht schon vor Ort anders bzw. passend belichten - also bin ich da nicht völlig frei. Zudem greifen alle Parameter meiner Meinung nach ineinander um einen "cineastischen" Look bzw. ein Filmbild wie im Kinofilm zu erstellen - also muss ich mir da auchs chon intensiv vor dem Dreh Gedanken machen wie ich das Bild am Ende denn gerne hätte.


    Aber "den Filmlook" der nach Kochrezept immer passt - den gibt es nicht.


    Ein anderer Aspekt, ein anderer Punkt von welchem u.a. auch abhängt ob ein Film "gefällt" bzw. erfolgreich ist - das sind die Sehgewohnheiten der Zuschauer. Und diese haben sich in den letzten Jahren verändert, teils auch durch die Technik die jetzt vieles sehr sehr einach möglich macht was früher einen immensen Aufwand bedeutet hätte.


    Beispiel bewegte Kamera - heute mittels Gimbal für jeden machbar, früher wäre das ein immenser Aufwand für einen Dolly gewesen oder ein sperriges, komplexes Steadycam. Oder Luftbilder - früher ein enormer Aufwand teils mit Hubschraubern, heute wird die Drohne ausgepackt.


    Diese Möglichkeiten verändern natürlich auch die Sehgewohnheiten.


    Ein weiterer Punkt ist auch das Wiedergabegerät - früher war das entweder eine große Leinwand im Kino oder der heimische Fernseher. Irgendwann wurde dieser größer, die Auflösung besser, es kam das private Heimkino dazu.


    Heute ist ein weit verbreitetes Wiedergabegerät das Smartphone oder Tablet, mit kleinen Bilddiagonalen die aber trotzdem teilweise hochauflösend sind. Es wird nicht mehr extra ein Film angeschaut, das konsumieren von Filmen passiert auch unterwegs und nebenbei. Auch das verändert die Sehgewohnheiten....

    Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar

  • MacMedia :

    Gratulation zu den obigen Aussagen.


    // Ich lese im Forum jetzt schon öfter von der "Alten Schule", der verstaubten, nicht mehr zeitgemäßen .... Sind damit die alten Stummfilme gemeint? Oder Filme wie "Eins, zwei drei" von Billy Wilder oder... ?


    Zeitgemäß scheint mir ein Film zu sein, "wenn man beim Ansehen gar nicht auf die Idee kommt, vorzuspulen". Wobei ein Film dem einen gefallen und dem anderen überhaupt nicht (was aber nicht unbedingt vom Alter des Betrachters oder des Films abhängig sein muss). // Es soll ja sogar Filme geben, die als zeitlos bezeichnet werden.

    kurt

    WIN-10/64 PRO, DropBox, EDIUS-9.51 (5619)-WG, RESOLVE-16.1.1 Studio, Adobe InDesign u.a

  • Die "Alte Schule" hat mit Zelluloidfilmmaterial gearbeitet für das Kino, Schule und Heimkino...

    Die "Neue Schule" versucht immer noch mit Hilfe der neuen Cinema-Kameras und allerlei teuren Hilfsmitteln die Dynamik und Gammakurve des Zelluloidfilmes nachzuahmen...

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Nach meinem Eindruck seit dem Erscheinen der Canon 5 D Mark IV und deren dual Pixel basierten Autofokus auch für die Videofunktion nutzbar hält zunehmend ein Videoaufnahme-Equipment Einzug, mit dem man auf Grund der Freistellungsmöglichkeiten größerer Bildsensoren und Foto-Objektiven Videos einen Spielfilmcharakter verleihen kann und das für einen Otto-Normalverbraucher bezahlbar wird.

    Das hängt von Deiner Definition von Otto-Normalverbraucher ab. Ich glaube eher, dass dieser mit einem Smartphone filmt und nicht mit einer Kamera für um die 4.000 Euro mit Objektiv.

    Die 5dm2 hat damals Video "revolutioniert", die 5dm4 IMO weniger. (Als diese seinerzeit erschien, habe ich überlegt, ob ich von der 5dm3 upgraden soll, aber für mich war der Mehrgewinn an Features/Möglichkeiten den (damaligen) Preis nicht wert, also habe ich es gelassen.)


    Youtube -Channels sind voll von Tutorials und Videos, die das cinematische Filmen behandeln und zeigen, Cine Look, Luts, Colour Grading, bewegte Kamera mittels eines Gimbals sind die aktuellen Themen, die auch Amateure von heute beschäftigen, die vor paar Jahren fast ausschließlich der professionellen Spielfilmproduktion vorbehalten waren.

    Ja, einerseits gibt es mehr solcher Tutorials und Video, andererseits müssen die YouTuber natürlich auch irgendetwas zum Thema ihrer Videos machen. Und da scheint der cinematische Look eine der Säue zu sein, die durch die globalen YT-Dörfer getrieben werden. Ob wirklich von so vielen Zuschauern diese Dinge auch entsprechend beherzigt und in ihren eigenen Videos umgesetzt werden, bezweifele ich jetzt mal. Die meisten Zuschauer bei YT dürften passive Konsumenten ohne eigenen Content sein, die nur deshalb bei YT angemeldet sind, damit sie Video bewerten und kommentieren können.


    Ich sehe mir diese Videos beispielsweise auch eher wegen des (theoretischen) Informationsgehalts und des Unterhaltungswerts an und weniger als Vorbild für eigene "Produktionen".


    Sind Camcorder - Dokus herkömmlicher Art über mehr oder weniger spannende aber meist unspektakuläre Alltagsthemen , mögen sie filmtechnisch auch noch so gut gemacht werden, heute überhaupt noch der "Bringer" ?

    Kommt wohl auch darauf an, für wen man "produziert". Super "dynamischen" Videos mit viel Kamerabewegung, schnellen Schnitten, etc. kann ich persönlich nicht sonderlich viel abgewinnen; wäre für mich jetzt also nicht so das erstrebenswerte Vorbild. "Bilddynamik" erscheint mir inzwischen teilweise auch inflationär. Ich ertappe mich manchmal sogar dabei, dass ich bei (mir noch unbekannten) Hollywoodfilmen teilweise die Action-Szenen "vorspule".


    sondern zunehmend von jungen Leuten vor allem in den USA und Asien, teilweise bereits Ersatz für herkömmliche Fotografie.

    Vergleichst Du Dich mit Leuten aus USA/Asien, die 20 oder 30 Jahre jünger sind? Ich nicht, da ich nicht viel mit denen gemeinsam habe. Wie die Fotografie und Video handhaben, ist mir daher ziemlich egal.


    Ich schaue mir zwar ganz gern mal die Videos von z.B. Brandon Li an, dabei entsteht bei mir aber nicht der Wunsch, diese Ort selbst zu besuchen und ähnliche Videos zu machen.


    Mein Eindruck ist auch, dass diejenigen YouTuber, die in meinen Augen überzeugende (cinematische) Videos abliefern, auch eher nur im Zweitberuf YouTuber sind und häufig tatsächlich mit kommerziellem Video/Arbeit auf TV- bzw. Film-Sets ihr Geld verdienen also mit anderer Erfahrung/Hintergrundwissen und auch personellen Ressourcen an die Sache herangehen als Otto-Normalo oder auch der etwas ambitioniertere Hobbyist.


    Wie viele "cinematische" Videos hast Du denn bereits hier im VT gesehen? Und das ist hier ein Videoforum und damit IMO nicht repräsentativ für Otto und Ottilie Normalverbraucher.


    Wenn Du Deinen Reisevideos einen cinematischen Look verpassen möchtest, bitte, gern. Ich schau mir das dann auch an, falls es auf YT veröffentlicht wird. Heißt aber nicht unbedingt, dass ich so etwas für mich selbst anstrebe (trotz vorhandener P6K).

    Greetings,
    ro_max


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  • Ist das jetzt ein Cinema-Film?


    https://www.youtube.com/watch?…8rXE73ck&feature=emb_logo


    Vielleicht ist eher das hier ein Kinofilm der auch real im Kino gelaufen ist:


    https://vimeo.com/348045669


    Jetzt habe ich es, das muss Cinema sein:


    https://www.youtube.com/watch?v=6AzrltvaeJY


    Mein Vorbild eigentlich... :servus:

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Unter cinematisch wird halt tatsächlich viel verstanden, und oft frage ich mich ob diejenigen, die dazu Videos publizieren, das Thema selbst verstanden haben. ;)


    Spaß beiseite. Was man nicht übersehen darf sind zumindest zwei weitere Punkte:

    • es geht schon noch immer unverändert um die Verschlusszeit bei der Aufnahme. Mit 24p geschossenes Material interpretieren wir (offenbar aus wahnehmungspsychologischen Gründen) als in der Vergangenheit liegend, bei 50p/60p interpretiert das unser Gehirn als in der Gegenwart liegend. DAS macht für Storytelling viel aus. Und Cinematik ist von der erzählten Geschichte für in Wahrheit kaum zu trennen. Das wurde oft als einer der Trennungspunkte zwischen der Seifenoper (hier und jetzt) und einer Geschichte die man erzählt gesehen.
    • Sehr oft geht es um die Darstellung von Hauttönen, besonders in Geschichten mit Menschen. Während 8bit Systeme, oft noch dazu mit kleinen Sensoren, Hauttöne mit einer zu geringen Farbtonabstimmung darstellen (die oft zitierten Barbiegesichter), wird das mit 10 oder 12bit halt nochmals deutlich besser.

    Natürlich spielen die bereits genannten Punkte mit - aber im Kern geht es beim Film eben vor allem um das Storytelling. Ob man das jetzt als Amateurfilmer braucht oder haben will/soll/muss, steht ja nochmals auf einem ganz anderen Blatt. Wir sagen dazu meist ja, man soll eine gewisse Story auch im Amateurfilm erzählen... aber was wenn jemand nur schöne Naturimpressionen zeigen will? Vielleicht ist es dann wichtiger schöne UHD Aufnahmen mit schönen Farben und einem guten Dynamikumfang zu zeigen - oder aber holt einem doch die Lichtsituation bei der Aufnahme nicht gerade rasch hier ein? Stimmungsfilme nutzen eben gerne das weiche Licht der Morgen- oder Nachmittagssituationen - Naturimpressionen nicht? Der Übergang ist wohl fließend.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Wir sagen dazu meist ja, man soll eine gewisse Story auch im Amateurfilm erzählen... aber was wenn jemand nur schöne Naturimpressionen zeigen will? Vielleicht ist es dann wichtiger schöne UHD Aufnahmen mit schönen Farben und einem guten Dynamikumfang zu zeigen - oder aber holt einem doch die Lichtsituation bei der Aufnahme nicht gerade rasch hier ein? Stimmungsfilme nutzen eben gerne das weiche Licht der Morgen- oder Nachmittagssituationen - Naturimpressionen nicht? Der Übergang ist wohl fließend.

    Ja Wolfgang, der Übergang ist fließend. :yes:


    Als 8Bit-Filmer mit dem Schwerpunkt Reisefilm, Naturfilm, Impressionen, befasse ich mich schon seit 2015 mit dem Grading nicht um jemanden zu erschrecken(Thriller), sondern mittels Farbvideo und passender Hintergrundmusik eher farblich/musikalisch emotional zu berühren.


    Aufnahmeseitig gehe ich so vor:

    • Bildstill "Cinema-like Dynamisch" mit speziellen Parametern
    • Spezielle Gammakurve für filmartige Screens
    • Framerate auf 24p oder 30p
    • Bilichtungszeit 1/50 oder 1/60 Sekunden je nach eingestellter Framerate
    • ISO 100 bei Tageslicht, bis ISO 800 bei Schwachlicht
    • Blende 2,8 bis 11 nach Belichtungsanzeige einregeln
    • Äußerst wichtig ist mir möglichst eine optimal stabilisierte Freihandaufnahme zu bekommen*

    Bei der Nachbearbeitung in EDIUS steht die "Primäre Farbkorrektur" im Vordergrund, natürlich auch hier und das die "Sekundäre Farbkorrektur" für das finalisieren der Aufnahmen:

    • Mit: *.cube LUTs das Grading durchführen
    • Sekundäre Farbkorrekturen falls nötig

    * CULLMANN Travelpod 3090 "aufgerigte Kamera" welches man als Schulterstütze/Brustbeinstütze für zitter- und wackelfreie
    Videoaufnahmen losgelöst von einem umständlichen Tripod einsetzen kann.
    Im Normalfall reicht aber für mittlere Tele-Zoomaufnahmen auch ein

    gegen die Kamera angesspannter Nackengurt als Stabilisierungsunterstützung aus.

    Eine zielsichere Fokusierung hat unter allen Umständen priorität, auch ein Focus-Peaking kann nötig werden, Kontrolle mit

    Kameraeigenen Messinstrumende für die Horizontallage swie das Histogramm als Schutz vor dem "Ausbrennen" der Aufnahmen

    werden selbstverständlich genutzt...


    :zauber:

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Alles schön und gut, aber mit 8bit ist das Cinematische schon recht schwierig zu sehen.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Dann hast Du etwas falsch gemacht. :gruebel:


    Was siehst denn Du bei einer cinematischen Aufnahme und Nachbehandlung?

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...


    • Blende 2,8 bis 11 nach Belichtungsanzeige einregeln

    :zauber:

    Die FZ 300 fängt bereits bei Blende 5,6 mächtig an zu "beugen". Wenn man detailreiche Ergebnisse haben möchte, sollte man nach Möglichkeit nicht stark abblenden. Wenn man ohnehin auf FHD downgradet, ist eine sehr hohe Abbildungsqualität vielleicht nicht erforderlich.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

  • Die FZ 300 fängt bereits bei Blende 5,6 mächtig an zu "beugen".

    Bei Videoaufnahmen habe ich das eigentlich noch nicht so krass störend bemerkt wie Du es darstellst.

    Panasonic hat deshalb für den Fall von Fotoaufnahmen nur ein Regelbereich der Blende von 2,8-8 beschränkt.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Ja den Test kenne ich...

    Mache Dir mal aber keine Sorgen um die Qualität meiner Videoaufnahmen, ich weiß sehr wohl

    was ich mit dieser Kamera machen kann.


    Wie sieht denn eigentlich Dein Cinema-Konzept aus?

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Mache Dir mal aber keine Sorgen um die Qualität meiner Videoaufnahmen, ich weiß sehr wohl

    was ich mit dieser Kamera machen kann.

    Dann sind wir aber allen mal gespannt auf deine Aufnahmen!


    Mit freundlichen Grüßen

  • Unabhängig davon, ob man es will und wie die Definition ist, gibt es für Interessierte bei Youtube eine Reihe professioneller Tutorials, allerdings in englisch für DavinciResolve. Dort wird eine Szene Schrittt für Schritt von der Rohaufnahme bis zum fertigen Clip exakt beschrieben. Da lernt man recht gut die Denke und Technik, die dahintersteckt. Der Aufwand ist allerdings erheblich. einige Beispiele zeigen übrigens, wie gut das meistens auch in 8-bit geht - sind eben mehr Prakmatiker.

    Dirk

  • Hast Du mal einen Link zu dieser DVR-Tutorial Reihe?

    Greetings,
    ro_max


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  • Dann hast Du etwas falsch gemacht. :gruebel:


    Was siehst denn Du bei einer cinematischen Aufnahme und Nachbehandlung?

    wohl eher du.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Am besten gefallen mir die Tutorials von AramK, zu finden unter davinciresolve color grading. Der hat dort einige zu verschiedenen Aufgabenstellungen. The modern filmmaker ist noch eine Alternative, wie noch einige dort zu speziellen Aufgaben wie Hauttöne etc.

    Good Luck

    Dirk